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Ottendorfer Kanallauf 2009

Heute startete die eigentliche Laufsaison 2009 für die Groupies und mich. Der Kiel-Marathon im Februar ist ja eher ein „Vorgeplänkel“. Es ging beim 15. Ottendorfer Kanallauf über die 11,1 Km.

Geweckt wurde ich von der Sonne und den ATARIS mit „Boys of Summer“ – Was für ein Start in den Tag!!! Die Groupies waren nur zu 50% vor Ort. Daniela hatte zum Muttertag ihre Mutter und ihre Oma geladen. Rüdiger machte seine Sache wieder ausgezeichnet, fuhr lässig im Auto neben den Läufern her und drehte nebenbei einen ( wahrscheinlich künstlerisch wertvollen ) Film mit seinem Handy. [Update R-Digger: Nein tat er nicht, nur Fotos, die ich hier noch nachträglich reinschmuggele 😉 ]

Er läuft und läuft und läuft....

Er läuft und läuft und läuft....

Die „Grünen“ waren mit 14 Teilnehmern auf der langen und 3 Kollegen auf der kurzen Strecke vertreten. Um 10 Uhr ging es los. Die angestrebte Endzeit sollte irgendwo bei 55 Minuten liegen. Das ist ein Schnitt von etwa 5 Min./Km und meiner Vorbereitung durchaus angemessen. Neben etwas Training hatte ich vor einigen Tagen auch noch die Ernährung etwas umgestellt. Plötzlich findet sich sogar Bio-Müsli in meiner Küche.

Da der Start sehr beengt war, sah ich die Startlinie erst nach etwa 30 Sekunden. Und weil wieder einmal ziemlich viele langsame Läufer in den ersten Reihen starteten, dauerte es fast bis Kilometer 2, ehe die angestrebte Geschwindigkeit problemlos gelaufen werden konnte. Zunächst ging es durch Rapsfelder bis hinunter zum Nord-Ostsee-Kanal. Hier wehte ein kühlendes Lüftchen und es war nur ein einziges Schiff während dieses Abschnitts zu sehen. Die Krise hinterlässt auch hier ihre Spuren.

Olaf, mit dem ich zusammen gestartet bin, hatte sich etwas abgesetzt und von Rüdiger erfuhr ich bei Kilometer 7, dass auch Thomas bereits einigen Vorsprung hatte. Ab nun ging es stetig leicht bergauf und der erfrischende Wind war auch weg. Die Temperatur stieg ziemlich an. Da Rüdiger aber immer wieder in seinem Auto neben mir auftauchte, hatte ich keine Gelegenheit, das Tempo zu drosseln. So lief ich nach 54:26 Min. ins Ziel. Thomas und Olaf waren bereits da und auch das Roadie-Groupie feuerte mich auf den letzten Metern noch einmal an.

Im Ziel erhielt jeder Finisher eine Bananen-Dose ( sowas gibt`s wirklich ). Unser nächster Start ist schon am kommenden Sonntag der Fischhallen-Lauf. Dann sind auch die Groupies wieder in voller Besetzung dabei.

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Holtenauer Leuchtturm-Lauf – Wechselbad der Gefühle

