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Mitternachtslauf 2011

Am 15.07.2011 war es wieder einmal soweit: In Heiligenhafen wurde nachts über die Straßen gehetzt, denn der Mitternachtslauf startete zu seiner 23. Auflage. Natürlich waren auch die Groupies und ich dabei.
Ab 19 Uhr gab es bei Daniela wieder Spaghetti zur Stärkung. Dafür kamen aus Kiel auch noch Conny, Gunther, Mike und Tim vorbei. Die Soße wurde nach den Schilderungen aus den letzten Jahren, wo sie einfach zu lecker war und man dadurch zu viel gegessen hatte, diesmal eher einfach und dazu auch vegetarisch gehalten; eigentlich schmeckte sie auch viel besser!
Nach dem Essen und einem kleinen Klönschnack machten wir uns langsam auf die Socken in Richtung Sportplatz, wo Start und Ziel liegen. Dort war schon richtig viel los. Die angepeilte Zeit sollte irgendwo bei 50 – 55 Minuten liegen, denn in den letzten Wochen konnte aus Zeitgründen tatsächlich nicht ein einziges Mal trainiert werden. Wenn`s auch schneller geht, gerne. Nach einem Regenguss am Nachmittag blieb es trocken und es war nicht zu warm. Perfekt, dann sind wenigstens wieder ordentlich viele Zuschauer an der Strecke. Lediglich der Wind stand etwas ungünstig, denn auf der Promenade gab`s Gegenwind. Aber der Reihe nach.
Punkt 23 Uhr fiel der Startschuss und fast 900 Läufer machten sich auf die 10 km lange Strecke. Wie immer ging es über den Marktplatz, wo durch das Midnight-Shopping noch mehr Zuschauer als sonst eine Gasse für die Läufer bildeten und sie anfeuerten. Am Wilhelmsplatz mussten wir ein kurzes Stück über eine Baustelle laufen, ehe wir dann in der Schmiedestraße wieder auf die ursprüngliche Strecke trafen. Der Anstieg in der Kirchhofstraße war die erste Herausforderung. In der Feldstraße angekommen riefen einige Zuschauer die Zwischenzeiten. Bei mir waren es 18 Minuten und 20 Sekunden. Was? Bei Kilometer 2,5 schon fast 20 Minuten? Meine eigene Uhr schaffte wieder Zufriedenheit. Es waren erst knappe 11 Minuten um. Der längere Anstieg den Wachtelberg hoch wurde noch schnell gemeistert, ehe es bergab bis auf NN zum Hafen ging. Hier hatten sich wieder die Zuschauer vom Markt eingefunden und man lief wieder durch eine Gasse. Nicht ganz so eng wie bei den Steigungen der Tour de France, aber mindestens ebenso beeindruckend. Jetzt nur noch einmal um den Binnensee und den Wildkoppelweg hoch. Nach 49:51 Min. hatte ich es geschafft und war ziemlich platt. Ich hatte den Eindruck, dass dieses Mal noch mehr Menschen an der Strecke standen als in den vergangenen Jahren. Einfach toll.


Im Ziel trafen wir Läufer wieder auf die Groupies, die auch einiges erlebten. In diesem Jahr standen sie erstmals offiziell auf der Orga-Liste, wo Baulampen verteilt wurden, mit denen kritische Stellen an der Strecke kenntlich gemacht werden. Sie bekamen 2 Lampen. Hintergrund ist, dass die Orga durch sie in den vergangenen Jahren ein Feedback sowohl von der Strecke als auch vom Streckenrand bekam und dadurch die ein oder andere Stelle weiter entschärft werden konnte. Erstmals traten sie am Markt in Aktion, wo die unbeleuchtete Ecke des Rathauses, an dem wir dicht vorbeilaufen, nicht beleuchtet war. Daniela stellte sich mit der Lampe dorthin. Das wiederum passte einem alteingesessenen Streckenposten nicht, der sich sogleich persönlich angegriffen fühlte und sie anpöbelte, sie sei wohl nicht ganz dicht und solle verschwinden. Auf die Erwiderung, dass die Stelle ziemlich dunkel sei, sagte er, dass er das beurteile und alles in Ordnung ist, wie es ist. Da mittlerweile alle unsere Läufer durch waren, fuhren sie weiter. Hinterher stellte sich heraus, dass besagter Streckenposten ein sehr eigenwilliger Zeitgenosse ist, mit dem wir tatsächlich selbst auch schon einmal an anderer Stelle zu tun hatten, wo er ebenfalls negativ auffiel. Aber egal, seine spätere Aussage bei der Orga, der Wagen hätte mitten auf der Strecke gestanden, ist schlicht falsch und keiner der Läufer würde das bestätigen können, denn die Strecke am Markt war frei. Die Groupies fuhren weiter und feuerten mich am Wachtelberg das nächste Mal an. Die benutzen ein handelsübliches Megaphon, dass auch eine Melodie und ein lautes “Ole, Ole, Ole” spielt. Dieses Megaphon gab es etwa 10 – 15 Mal an der Strecke, wobei man im Vorfeld nicht genau weiß, wer dort an der Strecke steht. Und weil ich ja vor den Groupies besonders gut aussehen will, wird der Laufstil immer etwas aufrechter, wenn diese Melodie ertönt. So manches Mal war es ein “Fehlalarm”, denn die Groupies waren ganz woanders. Letztmalig standen sie am Eingang zur letzten Steigung, dem Wildkoppelweg. Puh, da braucht man die persönliche Anfeuerung wahrscheinlich am meisten.
Vielen Dank an Euch beide für die Unterstützung. Es war wieder einmal super.
Alle waren mit ihren Zeiten zufrieden und sind im nächsten Jahr wieder dabei.

