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Mitternachtslauf = Gewitternachtslauf

Gestern fand wieder mein eigentliches Heimrennen statt: der 24. Mitternachtslauf in Heiligenhafen. In diesem Jahr konnten aus Kiel nur Mike und Torben dabei sein.
Wie zu den vergangenen Läufen auch, gab es vorher Spaghetti Bolognese. Unsere Pasta-Party fand im Garten meiner Eltern statt. Obwohl ein Gewitter vorhergesagt war, konnten wir es uns in der Abendsonne gut gehen lassen. Anschließend machten wir noch einen Abstecher auf die neue Heiligenhafener Seebrücke – die ist wirklich toll geworden – ehe es gegen 21 Uhr zum Sportplatz ging.Wir 3 - vor dem Gewitter
Langsam zogen dunkle Wolken auf, aber das Wetter hielt. Es war warm und trocken. Wir schauten nicht nur dem Vorprogramm zu sondern auch immer wieder zum Himmel. Da zog leider nichts Gutes auf. Eine halbe Stunde vor dem Start fing es an zu regnen. Am Sportplatz war jeder überdachte Quadratzentimeter besetzt. Also gingen wir zum Auto, um nicht schon vor dem Start vollkommen durchnässt zu werden. Ein riesiges Gewitter zog über uns hinweg und die ersten Teilnehmer fuhren wieder ab.
Um 22:50 Uhr ließ der Regen nach und wir gingen wieder zum Sportplatz. Noch bevor wir dort ankamen, setzte ein Platzregen ein und nun waren wir doch nass. Das Gewitter hielt sich über Heiligenhafen und es blitzte und donnerte immer wieder. Der Start wurde zunächst um 10 Minuten verschoben, weil die Orga auf Besserung des Wetters hoffte und das Rennen bei Gewitter nicht freigeben konnte. Mit nassen Klamotten wurde uns schnell kalt. Und weil es immer noch regnete, machte auch das Aufwärmen keinen Sinn. Wir standen mit einigen anderen Läufern unter einer großen Hecke, die uns aber auch nicht wirklich schützte. Um 23:10 Uhr wurde der Start erneut um 10 Minuten verschoben, denn man hoffte immer noch auf Wetteränderung. Die Läufer kühlten weiter aus und die nächsten Gruppen zogen sich wieder um und verzichteten auf den Lauf. Um 23:20 Uhr kam die Durchsage, dass letztmalig 10 Minuten abgewartet werden soll. Dann wird entweder gestartet oder abgesagt. Bei Absage würde noch die Tassenausgabe stattfinden, denn einen Finisher-Becher sollten die Läufer wenigstens bekommen. Der Regen wurde weniger und wir trabten einige Meter zum Aufwärmen über den Platz. Plötzlich hörte der Regen ganz auf und weil auch das Gewitter über die Ostsee abzog, wurde das Rennen gestartet.
Wir standen am Ende des Feldes und überquerten genau eine Minute nach dem Startschuss die Startlinie. Auf dem ersten Kilometer ist ein Überholen kaum möglich, denn die Strecke führt durch enge Straßen. Selbst auf dem Marktplatz war kaum etwas los. Das Wetter hielt auch die Zuschauer ab, die gerade den Reiz dieses Laufes ausmachten. Schade, aber verständlich. Außerdem hatten wir auch noch die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London als Konkurrenz.
Der Lauf führte über die bekannte Strecke: Ab dem Wilhelmsplatz ging es die Wendstraße leicht bergan und am Friedhof wurde es etwas steiler. Dann folgte die Steigung am Wachtelberg und anschließend ging es weiter zum Hafen. Hier war die Hälfte geschafft und es musste nur noch der Binnensee umrundet werden. Unmittelbar vor der Kehre auf die Strandpromenade stand die Strecke knöcheltief unter Wasser. Und weil ausgerechnet dieses Stück nicht ausgeleuchtet war, liefen alle Teilnehmer mittendurch. OK, die zweite Hälfte wurde also mit frisch eingeweichten Schuhen in Angriff genommen.
Das Teilstück entlang der Promenade und durch den Ferienpark verging wie im Flug. Und ehe man sich versah, ging es auch schon den letzten Anstieg hoch in Richtung Schule. Es fing wieder leicht an zu regnen. Jetzt war es total egal und die letzten 400m liefen von ganz alleine, denn der Stadionsprecher und die Zuschauer waren schon zu hören und man hatte das Ziel “vor Augen”.
Nach 54:07 Min. kam ich immer noch völlig durchnässt aber glücklich ins Ziel. Angesichts des wenigen Trainings und der widrigen Umstände ist diese Zeit OK. Mike (49:31 Min.) hatte sich schon etwas zu trinken geholt und wir warteten gemeinsam im Regen auf Torben. Er lief mit der “Schnappszeit” von 01:01:01 h ins Ziel.
Von über 1200 gemeldeten Teilnehmern traten nur 674 an. Dadurch war wenigstens die Wartezeit an den Duschen kurz.
Um 2:15 Uhr war ich wieder in Kiel und kam genau rechtzeitig, um die Wiederholung der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in London zu sehen. Eine einzigartige Sportnacht ging bei Sonnenaufgang zu Ende.

