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Holtenau und Kiellauf 2009

Bereits am vorletzten Freitag fand der Holtenau-Lauf statt. Es standen die 5 und die 10 Km zur Auswahl. Ich startete diesmal über die kurze Distanz. Was das Gerede der Kollegen vom „Kinderlauf“ im Vorfeld sollte, wurde mir erst am Start bewusst. Die Startreihen 1 bis 3 waren fast komplett einen Kopf kleiner als ich. Lediglich einige ältere sehr ambitionierte Läufer standen in der ersten Reihe. Ich setzte auf meine Start-Qualitäten und hielt mich vornehm in der 4. oder 5. Reihe, als das Rennen gestartet wurde.

Die ersten 800m gab es kaum ein Vorbeikommen an den Knirpsen, da die Strecke nicht sehr breit war. Danach wurde dann ein kleiner Zwischenspurt eingelegt und ich fand etwa bei Km 2 mein Renntempo.

Die Groupies waren zu 50% vor Ort. Lediglich Rüdiger kam vorbei, denn Daniela hatte keine Zeit. Er wartete im Zielbereich, da wir die Streckenführung für den kurzen Lauf nicht genau kannten. Es war aber genau dieselbe, wie bei den 10 Km, nur dass sie die Strecke eben 2x liefen.

Was soll ich schreiben…? Im Ziel fehlten 4 Sekunden zum Podestplatz in der Alterswertung. Aber der Läufer, den ich noch im Zielbereich kassieren wollte, dachte sich wohl, dass er niemanden mehr vorbei lässt. Und tatsächlich gehörte er auch noch zur selben Altersklasse. Sei`s drum – mehr ging nicht. Die glatt 22 Minuten Zielzeit wurden wirklich hart erlaufen. Beim Kiellauf sollte es besser werden.

Zur Vorbereitung gingen Groupie Daniela und ich gemütlich im Vapiano essen und anschließend ins Kino. „Maria, ihm schmeckt`s nicht“ ist wirklich lustig und empfehlenswert.

Beim Kiellauf wurde in diesem Jahr das erste Mal eine Netto-Zeit gemessen. Dafür gab es einen Einmal-Chip, der mit der Messung auch erst begann, wenn die Startlinie überquert wurde. Eine gute Idee, denn da mussten sich die langsameren Läufer nicht in die ersten Reihen stellen und das Rennen verschleppen.

Ich reihte mich also noch recht entspannt bei einer Zielzeit von etwa 50 Minuten im Starterfeld ein. Bis ca. 3.000 Läufer unterwegs sind, vergeht schon einige Zeit. Meine Differenz von Startschuss zum Passieren der Startlinie betrug über 2 Minuten.

Auf den ersten 2,5 Km kam ich mir vor wie ein Mercedes in der Formel1, der aus der letzten Reihe startet. Ich überholte einige hundert Läufer, aber das kostete auch Zeit. Erst ab dem Aquarium konnte ich frei laufen. Kurz hinter dem Landtag hallte erstmals das Megaphon. Aja, die Groupies sind wieder vollzählig an der Strecke und ich bin mitten im Überholvorgang. Das passt und macht einen Super-Eindruck.

Bis zur Abzweigung in die Hügel von Düsternbrook hatte ich meine Leistungsgruppe erreicht. In Düsternbrook hörte ich das nächste Mal das Megaphon der Groupies, die mich wieder einmal antrieben. Ab der Holtenauer ging es, bis auf eine kurze Steigung, nur noch bergab. Zum Glück. Ich war echt platt.

Im Ziel stand eine 50:35 Min. Das hatten wir auch schon mal schneller gesehen. War aber immer noch OK. Und für die Groupies war es sogar zu schnell. Etwa 800m vor dem Ziel hörte ich das Megaphon – hinter mir!!! Das gibt`s doch nicht – ich hatte die Groupies abgehängt. Hinterher versuchten sie es mit Absperrungen usw. zu erklären. Ja, nee, ist klar… Tatsache ist: Ich war einfach zu schnell…

Im Zielbereich erfuhren wir auch die Zeiten der Twitter-Kontakte. Getroffen haben wir leider keinen mehr.

