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On the Road again…

Nach einer längeren Trainings- und Laufpause geht die neue Saison so langsam wieder los. Da auch die Groupies ziemlich eingespannt sind, wurde das einmal als Geburtstagsgeschenk gestartete Fan-Projekt “Hotte`s Lauf-Groupies” wieder eingestellt. Wenn es passt, sind sie bestimmt auch mal wieder an der Strecke dabei, eingeplant werden sie aber nicht.

Am vergangenen Wochenende stand gleich ein Doppelstart auf dem Programm: der Firmen-Cup Schleswig-Holstein und der Hamburg Marathon.

Samstag fand der Firmen-Cup Schleswig-Holstein auf dem Nordmarksportfeld in Kiel statt. Während einige Kollegen beim Fußballturnier und andere beim Volleyballturnier antraten, ging ich zusammen mit Mario und Falko als avocis Laufgruppe auf die 5 Kilometer lange Hindernisstrecke. Dabei galt es auf dem 2,5 Km langen Rundkurs verschiedenste “Hürden” zu überwinden. Gleich zu Beginn mussten wir durch einen knietief mit Sand und Wasser gefüllten Container stapfen und hatten den Rest des Laufes ziemlich schwere Füße. Anschließend ging es eine Rutsche runter, die immer wieder mit Wasser und Spülmittel glatt gehalten wurde. Super, jetzt war auch die restliche Kleidung nass. Insgesamt gab es 14 Hindernisse, von denen einige an einen Millitär-Parcour erinnerten. Hervorzuheben ist hier vor allem die Norder-Wand – eine ca. 2m hohe Bretterwand. An der hing so mancher Teilnehmer wie ein nasser Sack…
Bei dem Wettbewerb stand der Team-Gedanke im Vordergrund und nicht die Zielzeit. Also, beschlossen wir, den gesamten Kurs als Gruppe zu absolvieren und auch zu beenden und gingen es ruhig an. Unsere Zeit von 53:20 Min. war absolut nebensächlich und hatte den Vorteil, dass Christiane jede Menge Fotos schießen konnte. Vielen Dank dafür.
Durch diesen Hindernislauf auf den Geschmack gekommen, haben wir drei uns für den Urbanathlon in Hamburg am 25.08. angemeldet. Das wird bestimmt der Hammer.

