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Mitternachtslauf = Gewitternachtslauf

Gestern fand wieder mein eigentliches Heimrennen statt: der 24. Mitternachtslauf in Heiligenhafen. In diesem Jahr konnten aus Kiel nur Mike und Torben dabei sein.
Wie zu den vergangenen Läufen auch, gab es vorher Spaghetti Bolognese. Unsere Pasta-Party fand im Garten meiner Eltern statt. Obwohl ein Gewitter vorhergesagt war, konnten wir es uns in der Abendsonne gut gehen lassen. Anschließend machten wir noch einen Abstecher auf die neue Heiligenhafener Seebrücke – die ist wirklich toll geworden – ehe es gegen 21 Uhr zum Sportplatz ging.Wir 3 - vor dem Gewitter
Langsam zogen dunkle Wolken auf, aber das Wetter hielt. Es war warm und trocken. Wir schauten nicht nur dem Vorprogramm zu sondern auch immer wieder zum Himmel. Da zog leider nichts Gutes auf. Eine halbe Stunde vor dem Start fing es an zu regnen. Am Sportplatz war jeder überdachte Quadratzentimeter besetzt. Also gingen wir zum Auto, um nicht schon vor dem Start vollkommen durchnässt zu werden. Ein riesiges Gewitter zog über uns hinweg und die ersten Teilnehmer fuhren wieder ab.
Um 22:50 Uhr ließ der Regen nach und wir gingen wieder zum Sportplatz. Noch bevor wir dort ankamen, setzte ein Platzregen ein und nun waren wir doch nass. Das Gewitter hielt sich über Heiligenhafen und es blitzte und donnerte immer wieder. Der Start wurde zunächst um 10 Minuten verschoben, weil die Orga auf Besserung des Wetters hoffte und das Rennen bei Gewitter nicht freigeben konnte. Mit nassen Klamotten wurde uns schnell kalt. Und weil es immer noch regnete, machte auch das Aufwärmen keinen Sinn. Wir standen mit einigen anderen Läufern unter einer großen Hecke, die uns aber auch nicht wirklich schützte. Um 23:10 Uhr wurde der Start erneut um 10 Minuten verschoben, denn man hoffte immer noch auf Wetteränderung. Die Läufer kühlten weiter aus und die nächsten Gruppen zogen sich wieder um und verzichteten auf den Lauf. Um 23:20 Uhr kam die Durchsage, dass letztmalig 10 Minuten abgewartet werden soll. Dann wird entweder gestartet oder abgesagt. Bei Absage würde noch die Tassenausgabe stattfinden, denn einen Finisher-Becher sollten die Läufer wenigstens bekommen. Der Regen wurde weniger und wir trabten einige Meter zum Aufwärmen über den Platz. Plötzlich hörte der Regen ganz auf und weil auch das Gewitter über die Ostsee abzog, wurde das Rennen gestartet.
Wir standen am Ende des Feldes und überquerten genau eine Minute nach dem Startschuss die Startlinie. Auf dem ersten Kilometer ist ein Überholen kaum möglich, denn die Strecke führt durch enge Straßen. Selbst auf dem Marktplatz war kaum etwas los. Das Wetter hielt auch die Zuschauer ab, die gerade den Reiz dieses Laufes ausmachten. Schade, aber verständlich. Außerdem hatten wir auch noch die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London als Konkurrenz.
Der Lauf führte über die bekannte Strecke: Ab dem Wilhelmsplatz ging es die Wendstraße leicht bergan und am Friedhof wurde es etwas steiler. Dann folgte die Steigung am Wachtelberg und anschließend ging es weiter zum Hafen. Hier war die Hälfte geschafft und es musste nur noch der Binnensee umrundet werden. Unmittelbar vor der Kehre auf die Strandpromenade stand die Strecke knöcheltief unter Wasser. Und weil ausgerechnet dieses Stück nicht ausgeleuchtet war, liefen alle Teilnehmer mittendurch. OK, die zweite Hälfte wurde also mit frisch eingeweichten Schuhen in Angriff genommen.
Das Teilstück entlang der Promenade und durch den Ferienpark verging wie im Flug. Und ehe man sich versah, ging es auch schon den letzten Anstieg hoch in Richtung Schule. Es fing wieder leicht an zu regnen. Jetzt war es total egal und die letzten 400m liefen von ganz alleine, denn der Stadionsprecher und die Zuschauer waren schon zu hören und man hatte das Ziel “vor Augen”.
Nach 54:07 Min. kam ich immer noch völlig durchnässt aber glücklich ins Ziel. Angesichts des wenigen Trainings und der widrigen Umstände ist diese Zeit OK. Mike (49:31 Min.) hatte sich schon etwas zu trinken geholt und wir warteten gemeinsam im Regen auf Torben. Er lief mit der “Schnappszeit” von 01:01:01 h ins Ziel.
Von über 1200 gemeldeten Teilnehmern traten nur 674 an. Dadurch war wenigstens die Wartezeit an den Duschen kurz.
Um 2:15 Uhr war ich wieder in Kiel und kam genau rechtzeitig, um die Wiederholung der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in London zu sehen. Eine einzigartige Sportnacht ging bei Sonnenaufgang zu Ende.

