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Mitternachtslauf = Gewitternachtslauf

Gestern fand wieder mein eigentliches Heimrennen statt: der 24. Mitternachtslauf in Heiligenhafen. In diesem Jahr konnten aus Kiel nur Mike und Torben dabei sein.
Wie zu den vergangenen Läufen auch, gab es vorher Spaghetti Bolognese. Unsere Pasta-Party fand im Garten meiner Eltern statt. Obwohl ein Gewitter vorhergesagt war, konnten wir es uns in der Abendsonne gut gehen lassen. Anschließend machten wir noch einen Abstecher auf die neue Heiligenhafener Seebrücke – die ist wirklich toll geworden – ehe es gegen 21 Uhr zum Sportplatz ging.Wir 3 - vor dem Gewitter
Langsam zogen dunkle Wolken auf, aber das Wetter hielt. Es war warm und trocken. Wir schauten nicht nur dem Vorprogramm zu sondern auch immer wieder zum Himmel. Da zog leider nichts Gutes auf. Eine halbe Stunde vor dem Start fing es an zu regnen. Am Sportplatz war jeder überdachte Quadratzentimeter besetzt. Also gingen wir zum Auto, um nicht schon vor dem Start vollkommen durchnässt zu werden. Ein riesiges Gewitter zog über uns hinweg und die ersten Teilnehmer fuhren wieder ab.
Um 22:50 Uhr ließ der Regen nach und wir gingen wieder zum Sportplatz. Noch bevor wir dort ankamen, setzte ein Platzregen ein und nun waren wir doch nass. Das Gewitter hielt sich über Heiligenhafen und es blitzte und donnerte immer wieder. Der Start wurde zunächst um 10 Minuten verschoben, weil die Orga auf Besserung des Wetters hoffte und das Rennen bei Gewitter nicht freigeben konnte. Mit nassen Klamotten wurde uns schnell kalt. Und weil es immer noch regnete, machte auch das Aufwärmen keinen Sinn. Wir standen mit einigen anderen Läufern unter einer großen Hecke, die uns aber auch nicht wirklich schützte. Um 23:10 Uhr wurde der Start erneut um 10 Minuten verschoben, denn man hoffte immer noch auf Wetteränderung. Die Läufer kühlten weiter aus und die nächsten Gruppen zogen sich wieder um und verzichteten auf den Lauf. Um 23:20 Uhr kam die Durchsage, dass letztmalig 10 Minuten abgewartet werden soll. Dann wird entweder gestartet oder abgesagt. Bei Absage würde noch die Tassenausgabe stattfinden, denn einen Finisher-Becher sollten die Läufer wenigstens bekommen. Der Regen wurde weniger und wir trabten einige Meter zum Aufwärmen über den Platz. Plötzlich hörte der Regen ganz auf und weil auch das Gewitter über die Ostsee abzog, wurde das Rennen gestartet.
Wir standen am Ende des Feldes und überquerten genau eine Minute nach dem Startschuss die Startlinie. Auf dem ersten Kilometer ist ein Überholen kaum möglich, denn die Strecke führt durch enge Straßen. Selbst auf dem Marktplatz war kaum etwas los. Das Wetter hielt auch die Zuschauer ab, die gerade den Reiz dieses Laufes ausmachten. Schade, aber verständlich. Außerdem hatten wir auch noch die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London als Konkurrenz.
Der Lauf führte über die bekannte Strecke: Ab dem Wilhelmsplatz ging es die Wendstraße leicht bergan und am Friedhof wurde es etwas steiler. Dann folgte die Steigung am Wachtelberg und anschließend ging es weiter zum Hafen. Hier war die Hälfte geschafft und es musste nur noch der Binnensee umrundet werden. Unmittelbar vor der Kehre auf die Strandpromenade stand die Strecke knöcheltief unter Wasser. Und weil ausgerechnet dieses Stück nicht ausgeleuchtet war, liefen alle Teilnehmer mittendurch. OK, die zweite Hälfte wurde also mit frisch eingeweichten Schuhen in Angriff genommen.
Das Teilstück entlang der Promenade und durch den Ferienpark verging wie im Flug. Und ehe man sich versah, ging es auch schon den letzten Anstieg hoch in Richtung Schule. Es fing wieder leicht an zu regnen. Jetzt war es total egal und die letzten 400m liefen von ganz alleine, denn der Stadionsprecher und die Zuschauer waren schon zu hören und man hatte das Ziel “vor Augen”.
Nach 54:07 Min. kam ich immer noch völlig durchnässt aber glücklich ins Ziel. Angesichts des wenigen Trainings und der widrigen Umstände ist diese Zeit OK. Mike (49:31 Min.) hatte sich schon etwas zu trinken geholt und wir warteten gemeinsam im Regen auf Torben. Er lief mit der “Schnappszeit” von 01:01:01 h ins Ziel.
Von über 1200 gemeldeten Teilnehmern traten nur 674 an. Dadurch war wenigstens die Wartezeit an den Duschen kurz.
Um 2:15 Uhr war ich wieder in Kiel und kam genau rechtzeitig, um die Wiederholung der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in London zu sehen. Eine einzigartige Sportnacht ging bei Sonnenaufgang zu Ende.

