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Mitternachtslauf 2011

Am 15.07.2011 war es wieder einmal soweit: In Heiligenhafen wurde nachts über die Straßen gehetzt, denn der Mitternachtslauf startete zu seiner 23. Auflage. Natürlich waren auch die Groupies und ich dabei.
Ab 19 Uhr gab es bei Daniela wieder Spaghetti zur Stärkung. Dafür kamen aus Kiel auch noch Conny, Gunther, Mike und Tim vorbei. Die Soße wurde nach den Schilderungen aus den letzten Jahren, wo sie einfach zu lecker war und man dadurch zu viel gegessen hatte, diesmal eher einfach und dazu auch vegetarisch gehalten; eigentlich schmeckte sie auch viel besser!
Nach dem Essen und einem kleinen Klönschnack machten wir uns langsam auf die Socken in Richtung Sportplatz, wo Start und Ziel liegen. Dort war schon richtig viel los. Die angepeilte Zeit sollte irgendwo bei 50 – 55 Minuten liegen, denn in den letzten Wochen konnte aus Zeitgründen tatsächlich nicht ein einziges Mal trainiert werden. Wenn`s auch schneller geht, gerne. Nach einem Regenguss am Nachmittag blieb es trocken und es war nicht zu warm. Perfekt, dann sind wenigstens wieder ordentlich viele Zuschauer an der Strecke. Lediglich der Wind stand etwas ungünstig, denn auf der Promenade gab`s Gegenwind. Aber der Reihe nach.
Punkt 23 Uhr fiel der Startschuss und fast 900 Läufer machten sich auf die 10 km lange Strecke. Wie immer ging es über den Marktplatz, wo durch das Midnight-Shopping noch mehr Zuschauer als sonst eine Gasse für die Läufer bildeten und sie anfeuerten. Am Wilhelmsplatz mussten wir ein kurzes Stück über eine Baustelle laufen, ehe wir dann in der Schmiedestraße wieder auf die ursprüngliche Strecke trafen. Der Anstieg in der Kirchhofstraße war die erste Herausforderung. In der Feldstraße angekommen riefen einige Zuschauer die Zwischenzeiten. Bei mir waren es 18 Minuten und 20 Sekunden. Was? Bei Kilometer 2,5 schon fast 20 Minuten? Meine eigene Uhr schaffte wieder Zufriedenheit. Es waren erst knappe 11 Minuten um. Der längere Anstieg den Wachtelberg hoch wurde noch schnell gemeistert, ehe es bergab bis auf NN zum Hafen ging. Hier hatten sich wieder die Zuschauer vom Markt eingefunden und man lief wieder durch eine Gasse. Nicht ganz so eng wie bei den Steigungen der Tour de France, aber mindestens ebenso beeindruckend. Jetzt nur noch einmal um den Binnensee und den Wildkoppelweg hoch. Nach 49:51 Min. hatte ich es geschafft und war ziemlich platt. Ich hatte den Eindruck, dass dieses Mal noch mehr Menschen an der Strecke standen als in den vergangenen Jahren. Einfach toll.