Die nächste sportliche Herausforderung wartet am kommenden Sonntag. Dann geht es mal nicht auf die Straße sondern auf`s Wasser. Ich starte mit einigen Kollegen beim Stand Up Paddling (SUP) vor der Seebar in Düsternbrook. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Aktion Stand Up 4 Kids zu Gunsten krebskranker Kinder statt. Wer sich anmelden möchte, kann das noch die Woche über tun.

Ich wünsche Euch eine unterhaltsame Olympiade.

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On the Road again…

Nach einer längeren Trainings- und Laufpause geht die neue Saison so langsam wieder los. Da auch die Groupies ziemlich eingespannt sind, wurde das einmal als Geburtstagsgeschenk gestartete Fan-Projekt “Hotte`s Lauf-Groupies” wieder eingestellt. Wenn es passt, sind sie bestimmt auch mal wieder an der Strecke dabei, eingeplant werden sie aber nicht.

Am vergangenen Wochenende stand gleich ein Doppelstart auf dem Programm: der Firmen-Cup Schleswig-Holstein und der Hamburg Marathon.

Samstag fand der Firmen-Cup Schleswig-Holstein auf dem Nordmarksportfeld in Kiel statt. Während einige Kollegen beim Fußballturnier und andere beim Volleyballturnier antraten, ging ich zusammen mit Mario und Falko als avocis Laufgruppe auf die 5 Kilometer lange Hindernisstrecke. Dabei galt es auf dem 2,5 Km langen Rundkurs verschiedenste “Hürden” zu überwinden. Gleich zu Beginn mussten wir durch einen knietief mit Sand und Wasser gefüllten Container stapfen und hatten den Rest des Laufes ziemlich schwere Füße. Anschließend ging es eine Rutsche runter, die immer wieder mit Wasser und Spülmittel glatt gehalten wurde. Super, jetzt war auch die restliche Kleidung nass. Insgesamt gab es 14 Hindernisse, von denen einige an einen Millitär-Parcour erinnerten. Hervorzuheben ist hier vor allem die Norder-Wand – eine ca. 2m hohe Bretterwand. An der hing so mancher Teilnehmer wie ein nasser Sack…
Bei dem Wettbewerb stand der Team-Gedanke im Vordergrund und nicht die Zielzeit. Also, beschlossen wir, den gesamten Kurs als Gruppe zu absolvieren und auch zu beenden und gingen es ruhig an. Unsere Zeit von 53:20 Min. war absolut nebensächlich und hatte den Vorteil, dass Christiane jede Menge Fotos schießen konnte. Vielen Dank dafür.
Durch diesen Hindernislauf auf den Geschmack gekommen, haben wir drei uns für den Urbanathlon in Hamburg am 25.08. angemeldet. Das wird bestimmt der Hammer.

