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Mitternachtslauf = Gewitternachtslauf

Gestern fand wieder mein eigentliches Heimrennen statt: der 24. Mitternachtslauf in Heiligenhafen. In diesem Jahr konnten aus Kiel nur Mike und Torben dabei sein.
Wie zu den vergangenen Läufen auch, gab es vorher Spaghetti Bolognese. Unsere Pasta-Party fand im Garten meiner Eltern statt. Obwohl ein Gewitter vorhergesagt war, konnten wir es uns in der Abendsonne gut gehen lassen. Anschließend machten wir noch einen Abstecher auf die neue Heiligenhafener Seebrücke – die ist wirklich toll geworden – ehe es gegen 21 Uhr zum Sportplatz ging.Wir 3 - vor dem Gewitter
Langsam zogen dunkle Wolken auf, aber das Wetter hielt. Es war warm und trocken. Wir schauten nicht nur dem Vorprogramm zu sondern auch immer wieder zum Himmel. Da zog leider nichts Gutes auf. Eine halbe Stunde vor dem Start fing es an zu regnen. Am Sportplatz war jeder überdachte Quadratzentimeter besetzt. Also gingen wir zum Auto, um nicht schon vor dem Start vollkommen durchnässt zu werden. Ein riesiges Gewitter zog über uns hinweg und die ersten Teilnehmer fuhren wieder ab.
Um 22:50 Uhr ließ der Regen nach und wir gingen wieder zum Sportplatz. Noch bevor wir dort ankamen, setzte ein Platzregen ein und nun waren wir doch nass. Das Gewitter hielt sich über Heiligenhafen und es blitzte und donnerte immer wieder. Der Start wurde zunächst um 10 Minuten verschoben, weil die Orga auf Besserung des Wetters hoffte und das Rennen bei Gewitter nicht freigeben konnte. Mit nassen Klamotten wurde uns schnell kalt. Und weil es immer noch regnete, machte auch das Aufwärmen keinen Sinn. Wir standen mit einigen anderen Läufern unter einer großen Hecke, die uns aber auch nicht wirklich schützte. Um 23:10 Uhr wurde der Start erneut um 10 Minuten verschoben, denn man hoffte immer noch auf Wetteränderung. Die Läufer kühlten weiter aus und die nächsten Gruppen zogen sich wieder um und verzichteten auf den Lauf. Um 23:20 Uhr kam die Durchsage, dass letztmalig 10 Minuten abgewartet werden soll. Dann wird entweder gestartet oder abgesagt. Bei Absage würde noch die Tassenausgabe stattfinden, denn einen Finisher-Becher sollten die Läufer wenigstens bekommen. Der Regen wurde weniger und wir trabten einige Meter zum Aufwärmen über den Platz. Plötzlich hörte der Regen ganz auf und weil auch das Gewitter über die Ostsee abzog, wurde das Rennen gestartet.
Wir standen am Ende des Feldes und überquerten genau eine Minute nach dem Startschuss die Startlinie. Auf dem ersten Kilometer ist ein Überholen kaum möglich, denn die Strecke führt durch enge Straßen. Selbst auf dem Marktplatz war kaum etwas los. Das Wetter hielt auch die Zuschauer ab, die gerade den Reiz dieses Laufes ausmachten. Schade, aber verständlich. Außerdem hatten wir auch noch die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London als Konkurrenz.
Der Lauf führte über die bekannte Strecke: Ab dem Wilhelmsplatz ging es die Wendstraße leicht bergan und am Friedhof wurde es etwas steiler. Dann folgte die Steigung am Wachtelberg und anschließend ging es weiter zum Hafen. Hier war die Hälfte geschafft und es musste nur noch der Binnensee umrundet werden. Unmittelbar vor der Kehre auf die Strandpromenade stand die Strecke knöcheltief unter Wasser. Und weil ausgerechnet dieses Stück nicht ausgeleuchtet war, liefen alle Teilnehmer mittendurch. OK, die zweite Hälfte wurde also mit frisch eingeweichten Schuhen in Angriff genommen.
Das Teilstück entlang der Promenade und durch den Ferienpark verging wie im Flug. Und ehe man sich versah, ging es auch schon den letzten Anstieg hoch in Richtung Schule. Es fing wieder leicht an zu regnen. Jetzt war es total egal und die letzten 400m liefen von ganz alleine, denn der Stadionsprecher und die Zuschauer waren schon zu hören und man hatte das Ziel “vor Augen”.
Nach 54:07 Min. kam ich immer noch völlig durchnässt aber glücklich ins Ziel. Angesichts des wenigen Trainings und der widrigen Umstände ist diese Zeit OK. Mike (49:31 Min.) hatte sich schon etwas zu trinken geholt und wir warteten gemeinsam im Regen auf Torben. Er lief mit der “Schnappszeit” von 01:01:01 h ins Ziel.
Von über 1200 gemeldeten Teilnehmern traten nur 674 an. Dadurch war wenigstens die Wartezeit an den Duschen kurz.
Um 2:15 Uhr war ich wieder in Kiel und kam genau rechtzeitig, um die Wiederholung der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in London zu sehen. Eine einzigartige Sportnacht ging bei Sonnenaufgang zu Ende.