Im Ziel trafen wir Läufer wieder auf die Groupies, die auch einiges erlebten. In diesem Jahr standen sie erstmals offiziell auf der Orga-Liste, wo Baulampen verteilt wurden, mit denen kritische Stellen an der Strecke kenntlich gemacht werden. Sie bekamen 2 Lampen. Hintergrund ist, dass die Orga durch sie in den vergangenen Jahren ein Feedback sowohl von der Strecke als auch vom Streckenrand bekam und dadurch die ein oder andere Stelle weiter entschärft werden konnte. Erstmals traten sie am Markt in Aktion, wo die unbeleuchtete Ecke des Rathauses, an dem wir dicht vorbeilaufen, nicht beleuchtet war. Daniela stellte sich mit der Lampe dorthin. Das wiederum passte einem alteingesessenen Streckenposten nicht, der sich sogleich persönlich angegriffen fühlte und sie anpöbelte, sie sei wohl nicht ganz dicht und solle verschwinden. Auf die Erwiderung, dass die Stelle ziemlich dunkel sei, sagte er, dass er das beurteile und alles in Ordnung ist, wie es ist. Da mittlerweile alle unsere Läufer durch waren, fuhren sie weiter. Hinterher stellte sich heraus, dass besagter Streckenposten ein sehr eigenwilliger Zeitgenosse ist, mit dem wir tatsächlich selbst auch schon einmal an anderer Stelle zu tun hatten, wo er ebenfalls negativ auffiel. Aber egal, seine spätere Aussage bei der Orga, der Wagen hätte mitten auf der Strecke gestanden, ist schlicht falsch und keiner der Läufer würde das bestätigen können, denn die Strecke am Markt war frei. Die Groupies fuhren weiter und feuerten mich am Wachtelberg das nächste Mal an. Die benutzen ein handelsübliches Megaphon, dass auch eine Melodie und ein lautes “Ole, Ole, Ole” spielt. Dieses Megaphon gab es etwa 10 – 15 Mal an der Strecke, wobei man im Vorfeld nicht genau weiß, wer dort an der Strecke steht. Und weil ich ja vor den Groupies besonders gut aussehen will, wird der Laufstil immer etwas aufrechter, wenn diese Melodie ertönt. So manches Mal war es ein “Fehlalarm”, denn die Groupies waren ganz woanders. Letztmalig standen sie am Eingang zur letzten Steigung, dem Wildkoppelweg. Puh, da braucht man die persönliche Anfeuerung wahrscheinlich am meisten.
Vielen Dank an Euch beide für die Unterstützung. Es war wieder einmal super.
Alle waren mit ihren Zeiten zufrieden und sind im nächsten Jahr wieder dabei.

Nikolauslauf und Weihnachtsfeier – der Jahresausklang 2009

Gestern fand der 26. Nikolauslauf in Klausdorf statt. Es ging auf 10,1 Km über Asphalt und durch den Wald. Herrlich, denn es hatte in den letzten Tagen immer mal wieder geregnet und dadurch wurde es ein 1. Klasse Cross-Lauf. Durch einige Unklarheiten bei der Sammelanmeldung für die neue Firma war ich quasi schon in der Winterpause und unterbrach sie für diesen Lauf.

Bereits am Samstag fand die Groupie-Weihnachtsfeier im Vapiano in Kiel statt. Nachdem wir vorher im Kino waren und „G-Force“ in 3-D gesehen hatten, schlenderten wir noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt und gönnten uns einen Glühwein, ehe es ins Vapiano ging. Obwohl es bis auf den letzten Platz gefüllt war, wurde genau dann ein Tisch frei, als wir suchend davor standen. Wie sagte Daniela so passend?: „Glück braucht das Groupie.“

Und genauso wie der Abend begann, ging er auch weiter. Es gab lecker Essen und etwas Rotwein dazu, wunderbar. Wir hatten viel Spaß, ließen das Läufer/Groupie-Jahr 2009 noch einmal Revue passieren ( erwähnt sei hier nur der Doppelerfolg mit Daniela beim Wald- und Wellenlauf in Kellenhusen ) und schmiedeten Pläne für die kommende Saison. Wer uns im Dezember eine Reise nach Las Vegas zum Santa-Run zahlen will, melde sich bitte.

Am Sonntagmorgen fiel das Aufstehen ziemlich schwer. Draußen war es nass und kalt und das Bett doch so kuschelig warm. Außerdem wirkte der Wein etwas nach. Wenigstens regnete es nicht, eigentlich war es sogar sehr gutes Laufweter… Aber wir hatten auch Nikolaus und der war fleißig über Nacht. Nach einigem Gequengel waren wir hoch und nach dem ersten Kaffee ging es schon viel besser. Der Lauf konnte kommen.

Ich startete erstmals für den neuen Arbeitgeber, die adm-group, unter dem Namen „ADM Laufteam“. Damit stand uns aber leider auch kein Firmenwagen mehr zur Verfügung. Und da meine Mitfahrgelegenheit kurzfristig absagte, mussten die Groupies schon früh mit nach Klausdorf und mich mitnehmen. Rüdiger fand wie immer einen perfekten Parkplatz direkt am Start. Unglaublich.

Es war schon ziemlich viel Betrieb bei der Nummernausgabe und ich erwischte die 593, für die bereits ein Stollen bei der Tombola ausgelost worden war. Na, das fängt ja prima an.