Die nächste sportliche Herausforderung wartet am kommenden Sonntag. Dann geht es mal nicht auf die Straße sondern auf`s Wasser. Ich starte mit einigen Kollegen beim Stand Up Paddling (SUP) vor der Seebar in Düsternbrook. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Aktion Stand Up 4 Kids zu Gunsten krebskranker Kinder statt. Wer sich anmelden möchte, kann das noch die Woche über tun.

Ich wünsche Euch eine unterhaltsame Olympiade.

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Mitternachtslauf 2011

Am 15.07.2011 war es wieder einmal soweit: In Heiligenhafen wurde nachts über die Straßen gehetzt, denn der Mitternachtslauf startete zu seiner 23. Auflage. Natürlich waren auch die Groupies und ich dabei.
Ab 19 Uhr gab es bei Daniela wieder Spaghetti zur Stärkung. Dafür kamen aus Kiel auch noch Conny, Gunther, Mike und Tim vorbei. Die Soße wurde nach den Schilderungen aus den letzten Jahren, wo sie einfach zu lecker war und man dadurch zu viel gegessen hatte, diesmal eher einfach und dazu auch vegetarisch gehalten; eigentlich schmeckte sie auch viel besser!
Nach dem Essen und einem kleinen Klönschnack machten wir uns langsam auf die Socken in Richtung Sportplatz, wo Start und Ziel liegen. Dort war schon richtig viel los. Die angepeilte Zeit sollte irgendwo bei 50 – 55 Minuten liegen, denn in den letzten Wochen konnte aus Zeitgründen tatsächlich nicht ein einziges Mal trainiert werden. Wenn`s auch schneller geht, gerne. Nach einem Regenguss am Nachmittag blieb es trocken und es war nicht zu warm. Perfekt, dann sind wenigstens wieder ordentlich viele Zuschauer an der Strecke. Lediglich der Wind stand etwas ungünstig, denn auf der Promenade gab`s Gegenwind. Aber der Reihe nach.
Punkt 23 Uhr fiel der Startschuss und fast 900 Läufer machten sich auf die 10 km lange Strecke. Wie immer ging es über den Marktplatz, wo durch das Midnight-Shopping noch mehr Zuschauer als sonst eine Gasse für die Läufer bildeten und sie anfeuerten. Am Wilhelmsplatz mussten wir ein kurzes Stück über eine Baustelle laufen, ehe wir dann in der Schmiedestraße wieder auf die ursprüngliche Strecke trafen. Der Anstieg in der Kirchhofstraße war die erste Herausforderung. In der Feldstraße angekommen riefen einige Zuschauer die Zwischenzeiten. Bei mir waren es 18 Minuten und 20 Sekunden. Was? Bei Kilometer 2,5 schon fast 20 Minuten? Meine eigene Uhr schaffte wieder Zufriedenheit. Es waren erst knappe 11 Minuten um. Der längere Anstieg den Wachtelberg hoch wurde noch schnell gemeistert, ehe es bergab bis auf NN zum Hafen ging. Hier hatten sich wieder die Zuschauer vom Markt eingefunden und man lief wieder durch eine Gasse. Nicht ganz so eng wie bei den Steigungen der Tour de France, aber mindestens ebenso beeindruckend. Jetzt nur noch einmal um den Binnensee und den Wildkoppelweg hoch. Nach 49:51 Min. hatte ich es geschafft und war ziemlich platt. Ich hatte den Eindruck, dass dieses Mal noch mehr Menschen an der Strecke standen als in den vergangenen Jahren. Einfach toll.