Die nächste sportliche Herausforderung wartet am kommenden Sonntag. Dann geht es mal nicht auf die Straße sondern auf`s Wasser. Ich starte mit einigen Kollegen beim Stand Up Paddling (SUP) vor der Seebar in Düsternbrook. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Aktion Stand Up 4 Kids zu Gunsten krebskranker Kinder statt. Wer sich anmelden möchte, kann das noch die Woche über tun.

Ich wünsche Euch eine unterhaltsame Olympiade.

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Mitternachtslauf 2011

Am 15.07.2011 war es wieder einmal soweit: In Heiligenhafen wurde nachts über die Straßen gehetzt, denn der Mitternachtslauf startete zu seiner 23. Auflage. Natürlich waren auch die Groupies und ich dabei.
Ab 19 Uhr gab es bei Daniela wieder Spaghetti zur Stärkung. Dafür kamen aus Kiel auch noch Conny, Gunther, Mike und Tim vorbei. Die Soße wurde nach den Schilderungen aus den letzten Jahren, wo sie einfach zu lecker war und man dadurch zu viel gegessen hatte, diesmal eher einfach und dazu auch vegetarisch gehalten; eigentlich schmeckte sie auch viel besser!
Nach dem Essen und einem kleinen Klönschnack machten wir uns langsam auf die Socken in Richtung Sportplatz, wo Start und Ziel liegen. Dort war schon richtig viel los. Die angepeilte Zeit sollte irgendwo bei 50 – 55 Minuten liegen, denn in den letzten Wochen konnte aus Zeitgründen tatsächlich nicht ein einziges Mal trainiert werden. Wenn`s auch schneller geht, gerne. Nach einem Regenguss am Nachmittag blieb es trocken und es war nicht zu warm. Perfekt, dann sind wenigstens wieder ordentlich viele Zuschauer an der Strecke. Lediglich der Wind stand etwas ungünstig, denn auf der Promenade gab`s Gegenwind. Aber der Reihe nach.
Punkt 23 Uhr fiel der Startschuss und fast 900 Läufer machten sich auf die 10 km lange Strecke. Wie immer ging es über den Marktplatz, wo durch das Midnight-Shopping noch mehr Zuschauer als sonst eine Gasse für die Läufer bildeten und sie anfeuerten. Am Wilhelmsplatz mussten wir ein kurzes Stück über eine Baustelle laufen, ehe wir dann in der Schmiedestraße wieder auf die ursprüngliche Strecke trafen. Der Anstieg in der Kirchhofstraße war die erste Herausforderung. In der Feldstraße angekommen riefen einige Zuschauer die Zwischenzeiten. Bei mir waren es 18 Minuten und 20 Sekunden. Was? Bei Kilometer 2,5 schon fast 20 Minuten? Meine eigene Uhr schaffte wieder Zufriedenheit. Es waren erst knappe 11 Minuten um. Der längere Anstieg den Wachtelberg hoch wurde noch schnell gemeistert, ehe es bergab bis auf NN zum Hafen ging. Hier hatten sich wieder die Zuschauer vom Markt eingefunden und man lief wieder durch eine Gasse. Nicht ganz so eng wie bei den Steigungen der Tour de France, aber mindestens ebenso beeindruckend. Jetzt nur noch einmal um den Binnensee und den Wildkoppelweg hoch. Nach 49:51 Min. hatte ich es geschafft und war ziemlich platt. Ich hatte den Eindruck, dass dieses Mal noch mehr Menschen an der Strecke standen als in den vergangenen Jahren. Einfach toll.