Daniela legte die Weihnachts-Hasenohren an und war damit in der Menge leicht zu finden. Selbst der Nikolaus wollte ein Foto mit ihr.

Um 11:10 Uhr ging es los. Ich startete aus der Menge und ging das Rennen gemütlich an. Training fand in den letzten Wochen aufgrund der vielen Arbeit ( und des schlechten Wetters ) eher selten statt und es sollte eine Zeit zwischen 50 – 55 Minuten werden – kein Stress also. Trotzdem war das Tempo dann doch zu langsam und ich trabte an einigen Mitläufern vorbei. Der Boden war durch den Regen der letzten Tage aufgeweicht und wir sahen schon nach den ersten Metern nach echten Cross-Läufern aus. Und wenn die Schuhe erstmal nass sind, ist es auch egal und man kann das Rennen genießen.

Unterwegs bekam ich sogar Groupie-Grüße aus dem Tierreich. Einige Schafe, die an der Strecke grasten, blökten mir einige aufmunternde “Hhhhhoooottääääähhhh” zu. Oder war ich etwa schon so sehr dehydriert? Nee, die Beine sind noch gut und die bunten Punkte vor den Augen sind die vom Veranstalter farblich markierten Wurzeln und Steine im Wald. Dann ist ja alles OK. Auch die Zwischenzeiten blieben mit etwa 5 Min/Km stabil – und das bei wechselndem Gelände.

Definitiv kein Groupie wird der Hügel bei Km 3,5, solange er nicht etwas abflacht. Alter Schwede, der hat echten Wiedererkennungswert. Obwohl der Untergrund nass und aufgeweicht war, hatte man erstaunlich guten Halt. Das wurde wirklich wichtig bei den Stellen, die bergab gingen und wo man einfach „laufen lassen konnte“.

Im Ziel stand eine 51:20 auf der Uhr und damit Platz 119 in der Gesamtwertung und der 27. in der AK. Damit hatte ich den Zielkorridor genau getroffen. Sehr schön.

Die Groupies hielten sich den gesamten Lauf über im Start/Ziel-Bereich auf und waren mittlerweile „Froupies“ ( frierende Groupies ) geworden. Das hielt sie aber nicht davon ab, mich auf den letzten Metern lautstark anzufeuern.
Als ich nach dem Zieleinlauf und kurzem Auslaufen am Auto stand und lange Sachen holte, entdeckte ich den Dusch-Geheimtipp direkt beim Start. Das passt ja super. Schnell die Tasche geschnappt und ab unter die Dusche. Es war tatsächlich ein Geheimtipp, denn das Wasser war warm und es gab viel Platz in der Umkleide. Danach gab es noch etwas heiße Erbsensuppe und Kaffee und wir genossen die Atmosphäre des ausklingenden Laufes.

Es war einfach wieder toll.

Ein besonderer Dank für das gesamte Jahr 2009 geht wieder an die Groupies, die unerschütterlich an den Strecke der Region standen und mich unterstützten.

Ich freue mich riesig auf ein schönes und erfolgreiches Jahr 2010 mit Euch.

Wald- und Wellenlauf 2009

Heute fand der Wald- und Wellenlauf in Kellenhusen statt. Ich ging über die 5,5 Km an den Start und machte den Groupies schon vor dem Start die erste Überraschung zunichte: Ich wusste aus der Meldeliste, dass Groupie Daniela sich auch angemeldet hatte. Die zog aber schon morgens die Klamotten für das nachmittägliche Konzert an. Als ich nachfragte, ob sie keine Laufsachen anziehen wolle, sagte sie, dass sie das eigentlich erst tun ( und dann mein Gesicht sehen ) wollte, wenn das 2. Groupie vor Ort ist. Oha, das fängt ja gut an.

Wir fuhren nach Kellenhusen und trafen uns dort mit Rüdiger und Ersatz-Groupie Uwe, der Daniela vertreten und auch anfeuern sollte. Er machte seine Sache sehr gut.