Die nächste sportliche Herausforderung wartet am kommenden Sonntag. Dann geht es mal nicht auf die Straße sondern auf`s Wasser. Ich starte mit einigen Kollegen beim Stand Up Paddling (SUP) vor der Seebar in Düsternbrook. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Aktion Stand Up 4 Kids zu Gunsten krebskranker Kinder statt. Wer sich anmelden möchte, kann das noch die Woche über tun.

Ich wünsche Euch eine unterhaltsame Olympiade.

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Mitternachtslauf 2011

Am 15.07.2011 war es wieder einmal soweit: In Heiligenhafen wurde nachts über die Straßen gehetzt, denn der Mitternachtslauf startete zu seiner 23. Auflage. Natürlich waren auch die Groupies und ich dabei.
Ab 19 Uhr gab es bei Daniela wieder Spaghetti zur Stärkung. Dafür kamen aus Kiel auch noch Conny, Gunther, Mike und Tim vorbei. Die Soße wurde nach den Schilderungen aus den letzten Jahren, wo sie einfach zu lecker war und man dadurch zu viel gegessen hatte, diesmal eher einfach und dazu auch vegetarisch gehalten; eigentlich schmeckte sie auch viel besser!
Nach dem Essen und einem kleinen Klönschnack machten wir uns langsam auf die Socken in Richtung Sportplatz, wo Start und Ziel liegen. Dort war schon richtig viel los. Die angepeilte Zeit sollte irgendwo bei 50 – 55 Minuten liegen, denn in den letzten Wochen konnte aus Zeitgründen tatsächlich nicht ein einziges Mal trainiert werden. Wenn`s auch schneller geht, gerne. Nach einem Regenguss am Nachmittag blieb es trocken und es war nicht zu warm. Perfekt, dann sind wenigstens wieder ordentlich viele Zuschauer an der Strecke. Lediglich der Wind stand etwas ungünstig, denn auf der Promenade gab`s Gegenwind. Aber der Reihe nach.
Punkt 23 Uhr fiel der Startschuss und fast 900 Läufer machten sich auf die 10 km lange Strecke. Wie immer ging es über den Marktplatz, wo durch das Midnight-Shopping noch mehr Zuschauer als sonst eine Gasse für die Läufer bildeten und sie anfeuerten. Am Wilhelmsplatz mussten wir ein kurzes Stück über eine Baustelle laufen, ehe wir dann in der Schmiedestraße wieder auf die ursprüngliche Strecke trafen. Der Anstieg in der Kirchhofstraße war die erste Herausforderung. In der Feldstraße angekommen riefen einige Zuschauer die Zwischenzeiten. Bei mir waren es 18 Minuten und 20 Sekunden. Was? Bei Kilometer 2,5 schon fast 20 Minuten? Meine eigene Uhr schaffte wieder Zufriedenheit. Es waren erst knappe 11 Minuten um. Der längere Anstieg den Wachtelberg hoch wurde noch schnell gemeistert, ehe es bergab bis auf NN zum Hafen ging. Hier hatten sich wieder die Zuschauer vom Markt eingefunden und man lief wieder durch eine Gasse. Nicht ganz so eng wie bei den Steigungen der Tour de France, aber mindestens ebenso beeindruckend. Jetzt nur noch einmal um den Binnensee und den Wildkoppelweg hoch. Nach 49:51 Min. hatte ich es geschafft und war ziemlich platt. Ich hatte den Eindruck, dass dieses Mal noch mehr Menschen an der Strecke standen als in den vergangenen Jahren. Einfach toll.