Im Ziel trafen wir Läufer wieder auf die Groupies, die auch einiges erlebten. In diesem Jahr standen sie erstmals offiziell auf der Orga-Liste, wo Baulampen verteilt wurden, mit denen kritische Stellen an der Strecke kenntlich gemacht werden. Sie bekamen 2 Lampen. Hintergrund ist, dass die Orga durch sie in den vergangenen Jahren ein Feedback sowohl von der Strecke als auch vom Streckenrand bekam und dadurch die ein oder andere Stelle weiter entschärft werden konnte. Erstmals traten sie am Markt in Aktion, wo die unbeleuchtete Ecke des Rathauses, an dem wir dicht vorbeilaufen, nicht beleuchtet war. Daniela stellte sich mit der Lampe dorthin. Das wiederum passte einem alteingesessenen Streckenposten nicht, der sich sogleich persönlich angegriffen fühlte und sie anpöbelte, sie sei wohl nicht ganz dicht und solle verschwinden. Auf die Erwiderung, dass die Stelle ziemlich dunkel sei, sagte er, dass er das beurteile und alles in Ordnung ist, wie es ist. Da mittlerweile alle unsere Läufer durch waren, fuhren sie weiter. Hinterher stellte sich heraus, dass besagter Streckenposten ein sehr eigenwilliger Zeitgenosse ist, mit dem wir tatsächlich selbst auch schon einmal an anderer Stelle zu tun hatten, wo er ebenfalls negativ auffiel. Aber egal, seine spätere Aussage bei der Orga, der Wagen hätte mitten auf der Strecke gestanden, ist schlicht falsch und keiner der Läufer würde das bestätigen können, denn die Strecke am Markt war frei. Die Groupies fuhren weiter und feuerten mich am Wachtelberg das nächste Mal an. Die benutzen ein handelsübliches Megaphon, dass auch eine Melodie und ein lautes “Ole, Ole, Ole” spielt. Dieses Megaphon gab es etwa 10 – 15 Mal an der Strecke, wobei man im Vorfeld nicht genau weiß, wer dort an der Strecke steht. Und weil ich ja vor den Groupies besonders gut aussehen will, wird der Laufstil immer etwas aufrechter, wenn diese Melodie ertönt. So manches Mal war es ein “Fehlalarm”, denn die Groupies waren ganz woanders. Letztmalig standen sie am Eingang zur letzten Steigung, dem Wildkoppelweg. Puh, da braucht man die persönliche Anfeuerung wahrscheinlich am meisten.
Vielen Dank an Euch beide für die Unterstützung. Es war wieder einmal super.
Alle waren mit ihren Zeiten zufrieden und sind im nächsten Jahr wieder dabei.

Mitternachtslauf in Heiligenhafen 2009

Am Freitag war es wieder soweit – der Heiligenhafener Mitternachtslauf fand zum 21. Mal statt.

Natürlich waren die Groupies und ich auch wieder dabei. Vorher kamen noch einige Kollegen und Jessica, eine Freundin aus Dithmarschen, zur „Pasta-Party“ vorbei, um bei hervorragendem Laufwetter gestärkt auf die 10 Kilometer lange Strecke zu gehen.

 

Die Strecke

Diese führte vom Start auf dem Sportplatz über den Markt und ehemaligen Bahnhof zurück in Richtung Sportplatz. Hierbei war die erste langgezogene leichte Steigung zu absolvieren.