Am Sonntag durfte ich dann als Schlussläufer die mobilcom-debitel Staffel beim Hamburg-Marathon unterstützen. Eigentlich hatte ich mir nach meinem ersten und einzigen Marathonstart vor einigen Jahren vorgenommen, nie wieder über 42 Km an den Start zu gehen – aber eine Staffel ist etwas anderes.
Um ihre Firmenstaffel nicht ausfallen lassen zu müssen, rief Connie 10 Tage vor dem Lauf an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, in Hamburg mit zu laufen. Spontan sagte ich zu und es war klasse.
Früh morgens ging es nach Hamburg, wo auf dem Heiligengeistfeld schon richtig viel Trubel herrschte. Von den anderen drei Staffelläufern kannte ich nur noch Mike, unseren Startläufer. Mit Mounir und Matthias wurde die erwartete Wechselzeit vorher per E-Mail geklärt. Wir trafen uns mit weiteren Läufern der mobilcom-debitel um 8:00 Uhr und verteilten die Startunterlagen. Unsere Staffel hatte die Nummer 20216.
Der Staffelwettbewerb fand erstmalig statt und es gab gleich über 1000 Staffelanmeldungen. Die 4 Abschnitte waren unterschiedlich lang, sodass eigentlich jeder mitmachen kann: 14,8 Km + 10,6 Km + 5,3 Km + 11,5 Km. Als Staffelstab diente der Transponder, der am Fußgelenk befestigt und beim Wechsel übergeben werden musste.
Los ging`s um 9:00 Uhr. Das Wetter war toll zum Laufen – sonnig und leicht windig. Die Staffelläufer fuhren dann mit der U-Bahn zu ihren Startpunkten. Das war schon eigenartig: die Bahnen waren rappelvoll – nur mit Läufern und Fans. Während wir Staffelläufer warteten, konnten wir die schnellen Läufer anfeuern. Unglaublich, wie schnell die noch waren, denn ich stand immerhin bei Kilometer 31!
Matthias war 10 Minuten schneller als vorhergesagt und nun konnte auch ich  endlich die wahnsinnig tolle Stimmung auf der Strecke genießen. Gleich nach wenigen hundert Metern fiel einer Zuschauerin auf, dass ich ja noch ziemlich frisch aussah… Die Zuschauer waren überhaupt das Beste. Da wurde mit allem Lärm gemacht, was sich im Haushalt finden lässt und so manches Brunch an den Straßenrand verlegt. Herrlich. Wer auf den letzten Kilometern eine Aufmunterung oder etwas zu Trinken brauchte, hat es sofort bekommen. Außerdem machten sie jeden Spaß mit: Ein Läufer verlangte etwa bei Km 38 einen Schluck Sekt als Entschädigung dafür, dass bei den Fans am Straßenrand Brother Louie von Modern Talking lief. Und er bekam ihn umgehend.
Auch die Schilder und Transparente waren wieder super. Neben unzähligen Aufmunterungen wie “Papa/Mama/Schatz, Du schaffst das” und ähnlichen, blieb mir ein Spruch besonders in Erinnerung. Kurz vor dem Ziel humpelten zwei Läufer an einem Transparent mit dem wohl passendsten Spruch für den Marathon vorbei: Schmerz geht, Stolz bleibt. Was für ein Bild…
Etwa 300m vor dem Ziel warteten die übrigen Staffelläufer, damit das gesamte Team die Ziellinie überqueren konnte. Eine wirklich schöne Idee. Uns fehlte zwar ein Läufer, aber wir übrigen drei haben die letzten gemeinsamen Meter über den roten Teppich genossen und waren einfach nur glücklich, dabei gewesen zu sein. Am Ende stand eine Nettozeit von 4:00:37 h auf der Uhr und ich bin sicher, dass dies nicht meine letzte Teilnahme an einem Staffel-Marathon war.