Um 10 Uhr starteten die 5,5 Km und die 10,3 Km-Läufer gemeinsam an der Promenade von Kellenhusen, wo sich auch das Ziel befand. Es war bedeckt, regnete aber nicht. Daniela und ich gingen von der ersten Startreihe auf die Strecke. Zunächst entlang der Promenade, ging es dann durch die Felder hin zum Wald, den ich etwa als 15. erreichte.

Am Waldanfang trennten sich die Strecken und plötzlich war ich Dritter. Vor mir liefen nur ein weiterer MJA oder MHK-Kandidat und ein 11jähriger. Der war echt fix und lief absolut gleichmäßig. Er vergrößerte den Abstand auf etwa 30 Meter und hielt diese Distanz auch bzw. ich kam einfach nicht näher heran. Die Zwischenzeit bei Km 2 betrug 8:30 Min. Das ist OK. Für den nächsten Km brauchte ich eine 4:25 und für den 4. Km nur noch 3:45. Irgendwie stimmten die Abstände zwischen den Schildern nicht so ganz, denn so unterschiedlich kann ich gar nicht laufen. Sei`s drum.

Am Ausgang des Waldes lag ich auf Position 2 und dann passierte es. An derselben Stelle, an der ich im letzten Jahr falsch geleitet wurde, stand dieses Mal gar kein Streckenposten. Der führende Junge lief geradeaus, obwohl wir hätten links abbiegen müssen. Wir versuchten noch, ihn zu rufen, aber er hörte uns nicht. Mittlerweile hatte sich ein weiterer Läufer an mich herangearbeitet und wir liefen gemeinsam auf die Promenade. Dort verschärfte er etwas das Tempo und ging etwa 15 Sekunden vor mir als Erster durchs Ziel. Geschafft. Podestplatz für die Groupies mit handgestoppten 24:44 Min.

Etwas später kam auch Daniela ins Ziel und machte den Doppelerfolg perfekt, denn auch sie wurde erste in der AK. Suuuper. Herzlichen Glückwunsch. Was für ein Ergebnis.Bogenschützen

Der Fast-Sieger der 5,5 Km, Marten Möller, kam als 5. ins Ziel und konnte sein Pech kaum fassen. Das verstehe ich nur zu gut. Er startete dann noch einmal bei der Meile und war auch hier erfolgreich und konnte eine Ehrung mitmachen.

Es bleibt zu hoffen, dass die ansonsten gute Orga in Kellenhusen im nächsten Jahr keine 5 Feuerwehrleute an Stellen postiert, wo zwei oder drei reichen würden und dann auch endlich die letzte Gabelung der beiden Strecken beim Wintershof kompetent besetzt.

Insgesamt war es ein sehr schöner Lauf und wir hatten wieder richtig viel Spaß.

Ein Riesen-DANKE geht wieder an die Groupies ( in der Besetzung Rüdiger und Uwe ) und noch einmal ein Extra-Glückwunsch an Daniela.

Einige Bilder gibt es hier und ein Video ist auch dabei.

See and Run in Bordesholm

Heute fand der “See and Run”-Lauf in Bordesholm statt. Ich fuhr mit einigen Kollegen zusammen hin und startete über die 9 Km. Die Groupies hatten frei. Da ich dort noch nicht mitgelaufen bin, ließ ich mir den Streckenverlauf erklären. Dabei erwähnten alle, dass es etwa 3 Km vor dem Ziel eine echte „Hammer-Steigung“ gibt. OK, das habe ich im Griff: 6 Km flach, eine Steigung, der Rest ist wieder flach. Soweit die Theorie.

Los ging`s um 10:15 Uhr und nachdem wieder die meisten der teilnehmenden Kinder aus den ersten Startreihen überholt wurden, legte ich den ersten Km in 4:06 zurück. Die Beine sind locker – alles gut. Dann wurde die Strecke etwas hügeliger und ich benötigte schon 4:17 für den nächsten Kilometer. Das permanente Auf und Ab ging doch ziemlich an die Substanz. Den schnellsten Kilometer legte ich in 4:06, den langsamsten in 6:06 zurück. Die von den Kollegen beschriebene Steigung war dann auch nicht zu übersehen – ein Sandweg, der über mehrere hundert Meter recht kräftig anstieg. Die gefühlte Geschwindigkeit lag hier nahe am Stillstand. Danach war ich wieder mit 4:30er-Zeiten unterwegs. Kurz vorm Ziel wurde es dann noch einmal richtig crossig. Durch den Wald und einen Trampelpfad entlang, bis zum Sportplatz und noch eine halbe Stadionrunde. Geschafft.