Bei Km 2 ( Zwischenzeit: 8:45 – trotz „Stau“ am Start ) ging es etwas kürzer, dafür steiler, hoch zur Feuerwehr und die Feldstraße entlang zum Wachtelberg. Etwa bei Km 3 ( das weiß ich, weil einige Kinder nicht müde wurden, zu rufen, dass „schon 3 Kilometer geschafft sind“ ) begann der Aufstieg zum höchsten Punkt der Strecke. Aber wer irgendwo rauf rennt, muss bei einem Rundkurs auch wieder runter. Also ging es nun stetig bergab. Bei Km 4 hatte ich Heimspiel beim Heimrennen, denn es ging direkt durch meine alte Nachbarschaft und am Elternhaus vorbei. Und da ich extra das eigens für diese Stelle gedruckte Shirt anhatte, war ich leicht zu erkennen und hätte bei soviel Zurufen fast noch auf ein Schwätzchen mit Familie und Nachbarn angehalten. Aber die gute Startzeit sollte ausgenutzt werden und die Seitenstiche gehen hoffentlich gleich wieder weg.

Ab hier verlief die Strecke fast auf normal null und es ging weiter in Richtung Hafen. Hier ist immer richtig viel los. Hinter dem Gill Hus bogen wir dann auf die Strandpromenade ein und liefen diese bis zum Ferienpark. Nachdem wir den passiert hatten, ging es noch einige 100 Meter am Binnensee weiter und dann rechts den Wildkoppelweg hoch. Der verlangte einem noch einmal die Reserven ab. Nach etwa 200 Metern bogen wir wieder auf den Sportplatz für die letzte Stadionrunde ein und waren im Ziel. Geschafft!

Die Becher in diesem Jahr sind orange mit roter Schrift und kamen sehr gut an.

 

Die Groupies

Die Groupies waren diesmal mit Leuchtweste, rotem Blinklicht und dem Megaphon unterwegs. Daniela hatte irgendwie etwas von einer professionellen Schülerlotsin.

Das erste Mal ertönte das Megaphon mit dem typischen „Ole Ole Ole“ am Marktplatz. Hier war noch alles locker. Als nächstes standen sie am Ende des Wachtelberg-Anstiegs. Sie lieferten sich ein akustisches Duell mit einer Fanfare, die aber deutlich leiser war als das Megaphon. Hier taten die Anfeuerungsrufe schon richtig gut. Ein kurzes Lächeln aufgesetzt und weiter geht`s. Um auch alle freenet-Läufer unterstützen zu können, ließen sie den Hafen als weiteren support-point ausfallen und teilten sich zum Ende des Rennens auf. Während Daniela im Zielbereich anfeuerte, scheuchte Rüdiger uns den Wildkoppelweg hoch.

Ohne die Groupies an der Strecke hätte ich vielleicht zwischendurch ein Päuschen gemacht, denn nach dem hohen Starttempo gingen die Seitenstiche einfach nicht weg. Ein großes DANKESCHÖN geht also wieder einmal an die besten Fans der Welt. Die Idee, das Seitenstechen verursachende Zwerchfell einfach rausnehmen zu lassen, ist aber ziemlich schwierig umzusetzen. Dann muss ich eben besser auf die Atmung achten.

Nach dem Rennen saßen wir alle noch auf ein Getränk zusammen.

Mein besonderer Dank gilt Groupie Daniela, die das Essen gemacht hat. Es war sehr lecker und wer weiß, welche Endzeit ich ohne die Nudeln erreicht hätte.

 

Die Zuschauer

Ziemlich einzigartig ist die Beteiligung der Zuschauer bei diesem Lauf. Man hat den Eindruck, die ganze Stadt ist auf den Beinen. Überall ( vor allem an einigen sehr dunklen Ecken ) wird die Weihnachtsbeleuchtung rausgekramt und an der Strecke angebracht. Viele Anwohner grillen vorher und stehen dann pünktlich an der Strecke, um Getränke anzubieten oder einfach nur die Läufer anzufeuern. Kinder dürfen endlich mal nachts Krach machen, da gehen auch einige Kochtopfdeckel als Schellen. Und immer wieder wird einfach die Stereoanlage aufgedreht und Musik gehört. Vor allem am Hafen und im Ferienpark stehen sie dicht gedrängt. Und wenn ein Läufer sie auffordert, für ihn zu jubeln, wird das auch gleich umgesetzt. Einfach toll.

 

Die Kollegen

Gruppe

Wir - nur Harald fehlt noch

Aus Kiel kamen 6 Kollegen um kurz nach 19 Uhr an. Nur Harald hatte erst später Zeit und kam nach. Dabei nahm er die „Abkürzung“ über Pönitz und war gerade noch pünktlich zum Start da. Außerdem besuchte uns Jessica aus Nordhastedt über das Wochenende und ging ebenfalls mit an den Start.