Dafür wurde durch Rüdiger ein Neu-Groupie zwangs-rekrutiert. Die sehr unterhaltsame Blog-Kollegin Anna meinte, dass ihr niemand Bescheid gesagt hätte. Dabei wurde sie zur aktiven Teilnahme quasi-genötigt, ersatzweise zum Anfeuern angefordert. Naja, nach dem Motto: „Belohnung muss sein“ wurde sie durch Rüdiger direkt als 3. Groupie vertwittert. Ich bin gespannt. Einen „Biber“ hat sicher niemand an der Strecke stehen – and who the fu.. ist the „Tour-Teufel“? Das verstärkt den Wiedererkennungswert ungemein und langsam sind die nun 3 Groupies reif für einen TV-Beitrag.

Wir ließen die Veranstaltung in einem Strandkorb in der Campus-Suite am Bootshafen ausklingen.

Im Hintergrund läuft gerade der Film „Into the Blue“ mit Jessica Alba – die hat den Groupie-Test auch bestanden, sowohl im Badeanzug als auch im Bikini.

Morgen geht es nach Bordesholm zum „See & Run“. Ich starte über die 9 Km und bin auf mich allein gestellt, denn die Groupies haben frei und schonen sich für den Bungsberg-Lauf eine Woche später.

Als Highlight im nächsten Jahr habe ich ihnen eine Teilnahme am „Marathon de Medoc“ in Aussicht gestellt. Das ist ein Marathon in Frankreich, bei dem man von einem Weingut zum nächsten rennt und unterwegs auch mit Wein versorgt wird. Ich befürchte allerdings, dass die Groupies spätestens am 2. Verpflegungspunkt schlapp machen würden. Mal sehen, was sich ergibt.

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22. Kieler Hochbrückenlauf – ohne die Groupies

Am Sonntag, den 22.03., findet der diesjährige Kieler Hochbrückenlauf statt. Dabei stehen die „Kurzstrecke“ über 16,1 Km und der Hauptlauf über 29,8 Km zur Auswahl. Viele Läufer nutzen diese Veranstaltung zur Vorbereitung für den Hamburg Marathon. Da kommen einem die 16 Km wahrscheinlich wirklich wie die „Kurzstrecke“ vor.

Dieser Lauf enthält auch eine gefühlte „Bergwertung“. Es werden zwei 48 Meter hohe Brücken über den Nord-Ostsee-Kanal passiert. Dabei verläuft die Strecke zunächst direkt am Kanal entlang und dann geht es steil bergauf über die Brücke. Hier werden dann die Männer von den Jungs getrennt…

Ich war eigentlich für die 16,1 Km gemeldet. Da wir am Tag zuvor den Geburtstag von Groupie Daniela nachfeiern, starte ich nun doch nicht. Auch die Groupies werden somit nicht vor Ort sein.

So mancher Läufer wird sie und das Megaphon nach ihrem großen Erfolg beim Kiel-Marathon bestimmt vermissen.

Wir wünschen allen Teilnehmern gutes Laufwetter und neue Bestzeiten.

Unser nächster Termin ist aller Voraussicht nach der Ottendorfer Kanallauf am 10. Mai. Bis dahin.