Am Ende stand die Uhr bei 44:46, was immer noch den 36. Platz in der Gesamtwertung und den 6. in der AK bedeutete.

Eine Gewinnerin hatten wir auch dabei, denn Mirja gewann bei der 17 Km-Strecke die Hauptklasse der Frauen. Herzlichen Glückwunsch nochmal. Die Siegerehrung nahmen wir denn auch noch mit und wurden von ihr auf dem Podest mit der Bogenschützen-Pose meines Landsmannes Usain Bolt bedacht.

Ein Novum für mich waren übrigens die Duschen in Bordesholm. Da es kein warmes Wasser gab ( und nach Aussage der übrigen Läufer auch in den letzten Jahren nicht gab ! ), waren sie sogar kälter als das Bier. Wirklich. Trotzdem war es eine herrliche Erfrischung ( allerdings erst im Nachhinein ).

Unser nächster Lauf startet schon am kommenden Samstag auf dem Bungsberg. Da sind dann auch die Groupies wieder dabei und holen noch die eine oder andere Sekunde weniger aus mir heraus. Und schlimmer als in Bordesholm kann das Streckenprofil da auch nicht sein. Vielleicht treffen wir dort ja auch Hannes, nachdem wir uns bisher nur aus dem WWW kennen.

Mitternachtslauf in Heiligenhafen 2009

Am Freitag war es wieder soweit – der Heiligenhafener Mitternachtslauf fand zum 21. Mal statt.

Natürlich waren die Groupies und ich auch wieder dabei. Vorher kamen noch einige Kollegen und Jessica, eine Freundin aus Dithmarschen, zur „Pasta-Party“ vorbei, um bei hervorragendem Laufwetter gestärkt auf die 10 Kilometer lange Strecke zu gehen.

 

Die Strecke

Diese führte vom Start auf dem Sportplatz über den Markt und ehemaligen Bahnhof zurück in Richtung Sportplatz. Hierbei war die erste langgezogene leichte Steigung zu absolvieren.

Bei Km 2 ( Zwischenzeit: 8:45 – trotz „Stau“ am Start ) ging es etwas kürzer, dafür steiler, hoch zur Feuerwehr und die Feldstraße entlang zum Wachtelberg. Etwa bei Km 3 ( das weiß ich, weil einige Kinder nicht müde wurden, zu rufen, dass „schon 3 Kilometer geschafft sind“ ) begann der Aufstieg zum höchsten Punkt der Strecke. Aber wer irgendwo rauf rennt, muss bei einem Rundkurs auch wieder runter. Also ging es nun stetig bergab. Bei Km 4 hatte ich Heimspiel beim Heimrennen, denn es ging direkt durch meine alte Nachbarschaft und am Elternhaus vorbei. Und da ich extra das eigens für diese Stelle gedruckte Shirt anhatte, war ich leicht zu erkennen und hätte bei soviel Zurufen fast noch auf ein Schwätzchen mit Familie und Nachbarn angehalten. Aber die gute Startzeit sollte ausgenutzt werden und die Seitenstiche gehen hoffentlich gleich wieder weg.

Ab hier verlief die Strecke fast auf normal null und es ging weiter in Richtung Hafen. Hier ist immer richtig viel los. Hinter dem Gill Hus bogen wir dann auf die Strandpromenade ein und liefen diese bis zum Ferienpark. Nachdem wir den passiert hatten, ging es noch einige 100 Meter am Binnensee weiter und dann rechts den Wildkoppelweg hoch. Der verlangte einem noch einmal die Reserven ab. Nach etwa 200 Metern bogen wir wieder auf den Sportplatz für die letzte Stadionrunde ein und waren im Ziel. Geschafft!

Die Becher in diesem Jahr sind orange mit roter Schrift und kamen sehr gut an.

 

Die Groupies

Die Groupies waren diesmal mit Leuchtweste, rotem Blinklicht und dem Megaphon unterwegs. Daniela hatte irgendwie etwas von einer professionellen Schülerlotsin.