Die Spaghetti waren lecker und kamen gut an. Der „Streckenrekord“ einer Teilnehmerin lag definitiv nicht an den Spaghetti. Eher an der ungewohnten Mahlzeit vor dem Rennen.

Die Zeiten waren bei allen OK und im Rahmen der Erwartungen. Durch die Verzögerungen der Zeitnahme beim Start sind sie auch nur bedingt vergleichbar.

Gerne könnt Ihr wiederkommen.

 

Der Tag danach

Nachdem wir gegen 3 Uhr zu Bett gingen, standen wir auch erst um 11 Uhr am Samstag auf. Die Beine zwickten etwas, aber das war in Ordnung. Einigkeit herrschte über ein ruhiges Tagesprogramm – Regeneration war angesagt.

Wir buchten uns also auf der Alten Liebe“ für eine Schiffstour von etwa einer Stunde ein. Herrlich. Wir fuhren bis kurz vor die Fehmarn-Sund-Brücke und wieder zurück.

Anschließend gingen die Mädels noch an den Strand, während ich auf Familienbesuch im elterlichen Garten weilte. Abends gab es immer noch Spaghetti – diesmal als Auflauf – und dazu ein Gläschen Wein. So macht das Laufen Spaß.

Schade, dass es jetzt wieder 1 Jahr bis zum nächsten Mal dauert.

Einige Bilder gibt es hier.

Trainingsrunde um den Binnensee

Nachdem der Gettorf-Lauf abgesagt werden musste, war gestern wenigstens noch eine Trainingseinheit drin. und da bin ich bereits gemeldet. Außerdem verlangen die Groupies ständig Höchstleistungen und die kommen irgendwie nicht von alleine. Außerdem findet am 31.07. der diesjährige Mitternachtslauf statt ( bisher schon 657 Anmeldungen ) und da kann ich mal wieder einen Teil der originalen Strecke ablaufen.

Passend dazu habe ich bei StudiVZ die Gruppe „Mitternachtslauf Heiligenhafen“ ( mit dem Segen von Bernd ) gegründet und hoffe damit weitere Läufer für diesen tollen Lauf zu gewinnen.

Das Wetter war sehr angenehm, es schien die Sonne und gegen den leichten Wind reichte schon ein Lauftrikot. Groupie Daniela hatte Besuch und eine kleine Runde um den Binnensee passte sehr gut.

Zunächst ging es runter zum alten Bahnhof und dann am Hafen vorbei in Richtung Strandpromenade. Da fand gerade das Königsschießen der Heiligenhafener Bürgergilde statt und die Promenade war aus Sicherheitsgründen zum Teil gesperrt. Da ich dieses Fest kenne, wollte ich auf keinen Fall so verwegen sein wie eine Läuferin direkt vor mir und die Absperrung ignorieren. Ich kehrte also um und lief nun direkt am Gillhus vorbei. Zwischen den Frack- und Zylinderträgern fiel ich im knallgrünen Trikot auf und hörte auch schon gleich meinen Namen aus der Menge. Tatsächlich waren Richie und seine Schwester Annika extra aus Leer bzw. Frankfurt angereist, um am Gildefest teilzunehmen. Und weil man sich so selten sieht, hatten wir uns für dieses Wochenende verabredet. Aber es waren erst 8 Minuten Training absolviert und mein outfit passte auch nicht so ganz, um gleich „wichtige Nährstoffe“ am Flensburger-Stand einzunehmen. Wir plauderten also kurz und machten für später ein Treffen aus.

An der Promenade war nicht viel los. Nur ein Opa auf dem Rad fühlte sich verfolgt, als ich mehrere hundert Meter direkt hinter ihm lief. Aber wir beide konnten nicht schneller und wollten auch nicht langsamer. Bei der DLRG-Station bog er dann ab. Bis zum Ferienpark steigerte ich das Tempo etwas, fiel dann aber wieder in die alte Geschwindigkeit zurück, um eine Pause zu vermeiden.