Im Ziel trafen wir Läufer wieder auf die Groupies, die auch einiges erlebten. In diesem Jahr standen sie erstmals offiziell auf der Orga-Liste, wo Baulampen verteilt wurden, mit denen kritische Stellen an der Strecke kenntlich gemacht werden. Sie bekamen 2 Lampen. Hintergrund ist, dass die Orga durch sie in den vergangenen Jahren ein Feedback sowohl von der Strecke als auch vom Streckenrand bekam und dadurch die ein oder andere Stelle weiter entschärft werden konnte. Erstmals traten sie am Markt in Aktion, wo die unbeleuchtete Ecke des Rathauses, an dem wir dicht vorbeilaufen, nicht beleuchtet war. Daniela stellte sich mit der Lampe dorthin. Das wiederum passte einem alteingesessenen Streckenposten nicht, der sich sogleich persönlich angegriffen fühlte und sie anpöbelte, sie sei wohl nicht ganz dicht und solle verschwinden. Auf die Erwiderung, dass die Stelle ziemlich dunkel sei, sagte er, dass er das beurteile und alles in Ordnung ist, wie es ist. Da mittlerweile alle unsere Läufer durch waren, fuhren sie weiter. Hinterher stellte sich heraus, dass besagter Streckenposten ein sehr eigenwilliger Zeitgenosse ist, mit dem wir tatsächlich selbst auch schon einmal an anderer Stelle zu tun hatten, wo er ebenfalls negativ auffiel. Aber egal, seine spätere Aussage bei der Orga, der Wagen hätte mitten auf der Strecke gestanden, ist schlicht falsch und keiner der Läufer würde das bestätigen können, denn die Strecke am Markt war frei. Die Groupies fuhren weiter und feuerten mich am Wachtelberg das nächste Mal an. Die benutzen ein handelsübliches Megaphon, dass auch eine Melodie und ein lautes “Ole, Ole, Ole” spielt. Dieses Megaphon gab es etwa 10 – 15 Mal an der Strecke, wobei man im Vorfeld nicht genau weiß, wer dort an der Strecke steht. Und weil ich ja vor den Groupies besonders gut aussehen will, wird der Laufstil immer etwas aufrechter, wenn diese Melodie ertönt. So manches Mal war es ein “Fehlalarm”, denn die Groupies waren ganz woanders. Letztmalig standen sie am Eingang zur letzten Steigung, dem Wildkoppelweg. Puh, da braucht man die persönliche Anfeuerung wahrscheinlich am meisten.
Vielen Dank an Euch beide für die Unterstützung. Es war wieder einmal super.
Alle waren mit ihren Zeiten zufrieden und sind im nächsten Jahr wieder dabei.

Disc-Golfer aus Kellenhusen im TV

Gestern bekam ich eine SMS vom Roadie-Groupie, dass der Discgolf-Club Kellenhusen im Schleswig-Holstein Magazin von N3 mit einem Beitrag bedacht wurde. Es war übrigens nicht das erste Mal, dass das Fernsehen etwas über die Bahn bringt.

Also sah ich mir eben die Wiederholung an und bekam „die harten Kerle von der Küste“ MacMicha, MacBarnes, MacHollie und MacKessie beim Training auf einer herrlich verschneiten Bahn zu sehen. Den einen oder anderen Tipp hatten sie auch noch parat. Nebenbei stellte der NDR die einzige Disc Golf Bahn, die direkt an der Ostsee liegt,  vor und machte Werbung für den Sport und den Discgolf Club Kellenhusen.