Das erste Mal ertönte das Megaphon mit dem typischen „Ole Ole Ole“ am Marktplatz. Hier war noch alles locker. Als nächstes standen sie am Ende des Wachtelberg-Anstiegs. Sie lieferten sich ein akustisches Duell mit einer Fanfare, die aber deutlich leiser war als das Megaphon. Hier taten die Anfeuerungsrufe schon richtig gut. Ein kurzes Lächeln aufgesetzt und weiter geht`s. Um auch alle freenet-Läufer unterstützen zu können, ließen sie den Hafen als weiteren support-point ausfallen und teilten sich zum Ende des Rennens auf. Während Daniela im Zielbereich anfeuerte, scheuchte Rüdiger uns den Wildkoppelweg hoch.

Ohne die Groupies an der Strecke hätte ich vielleicht zwischendurch ein Päuschen gemacht, denn nach dem hohen Starttempo gingen die Seitenstiche einfach nicht weg. Ein großes DANKESCHÖN geht also wieder einmal an die besten Fans der Welt. Die Idee, das Seitenstechen verursachende Zwerchfell einfach rausnehmen zu lassen, ist aber ziemlich schwierig umzusetzen. Dann muss ich eben besser auf die Atmung achten.

Nach dem Rennen saßen wir alle noch auf ein Getränk zusammen.

Mein besonderer Dank gilt Groupie Daniela, die das Essen gemacht hat. Es war sehr lecker und wer weiß, welche Endzeit ich ohne die Nudeln erreicht hätte.

 

Die Zuschauer

Ziemlich einzigartig ist die Beteiligung der Zuschauer bei diesem Lauf. Man hat den Eindruck, die ganze Stadt ist auf den Beinen. Überall ( vor allem an einigen sehr dunklen Ecken ) wird die Weihnachtsbeleuchtung rausgekramt und an der Strecke angebracht. Viele Anwohner grillen vorher und stehen dann pünktlich an der Strecke, um Getränke anzubieten oder einfach nur die Läufer anzufeuern. Kinder dürfen endlich mal nachts Krach machen, da gehen auch einige Kochtopfdeckel als Schellen. Und immer wieder wird einfach die Stereoanlage aufgedreht und Musik gehört. Vor allem am Hafen und im Ferienpark stehen sie dicht gedrängt. Und wenn ein Läufer sie auffordert, für ihn zu jubeln, wird das auch gleich umgesetzt. Einfach toll.

 

Die Kollegen

Gruppe

Wir - nur Harald fehlt noch

Aus Kiel kamen 6 Kollegen um kurz nach 19 Uhr an. Nur Harald hatte erst später Zeit und kam nach. Dabei nahm er die „Abkürzung“ über Pönitz und war gerade noch pünktlich zum Start da. Außerdem besuchte uns Jessica aus Nordhastedt über das Wochenende und ging ebenfalls mit an den Start.

Die Spaghetti waren lecker und kamen gut an. Der „Streckenrekord“ einer Teilnehmerin lag definitiv nicht an den Spaghetti. Eher an der ungewohnten Mahlzeit vor dem Rennen.

Die Zeiten waren bei allen OK und im Rahmen der Erwartungen. Durch die Verzögerungen der Zeitnahme beim Start sind sie auch nur bedingt vergleichbar.

Gerne könnt Ihr wiederkommen.

 

Der Tag danach

Nachdem wir gegen 3 Uhr zu Bett gingen, standen wir auch erst um 11 Uhr am Samstag auf. Die Beine zwickten etwas, aber das war in Ordnung. Einigkeit herrschte über ein ruhiges Tagesprogramm – Regeneration war angesagt.

Wir buchten uns also auf der Alten Liebe“ für eine Schiffstour von etwa einer Stunde ein. Herrlich. Wir fuhren bis kurz vor die Fehmarn-Sund-Brücke und wieder zurück.

Anschließend gingen die Mädels noch an den Strand, während ich auf Familienbesuch im elterlichen Garten weilte. Abends gab es immer noch Spaghetti – diesmal als Auflauf – und dazu ein Gläschen Wein. So macht das Laufen Spaß.

Schade, dass es jetzt wieder 1 Jahr bis zum nächsten Mal dauert.