Zieleinlauf der Staffel

Da wir im Büro gerade einen Laufkalender für 2012 entwickeln, stehen diesen Sommer auch Läufe in Berlin und Rostock auf dem Plan. Dort hat der avocis Konzern ebenfalls Standorte und die Läufer können sich so konzernweit kennen lernen und austauschen. Mal sehen, ob das klappt.

Mein nächster Start ist am kommenden Sonntag beim Ottendorfer Kanallauf. Bis dahin sind auch die Beine wieder frisch.

Ein Lauf-Wochenende

An diesem Wochenende stand mit gleich 2 Veranstaltungen mal wieder das Laufen im Vordergrund: Samstag der Kieler Firmenlauf und Sonntag die 10 Meilen von Gettorf. Beide Groupies waren mit anderen Terminen ausgelastet, sodass ich ohne ihre Unterstützung an der Strecke auskommen musste.

Los ging`s am Samstag mit dem Kieler Firmenlauf 2011. Dabei musste die Hörn 3x umrundet werden. Unsere Firma, die avocis Kiel GmbH, deren Büros direkt an der Strecke liegen, war in der ersten Startergruppe mit 11 Kollegen dabei. Wir hatten eigens neue Lauf-Trikots bekommen. Gewertet wird die Durchschnittszeit der gesamten Firma. Unterstützt wurden wir von Justus` 9jährigem Sohn, der als moralische Verstärkung mitlief. Bei strahlendem Sonnenschein mit gefühlten 30 Grad ging es um 13 Uhr auf die 4,5 Km lange Strecke. Die erste Runde ging ich relativ gemütlich an und steigerte das Tempo nach der Hälfte der Runde, um sogleich festzustellen, dass die Luft auf der Gegengeraden (zwischen dem Vapiano und dem Hörn Campus) stand und es hier sogar noch wärmer war als am Start. In der zweiten Runde wurde das Tempo wieder etwas gedrosselt, denn am Sonntag wollten ja noch die 10 Meilen von Gettorf geschafft werden. Die dritte Runde lief ich ohne weitere Tempoverschärfung durch. Nach knapp 21 Minuten war es geschafft. Bei dieser Hitze war der erste Gedanke  im Ziel “Endlich!”. Anschließend wurden die Kollegen angefeuert, die noch unterwegs waren.


Im Ziel waren sich alle einig, dass es eine prima Idee war, teil zu nehmen. Als nächster großer “Firmen-Lauf” steht der Kiel-Lauf am 11.09. an.

Am Sonntag ging es um 8:30 Uhr mit Gunther nach Gettorf. Die 10 Meilen sollen meine längste Strecke im Laufjahr 2011 sein. Trainiert hatte ich dafür nicht, denn dieser Lauf konnte gleich ´mal als Konditionseinheit herhalten. Vor Ort trafen wir Connie und Mike. Es war nicht ganz so warm wie gestern und es wehte sogar eine leichte Brise. Realistisch schien eine Zeit zwischen 1:20h und 1:30h zu sein – gehofft habe ich aber sogar auf eine Zeit unter 1:20h. Der Startschuss erfolgte um 9:30 Uhr. Das erste Stück lief ich zusammen mit Mike. Die Zwischenzeiten lagen um die 4:30 bzw. 4:40 min/km. Nach 2 Km musste ich Mike aber stehen ziehen lassen. Bei Kilometer 6 machten sich erstmals die Beine bemerkbar, die irgendwie nicht so locker wollten wie der Kopf. Trotz einer kurzen Gehpause bei Km 8 sah die 10er Zwischenzeit mit 52 Minuten gar nicht so übel aus. Ab da ging es allerdings nur noch mit gefühlter Handbremse voran. Ich merkte deutlich, dass der letzte Lauf über 10 Kilometer schon einige Zeit zurück lag. Mit einer weiteren kurzen Gehpause kam ich nach 1:28h total platt und – Dank reichlich Endorphin – irgendwie glücklich ins Ziel getrabt. Diese Finisher-Medaille war echt ein hartes Stück Arbeit. Und so gut wie direkt nach dem Zieldurchlauf hat mir ein Stück Wassermelone noch nie geschmeckt. 🙂
Mal sehen, wie die Beine morgen früh auf die Treppe reagieren…

Läuferisch steht als nächstes der Mitternachtslauf in Heiligenhafen am 15.07. auf dem Programm. Da haben die Groupies und ich dann wieder Heimspiel. Ich freu mich drauf.