Im Ziel trafen wir Läufer wieder auf die Groupies, die auch einiges erlebten. In diesem Jahr standen sie erstmals offiziell auf der Orga-Liste, wo Baulampen verteilt wurden, mit denen kritische Stellen an der Strecke kenntlich gemacht werden. Sie bekamen 2 Lampen. Hintergrund ist, dass die Orga durch sie in den vergangenen Jahren ein Feedback sowohl von der Strecke als auch vom Streckenrand bekam und dadurch die ein oder andere Stelle weiter entschärft werden konnte. Erstmals traten sie am Markt in Aktion, wo die unbeleuchtete Ecke des Rathauses, an dem wir dicht vorbeilaufen, nicht beleuchtet war. Daniela stellte sich mit der Lampe dorthin. Das wiederum passte einem alteingesessenen Streckenposten nicht, der sich sogleich persönlich angegriffen fühlte und sie anpöbelte, sie sei wohl nicht ganz dicht und solle verschwinden. Auf die Erwiderung, dass die Stelle ziemlich dunkel sei, sagte er, dass er das beurteile und alles in Ordnung ist, wie es ist. Da mittlerweile alle unsere Läufer durch waren, fuhren sie weiter. Hinterher stellte sich heraus, dass besagter Streckenposten ein sehr eigenwilliger Zeitgenosse ist, mit dem wir tatsächlich selbst auch schon einmal an anderer Stelle zu tun hatten, wo er ebenfalls negativ auffiel. Aber egal, seine spätere Aussage bei der Orga, der Wagen hätte mitten auf der Strecke gestanden, ist schlicht falsch und keiner der Läufer würde das bestätigen können, denn die Strecke am Markt war frei. Die Groupies fuhren weiter und feuerten mich am Wachtelberg das nächste Mal an. Die benutzen ein handelsübliches Megaphon, dass auch eine Melodie und ein lautes “Ole, Ole, Ole” spielt. Dieses Megaphon gab es etwa 10 – 15 Mal an der Strecke, wobei man im Vorfeld nicht genau weiß, wer dort an der Strecke steht. Und weil ich ja vor den Groupies besonders gut aussehen will, wird der Laufstil immer etwas aufrechter, wenn diese Melodie ertönt. So manches Mal war es ein “Fehlalarm”, denn die Groupies waren ganz woanders. Letztmalig standen sie am Eingang zur letzten Steigung, dem Wildkoppelweg. Puh, da braucht man die persönliche Anfeuerung wahrscheinlich am meisten.
Vielen Dank an Euch beide für die Unterstützung. Es war wieder einmal super.
Alle waren mit ihren Zeiten zufrieden und sind im nächsten Jahr wieder dabei.

Sam, der flauschigste Hund der Welt

Nachdem wir im letzten Jahr gleich 2 alte Hunde nach nur wenigen Wochen gehen lassen mussten, habe ich mir vorgenommen, den Artikel zu Hund Nr. 3 erst nach einiger Zeit zu schreiben. Heute ist es soweit.
Am 03.08.2010 musste Frieda, unsere Schäferhund-Oma, überraschend nach nur 13 Wochen bei uns eingeschläfert werden. Das durfte doch nicht wahr sein. Angeblich war sie alt aber insgesamt fit, hatte dann aber, wie sich herausstellte, doch einen schweren Leberschaden. Na toll. Da hatten wir wieder eine leere Hundedecke im Wohnzimmer und waren traurig, denn es fehlte einfach etwas.
Zum Sommerfest im Tierheim in Lübbersdorf gingen wir am 07.08. trotzdem. Natürlich schauten wir uns auch bei den Hunden um, denn wie sagte schon Heinz Rühmann?: “Man kann ohne Hund leben, es lohnt sich nur nicht.”
Alte Hunde, die für uns in Frage kämen und auch mal alleine in der Wohnung bleiben können, gab es nur einen:  Sam – und der war bereits reserviert. Dann sollte es wohl nicht sein, dass wir so schnell wieder einen vierbeinigen Mitbewohner bekommen…
Unmittelbar nach dem Sommerfest bekamen wir dann aber einen Anruf, dass die Reservierung für Sam zurückgezogen wurde und er wieder zur Vermittlung steht. Wenn wir noch Interesse haben, können wir zur Probe mit ihm Gassi gehen und schauen, ob es mit uns passt.