Am Sonntag durfte ich dann als Schlussläufer die mobilcom-debitel Staffel beim Hamburg-Marathon unterstützen. Eigentlich hatte ich mir nach meinem ersten und einzigen Marathonstart vor einigen Jahren vorgenommen, nie wieder über 42 Km an den Start zu gehen – aber eine Staffel ist etwas anderes.
Um ihre Firmenstaffel nicht ausfallen lassen zu müssen, rief Connie 10 Tage vor dem Lauf an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, in Hamburg mit zu laufen. Spontan sagte ich zu und es war klasse.
Früh morgens ging es nach Hamburg, wo auf dem Heiligengeistfeld schon richtig viel Trubel herrschte. Von den anderen drei Staffelläufern kannte ich nur noch Mike, unseren Startläufer. Mit Mounir und Matthias wurde die erwartete Wechselzeit vorher per E-Mail geklärt. Wir trafen uns mit weiteren Läufern der mobilcom-debitel um 8:00 Uhr und verteilten die Startunterlagen. Unsere Staffel hatte die Nummer 20216.
Der Staffelwettbewerb fand erstmalig statt und es gab gleich über 1000 Staffelanmeldungen. Die 4 Abschnitte waren unterschiedlich lang, sodass eigentlich jeder mitmachen kann: 14,8 Km + 10,6 Km + 5,3 Km + 11,5 Km. Als Staffelstab diente der Transponder, der am Fußgelenk befestigt und beim Wechsel übergeben werden musste.
Los ging`s um 9:00 Uhr. Das Wetter war toll zum Laufen – sonnig und leicht windig. Die Staffelläufer fuhren dann mit der U-Bahn zu ihren Startpunkten. Das war schon eigenartig: die Bahnen waren rappelvoll – nur mit Läufern und Fans. Während wir Staffelläufer warteten, konnten wir die schnellen Läufer anfeuern. Unglaublich, wie schnell die noch waren, denn ich stand immerhin bei Kilometer 31!
Matthias war 10 Minuten schneller als vorhergesagt und nun konnte auch ich  endlich die wahnsinnig tolle Stimmung auf der Strecke genießen. Gleich nach wenigen hundert Metern fiel einer Zuschauerin auf, dass ich ja noch ziemlich frisch aussah… Die Zuschauer waren überhaupt das Beste. Da wurde mit allem Lärm gemacht, was sich im Haushalt finden lässt und so manches Brunch an den Straßenrand verlegt. Herrlich. Wer auf den letzten Kilometern eine Aufmunterung oder etwas zu Trinken brauchte, hat es sofort bekommen. Außerdem machten sie jeden Spaß mit: Ein Läufer verlangte etwa bei Km 38 einen Schluck Sekt als Entschädigung dafür, dass bei den Fans am Straßenrand Brother Louie von Modern Talking lief. Und er bekam ihn umgehend.
Auch die Schilder und Transparente waren wieder super. Neben unzähligen Aufmunterungen wie “Papa/Mama/Schatz, Du schaffst das” und ähnlichen, blieb mir ein Spruch besonders in Erinnerung. Kurz vor dem Ziel humpelten zwei Läufer an einem Transparent mit dem wohl passendsten Spruch für den Marathon vorbei: Schmerz geht, Stolz bleibt. Was für ein Bild…
Etwa 300m vor dem Ziel warteten die übrigen Staffelläufer, damit das gesamte Team die Ziellinie überqueren konnte. Eine wirklich schöne Idee. Uns fehlte zwar ein Läufer, aber wir übrigen drei haben die letzten gemeinsamen Meter über den roten Teppich genossen und waren einfach nur glücklich, dabei gewesen zu sein. Am Ende stand eine Nettozeit von 4:00:37 h auf der Uhr und ich bin sicher, dass dies nicht meine letzte Teilnahme an einem Staffel-Marathon war.

Zieleinlauf der Staffel

Da wir im Büro gerade einen Laufkalender für 2012 entwickeln, stehen diesen Sommer auch Läufe in Berlin und Rostock auf dem Plan. Dort hat der avocis Konzern ebenfalls Standorte und die Läufer können sich so konzernweit kennen lernen und austauschen. Mal sehen, ob das klappt.

Mein nächster Start ist am kommenden Sonntag beim Ottendorfer Kanallauf. Bis dahin sind auch die Beine wieder frisch.

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Fotos vom Kiel-Marathon 2009

Es gilt, noch die Fotos vom KielMarathon nachzutragen:

Kurzfristige Startort-Verschiebung

Kurzfristige Startort-Verschiebung

Kurz vor dem Startschuss

Kurz vor dem Startschuss

Am Louf: Das Ober-Groupie präsentiert die Absperrmaßnahmen

Am Louf: Das Ober-Groupie präsentiert die Absperrmaßnahmen

Kurz nach dem Start: "Hotte runs like the wind"

Kurz nach dem Start: "Hotte runs like the wind"

Gorch Fock im Hintergrund - Die Groupies am dritten Anfeuerungspunkt, dem Tirpitzhafen

Gorch Fock im Hintergrund - Die Groupies am dritten Anfeuerungspunkt, dem Tirpitzhafen

Das Feld zieht vorbei und wird per Megaphon ordentlich beschallt

Das Feld zieht vorbei und wird per Megaphon ordentlich beschallt

Gute Miene zum bösen Spiel, oder Lockerheit pur?

Gute Miene zum bösen Spiel, oder Lockerheit pur?

Auch nach der Wendemarke siehts noch dymnamisch aus...