Der Club und die Gemeinde präsentieren sich auch im Winter. Das ist prima und lässt auf noch mehr Zulauf im Sommer hoffen.

Spaß macht das Spiel aber auch bei diesen winterlichen Temperaturen und viel Schnee.

Der Beitrag ist in der Mediathek des NDR abrufbar. Einfach oben rechts nach „disc golf“ suchen und den Beitrag aus dem Schleswig-Holstein Magazin vom 06.01.2010 auswählen.

MacHotte

PS   Wenn ihr so weitermacht mit der Fernsehpräsenz, sehe ich große TV- und Kino-Produktionen vor meinem geistigen Auge. Im Vorabendprogramm läuft die Serie „Gegen den Korb“ und ein großer Weihnachtsmehrteiler wie „Die Dornenscheiben“ oder „Fackeln beim Korb“ ist auch noch drin. Für die Kinoversion „Moonlight – Abwurf um Mitternacht“ können wir vielleicht MacPitt oder MacClooney gewinnen. Und als Krönung gibt es dann Weihnachten 2011 die Episode „Discgolf am Ostseestrand“ beim Traumschiff – hui, mir wird ganz schwindelig bei dieser Vorstellung…

Discgolf Weihnachts-Turnier 2009 in Kellenhusen an der Ostsee

Am 26.12. war es wieder soweit. Nachdem ein wirkliche schönes und harmonisches Weihnachtsfest vorbei war, wurden die angefutterten Kalorien bei einer Runde Discgolf abgearbeitet. Bedingung war, wie schon im letzten Jahr, das Tragen einer Weihnachtsmütze.

Bei knapp über null Grad, etwas Wind und leichtem Nieselregen war es eine ziemliche Überwindung, vor die Tür zu gehen um einige Scheiben zu werfen. Nach dem letzten Turnier lag ich fast 4 Wochen mit Grippe flach. Naja, vielleicht lag es auch eher an der anschließenden Feier. Das sollte in diesem Jahr nicht wieder passieren. Also kramte ich die alten BW-Stiefel vom Boden, zog alles doppelt an und machte mich auf den Weg.

Wir waren genau 10 Teilnehmer und teilten uns in 3 Gruppen auf, damit die Veranstaltung nicht zu lange dauerte. Groupie Daniela hatte Glühwein eingepackt und weil es so kalt war, trank ich reichlich. Durch den Wind fiel der Glühwein spielerisch nicht weiter ins Gewicht, denn 6 Versuche auf einer Bahn, auf der 3–4 die Regel sind, kamen bei allen vor. Einigen driftete die Scheibe durch die Böen auch bis über den Deich und dann waren sogar 8 Versuche drin.

Der Schnee der letzten Tage war weggetaut und wir fanden bereits vermisste Scheiben wieder.

Am Ende gewann André, der extra für das Turnier aus Osterode angereist war, mit 57 Punkten vor Mc Kessy ( 59 Punkte ) und Mc Window (61 Punkte ).

Ich wurde mit 79 Würfen noch 7. und verfehlte den Platzrekord nur um knappe 37 Punkte. Da ist noch etwas Luft nach oben.

Anschließend ging es wie im letzten Jahr ins Café Daggi direkt am Strand zur Siegerehrung. Jeder Teilnehmer bekam einen Preis. Auch der Pokal machte wieder seine Runden und weil wir fast alle ein „Mc“ vor dem Spielernamen tragen ( Warum weiß ich auch nicht ), haben wir in Champagnerlaune auch für André überlegt. Die Namenssuche war am Ende der Veranstaltung aber noch nicht ganz beendet und muss in die Verlängerung.

Gegen 20:15 Uhr war ich pünktlich zum Traumschiff wieder zu Hause, bekam aber nicht soviel davon mit, denn mir war plötzlich ganz düselich.

Insgesamt war es wieder eine lustige Runde und das Turnier am 26.12.2010 ist gebongt. 

Einige Fotos findet ihr hier. Dort am besten oben rechts die „Diashow“ anklicken. In der Diashow könnt ihr euch dann auch „Info anzeigen“ lassen.