Ein kleines Mädchen hängte mich mit seinem Stützrad-Fahrrad einige Meter ab und erzählte das gleich ganz stolz den Eltern. Aber Kommentare von Passanten blieben aus. Die nehme ich auch erst wahr, seit ich ohne Musik laufe. Die führt nämlich dazu, dass ich ganz automatisch das Tempo dem jeweiligen Stück anpasse und das macht man im Wettkampf ja auch nicht. Die Idee, dass nur schnelle Lieder zu neuen Bestzeiten führen, ist übrigens ein Trugschluss. Sie führen eher dazu, dass man völlig aus dem Laufrhythmus kommt.

Nach 35 Minuten war ich wieder zu Hause und fühlte mich echt gut. Das Wochenende kann kommen.

Mitternachtslauf 2008

Am vergangenen Freitag fand zum 20. Mal der Heiligenhafener Mitternachtslauf statt. Selbstverständlich waren auch die Groupies und ich dabei. Außerdem hatten sich noch 7 Kollegen angemeldet, die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten.
Startschuss für die 10 Km war um 23:00 Uhr. Doch bereits um 18:30 trafen wir uns bei Daniela, um auf einer Pasta-Party ausreichend Kohlehydrate zu uns zu nehmen und die Strecke schnellstmöglich zu bewältigen. Ein RIESENGROSSES DANKESCHÖN an Daniela für die Vorbereitungen zum Essen. Das war klasse.
Die Stimmung war gut und nach dem Essen machten wir uns auf den Weg zur angekündigten Fanmeile. Die fand aber so gut wie gar nicht statt und wir zogen weiter zum Sportplatz.
Mike wurde langsam nervös, weil wir gewettet hatten, dass er nicht schneller ist als die erst 15jährige Christin Liedtke. Aufgrund einer Verwechslung hielt er zwar eine junge Läuferin auf Distanz. Da das aber nicht Christin war, überquerte sie kurz vor ihm die Ziellinie. Schade für Mike, gut für mich – das gibt lecker Bierchen auf seine Kosten.
Das Wetter war warm und es wehte ein leichter Wind. Der Veranstalter meldete eine Rekordbeteiligung und entsprechend voll war es rund um den Startbereich.
Daniela hatte sich wieder eine Baulampe beim Orga-Team geliehen, die sie als „Orga-Mitglied auswies“ und die Groupies konnten uns dank clever gewählter Strategie gleich mehrmals an der Strecke anfeuern.
Nachdem wir zunächst die Stadt durchquert und die Heiligenhafener Alpen bezwungen hatten, ging es um den Binnensee, einen letzten Anstieg hoch und auf die Stadionrunde. Gegen Ende des Rennens hatten die Groupies sich aufgeteilt. Während Daniela mich auf dem Sportplatz empfing, scheuchte Rüdiger mich den letzten Berg hoch.
Die angestrebte Zeit von „irgendwas zwischen 45 und 50 Minuten“ wurde mit 47:45 genau getroffen. Die von den Groupies am Nachmittag am Strand geforderte Zeit von unter 40 Minuten führte ich auf die enorme Hitze zurück, die den ganzen Tag herrschte. Alle frenetten kamen gut durch und waren sich einig, dass die Stimmung an der Strecke super war.
Im nächsten Jahr kommen wir gerne wieder.