Auch nach der Wendemarke siehts noch dymnamisch aus...

Auch am Yachthafen noch mit einem Lächeln vorbei...

Auch am Yachthafen noch mit einem Lächeln vorbei...

Groupie-Dienst am Halb-Marathon - Warten auf...

Groupie-Dienst am Halb-Marathon - Warten auf...

... die Freundin des Ober-Groupies, die sich ein kleines Päuschen für einen Klönschnack gönnt

... die Freundin des Ober-Groupies, die sich ein kleines Päuschen für einen Klönschnack gönnt

Kiel-Marathon 2009 aus Roadie-Sicht

Nachdem Hotte nun bereits seine Eindrücke vom 15.Kiel-Marathon frisch von der Strecke weg geschildert hat, noch ein paar Eindrücke aus der Roadie-Perspektive:

Wenn es heisst, das Läufer am Beginn der Saison noch ihre Form suchen, trifft das nicht weniger auf die Lauf-Groupies, wie die Event-Veranstalter zu. Dass dieser noch 15 Minuten vor dem Startschuss des 10km-Rennens am Aufbau des Zieleinlaufs werkeln ließ und – gänzlich heimtückisch – kurz vor dem Renntag den Start 500m vom Ostseekai weg Richtung Kiellinie verlegt hatte, brachte die Groupies fast in die Bredouille. Organisatorisch – und krankheitsbedingt – noch nicht wieder im Vollbesitz der Kräfte, hiess es dann eiligst den Ostseekai zu verlasssen, um rechtzeitig das etwas entfernt parkende Groupie-Mobil zu erreichen und zum Louf weiterzufahren, wo traditionell die erste Anfeuerungsstation ist.

Das unser Einsatz als Mobile-Einheiz-Gruppe (MEG) verdammt nötig war, sollte sich bereits hier erweisen. Denn die Resonanz von Zuschauern war abgesehen von uns nahe Null. Laufen ist ganz offenbar ein einsamer Sport…. Unsere Marktlücke, die erstmals mit dem Einsatz eines Megaphons gefüllt wurde. Und das kam sofort gut an! Dankeslächeln vorbeihuschender Läufer können nicht lügen. Hotte war überraschend weit vorn, so dass der langsame Rest des Läuferfeldes zunächst nicht in den Genuss der aautommatsichen „Ole, Ole, Ole Ole… we are the Champions“-Gesänge der Flüstertüte kam.

Auch am Yachthafen vor dem Kieler Institut für Weltwirtschaft kriegten wir Hotte dann grade noch kurz zu Gesicht und trieben ihn weiter an. Die Sperrung des Düsternbrooker Wegs durch den THW zwang zu einem kleinem Umweg, der am Maritim-Hotel vorbei, über den Niemannsweg hinter der alten Marineakademie entlang zurück an die Förde führte, wo wir nun kurz vor der Wende und mit toller Aussicht auf die „Gorch Fock“ auf die erneut Ankunft der Spitze warteten. Da sich Schall ja gut über das Wasser ausbreitet, blieb der weitere Einsatz des Megaphons auch an Bord so mancher im Tirpitzhafen liegender Marineschiffe nicht verborgen. Neben der Handvoll Zuschauer, die wenigstens hier an der Strecke standen, staunten auch die ersten Läufer nicht schlecht, dass wir schon wieder da waren, um für ein Quantum Stimmung zu sorgen. Den militärischen Ton, den ich da durch das Megaphon angeschlagen haben soll, kann ich nicht erinnern, dass müssen Radar-Emissionen gewesen sein, die mich beeinflussten… auch angebliche Vorfahrt-Missachtung und Gurt-Leugnung wird hiermit dementiert *pfeif*

Erneut am Yachthafen, Louf und zwischen NDR und Sartori-Berger den halben Wall runter kam Hotte dann in den Genuss aufmunternder Worte, insgesamt 8 Mal entlang einer 10 Kilometer Strecke!!! Man, waren wir gut…. und haben damit ganz sicher dazu beigetragen, dass Hotte die angepeilte Zeit von 50-55 Minuten mit 47:18 Minuten pulverisierte. Die Latte hängt für die noch junge Saison erklecklich hoch… die Platzierung 150/15 (Gesamt/Altersklasse) ist aber auch noch ausbaufähig!