Fischhallenlauf

Am 15.05. stand der Fischhallenlauf in Kiel an. Dieser Lauf ist immer sehr schnell ausgebucht und ich verpasste tatsächlich die Anmeldung. Dank der Tauschbörse bekam ich eine 2. Chance und bot die Teilnahme am Pasta-Essen vor dem Mitternachtslauf als zusätzliches Gegenleistung für einen Startplatz an. Tatsächlich meldete sich mit Julia eine Teilnehmerin, die aufgrund einer Verletzung leider nicht selbst antreten konnte. Ich übernahm ihren Startplatz und hatte wieder die Groupies zur Unterstützung an der Strecke.
Am Vorabend guckten Daniela und ich den Grand Prix und stärkten uns mit Ofenkäse und Baguette. Am Sonntag fuhren wir morgens von Heiligenhafen nach Kiel und hatten auch Sam, unseren Hund, dabei. Er war der eigentliche Star…
Kurz vor dem Start gab es einen leichten Nieselregen. Der war aber pünktlich zum Startschuss vorbei und wir liefen bei besten Laufbedingungen los. Zunächst ging es zum Haupteingang der HDW und dann über das Werftgelände und den Fischmarkt wieder zurück zum letzten Anstieg, der den Läufern noch einmal alles abverlangte. Meine angestrebte Zielzeit war „um die 50 Minuten“. Umso erfreuter waren die Groupies und ich, als nach 47:22 die Ziellinie überquert wurde. Wow, was für ein Rennen. Ich war zwar platt, aber den Beinen ging es gut. Während des Duschens gab es auch draußen einen Regenschauer, der pünktlich zur Siegerehrung und Tombola vorbei war. Groupie-Hund Sam zog so ziemlich alle Teilnehmer vor Ort in seinen Bann. Bei den immer wieder einsetzenden Schauern fanden wir bei Thomas im Zippels-Stand Unterschlupf.
Obwohl mit der Glücksnummer 333 ausgestattet, gewannen wir bei der Tombola keinen Preis. Das wäre aber auch ein echter Bonus gewesen.
Wir alle hatten wieder großen Spaß und Sam musste erstmal ausschlafen, als er wieder zu Hause war.
Vielen Dank an die Groupies für die Unterstützung – und die Lauf-Analyse in Zeitlupe und in Echtzeit.
Die nächsten Veranstaltungen sind der Kieler Firmenlauf (4,5 Km) am 04.06. und die 10 Meilen von Gettorf am 05.06.

@Julia   Gute Besserung und wir sehen uns in Heiligenhafen.

Ottendorfer Kanallauf

Nachdem in diesem Jahr mit den 10 Kilometern beim famila-Marathon erst ein Lauf absolviert wurde, war es mal wieder Zeit, an den Start zu gehen. Am 08.05. ging es über die 11,1 Km beim Ottendorfer Kanallauf. Beide Groupies hatten frei und ich fuhr mit dem Bus nach Ottendorf. Bereits auf der Fahrt kam ich mit den ersten Läufern ins Gespräch und wir waren uns einig, dass das warme Wetter seine Vor- und Nachteile hat.
Mit Ottendorf verbinde ich einen tollen Lauf durch die Rapsfelder, eine lange und stetige Steigung auf dem Rückweg und Gülle-Geruch, weil die Felder gedüngt werden. Alle drei Dinge wurden auch in diesem Jahr bedient.
Bei angenehm warmen Temperaturen ging es los. Bis zum Kanal waren die Beine locker und die Rapsblüte und die Strecke konnte genossen werden. Als es vom Kanal zurück in Richtung Ottendorf ging, wurde es mir langsam zu warm. Dazu kam die leichte Steigung, die sich über mehrere Kilometer hinzog. Die Zeit pro Km stieg um fast 1 Minute an und die Beine wurden auch immer schwerer. Gegen Ende des Rennens konnten noch einmal letzte Reserven mobilisiert werden und ich habe einige der Frauen und Ü-60 Läufer wieder zurück überholt. Normalerweise überholen mich zum Ende eher Schüler und Jugendliche…
Im Ziel stand eine 55:44 und ich war wirklich zufrieden mit dem Ergebnis, denn ein regelmäßiges Training war aus Zeitgründen nicht möglich.
Beim nächsten Lauf, dem Fischhallenlauf am 15.05., sind die Groupies wieder dabei. Allein ihre Anwesenheit macht wahrscheinlich 10 Sek./Km aus.
Ich freue mich schon.