Mitternachtslauf 2007

Am Freitag war es wieder einmal soweit – der Mitternachtslauf in Heiligenhafen stand auf dem Programm. In diesem Jahr nahmen auch einige Kollegen an dem Rennen teil. Mittags öffnete Petrus noch einmal die Schleusen und es ließ nichts Gutes für den Lauf erwarten. Aber was auch immer die Veranstalter getan haben ( Gruß an Frank – Deine Vorhersage war richtig ) , es hat funktioniert. Den ganzen Nachmittag und Abend über blieb es trocken und pünktlich zum Start ließ sogar der Wind nach. Und da es sich um mein Heimrennen handelt, waren die Kollegen zur vorherigen Pasta-Party bei Groupie Daniela eingeladen. Die Arbeit ließ es aber nur bei zwei Kollegen zu, dass sie in den Genuss der Spaghetti kamen; Sven und Mike, auch besser bekannt als Dieter B. – Olympiasieger und leidenschaftlicher Zahnputzfan. Selbstverständlich war auch das zweite Groupie mit dabei. Nach dem Essen radelten wir Läufer dann noch die Strecke ab. In der Zwischenzeit suchten die Groupies die besten Plätze, um mich möglichst häufig anfeuern zu können.
Dieses Jahr fand das erste Mal ein Mini-Rennen für die 5-11jährigen statt. Der Start war um 20:30 Uhr und da ich versprochen hatte, an der Strecke zu stehen, sahen wir uns die Lütten an. Außerdem hatte freenet für jeden der kleinen Läufer eine Kappe spendiert. Entsprechend war die Farbe grün auch noch bei unserem Start vertreten.
Gegen 22 Uhr kamen die restlichen „Grünen“ an. Thomas, der selbsternannte „Bergfloh“ ( *lach kaputt* ), nahm sich vor, das gepunktete Trikot zu gewinnen. Er betonte etwas zu häufig, dass er in Mexiko gewesen sei und nicht gedopt habe. Die Tatsache, dass er im Ziel nur knapp eine Minute hinter mir lag, lässt allerdings etwas anderes vermuten.
Um 23 Uhr ging es los. Der Lauf war ausgebucht und die Stimmung entlang der Strecke wieder einmal klasse. Am Marktplatz standen auch die Groupies das erste Mal. Während wir durch die Stadt rannten und die ersten Berge der 2.Kategorie absolvierten, fuhren die Groupies zum höchsten Punkt des Laufes. Sie glaubten, dass hier mein Lauftempo langsamer wäre und sie mich dadurch etwas länger anfeuern könnten. Aber weit gefehlt. Gerade am Berg drehte ich auf und flog förmlich an ihnen vorbei. Danach ging es wieder runter zum Hafen. Ein kurzes „Hallo“ bei den Eltern musste reichen. Ich lag auf Bestzeit-Niveau. Bei Kilometer 5 zeigte die Uhr etwas über 20 Minuten. Hui, was für ein Tempo. Das sollte sich rächen. Ab Kilometer 7 wurden die Beine immer schwerer. Und dass mich plötzlich nur noch Frauen, Kinder und wesentlich ältere Teilnehmer überholten, machte mich auch nicht unbedingt schneller. Die angepeilte 40er Zeit wurde im Ferienpark etwa bei Kilometer 8 ad acta gelegt. Auch wenn das Ziel langsam näher kam, war da immer noch der Anstieg am Wildkoppelweg. Also ging ich in den „Jetzt-nur-nicht-schlapp-machen“-Modus über und nahm dank einige aufmunternder Worte von Rüdiger auch diese letzte Hürde. Am Sportplatz erwartete mich schon das zweite Groupie und ich kam mit einer 47er Zeit ins Ziel. Dort gab es den obligatorischen Finisher-Becher – diesmal in blau. Völlig überraschend war auch Thomas schon kurz nach mir da und drohte, mich beim nächsten Mal mit einem lockeren Spruch zu überholen. Da träumt er ja wohl von. Der Super-Gau – in Heiligenhafen von Becks geschlagen… Welch ein Albtraum.
Auch Berit, die durch eine Erkältung nicht trainieren konnte, absolvierte den Lauf souverän. Und ihr persönlicher „Hase“ Harald, machte bis zum Ziel das Tempo. Beide wurden begeistert von den übrigen free-Netten am Ziel empfangen.
Alle waren zufrieden und einigen schmeckte direkt nach dem Zieleinlauf neben der Zigarette ( Gruß an Andreas ) auch schon die Bratwurst ( da hatte Klinge wohl echt Hunger ) und sogar ein Jägermeister ( siehe Zigarette ). Groupie Daniela war selbst hinter der Kamera echt beeindruckt. Schnellster Grüner war Dieter. Bei der Dopingprobe entschied er sich dann für die chinesische Variante und war plötzlich unauffindbar. Zu guter Letzt fuhr er direkt wieder zurück nach Kiel und machte auch vor einer „Entführung“ meiner Klamotten nicht halt. Das wäre ja gar nicht so schlimm, aber die Schlüssel und das Geld brauchte ich doch irgendwie. Glücklicherweise hat er nicht den besten Orientierungssinn ( Schulstr. 3 ist NICHT Gärtnerstr.3 – *istaberwirklichetwasmerkwürdigbeschildert* ) und kurvte nach 15 Minuten immer noch in Sportplatznähe herum. Ein kurzer Anruf vom „Bergfloh“ und 2 Minuten später hatte ich auch meine Sachen wieder.
Im nächsten Jahr sind wir sicher wieder dabei.
Wie immer gilt mein besonderer Dank den Groupies. Weiter so, dann schlägt Becks mich nie! Sehr glücklich
Hotte