Für den zweiten Teil des Vormittags war ein erneuter Einsatz der Mobilen-Einheiz-Gruppe für ein paar bekannte Halb-Marathonis eingeplant. Was sich da dann so alles auf der Strecke tummelte! Männer die blanken (Plastik-)Arsch zeigten, Ärzte, die während des Laufens Diagnosen diskutierten und mutmaßliche Erfolgsmenschen, die laufenderweise mit dem wahrscheinlich eingewachsenen Knopf im Ohr den Schatz telefonisch über den Zustand der Oberschenkel informierten… und dazwischen diejenigen Bodenständigen, denen der Weg das Ziel, der innere Schweinhund der größte Feind und der nächste Kilometer der wichtigste ist und höchst dankbar für jedes aufmunternde „Olé“ sind, wenn es denn schon sonst kaum Applaus an der Strecke hagelt.

Hat Spaß gemacht! Demnächst wieder! Denn irgendjemand muss ja für einen Hauch von Atmosphäre sorgen. Dass der Kiel-Marathon eher den Charme einer geschlossenen Pflichtveranstaltung für Eingeweihte als eines Massen-Events versprüht, mag an Jahreszeit und dem Saisonbeginn liegen. Allerdings lädt schon die Örtlichkeit am Ostseekai auch nicht unbedingt zum Verweilen ein. Schade eigentlich….

Kiel-Marathon 2009 – Streckenrekord durch die Groupies

Heute war es endlich soweit. Die Laufschuhe wurden entstaubt und der erste Lauf des Jahres ging auf der Kiellinie über die Bühne. Auch die Sonne ließ uns bei Windstille und Temperaturen um die null Grad nicht im Stich – perfekte Bedingungen also. Auch die Groupies waren hochmotiviert und freuten sich auf das Ende der Winterpause.

[Ein Blick zurück in die glorreiche Vergangenheit hier und hier]

Pünktlich um 10 Uhr ging es los auf die um 500m gekürzte 10Km-Strecke. Der Halbmarathon ging erst um 11:15 Uhr los. Dort liefen ebenfalls Groupie-Bekannte mit, die noch reichlich unterstützt werden sollten. Dank meines explosiven Starts gelang es Mike erst nach etwa 1500m, mich zu überholen. Selbst die Groupies, an denen ich das erste Mal auf Höhe des LOUF vorbeikam, trauten ihren Augen kaum. Einige Meter weiter am Yachthafen ertönte schon wieder das Megaphon mit der Groupie-Hymne „Ole – Ole-Ole-Ole…“ aus dem Groupie-Mobil. Mann, sind die schnell unterwegs. Kurz vor der Wende am Tirpitz-Hafen hatten sich die Beiden erneut an der Strecke postiert. Schon aus etlichen Metern Entfernung ertönte wieder das Megaphon. Als ich sie dort auf dem Rückweg das vierte Mal passierte, probierte Rüdiger eine neue Taktik aus und befahl im militärischen Ton und über das Megaphon, dass ich „SCHNELLER! SCHNELLER!“ laufen solle. Ähm, wenn das mal so einfach wäre. Ich beschleunige ja schon, wenn ich die Groupies an der Strecke sehe. Inspiriert wurde er hierbei bestimmt von der Gorch Fock, die nur wenige Meter entfernt an der Mole lag. Dort gab es auch erst Bewegung an Deck, als die „Ole,OLE,Ole“-Hymne der Groupies ertönte.

