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Wald- und Wellenlauf – Das Debakel vom Ostseestrand

Am vergangenen Sonntag, den 12.10., fand in Kellenhusen der Wald- und Wellenlauf statt, immerhin das Heimrennen eines der beiden Groupies. Und da ich selbst hier einmal Fußball gespielt habe, kannte ich die meisten aus dem Orga-Team und der Streckenposten.
Die Vorbereitung war OK. Es gab kurze Trainingseinheiten und Intervalle. Es sollte ein Platz auf dem Treppchen über die offiziellen 5.500m werden. Wenn es gut läuft, ist vielleicht sogar der Gesamtsieg drin. Die Groupies waren vollständig anwesend und wenigstens so gespannt auf die Platzierung wie ich selbst.
Das Wetter war gut – kein Regen und angenehme Lauftemperaturen.
Eigentlich sollten die 5,5 Km und die 10 Km getrennt starten ( 10:00 und 10:10 Uhr ). Warum auch immer, aber beide Läufe wurden gemeinsam um etwa 10:05 Uhr gestartet. Für mich als Starter über die 5,5 war das kein großes Problem – ich wartete nur 5 Minuten länger am Start. So mancher 10 Km-Starter wurde aber kalt erwischt, weil er sich abseits aufwärmte oder einlief. So kam es denn auch, dass wir auf den ersten Metern den einen oder anderen 10er „einsammelten“ ( unter anderem den späteren Gesamtsieger ). So weit, so schräg – es ist eben ein Dorflauf. Auf den ersten 1500m legten etwa 10 Läufer los wie die Feuerwehr und ich hatte schon hier einige Mühe, dran zu bleiben. Die Groupies, die sich hier postiert hatten, staunten nicht schlecht, als ich etwa als 10ter an ihnen vorbeikeuchte. Waren doch auch sie von einem getrennten Start ausgegangen und wollten nebenbei den Bruder von Groupie Daniela auf der langen Runde supporten.
Nach etwa 2 Km trennten sich die Strecken. Im Wald liefen die 10er geradeaus und die 5,5er bogen nach links weg. Und was soll ich sagen… – plötzlich lag ich vorne. Im Wald wurde die Strecke im Vergleich zum letzten Jahr ( und meinen Vorbereitungen ) etwas verändert, aber die Streckenposten und die Markierungen wiesen den richtigen Weg. Etwa bei Km 3 kam ich deutlich in Führung liegend wieder an den Groupies vorbei. Sie hatten selbst die an der Strecke postierten Polizei und Feuerwehr mit ihrem mitgebrachten Megaphon beeindruckt und sahen schon eine riesige Siegerparty auf sich zukommen.
Mein Vorsprung blieb konstant. Etwa 800 – 1000m vor dem Ziel passierte es dann: Die Strecke traf mit der großen Schlussrunde des 10er-Laufes zusammen und teilte sich dann wieder. Sie kreuzte eine öffentliche Straße und die beiden Streckenposten hatten es sich auf einer Bank gemütlich gemacht. Sie dachten gar nicht daran, das heranfahrende Auto zu stoppen. Vielmehr brüllten sie mir hinterher, dass „abkürzen nicht gilt“, als ich dem Wagen mit Hamburger Kennzeichen mitten auf der Straße auswich. Außerdem vergaßen sie, mir den Weg zu weisen und ließen mich in die falsche Richtung weiterlaufen. Die auf dem Gehweg aufgezeichneten Pfeile beschrieben den weiteren Verlauf der 10 Km-Runde, die noch einen großen Bogen machte. Einen Streckenhinweis hatten die Veranstalter erst hinter der nächsten Abzweigung angebracht, die ich Dank der Streckenposten gar nicht nahm. Nach einigen hundert Metern kamen die Groupies im Groupie-Mobil angefahren und fragten, ob ich überhaupt auf der richtigen Strecke sei. Ich verließ mich auf die Posten und antwortete, dass ich natürlich voll auf Siegkurs bin.
Das Ende vom Lied war allerdings, dass ich nicht als Erster sondern als 15. die Ziellinie überquerte. Der Frust war sowohl bei den Groupies als auch bei mir riesig. Der Veranstalter brachte auf die Beschwerde nur hervor, dass die Streckenposten ja nicht wissen konnten, welcher Läufer welche Runde laufen musste. Wie bitte? Wozu sind die denn da? Auf eine offizielle Beschwerde haben wir dann verzichtet, da an dem Rennergebnis nichts geändert werden würde.
Hier gab der Veranstalter ein ganz schwaches Bild ab. Er wurde auch nicht müde, die durchweg positive Resonanz zu erwähnen. Da hatte er wohl andere Informationen als wir, denn so mancher Läufer fühlte sich veräppelt. Nicht nur die Merkwürdigkeiten beim Start führten zu einigen Irritationen. An einer besonders unübersichtlichen Stelle kurz vor dem Deich kreuzte die Laufstrecke noch einmal eine Straße. Ein Streckenposten war auch hier nicht zu sehen. Und hätten die Groupies nicht gewusst, dass die Läufer hier entlang kommen, und auf Schritttempo gedrosselt, dann hätten sie doch tatsächlich einen der Läufer angefahren. Unglaublich. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass der Streckenposten, der mich falsch laufen ließ am Abend vorher ordentlich gefeiert hatte und wohl noch nicht wieder ganz auf der Höhe war. Na toll. Da muss ich wohl schon froh sein, den Lauf wenigstens gesund überstanden zu haben. Ob wir hier noch einmal dabei sind, wissen wir nicht.
Vielen Dank noch einmal an die Groupies. Der erste Sieg kommt bestimmt.