Holtenauer Leuchtturm-Lauf – Wechselbad der Gefühle

Am Freitag stand der Holtenauer Leuchtturm-Lauf über 10 Km auf dem Programm. Natürlich waren auch die Groupies wieder mit dabei. Und nachdem ich in der Woche davor nicht trainieren konnte ( das Wetter… ), ging ich wenigstens ausgeruht an den Start.
Bei der Strecke gab es kaum Höhenmeter zu überwinden. Wir starteten am Sportplatz in Holtenau und liefen den Kanal entlang, um den Leuchtturm herum und wieder zurück. Das ganze zweimal. Die Groupies hatten sich kurz vor dem Holtenauer Hafen an der Strecke postiert und saßen gemütlich im offenen Kofferraum des Kombi-Groupie-Mobils. Hier kam ich 4x vorbei. Vom Start weg lief es schon mal ziemlich gut. Thomas wurde gleich abgehängt, und das, obwohl er etwas redete von unter 46:10 Min. bleiben zu wollen. „Naja“, dachte ich, „das sind hier keine 5 Km.“ Wie man sich doch irren kann… Als ich das erste Mal den Leuchtturm umrundet hatte und nach etwa 3 Km das zweite Mal die Groupies passierte, riefen sie mir zu, dass Mike, das „Rennwiesel“, hinter mir sei. JA, so gehört sich das. Alle abgehängt. Aber schon 20 Sekunden später kam er angetrabt und suchte ein Gespräch. Das war mir doch etwas zuviel. Ich entschloss mich also, ganz im Stile der großen Tierfilmer, ihn in seiner natürlichen Umgebung zu beobachten – auf der Laufstrecke. Nach etwas über einem Kilometer war diese Aktion dann aber auch schon wieder vorbei, als er mit den Worten „Ich lauf dann ´mal…“ davonzog.
Na gut, Mike kann vorlaufen. Hauptsache Thomas ist hinter mir. Als wir bei Km 5 nach 21:38 Min. die Hälfte geschafft hatten, schloss er doch tatsächlich auf und wir liefen zunächst zusammen. Das Erstaunen in den Gesichtern der Groupies war nicht zu übersehen. Wie Kaugummi ließ er sich nicht abschütteln. Mal er in Front, mal ich. Wir trieben uns gegenseitig zum Halten des Tempos an. Beim 4. und letzten Passieren der Groupies, fragte Daniela, ganz im Stile eines eingefleischten Ultras, ob sie ihn „schubsen“ soll. Mit aller mir noch zur Verfügung stehenden Luft lehnte ich aber ab.
Etwa 1000m vor dem Ziel verschärfte er noch einmal das Tempo. Da war mein Akku schon fast leer und ich ließ ihn ziehen. Den Vorsprung hielt Thomas bis ins Ziel und er lief 15 Sekunden vor mir ( ja genau, VOR mir – Wie konnte das bloß passieren? ) über die Linie. Er scherzte noch im Ziel, dass die Einstiche seines neuen Sportmediziners, demselben, den auch Usain Bolt hat, noch etwas schmerzen. Aha, wusste ich es doch – er hat nur den besseren Arzt. Da muss ich wohl nochmal mit Dr. Fuentes mailen.
Wir beide waren uns jedenfalls einig, dass wir ziemlich am Limit liefen.
Puh, mit 44:22 Min. Endzeit hatte ich vorher nicht gerechnet. Die 45 Min. waren zwar angepeilt, aber dass sie gleich deutlich unterboten wurden, überraschte selbst mich. Neue Bestzeit. Yippie.
Überschattet wurden unsere Zeiten aber vom Sturz von Thomas` Frau Mirja kurz vor dem Ziel. Sie fiel auf der Aschenbahn über eine kleine Kante und schürfte sich übel die Knie auf. Noch vor Ort kümmerten sich die Sanitäter um sie. Hoffentlich ist ihr Start beim Berlin-Marathon in drei Wochen nicht gefährdet. Gute Besserung an dieser Stelle.
Auch der firmeninterne „Läufernachwuchs“, der über die 5 Km auf die Strecke ging, kam geschlossen ins Ziel. Super.
Zur Belohnung gönnten sich Groupie Daniela und ich uns später einen Döner.
Nachdem ich gestern noch dachte, dass es mir erstaunlich gut geht, brannten die Beine vorhin wie Feuer, als es auf dem Fahrrad leicht bergan ging. Nun ist wieder Regeneration angesagt – ab auf die Couch und Sport im TV gucken.
Nächstes Highlight ist bereits in einer Woche der Kiel-Lauf. Da sind wir alle wieder dabei. Ich auf der Strecke und die Groupies daneben. Sie treiben mich bestimmt zu einer neuen Bestzeit. Bis dahin und vielen Dank für die Unterstützung in Holtenau.

If I did it – Holtenauer Geländelauf

Am 18.11. stand der Holtenauer Geländelauf auf dem Programm. Die Laufstrecke ist ein Rundkurs durch eine Kleingartenanlage, der mit allerlei Hindernissen gespickt ist. Da das Wetter ungefähr 2cm kalt und ich nicht 100%ig fit war, sagte ich ab.