Sie wurden auf dem Weg dorthin durch das THW etwas ausgebremst. Deren Mitglieder sicherten die Strecke und sperrten einige Zufahrtsstraßen. Auf die Frage der Groupies, wie sie denn am schnellsten zum Tirpitz-Hafen kommen, bekamen sie zu hören, dass sie da total falsch sind. Da sie es ja besser wussten, wurde Rüdiger etwas ungeduldig. Aus der Gerüchteküche hört man, dass er dann in aller Eile der Polizei die Vorfahrt nahm, wahrscheinlich auch, um davon abzulenken, dass er nicht angeschnallt war. Das ist der richtige Einsatz. Die Läufer um mich herum finden diese beiden Fans einfach klasse. Recht haben sie!

Die Zwei pushen mich erneut am Yachthafen und LOUF. Selbst auf freier Strecke schaffen sie es, mir ihre Tipps zukommen zu lassen. Vor dem Gebäude des NDR parken sie am Straßenrand und „überraschen“ mich mit „BEWEGEN! BEWEGEN!“-Kommandos aus dem Auto heraus. Auf der Zielgeraden ertönt das Megaphon dann das letzte Mal für mich. Damit unterstützten sie mich 8 Mal entlang der 10 Kilometer Strecke. Das ist ein Rekord für die Ewigkeit. Super.
Ich überquere schließlich mit handgestoppten 47:17 Min. die Ziellinie. Vielen Dank an die besten Fans der Welt.

Den zweiten Teil des Lauftages erlebte ich dann aus der Sicht der Groupies. Ich begleitete sie beim Support der Halbmarathonies. Hier gingen eine Freundin und ein Kollege von Daniela auf die Strecke. Auch Thomas mit Frau und einige Kollegen waren dabei. Es gab drei Punkte entlang der Strecke, zwischen denen wir pendelten: am Schlossgarten, beim LOUF und an der Tirpitzmole. Und nicht nur die Bekannten wurden lautstark unterstützt. Das Megaphon wurde immer mal wieder angemacht und aufmunternde Worte hört einfach jeder Läufer gern. Nachdem einige Läufer das zweite oder dritte Mal an uns vorbeiliefen, forderten sie uns sogar direkt auf, die „Ole“-Melodie für sie anzumachen. Kein Problem. Das machen die Groupies doch gerne. Niemand musste ohne Anfeuerung weiterlaufen.

Im Zielbereich bedankte sich einige Läufer noch bei den Groupies für die Unterstützung und ein wirklich Klasse-Lauftag ging für uns zu Ende.

Beim Holtenauer Hochbrückenlauf am 22.März sind sie wieder an der Strecke. Bis dahin und DANKE noch einmal. Ihr seid einfach die besten!
Hotte

Willkommen im Lauf-Jahr 2009

Am Samstag startet die neue Laufsaison und die Groupies und ich treten beim Kiel Marathon 2009 an – die Groupies am Streckenrand und ich über die 10,5 Km.

Die Vorbereitungen beschränkten sich verstärkt auf die mentale Seite. Nachdem mich im Dezember und Januar eine Grippe (war aber eher so eine Vogel-NORO-Variante, glaube ich) für 4 Wochen ans Bett gefesselt hat, verlasse ich mich zunächst auf die läuferischen Reserven. Bestzeit ist auch nicht angepeilt. Vielmehr hoffe ich auf Sonnenschein und einige Grad wärmere Temperaturen als im letzen Jahr. Ich höre die Groupies noch deutlich „Ich spüre meine Füße nicht mehr…“ oder „Ich glaube, meine Haare sind eingefroren.“ Das wollen wir natürlich vermeiden. Angesagt sind Sonne und blauer Himmel. Kalt wird es aber wohl auch…

Start ist um 10:00 Uhr. Dann jage ich die Kiellinie entlang zum Tirpitz-Hafen und zurück. Nach angepeilten 50 – 55 Minuten ist der erste Lauf dann ( hoffentlich ) geschafft.