Budenzauber 2010 – Mit einer Hand am Pokal

Gestern war es soweit: Das Hallen-Masters der 8 besten Schleswig-Holsteinischen Mannschaften in der Kieler Sparkassen Arena ging über die Bühne. Und weil Freund und Kollege Frank “Metthäus” ( natürlich mit der Rückennummer “10” ) für den Eckernförder SV auflief, waren auch Rüdiger und ich dabei.

Die Vorberichterstattung in der Presse versprach ein volles Haus und eine einzigartige Show. Leider war die Halle nicht voll besetzt, was der Stimmung in unserem Block aber nicht schadete.
Die Karten besorgte Frank und wir landeten mitten im ESV Fanblock, auf der Geraden, direkt unterm Dach. Von hier aus hatten wir eine super Sicht über das Spielfeld und die besten Fans des Abends um uns herum. Neben Trikots trugen sie Fan-Schals und Mützen und hatten reichlich Fahnen und Transparente dabei. Vor allem die A-Jugend des ESV machte richtig Alarm und stimmte schon vor dem ersten Spiel immer wieder Fangesänge an.

Um 18:00 Uhr startete ein kleines Feuerwerk zu den Klängen von “Hells Bells” von AC/DC. Danach liefen die Teams durch ein Spalier aus Cheerleadern ein und sammelten sich auf dem Spielfeld. Das hatte tatsächlich ein klein wenig von der Eröffnung eines amerikanischen Football-Spiels.

Der ESV trat in Gruppe 2 an und hatte gegen den VfB Lübeck, den SV Eichede und Eider Büdelsdorf zu spielen.

In Gruppe 1 traten der VfR Neumünster, Holstein Kiel, Flensburg 08 und der SV Henstedt-Ulzburg gegeneinander an.

Gleich im ersten Spiel unterlag Holstein gegen Neumünster mit 2:1. Das ist ja schon mal eine echte Überraschung.
Der ESV musste als erstes gegen den VfB aus Lübeck ran und unterlag mit 0:2. Na das geht ja echt bescheiden los.
Das zweite Spiel gegen Eichede wurde mit 3:1 gewonnen. Beim ersten Tor für den ESV gab es auf der Tribüne kein Halten mehr. Was für eine Stimmung… Selbst das Gegentor wurde mit dem “Schei…egal”-Song aus dem ESV-Block kommentiert.

Rüdiger versorgte den Rest der Welt via twitter mit den aktuellen Highlights und Ergebnissen.

Das letzte Vorrundenspiel des ESV brachte die Entscheidung und es reichte ein 1:1 gegen Eichede für den Einzug ins Halbfinale. Das wurde den Spielern aber erst klar, als der Hallensprecher es durchsagte. Die Tribüne bebte und alle freuten sich auf die Begegnung mit dem besten Team der Vorrunde aus Neumünster.

Hier übertrafen sich die Kicker aus Eckernförde selbst und siegten mit 3:1. Wahnsinn. Als Turnier-Neuling und underdog gleich ins Finale, was für eine Geschichte. Das findet auch der Schleswig-Holsteinische Fußballverband eV in seinem Turnierbericht.