Einige Bilder gibt es hier.

Trainingsrunde um den Binnensee

Nachdem der Gettorf-Lauf abgesagt werden musste, war gestern wenigstens noch eine Trainingseinheit drin. und da bin ich bereits gemeldet. Außerdem verlangen die Groupies ständig Höchstleistungen und die kommen irgendwie nicht von alleine. Außerdem findet am 31.07. der diesjährige Mitternachtslauf statt ( bisher schon 657 Anmeldungen ) und da kann ich mal wieder einen Teil der originalen Strecke ablaufen.

Passend dazu habe ich bei StudiVZ die Gruppe „Mitternachtslauf Heiligenhafen“ ( mit dem Segen von Bernd ) gegründet und hoffe damit weitere Läufer für diesen tollen Lauf zu gewinnen.

Das Wetter war sehr angenehm, es schien die Sonne und gegen den leichten Wind reichte schon ein Lauftrikot. Groupie Daniela hatte Besuch und eine kleine Runde um den Binnensee passte sehr gut.

Zunächst ging es runter zum alten Bahnhof und dann am Hafen vorbei in Richtung Strandpromenade. Da fand gerade das Königsschießen der Heiligenhafener Bürgergilde statt und die Promenade war aus Sicherheitsgründen zum Teil gesperrt. Da ich dieses Fest kenne, wollte ich auf keinen Fall so verwegen sein wie eine Läuferin direkt vor mir und die Absperrung ignorieren. Ich kehrte also um und lief nun direkt am Gillhus vorbei. Zwischen den Frack- und Zylinderträgern fiel ich im knallgrünen Trikot auf und hörte auch schon gleich meinen Namen aus der Menge. Tatsächlich waren Richie und seine Schwester Annika extra aus Leer bzw. Frankfurt angereist, um am Gildefest teilzunehmen. Und weil man sich so selten sieht, hatten wir uns für dieses Wochenende verabredet. Aber es waren erst 8 Minuten Training absolviert und mein outfit passte auch nicht so ganz, um gleich „wichtige Nährstoffe“ am Flensburger-Stand einzunehmen. Wir plauderten also kurz und machten für später ein Treffen aus.

An der Promenade war nicht viel los. Nur ein Opa auf dem Rad fühlte sich verfolgt, als ich mehrere hundert Meter direkt hinter ihm lief. Aber wir beide konnten nicht schneller und wollten auch nicht langsamer. Bei der DLRG-Station bog er dann ab. Bis zum Ferienpark steigerte ich das Tempo etwas, fiel dann aber wieder in die alte Geschwindigkeit zurück, um eine Pause zu vermeiden.

Ein kleines Mädchen hängte mich mit seinem Stützrad-Fahrrad einige Meter ab und erzählte das gleich ganz stolz den Eltern. Aber Kommentare von Passanten blieben aus. Die nehme ich auch erst wahr, seit ich ohne Musik laufe. Die führt nämlich dazu, dass ich ganz automatisch das Tempo dem jeweiligen Stück anpasse und das macht man im Wettkampf ja auch nicht. Die Idee, dass nur schnelle Lieder zu neuen Bestzeiten führen, ist übrigens ein Trugschluss. Sie führen eher dazu, dass man völlig aus dem Laufrhythmus kommt.

Nach 35 Minuten war ich wieder zu Hause und fühlte mich echt gut. Das Wochenende kann kommen.

Gettorf-Lauf doch ohne die Groupies

Am kommenden Sonntag findet in Gettorf der 9. Gettorf-Lauf statt. Eigentlich hatte ich über die 10 Meilen gemeldet. Aus terminlichen Gründen musste ich meinen Startplatz aber wieder zur Verfügung stellen. Damit haben auch die Groupies an diesem Sonntag frei. Wenn die Kollegen bei vorhergesagtem wechselhaften Wetter ( aber immerhin mit bis zu 19 Grad ) um 9:30 Uhr starten, können wir uns noch eine Tasse Kaffee gönnen. 😉 Am darauffolgenden Samstag, den 13., sind wir dann aber alle wieder beim Firmenlauf dabei, ehe es abends zur Jubiläumsfeier mit Feuerwerk nach Kellenhusen geht. Bis dahin.