Was gibt es sonst neues?
Groupie Daniela hat sich das Finale von VOX-Tours qualifiziert. Dabei hat sie die Möglichkeit für den Sender VOX und sein Magazin VOXTOURS als Moderatorin durch Südafrika zu reisen und hinterher eine Woche Urlaub dort zu machen. Das abschließende Casting findet Anfang März in Köln statt. Ich drücke die Daumen.
Groupie Rüdiger ist mit seiner Seite http://www.breaking-news.de und der Rubrik „Kiel211“ so erfolgreich, dass auch gestandene Staatsanwälte, Verteidiger und Journalisten gerne mit ihm fachsimpeln und sich seine fundierte Meinung anhören. Angeblich stehen auch bald erste Bonuszahlungen an. Hut ab.

Mehr gibt es nach dem Rennen.

Bis dahin,
Hotte

Saisonauftakt 2008

Gestern war es soweit: Der erste Lauf der Saison 2008 stand an. Es ging im Rahmen des 14. Kiel-Marathon auf die 10,5 km lange Strecke entlang der Kieler Förde.

Ließ der Freitag mit Regen und Sturm noch das schlimmste befürchten, schien am Samstag die Sonne bei besten blau-weißem Himmel. Und weil nur ein laues Lüftchen wehte, hatte ich mir die windschnittige und tropfenförmige Hüfte ganz umsonst antrainiert…

Am Start wurde schwedisch gesprochen. Wie im letzten Jahr kamen einige Wikinger morgens mit der Fähre nach Kiel, nahmen an dem Lauf teil und fuhren abends wieder Richtung Skandinavien. Wenn sie gerade nicht sprachen, erkannte man sie an den blau-gelben Flaggen, die sie sich ins Gesicht gepinselt hatten. Das kannte ich bisher nur vom Fuß- oder Handball.

Die Groupies machten es wie Knut, Flocke und Co. und waren noch in der Winterpause. Das lag aber daran, dass ich nicht sicher war, überhaupt antreten zu können und es außerdem im letzten Jahr unglaublich kalt war (wenn man nicht gerannt ist). Deshalb haben wir den gemeinsamen Saisonstart etwas nach hinten verlegt. Oberroadie Rüdiger ließ es sich trotzdem nicht nehmen, an der Strecke zu stehen. Er tauchte immer dann auf, wenn ich gerade einen Gang ´runterschalten wollte und trieb mich zu einer 50er Zeit an. Vielen Dank. Das zweite Groupie lag krank zu Hause auf der Couch und kurierte eine Erkältung aus. Gute Besserung von hier aus.

Bei der Zeitnahme lief wohl einiges schief, denn die Endzeit errechnete sich nicht aus dem Überqueren der Start- und Ziellinie sondern aus dem Startschuss und dem Zieleinlauf. Dadurch waren einige Zeiten (vor allem von den hinteren Startplätzen) tatsächlich besser als es in den Ergebnislisten steht. Egal, es ist immerhin das erste Rennen der Saison gewesen und an dieser Zeit kann sich für den weiteren Verlauf orientiert werden.

Die Strecke verlief vom Ostseekai, die Kiellinie entlang bis zum Marinehafen und wieder zurück. Die Halbmarathongruppe startete 15 Minuten nach den 10ern. Dadurch kam mir unterwegs die selbsternannte „Gazelle aus Kiel“, Thomas B., entgegen, den ich aber nicht um 15 Minuten auf den ersten Kilometern abgehängt hatte, sondern der in Vorbereitung auf den Hansemarathon im April die 21 Km lief. Fast hätte ich ihn nicht erkannt, denn er machte noch einen recht munteren Eindruck. Er gab kurz die Anweisung, Olaf, der etwas vor mir lief, zu überholen. Dabei verkannte er ganz offensichtlich, dass der mich gerade kassiert hatte… Wenigstens konnte ich den Abstand konstant halten und lief kurz nach Olaf über die Ziellinie. Thomas blieb auf der Halbmarathondistanz unter zwei Stunden. Hut ab. Noch besser machte es allerdings Frau Gazelle. Mirja hängte ihn um über 4 Minuten ab und kam in ihrer Wertung sogar auf`s Podest. Klasse. Nicht vergessen will ich hier Mike, den Straßenterrier, der hervorragende 1:32 h über die 21 Km hinlegte. Das hätte mir ja noch gefehlt, dass er mich überholt hätte…