Der Endspielgegner wurde im 2. Halbfinale zwischen Holstein und Eichede ermittelt. Bereits nach 5 Minuten lagen die Kieler 4:0 in Front und siegten am Ende deutlich mit 8:1.

Ein wirklicher Klassenunterschied war dann im Finale nicht zu sehen. Beide Teams hatten ihre Möglichkeiten. Am Ende nutzte der Drittligist aus Kiel seine Möglichkeiten und siegte mit 3:0. Schade, aber allein schon der Finaleinzug war eine echte Sensation.

Den erstmalig ausgetragenen Wettbewerb “Fans, Fete, Fussballfieber”, bei dem es um die Unterstützung der eigenen Mannschaft und auch Fairplay geht, gewann natürlich der Anhang des laut Kieler Nachrichten “Meisters der Herzen” aus Eckernförde. Nochmals herzlichen Glückwunsch auch hierzu.

Fazit: Eine richtig klasse Veranstaltung, die ihresgleichen sucht. Es muss nicht immer der Profibereich sein, wenn man unterhaltsamen Fußball und erstklassige Stimmung erleben will.

Der heutige Sonntag steht ganz im Zeichen der Regeneration der Stimme, denn die ist gestern irgendwann zwischen der Vorrunde und dem Finale abhanden gekommen.

Die Ergebnisse im einzelnen:

Gruppe 1:
VfR Neumünster – Holstein Kiel   2:1
Flensburg 08 – SV Henstedt-Ulzburg   1:4
Holstein Kiel – Flensburg 08   3:2
SV Henstedt-Ulzburg – VfR Neumünster   0:2
Holstein Kiel – SV Henstedt-Ulzburg   2:0
VfR Neumünster – Flensburg 08   5:0

Gruppe 2:
Eckernförder SV – VfB Lübeck   0:2
Eider Büdelsdorf – SV Eichede   2:2
VfB Lübeck – Eider Büdelsdorf   1:1
SV Eichede – Eckernförder SV   1:3
VfB Lübeck – SV Eichede   0:2
Eckernförder SV – Eider Büdelsdorf   1:1

Halbfinale:
VfR Neumünster – Eckernförder SV   1:3
Holstein Kiel – SV Eichede   8:1

Finale:
Holstein Kiel – Eckernförder SV   3:0

Nikolauslauf und Weihnachtsfeier – der Jahresausklang 2009

Gestern fand der 26. Nikolauslauf in Klausdorf statt. Es ging auf 10,1 Km über Asphalt und durch den Wald. Herrlich, denn es hatte in den letzten Tagen immer mal wieder geregnet und dadurch wurde es ein 1. Klasse Cross-Lauf. Durch einige Unklarheiten bei der Sammelanmeldung für die neue Firma war ich quasi schon in der Winterpause und unterbrach sie für diesen Lauf.

Bereits am Samstag fand die Groupie-Weihnachtsfeier im Vapiano in Kiel statt. Nachdem wir vorher im Kino waren und „G-Force“ in 3-D gesehen hatten, schlenderten wir noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt und gönnten uns einen Glühwein, ehe es ins Vapiano ging. Obwohl es bis auf den letzten Platz gefüllt war, wurde genau dann ein Tisch frei, als wir suchend davor standen. Wie sagte Daniela so passend?: „Glück braucht das Groupie.“

Und genauso wie der Abend begann, ging er auch weiter. Es gab lecker Essen und etwas Rotwein dazu, wunderbar. Wir hatten viel Spaß, ließen das Läufer/Groupie-Jahr 2009 noch einmal Revue passieren ( erwähnt sei hier nur der Doppelerfolg mit Daniela beim Wald- und Wellenlauf in Kellenhusen ) und schmiedeten Pläne für die kommende Saison. Wer uns im Dezember eine Reise nach Las Vegas zum Santa-Run zahlen will, melde sich bitte.