Mitternachtslauf 2008

Am vergangenen Freitag fand zum 20. Mal der Heiligenhafener Mitternachtslauf statt. Selbstverständlich waren auch die Groupies und ich dabei. Außerdem hatten sich noch 7 Kollegen angemeldet, die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten.
Startschuss für die 10 Km war um 23:00 Uhr. Doch bereits um 18:30 trafen wir uns bei Daniela, um auf einer Pasta-Party ausreichend Kohlehydrate zu uns zu nehmen und die Strecke schnellstmöglich zu bewältigen. Ein RIESENGROSSES DANKESCHÖN an Daniela für die Vorbereitungen zum Essen. Das war klasse.
Die Stimmung war gut und nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zur angekündigten Fanmeile. Die fand aber so gut wie gar nicht statt und wir zogen weiter zum Sportplatz.
Mike wurde langsam nervös, weil wir gewettet hatten, dass er nicht schneller ist als die erst 15jährige Christin Liedtke. Aufgrund einer Verwechslung hielt er zwar eine junge Läuferin auf Distanz. Da das aber nicht Christin war, überquerte sie kurz vor ihm die Ziellinie. Schade für Mike, gut für mich – das gibt lecker Bierchen auf seine Kosten.
Das Wetter war warm und es wehte ein leichter Wind. Der Veranstalter meldete eine Rekordbeteiligung und entsprechend voll war es rund um den Startbereich.
Daniela hatte sich wieder eine Baulampe beim Orga-Team geliehen, die sie als „Orga-Mitglied auswies“ und die Groupies konnten uns dank clever gewählter Strategie gleich mehrmals an der Strecke anfeuern.
Nachdem wir zunächst die Stadt durchquert und die Heiligenhafener Alpen bezwungen hatten, ging es um den Binnensee, einen letzten Anstieg hoch und auf die Stadionrunde. Gegen Ende des Rennens hatten die Groupies sich aufgeteilt. Während Daniela mich auf dem Sportplatz empfing, scheuchte Rüdiger mich den letzten Berg hoch.
Die angestrebte Zeit von „irgendwas zwischen 45 und 50 Minuten“ wurde mit 47:45 genau getroffen. Die von den Groupies am Nachmittag am Strand geforderte Zeit von unter 40 Minuten führte ich auf die enorme Hitze zurück, die den ganzen Tag herrschte. Alle frenetten kamen gut durch und waren sich einig, dass die Stimmung an der Strecke super war.
Im nächsten Jahr kommen wir gerne wieder.