Heiligenhafener Mitternachtslauf 2006

Am 28. Juli war es wieder einmal soweit: Ein kleines Städtchen an der Ostsee befand sich im läuferischen Ausnahmezustand – und wir waren mittendrin.
Der 18. Mitternachtslauf von Heiligenhafen lockte wieder 1250 Läufer an. Die Meldeliste musste bereits einige Wochen vor dem Lauf geschlossen werden und trotzdem galt das offizielle Motto „Klasse statt Masse“.
Diesmal ging ich aber nicht ganz allein auf die Strecke. Auch Papa war am Start und hatte eine Zeit um die 50 Minuten angepeilt. Um 18:00 Uhr trafen wir uns zunächst alle im Drosselweg zum Pasta essen. Groupie Uschi bereitete hier schon das Essen vor. Es fehlte lediglich Groupie Müsli – er war auf Abenteuerreise im Osten… Schließlich saßen wir eine halbe Stunde später im Garten und ließen es uns schmecken. Ein kurzer Nieselregen sorgte noch einmal für etwas kühlere Temperaturen – perfektes Laufwetter. Nach dem Essen gab Uschi die eigens für diesen Lauf gefertigten Shirt`s mit der Werbung von „Karla`s Pension“ aus. Wir liefen selbstverständlich für die eigene Pension, während die Groupies ihre Fan-Klamotten wie immer dabei hatten. Da Groupie Uschi den Lauf schon einmal mitgemacht hatte, Groupie Rüdiger die Strecke aber gar nicht kannte, fuhren wir sie noch einmal mit dem Auto ab und zeigten die Heiligenhafener Alpen. Gegen 22:00 Uhr waren wir am Sportplatz und genossen die Atmosphäre. Erfreulich viele Einheimische waren in diesem Jahr am Start. Um 23:00 Uhr fiel endlich der Startschuss und erst mal ging es gaaaanz gemächlich vom Sportplatz in Richtung Marktplatz, wo die Italienischen Nächte stattfanden. Durch eine „menschliche Gasse“ liefen wir mittendurch. Hier hatten sich auch die Groupies, verstärkt durch Mama, das erste Mal an die Strecke gestellt und jubelten uns zu. Was für eine Stimmung. Kurze Zeit später kamen die ersten Steigungen und bei Kilometer 2 standen die eigenen Fans erneut am Straßenrand. Die gesamte Strecke entlang standen die Zuschauer und feuerten die Läufer an. Unglaublich, was sich einige Anwohner passend zum Nachtlauf einfallen lassen: von Teelichtern und Fackeln links und rechts am Straßenrand bis hin zu großen Lichterketten und Baustellenlampen war alles vertreten. Fehlen durften natürlich auch nicht Tröten, Pfeifen, Rasseln und alles, was Lärm macht.
Kurz vorm Hafen bei Km 4 standen die eigenen Nachbarn und versorgten die Läufer wie in jedem Jahr mit Wasser und reichlich guter Laune. Direkt am Hafen hatten die Groupies sich wieder hingestellt und feuerten uns an. Mittendrin standen auch immer einige Musiker vom Spielmannzug und sorgten zusätzlich für gute Laune. Danach ging es noch einmal rund um den Binnensee, durch das Ferienzentrum und zurück zum Sportplatz.
Am Ende hatte Papa eine 51:25 ( Platz 336 ) *Glückwunsch, ein klasse Ergebnis* und ich selbst eine 46:06 ( Platz 155 ) auf der Uhr.Seinen beiden Kollegen DPU und Stefan G. nahm Papa jeweils über 7 Minuten ab und entschied die „firmeninterne Wertung“ klar für sich.
Alle Beteiligten fanden diese Veranstaltung wieder einmalig. Ein großes DANKESCHÖN geht natürlich in Richtung Groupies. So macht das Laufen richtig Spaß.