Insgesamt war es ein schöner Saisonauftakt, der einige Bestzeiten erwarten lässt. Als nächstes steht der Hochbrückenlauf in Holtenau auf dem Programm.
Bis dahin,
Hotte

Kiel-Marathon 2007 – The Return of the Eiszeit

Am vergangenen Samstag war es soweit – der erste Lauf des Jahres 2007 stand auf dem Programm. Im Rahmen des Kiel-Marathons wurde die 10,5 km-Distanz entlang der Förde ( und zurück ) in Angriff genommen. Bei gefühlten –30 Grad postierten sich wie immer die beiden unermüdlichen Groupies an der Strecke.

Aber die lange Winterpause forderte ihren Tribut. Während der Start noch sehr gemütlich mit einem Plausch mit Mike über die Bühne ging, war der plötzlich weg (in Richtung Spitze des Feldes) und ich lief erst mal auf mich allein gestellt. Ab und zu konnte ich etwas vor mir grüne Trikots erkennen und wähnte mich im gesicherten firmeninternen Mittelfeld. Bei Km 2,5 froren die Groupies auf Höhe des Louf und tauten erst auf, als ich vorbeikam. Kurz vor der Wende überholte mich eine irgendwie vertraute Stimme – Olaf da`coach. Hm, ein kurzer Blick nach hinten und nix Grünes mehr in Sicht. Sollte ich tatsächlich die „Rote freenet-Laterne“ tragen??? Also nö, das gibt nur Mecker von den Groupies. Ich konnte sie direkt hören „…und dafür haben wir uns den A… abgefroren…“ Und meinen Einwand, dass ich eben etwas läger Werbung laufe als die anderen, hätten sie sicher auch nicht gelten lassen.

Also den Turbo rein – oder was eben noch als Turbo gilt – und die letzten 5 Km angegangen. Von Thomas wusste ich, dass er im St.Pauli-Shirt unterwegs war. Und tatsächlich: Auf Höhe der Groupies werden diese kurz vor mir ganz aufgeregt und rufen „St.Pauli, St.Pauli“. Aha, wie nach einem Drehbuch von Sly Stallone persönlich überhole ich Cheffe Thomas etwa auf Höhe der Groupies. Da hat sich das bisschen Gefröstel doch gelohnt. Und nach meinem dehydrierten Gerede im Ziel, war das erst der Anfang. Alle übrigen Kollegen sollten im Laufe des Jahres auch noch fällig sein.

Im einzelnen wären das zu Ole nur 29 Sekunden, zu Olaf 2:51 Min., zu Mario 3:29 Min., zu Toby 4:01 Min. und zu Mike dann doch schon 8:07 Min. Wenn man weiß, dass ich hervorragende aber ausbaufähige 51:35 Min. gebraucht habe, sind die anderen Zeiten schnell ausgerechnet. Als ich dann erholt und geduscht nach einer kurzen Pause wieder im Zielbereich ankam, passierte auch Thomas endlich das Finish. OK, das war etwas übertrieben – er brauchte nur etwa 1 Minute länger als ich.

Damit ist klar: Das Training muss erhöht werden. Dann klappt`s auch mit der Platzierung. Achja, in eigener Wertung waren die Brüder Voigt in Sachen Marathon unterwegs und brauchten nur 2:36 h – Hut ab !

Wir sehen uns bei den Frühjahrs-Klassikern rund um Kiel
Hotte