Am Sonntagmorgen fiel das Aufstehen ziemlich schwer. Draußen war es nass und kalt und das Bett doch so kuschelig warm. Außerdem wirkte der Wein etwas nach. Wenigstens regnete es nicht, eigentlich war es sogar sehr gutes Laufweter… Aber wir hatten auch Nikolaus und der war fleißig über Nacht. Nach einigem Gequengel waren wir hoch und nach dem ersten Kaffee ging es schon viel besser. Der Lauf konnte kommen.

Ich startete erstmals für den neuen Arbeitgeber, die adm-group, unter dem Namen „ADM Laufteam“. Damit stand uns aber leider auch kein Firmenwagen mehr zur Verfügung. Und da meine Mitfahrgelegenheit kurzfristig absagte, mussten die Groupies schon früh mit nach Klausdorf und mich mitnehmen. Rüdiger fand wie immer einen perfekten Parkplatz direkt am Start. Unglaublich.

Es war schon ziemlich viel Betrieb bei der Nummernausgabe und ich erwischte die 593, für die bereits ein Stollen bei der Tombola ausgelost worden war. Na, das fängt ja prima an.

Daniela legte die Weihnachts-Hasenohren an und war damit in der Menge leicht zu finden. Selbst der Nikolaus wollte ein Foto mit ihr.

Um 11:10 Uhr ging es los. Ich startete aus der Menge und ging das Rennen gemütlich an. Training fand in den letzten Wochen aufgrund der vielen Arbeit ( und des schlechten Wetters ) eher selten statt und es sollte eine Zeit zwischen 50 – 55 Minuten werden – kein Stress also. Trotzdem war das Tempo dann doch zu langsam und ich trabte an einigen Mitläufern vorbei. Der Boden war durch den Regen der letzten Tage aufgeweicht und wir sahen schon nach den ersten Metern nach echten Cross-Läufern aus. Und wenn die Schuhe erstmal nass sind, ist es auch egal und man kann das Rennen genießen.

Unterwegs bekam ich sogar Groupie-Grüße aus dem Tierreich. Einige Schafe, die an der Strecke grasten, blökten mir einige aufmunternde “Hhhhhoooottääääähhhh” zu. Oder war ich etwa schon so sehr dehydriert? Nee, die Beine sind noch gut und die bunten Punkte vor den Augen sind die vom Veranstalter farblich markierten Wurzeln und Steine im Wald. Dann ist ja alles OK. Auch die Zwischenzeiten blieben mit etwa 5 Min/Km stabil – und das bei wechselndem Gelände.

Definitiv kein Groupie wird der Hügel bei Km 3,5, solange er nicht etwas abflacht. Alter Schwede, der hat echten Wiedererkennungswert. Obwohl der Untergrund nass und aufgeweicht war, hatte man erstaunlich guten Halt. Das wurde wirklich wichtig bei den Stellen, die bergab gingen und wo man einfach „laufen lassen konnte“.

Im Ziel stand eine 51:20 auf der Uhr und damit Platz 119 in der Gesamtwertung und der 27. in der AK. Damit hatte ich den Zielkorridor genau getroffen. Sehr schön.

Die Groupies hielten sich den gesamten Lauf über im Start/Ziel-Bereich auf und waren mittlerweile „Froupies“ ( frierende Groupies ) geworden. Das hielt sie aber nicht davon ab, mich auf den letzten Metern lautstark anzufeuern.
Als ich nach dem Zieleinlauf und kurzem Auslaufen am Auto stand und lange Sachen holte, entdeckte ich den Dusch-Geheimtipp direkt beim Start. Das passt ja super. Schnell die Tasche geschnappt und ab unter die Dusche. Es war tatsächlich ein Geheimtipp, denn das Wasser war warm und es gab viel Platz in der Umkleide. Danach gab es noch etwas heiße Erbsensuppe und Kaffee und wir genossen die Atmosphäre des ausklingenden Laufes.

Es war einfach wieder toll.

Ein besonderer Dank für das gesamte Jahr 2009 geht wieder an die Groupies, die unerschütterlich an den Strecke der Region standen und mich unterstützten.

Ich freue mich riesig auf ein schönes und erfolgreiches Jahr 2010 mit Euch.