Folgender Text beschrieb Sam (unter einem Foto) auf der Homepage des Tierheims:

„Sam (reserviert)
Sam ist ca. im Jahr 2000 geboren und ein kastrierter Samojeden Rüde. Sam kam als Fundhund zu uns und wurde nicht mehr abgeholt. Sam ist ein sehr freundlicher Hund. Er versteht sich gut mit Artgenossen.“

Daniela hat sich sofort in “das Schaf” verliebt. Sie ging Probe-Gassi mit ihm und meinte, dass ihn wohl jemand für uns reserviert haben müsse, denn er kam gleich zu ihr und gab Pfötchen.
Am Donnerstag, den 12.08.2010, haben wir Sam, den Samojeden, abgeholt. Er ist nicht gechipt und laut Zahnuntersuchung zwischen 9 und 11 Jahre alt. Nach 2 Hundedamen ist Sam unser erster Rüde. Über Samojeden mussten wir uns erstmal kundig machen. Von der Rasse hatten wir bis dahin noch nicht viel gehört. Sam trabte anfangs immer langsam nebenher und war lieb und anhänglich. Am 17.08. ging es zu Susi, der Hundefriseurin. Die brauchte tatsächlich von 11:00 bis 14:15 Uhr, bis der Hund geschoren war.

Unglaublich, welche Menge da runterkam. Und was soll ich schreiben… ab da lief er wie ein Welpe und fühlte sich sichtlich wohl!

Er sieht aus wie ein kleiner Eisbär, ein Teddy, ein Polarfuchs, ein weißer Wolf, sogar irgendwie wie eine Robbe – halt alles, was niedlich ist. Jeder, der ihn sieht, fängt automatisch an zu lächeln.
Das Unterfell war dermaßen verfilzt, dass dadurch offenbar sogar seine Bewegung eingeschränkt wurde. Nach der Rasur kamen aber auch große Beulen auf Sams Haut zum Vorschein. Es handelte sich um entzündete Talgdrüsen. Mann, einige von den Stellen waren fast so groß wie Golfbälle und mussten ihm ziemlich weh tun. Daniela übernahm die Versorgung der Stellen. Er bekam Zinksalbe, mit der die Stellen eincremt werden mussten, und Tabletten dazu. Die Stellen gingen auch alle bis auf eine zurück. Diese eine Entzündung verbreitete sich auf seiner gesamten linken Seite. Dort durfte man ihn nicht anfassen und wenn er die Treppe hinunter ging, konnte man sehen, dass es schmerzte. Wir berieten mit dem Tierarzt und der setzte eine OP für die folgende Woche an. Als es am Sonntag aber immer schlimmer wurde, riefen wir ihn an und er riet uns, Sam einfach anderthalb anstatt nur einer Schmerztablette zu geben. Wir hofften, dass die Stelle betäubt genug ist, damit er sie sich selbst öffnete. Sam ging ins Schlafzimmer und legte sich auf´s Bett. Wir sahen alle 30 Minuten nach ihm. Irgendwann gegen Mittag war es dann soweit. Ich kam ins Schlafzimmer und es sah aus wie in einem Horrorfilm. Das ganze Bett war voller Blut. Egal, uns fiel ein riesiger Stein vom Herzen, denn er hatte sich tatsächlich die Stelle aufgebissen und sah irgendwie erleichtert aus. Die OP wurde abgesagt und es gab nur eine Nachsorge beim Doc. Dort stellte er sogar einen wenige Wochen alten Retriever-Welpen in den Schatten – ganz das Herrchen, würde ich sagen.
Die mit in Auftrag gegebene Blutuntersuchung ergab keine bösen Überraschungen, lediglich die Schilddrüse zeigte eine leichte Unterfunktion. Also haben wir auch gleich sein Futter umgestellt. Und Sam entwickelte sich prächtig. Er verträgt sich mit Timmy, dem Cocker, Paul, dem Dalmatiner, Choco, dem Pony, und der Katze. Überhaupt hat er keinerlei Probleme mit anderen Tieren. Zuerst konnten wir ihn nicht am Halsband halten, dann zeigte er die Zähne und einmal war mein Handgelenk so schnell in seinem Maul, dass ich das gar nicht richtig mitbekommen habe. Aber er hielt es nur zwischen den Zähnen und guckte mich an. Da wurde mir das erste Mal bewusst, dass diese Rasse ja noch relativ jung vom Wolf abstammt…
Seine Eigenarten lernten wir auch recht schnell kennen. Er zuckte, wenn wir eine Tür oder eine Schranktür öffneten und er mochte nicht in den Keller gehen. Wir mögen uns gar nicht vorstellen, weshalb. Und er fährt gerne Auto und hat einfach immer Hunger.
Wenn wir die Wohnung ohne ihn verlassen, kläfft er einige Male und geht dann auf seine Decke. DAS sieht mal richtig gemütlich aus, wenn er mit dem Kopf auf seiner plüschigen Pfote liegt.
Anfangs fing er auch nachts an zu kläffen, wenn das Licht ausgemacht wurde. Dann lief er zur Balkontür und guckte den Mond an. Um ihm das wieder abzugewöhnen, haben wir (wie beim Hundeprofi im TV) eine Wasserpistole gekauft und ihn mit Wasser bespritzt, wenn er anfing zu kläffen. Nach 3 oder 4 Nächten war dann Ruhe. Seine aktuelle Marotte ist, dass er alles mit der Schnauze anstupst, wenn er aufgeregt ist. Da muss man aufpassen, dass er einen nicht aus der Wohnung aussperrt, wenn man sich die Schuhe im Hausflur anzieht und er weiß, dass es gleich Gassi geht.
Sam war auch schon einige Male mit Daniela in der Schule. Dort hat er zuerst im Auto geschlafen. In den Pausen ging sie mit ihm Gassi und als die ersten Schüler und Kollegen ihn entdeckt hatten, ging er anschließend mit rein. Kaum zu glauben – auch die größten Rüpel sind handzahm und vorsichtig mit Sam. Und selbst der Rektor besteht auf seine Einheit Sam-Streicheln.
Der letzte Winter war genau nach Sams Geschmack. Er freute sich über den Schnee und wollte nachts manchmal nur vor die Tür, um sich im Schnee zu wälzen. Für diesen Anblick unterbricht man gerne seinen Schlaf und geht in die Kälte.