Mitternachtslauf 2007

Am Freitag war es wieder einmal soweit – der Mitternachtslauf in Heiligenhafen stand auf dem Programm. In diesem Jahr nahmen auch einige Kollegen an dem Rennen teil. Mittags öffnete Petrus noch einmal die Schleusen und es ließ nichts Gutes für den Lauf erwarten. Aber was auch immer die Veranstalter getan haben ( Gruß an Frank – Deine Vorhersage war richtig ) , es hat funktioniert. Den ganzen Nachmittag und Abend über blieb es trocken und pünktlich zum Start ließ sogar der Wind nach. Und da es sich um mein Heimrennen handelt, waren die Kollegen zur vorherigen Pasta-Party bei Groupie Daniela eingeladen. Die Arbeit ließ es aber nur bei zwei Kollegen zu, dass sie in den Genuss der Spaghetti kamen; Sven und Mike, auch besser bekannt als Dieter B. – Olympiasieger und leidenschaftlicher Zahnputzfan. Selbstverständlich war auch das zweite Groupie mit dabei. Nach dem Essen radelten wir Läufer dann noch die Strecke ab. In der Zwischenzeit suchten die Groupies die besten Plätze, um mich möglichst häufig anfeuern zu können.
Dieses Jahr fand das erste Mal ein Mini-Rennen für die 5-11jährigen statt. Der Start war um 20:30 Uhr und da ich versprochen hatte, an der Strecke zu stehen, sahen wir uns die Lütten an. Außerdem hatte freenet für jeden der kleinen Läufer eine Kappe spendiert. Entsprechend war die Farbe grün auch noch bei unserem Start vertreten.
Gegen 22 Uhr kamen die restlichen „Grünen“ an. Thomas, der selbsternannte „Bergfloh“ ( *lach kaputt* ), nahm sich vor, das gepunktete Trikot zu gewinnen. Er betonte etwas zu häufig, dass er in Mexiko gewesen sei und nicht gedopt habe. Die Tatsache, dass er im Ziel nur knapp eine Minute hinter mir lag, lässt allerdings etwas anderes vermuten.
Um 23 Uhr ging es los. Der Lauf war ausgebucht und die Stimmung entlang der Strecke wieder einmal klasse. Am Marktplatz standen auch die Groupies das erste Mal. Während wir durch die Stadt rannten und die ersten Berge der 2.Kategorie absolvierten, fuhren die Groupies zum höchsten Punkt des Laufes. Sie glaubten, dass hier mein Lauftempo langsamer wäre und sie mich dadurch etwas länger anfeuern könnten. Aber weit gefehlt. Gerade am Berg drehte ich auf und flog förmlich an ihnen vorbei. Danach ging es wieder runter zum Hafen. Ein kurzes „Hallo“ bei den Eltern musste reichen. Ich lag auf Bestzeit-Niveau. Bei Kilometer 5 zeigte die Uhr etwas über 20 Minuten. Hui, was für ein Tempo. Das sollte sich rächen. Ab Kilometer 7 wurden die Beine immer schwerer. Und dass mich plötzlich nur noch Frauen, Kinder und wesentlich ältere Teilnehmer überholten, machte mich auch nicht unbedingt schneller. Die angepeilte 40er Zeit wurde im Ferienpark etwa bei Kilometer 8 ad acta gelegt. Auch wenn das Ziel langsam näher kam, war da immer noch der Anstieg am Wildkoppelweg. Also ging ich in den „Jetzt-nur-nicht-schlapp-machen“-Modus über und nahm dank einige aufmunternder Worte von Rüdiger auch diese letzte Hürde. Am Sportplatz erwartete mich schon das zweite Groupie und ich kam mit einer 47er Zeit ins Ziel. Dort gab es den obligatorischen Finisher-Becher – diesmal in blau. Völlig überraschend war auch Thomas schon kurz nach mir da und drohte, mich beim nächsten Mal mit einem lockeren Spruch zu überholen. Da träumt er ja wohl von. Der Super-Gau – in Heiligenhafen von Becks geschlagen… Welch ein Albtraum.
Auch Berit, die durch eine Erkältung nicht trainieren konnte, absolvierte den Lauf souverän. Und ihr persönlicher „Hase“ Harald, machte bis zum Ziel das Tempo. Beide wurden begeistert von den übrigen free-Netten am Ziel empfangen.
Alle waren zufrieden und einigen schmeckte direkt nach dem Zieleinlauf neben der Zigarette ( Gruß an Andreas ) auch schon die Bratwurst ( da hatte Klinge wohl echt Hunger ) und sogar ein Jägermeister ( siehe Zigarette ). Groupie Daniela war selbst hinter der Kamera echt beeindruckt. Schnellster Grüner war Dieter. Bei der Dopingprobe entschied er sich dann für die chinesische Variante und war plötzlich unauffindbar. Zu guter Letzt fuhr er direkt wieder zurück nach Kiel und machte auch vor einer „Entführung“ meiner Klamotten nicht halt. Das wäre ja gar nicht so schlimm, aber die Schlüssel und das Geld brauchte ich doch irgendwie. Glücklicherweise hat er nicht den besten Orientierungssinn ( Schulstr. 3 ist NICHT Gärtnerstr.3 – *istaberwirklichetwasmerkwürdigbeschildert* ) und kurvte nach 15 Minuten immer noch in Sportplatznähe herum. Ein kurzer Anruf vom „Bergfloh“ und 2 Minuten später hatte ich auch meine Sachen wieder.
Im nächsten Jahr sind wir sicher wieder dabei.
Wie immer gilt mein besonderer Dank den Groupies. Weiter so, dann schlägt Becks mich nie! Sehr glücklich
Hotte