Der Wald-und Wellenlauf oder „Wer ist Horst?“

Am 15.Oktober war es wieder einmal soweit – Hotte ging an den Start und die Groupies an die Strecke. Diesmal fand das Happening in Kellenhusen an der Ostsee statt, dem Home of Obergroupie Daniela.
Die Strecke führte offizielle 5.500m über die Strandpromenade, durch den Wald und wieder am Strand entlang. Nach dem Start wurden bereits auf den ersten Metern einige „Schnecken“ überholt – was wollen die auch in der ersten Startreihe?
Nach etwa 1.500m die ersten Groupies an der Strecke. Toll, ich bin noch vorne dabei und fühle mich gut. Bei Kilometer 3,5 die nächsten Groupies – hm, die sehen genauso aus, wie die eben… Ich bekomme die Info 5. zu sein und den Tipp, dass ich den vor mir noch einholen kann. Den vor mir? Da sehe ich aber schon niemanden mehr. Egal, hinter mir kommt auch lange Zeit nichts mehr. Hinterher habe ich erfahren, dass Papa und Rüdiger in der Art von „Netzer und Delling“ meinen Laufstil analysieren und finden, dass ich lange nicht mehr so „rund gelaufen“ sei.
Etwa 1000m vor dem Ziel noch mehr Groupies – die sehen doch auch aus wie Daniela und Rüdiger?!? Ich bekomme den Hinweis, nicht so schnell zu laufen, weil sie es sonst nicht rechtzeitig zum Ziel schaffen. Kein Problem, ich bin eh platt wie ´ne Flunder. Als ich ins Ziel komme, sagt der Kurdirektor mich als Hotte`s Laufgroupie an und vermutet messerscharf, dass Hotte wohl Horst ist und ich einer seiner zahlreichen Fans. Wie bitte?
Ich hatte als Verein die Laufgroupies angegeben, weil ich von der überragenden Bekanntheit der Groupies ausgegangen bin. Immerhin hat eine Umfrage unter ihnen ergeben, dass genauso viele Groupies die Lauffreunde kannten, wie Coca Cola, Microsoft oder Mercedes Benz. Nur Hr. Riedel hat davon offensichtlich nichts mitbekommen. Daniela und Rüdiger, die auch gerade angekommen sind, lachen sich schon schief und grübeln bereits, wer Horst wohl ist.
Ich bin tatsächlich 5. Die vier besser Platzierten sind alle A- oder B-Jugendliche und losgerannt, wie die Raketen. Jugend vor Schönheit lautete das Motto. Meine Zeit ist anderthalb Minuten besser als im letzten Jahr und mehr ging nicht. Alles bestens, bis auf die Frage: „Wer zum Geier ist Horst?“
Daniela dreht wieder schonungslose Enthüllungsvideos über „Bestechungen“ hinter den Kulissen und die vorgezogene Siegerehrung, kann aber auch nicht klären, wer Horst eigentlich ist. Ist Horst etwa nur eine gerade entstandene Legende? Oder ist er der dunkele Hintermann, den niemand wirklich kennt, der aber alles im Blick behält?
Nach einem leckeren Mittagessen besuchen wir noch die schweinemäßigen Groupies im Wald und feiern wie wild auf einer Bühne, die für die gerade stattfindenden Hubertustage aufgebaut wurde. Dann bekommt Rüdiger noch seinen neuen Mitbewohner Guido-in-dahouse vorgestellt und ein weiterer Renntag geht zu Ende.
Alle Groupies entlang der Strecke waren übrigens immer wieder die beiden Gründungsgroupies Rüdiger und Daniela. Das war klasse. Danke.
Bis zum nächsten Lauf.