Am Freitag stand der Holtenauer Leuchtturm-Lauf über 10 Km auf dem Programm. Natürlich waren auch die Groupies wieder mit dabei. Und nachdem ich in der Woche davor nicht trainieren konnte ( das Wetter… ), ging ich wenigstens ausgeruht an den Start.
Bei der Strecke gab es kaum Höhenmeter zu überwinden. Wir starteten am Sportplatz in Holtenau und liefen den Kanal entlang, um den Leuchtturm herum und wieder zurück. Das ganze zweimal. Die Groupies hatten sich kurz vor dem Holtenauer Hafen an der Strecke postiert und saßen gemütlich im offenen Kofferraum des Kombi-Groupie-Mobils. Hier kam ich 4x vorbei. Vom Start weg lief es schon mal ziemlich gut. Thomas wurde gleich abgehängt, und das, obwohl er etwas redete von unter 46:10 Min. bleiben zu wollen. „Naja“, dachte ich, „das sind hier keine 5 Km.“ Wie man sich doch irren kann… Als ich das erste Mal den Leuchtturm umrundet hatte und nach etwa 3 Km das zweite Mal die Groupies passierte, riefen sie mir zu, dass Mike, das „Rennwiesel“, hinter mir sei. JA, so gehört sich das. Alle abgehängt. Aber schon 20 Sekunden später kam er angetrabt und suchte ein Gespräch. Das war mir doch etwas zuviel. Ich entschloss mich also, ganz im Stile der großen Tierfilmer, ihn in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten – auf der Laufstrecke. Nach etwas über einem Kilometer war diese Aktion dann aber auch schon wieder vorbei, als er mit den Worten „Ich lauf dann ´mal…“ davonzog.
Na gut, Mike kann vorlaufen. Hauptsache Thomas ist hinter mir. Als wir bei Km 5 nach 21:38 Min. die Hälfte geschafft hatten, schloss er doch tatsächlich auf und wir liefen zunächst zusammen. Das Erstaunen in den Gesichtern der Groupies war nicht zu übersehen. Wie Kaugummi ließ er sich nicht abschütteln. Mal er in Front, mal ich. Wir trieben uns gegenseitig zum Halten des Tempos an. Beim 4. und letzten Passieren der Groupies, fragte Daniela, ganz im Stile eines eingefleischten Ultras, ob sie ihn „schubsen“ soll. Mit aller mir noch zur Verfügung stehenden Luft lehnte ich aber ab.
Etwa 1000m vor dem Ziel verschärfte er noch einmal das Tempo. Da war mein Akku schon fast leer und ich ließ ihn ziehen. Den Vorsprung hielt Thomas bis ins Ziel und er lief 15 Sekunden vor mir ( ja genau, VOR mir – Wie konnte das bloß passieren? ) über die Linie. Er scherzte noch im Ziel, dass die Einstiche seines neuen Sportmediziners, demselben, den auch Usain Bolt hat, noch etwas schmerzen. Aha, wusste ich es doch – er hat nur den besseren Arzt. Da muss ich wohl nochmal mit Dr. Fuentes mailen.
Wir beide waren uns jedenfalls einig, dass wir ziemlich am Limit liefen.
Puh, mit 44:22 Min. Endzeit hatte ich vorher nicht gerechnet. Die 45 Min. waren zwar angepeilt, aber dass sie gleich deutlich unterboten wurden, überraschte selbst mich. Neue Bestzeit. Yippie.
Überschattet wurden unsere Zeiten aber vom Sturz von Thomas` Frau Mirja kurz vor dem Ziel. Sie fiel auf der Aschenbahn über eine kleine Kante und schürfte sich übel die Knie auf. Noch vor Ort kümmerten sich die Sanitäter um sie. Hoffentlich ist ihr Start beim Berlin-Marathon in drei Wochen nicht gefährdet. Gute Besserung an dieser Stelle.
Auch der firmeninterne „Läufernachwuchs“, der über die 5 Km auf die Strecke ging, kam geschlossen ins Ziel. Super.
Zur Belohnung gönnten sich Groupie Daniela und ich uns später einen Döner.
Nachdem ich gestern noch dachte, dass es mir erstaunlich gut geht, brannten die Beine vorhin wie Feuer, als es auf dem Fahrrad leicht bergan ging. Nun ist wieder Regeneration angesagt – ab auf die Couch und Sport im TV gucken.
Nächstes Highlight ist bereits in einer Woche der Kiel-Lauf. Da sind wir alle wieder dabei. Ich auf der Strecke und die Groupies daneben. Sie treiben mich bestimmt zu einer neuen Bestzeit. Bis dahin und vielen Dank für die Unterstützung in Holtenau.

Kanallauf 2007

Am Sonntag, den 06.05., war es wieder einmal soweit. Wir fuhren bei bestem Wetter nach Ottendorf, um die 11,1 km lange Strecke des Kanallaufes zu absolvieren. Die Groupies waren diesmal nur durch Rüdiger vertreten. Das Famous-Groupie hatte keine Zeit. Der letzte Lauf lag ja schon einige Monate zurück, da Groupie Daniela während des Hochbrückenlaufes umzog und ich im Zuge des Geschleppes ein spezielles Treppen- und Trage-Training absolvierte.
Meinen persönlichen Hasen für diesen Lauf sollte MC O.L.A.F. feat. da runningERNST geben. Der hatte eine Woche zuvor nach seinem ersten Marathon in Hamburg ( hervorragende 4:16 h ) direkt im Ziel vor versammelter Weltpresse seinen sofortigen Rücktritt vom aktiven Marathongeschäft erklärt. Leider hat er das mit dem Hase-sein nicht so richtig verstanden, denn im Ziel lag er immer noch knapp vor mir…
Die Laufstrecke war wieder klasse. Es ging durch blühende Rapsfelder und am Nord-Ostsee-Kanal entlang. Diesmal wurde ich auch von einer Melodie verschont, die mir sonst manchmal während des Laufes ständig durch den Kopf geistert. Das Schlimmste war im letzten Jahr das Schnappi-Lied, das ich bei einem der Läufe über 10 km im Kopf hatte. Dafür fielen mir unterwegs die merkwürdigsten Dinge auf. Bei Kilometer 3 überholte ich z.B. eine Läuferin, deren Beine so weiß waren, wie gebleichte Zähne. Da spiegelte sich fast die Sonne wieder.
Die Vorbereitung für diesen Lauf verlief auch etwas anders als üblich: Erst fuhr ich mit dem blonden Groupie für einen Kurztrip nach Oslo und dann legte ich mir einen Bier- und Grill-Spoiler am Bauch zu. Der brachte zeitlich allerdings gar nichts und kommt wieder weg – hoffe ich jedenfalls.
Die Zeit von 52:20 Min traf ziemlich genau meine Erwartungen und ist auch noch ausbaufähig. Allerdings war ich im Ziel doch ziemlich platt und hätte das Groupie an der Zielgerade fast verpasst. Die Tatsache, dass nur ein Groupie vor Ort war, beflügelte aber vor allem im Zielbereich genauso, als wenn sie vollzählig anwesend gewesen wären.
Die Ankündigung von Thomas, mich beim nächsten Lauf schlagen zu werden, konnte ich nur als dehydriertes Wunschdenken abtun. Wie kommt er nur auf diese Idee???