In Anlehnung an den literarischen Welterfolg „If I did it“ von O.J.Simpson ( wenn er denn erschienen wäre ) hält mich das aber nicht davon ab, hier einen Laufbericht vom Holtenauer Geländelauf zu veröffentlichen.
Das Meldebüro im Vereinsheim Nixenweg öffnet um 11:00 Uhr. Ich bin ab 11:30 Uhr vor Ort und muss mich erstmal in das Goldene Buch des TuS Holtenau eintragen. Neben einer 5stelligen Antrittsprämie bekomme ich natürlich die Startnummer 1. Den beiden Gründungs-Groupies Daniela und Rüdiger fällt es immer schwerer, mich von den vielen Fans abzuschirmen. Nur Bruce Willis, Brad mit Angie, Heidi Klum und Giselle B. dürfen direkt zu mir vor. Britney, Paris und Heiner Lauterbach müssen leider draußen bleiben. Ein kleines Schwätzchen – man kennt sich eben – und ich wärme mich ab 12:30 Uhr für den ersten Lauf auf. Als ich lasziv mein Trikot anziehe, bekommen die Einsatzkräfte vom Roten Kreuz das erste Mal richtig viel zu tun. Die Mädels kippen reihenweise um bei diesem Astralkörper.
Punkt 13:00 Uhr startet der erste Lauf über eine Distanz von 5.170 Meter mit 600 Teilnehmern. Ich setzte mich vom Start weg an die Spitze und habe keine Probleme, das Tempo zu halten. Nach 16:27 Min. gehe ich als erster durch`s Ziel und sichere mir die Siegprämie von € 50.000. Und wieder überall diese Fans – traumhaft.
Um 14:00 Uhr startet mein 2. Lauf für diesen Tag: Es geht über 8.800 m. Wieder dominiere ich das Feld nach Belieben. Knapp 30 Minuten später ist auch der Sieg in diesem Lauf perfekt. Das bedeutet eine deutsche Luxuskarosse mit Stern mehr in meiner riesigen Garage. Nach dem Duschen mache ich mich auf zu den Groupies. Mittlerweile ist auch Robbie Williams aufgetaucht und flucht über die Beschilderung. Er hat sich verfahren und wollte mich doch unbedingt anfeuern. Hauptsache er bekommt nicht wieder seinen Depri, von wegen „Erfolg macht einsam“ und so ein Mist. Da zieht er die Stimmung immer so runter und will dann auch alle umarmen – Daniela besonders innig, der Lustmolch.
Angelina kommt mir total verheult entgegen. Brad hat Daniela angebaggert und gemeint, er würde Angie sofort für sie verlassen. Aber Daniela sagte, dass er ihr nicht das bieten könne, was sie an mir hat. Daraufhin hat er angefangen sich zu betrinken. Rüdiger hat mittlerweile auch schon 20.000 $ von Bruce im Armdrücken gewonnen. Der mault, zahlt und düst wieder ab. Giselle fängt an, mich dauernd zu betatschen – „Mann, das nervt.“ Danielas Handy bimmelt in einer Tour. Karl Lagerfeld will sie unbedingt als Modell – der ist ja ein richtiger stalker. Plötzlich klingelt auch meins. Steven Spielberg will mein Leben verfilmen. Ich bitte um Bedenkzeit, als Axel Schulz reinkommt und Rüdiger zum Boxkampf herausfordert, weil der ihn vorhin nicht reingelassen hat. Rüdiger brabbelt irgendwas von „Welpenschutz“ und „den haut doch auch der Lagerfeld um“ und holt Heidi erst mal einen drink.
Angelina heult immer noch. Und als Brad wieder an Daniela rumgräbt, schmeißt Rüdiger ihn raus.
Nach der Siegerehrung und einigen Interviews fliegen wir auf Kosten von Hugo Boss, für den wir drei jetzt modelln sollen, für 10 Tage in die Südsee. Was für ein Leben…
Im nächsten Jahr muss ich wohl wirklich antreten.