Groupie Daniela, Sindy und ich genießen jetzt die Zeit „zwischen den Jahren“ und wünschen Euch allen schon einmal einen Guten Rutsch in ein erfolgreiches und gesundes 2010.

Hotte

PS   Auch sämtliche Tiere haben die Feiertage gut überstanden.

Präsi, I hol di mit`m Traktor ab…

discgolf_germanopen 044Dieses Wochenende fand in Kellenhusen an der Ostsee ein Disc Golf Turnier im Rahmen der GERMAN TOUR 2009 statt. Neben dem deutschen Meister waren auch ein Teilnehmer aus den USA und eine größere Gruppe des örtlichen Clubs am Start. Insgesamt nahmen 59 Spieler teil.

Samstags wurde der erste Teil der Vorrunde gespielt und am Sonntag dann der Rest und die Finals. Da es am Samstag sehr stürmisch begann und die Anlage sich direkt am Ostseestrand befindet, kam es manchmal einer Lotterie gleich, wo die Scheibe landete. Nach 2/3 der Vorrunde lag Schwager in spe auf dem 20. Rang, der gerade noch für`s Halbfinale reichen würde.

Zunächst waren Daniela und ich unschlüssig, ob wir abends zur Party fahren sollten. Als wir dann aber als Bereicherung bezeichnet wurden, war die Entscheidung gefallen und wir machten uns auf den Weg. Da das Damwild sich gerade in der Brunft befindet, betrug die Höchstgeschwindigkeit nur 60 Km/h, safety first eben.
Das Zelt war eines der kleineren Art. Lediglich 2 Tische waren mit den üblichen Verdächtigen besetzt. Na, das kann ja heiter werden…

Dem Präsi, ähm Vorsitzenden des örtlichen Clubs, wurde der Abend gerade mit seiner eigenen Hymne “Präsi, I hol di mit`m Traktor ab…” versüßt. Danach klärte man uns auch gleich noch darüber auf, dass es kein Birdie ist, wenn eine Möwe mit der Scheibe vom Himmel geholt wird.

Bereits nach wenigen Minuten erfuhren wir, dass auch Michael Ammer, Rolf Eden und Flavio Briatore anwesend seien. “???” Und tatsächlich, drei der Teilnehmer hatten eine gewisse Ähnlichkeit mit ihnen.discgolf_germanopen 017 Das Eis war gebrochen und das erste Bier im Anmarsch. Irgendwie ist jede Party eben gleich. Wir lernten Verena und Lars kennen, der Daniela gleich mal auf 23 schätzte.

Musikwünsche wurden direkt erfüllt und Daniela und Martina lieferten sogar noch einen 1A-Head-Bang-Auftritt ab. Auch einige discs flogen noch durch`s Zelt. Dafür war es groß genug und schließlich waren hier Könner am Start. Eine Scheibe mit einer senkrechten Leuchtdiode schrieb “DISCGOLF” an ihren Rand, wenn sie geworfen wurde. Wie das funktioniert, muss ich noch mal rausfinden.

Anschließend zogen wir in die Strandbar Koralle um und feierten weiter. Gegen 3 Uhr ging es nach Hause.

Einige Bilder gibt es hier.

Ostsee Discgolf Kellenhusen

Es ist Samstag und eine turbulente Woche neigt sich dem Ende zu. Der Schlafmangel der letzten Tage wurde durch ein ausgiebiges 10h-Nickerchen wenigstens zum Teil ausgeglichen. Daniela ist zum Reiten und ich sitze auf der Couch und bin mit neuem Laptop virtuell unterwegs.

Draußen scheint die Sonne und es weht ein kräftiger Wind. Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen für die 3. Kellenhusener Discgolf Open, die im Rahmen der GERMAN TOUR 2009 stattfinden. Laut Auskunft der  Kurverwaltung läuft das Turnier gerade und auch das Festzelt für die Party heute Abend steht bereits.

Meine Erfahrungen beim Discgolf beschränken sich auf einige Runden mit Schwager in spe und das Weihnachtsturnier im letzten Jahr. Alles sehr lustige Veranstaltungen und ich kann nur jedem empfehlen, es einmal auszuprobieren. Macht wirklich Spaß. Selbst die Mainzelmännchen im ZDF spielen zwischen den Werbespots Discgolf.