Heiligenhafener Mitternachtslauf 2006

Am 28. Juli war es wieder einmal soweit: Ein kleines Städtchen an der Ostsee befand sich im läuferischen Ausnahmezustand – und wir waren mittendrin.
Der 18. Mitternachtslauf von Heiligenhafen lockte wieder 1250 Läufer an. Die Meldeliste musste bereits einige Wochen vor dem Lauf geschlossen werden und trotzdem galt das offizielle Motto „Klasse statt Masse“.
Diesmal ging ich aber nicht ganz allein auf die Strecke. Auch Papa war am Start und hatte eine Zeit um die 50 Minuten angepeilt. Um 18:00 Uhr trafen wir uns zunächst alle im Drosselweg zum Pasta essen. Groupie Uschi bereitete hier schon das Essen vor. Es fehlte lediglich Groupie Müsli – er war auf Abenteuerreise im Osten… Schließlich saßen wir eine halbe Stunde später im Garten und ließen es uns schmecken. Ein kurzer Nieselregen sorgte noch einmal für etwas kühlere Temperaturen – perfektes Laufwetter. Nach dem Essen gab Uschi die eigens für diesen Lauf gefertigten Shirt`s mit der Werbung von „Karla`s Pension“ aus. Wir liefen selbstverständlich für die eigene Pension, während die Groupies ihre Fan-Klamotten wie immer dabei hatten. Da Groupie Uschi den Lauf schon einmal mitgemacht hatte, Groupie Rüdiger die Strecke aber gar nicht kannte, fuhren wir sie noch einmal mit dem Auto ab und zeigten die Heiligenhafener Alpen. Gegen 22:00 Uhr waren wir am Sportplatz und genossen die Atmosphäre. Erfreulich viele Einheimische waren in diesem Jahr am Start. Um 23:00 Uhr fiel endlich der Startschuss und erst mal ging es gaaaanz gemächlich vom Sportplatz in Richtung Marktplatz, wo die Italienischen Nächte stattfanden. Durch eine „menschliche Gasse“ liefen wir mittendurch. Hier hatten sich auch die Groupies, verstärkt durch Mama, das erste Mal an die Strecke gestellt und jubelten uns zu. Was für eine Stimmung. Kurze Zeit später kamen die ersten Steigungen und bei Kilometer 2 standen die eigenen Fans erneut am Straßenrand. Die gesamte Strecke entlang standen die Zuschauer und feuerten die Läufer an. Unglaublich, was sich einige Anwohner passend zum Nachtlauf einfallen lassen: von Teelichtern und Fackeln links und rechts am Straßenrand bis hin zu großen Lichterketten und Baustellenlampen war alles vertreten. Fehlen durften natürlich auch nicht Tröten, Pfeifen, Rasseln und alles, was Lärm macht.
Kurz vorm Hafen bei Km 4 standen die eigenen Nachbarn und versorgten die Läufer wie in jedem Jahr mit Wasser und reichlich guter Laune. Direkt am Hafen hatten die Groupies sich wieder hingestellt und feuerten uns an. Mittendrin standen auch immer einige Musiker vom Spielmannzug und sorgten zusätzlich für gute Laune. Danach ging es noch einmal rund um den Binnensee, durch das Ferienzentrum und zurück zum Sportplatz.
Am Ende hatte Papa eine 51:25 ( Platz 336 ) *Glückwunsch, ein klasse Ergebnis* und ich selbst eine 46:06 ( Platz 155 ) auf der Uhr.Seinen beiden Kollegen DPU und Stefan G. nahm Papa jeweils über 7 Minuten ab und entschied die „firmeninterne Wertung“ klar für sich.
Alle Beteiligten fanden diese Veranstaltung wieder einmalig. Ein großes DANKESCHÖN geht natürlich in Richtung Groupies. So macht das Laufen richtig Spaß.