In Kellenhusen gibt es mittlerweile auch einen eigenen  Discgolf-Club, “Ostsee Discgolf Kellenhusen”. Und fast alle Mitglieder heißen mit „Mc“, selbst der “Busfahrer”, der gar keiner ist, heißt “Mc Busfahrer”. Wäre ich dann “Mc Hotte” mit den “Mc Groupies” ( „Mc Digger“ und „Mc Uschi“ etwa? )? Klingt irgendwie sehr schottisch.

Ob wir es heute Abend zur Party schaffen, entscheidet sich kurzfristig, da wir vorher beim Griechen zum Essen verabredet sind und man danach meistens echt vollgefuttert und faul ist. Und Ouzo zwischendurch  (für die bessere Verdauung, versteht sich) geht auch nicht, weil ich noch fahren muss. Lust hätte ich aber schon nach diesem Artikel. Mal sehen, was Daniela dazu sagt. Sie deutete aber schon an, dass der ein oder andere bereits angefragt hätte, ob wir auch kommen würden.

Jetzt aber erstmal wieder die Füße hochlegen und entspannen. Wochenenden im Herbst sind einfach klasse.

Sundlauf 2009

Heute fand der 26. Sundlauf in Großenbrode an der Ostsee statt. Ich hatte mir bis zum Schluss vorbehalten zu starten oder auch nicht. Genauer gesagt, bin ich dann beim Küstenlauf über 10 Km angetreten, der Sundlauf geht über die doppelte Distanz. Nachdem ich im letzten Jahr die Altersklasse gewonnen hatte, wollte ich den Titel natürlich verteidigen. Am Ende wurde es Platz 2 in einer Zeit von 46:00 min. Das war 19 sec schneller als im letzten Jahr aber immer noch fast 5 min langsamer als der Sieger. OK, 5 min sind nicht mal ärgerlich – da kam ich nicht ran.

Wie im letzten Jahr auch, machte Groupie Daniela am Abend vorher Köttbullar. Lecker. Da ich nicht genau wusste, ob ich überhaupt starte, hatten die Groupies frei.

Um kurz nach 6 ging der Wecker und ich drehte mich erst mal wieder um. Gegen halb 7 stand ich auf und machte Kaffee. Nachmelden konnte man bis 8:30 Uhr, Start war um 9:15 Uhr. Pünktlich um 8:15 Uhr fand ich mich im Startbereich ein um mich anzumelden und es begann sofort das Getuschel über die „Gazelle“. Dabei zeigte man auf mich. „???? – Kennen die mich etwa? Woher? Und bezeichnen mich gar als Gazelle?“ nach etwa 30 sec löste sich das Rätsel. Genau hinter mir stand der spätere Gesamtsieger Paul Muluve aus Lübeck. Ein dunkelhäutiger Läufer mit der typischen Langstreckenfigur. OK, er war sofort auch mein Favorit auf den Sieg und benötigte am Ende genau 37:00 min.

Der Startschuss erfolgte pünktlich und es ging zunächst an der Promenade entlang. Danach liefen wir einige Kilometer durch die Felder und die letzten beiden Kilometer durch den Ort selbst. Festzuhalten bleibt, dass ich im Ziel richtig platt war und die Temperaturen bereits morgens um 10 Uhr die Tageshöchstwerte aufwiesen.

Etwa 200m vor dem Ziel kam ein kleiner Junge direkt auf mich zugelaufen, von dem ich wusste, dass sein Vater in meiner AK antritt. Er rief „Los, Papa. Gleich bist Du da.“ Das setzte noch einmal Reserven frei, denn sein Vater war direkt hinter mir. Im Ziel waren wir dann knapp 10 sec. auseinander.

Zum Duschen fuhr ich nach Hause und zur Siegerehrung waren Groupie Daniela und ich wieder vor Ort. Danach ging es für sie an den Strand und für mich erstmal zur Regeneration auf die Couch.

Im nächsten Jahr sind wir bestimmt in voller Besetzung dabei.