Zum Ende des Winters bekam er eine Ohrenentzündung und wir gingen wieder zum Tierarzt. Der verschrieb uns Panalog, ein spezielles Medikament der Firma NOVARTIS für Entzündungen im Ohr. Dabei dachten wir uns noch nichts. Als er jedoch Daniela`s Mutter in die Hand biss und die Wunde im Krankenhaus versorgt werden musste, hinterfragten wir das Verhalten. Es stellte sich heraus, dass das Medikament einen Wirkstoff enthält, der zu Taubheit führen kann, wenn das Trommelfell beschädigt ist. Unser Hund hatte offensichtlich einen Hörsturz erlitten, war taub geworden und hat sich dermaßen erschrocken, dass er zuschnappte. Wie bitte? Das kann doch wohl nicht sein, dass ein Medikament, welches gegen Ohrenentzündungen verschrieben wird, zu Taubheit führen kann? Recherchen und zwei Telefonate mit NOVARTIS bestätigten es. Allerdings ist das laut NOVARTIS so unwahrscheinlich, dass auf der aktuellen Packungsbeilage nicht mehr darauf hingewiesen wird. Wir haben eine ältere Packungsbeilage im Internet gefunden, auf der die Nebenwirkungen wenigstens auf lateinisch (!!!) aufgeführt sind. Da er nicht mehr hören konnte, mussten wir lernen, ihm seine Kommandos anders verständlich zu machen und stiegen auf “Zeichensprache” um. Eine Riesen-Sauerei, denn mittlerweile hört er zwar wieder etwas, aber offenbar nur auf dem rechten Ohr, denn er dreht sich immer nach rechts, egal von welcher Seite man ihn ruft. Wir hoffen auf eine weitere Verbesserung seines Gehörs.
Es ist unbeschreiblich entspannend, mit ihm durch die Felder oder am Strand spazieren zu gehen. Er entfernt sich nie so weit, dass er uns nicht mehr sehen kann und ist der erste Hund, den ich kenne, der von selbst an die Leine will. Bei den Spaziergängen ist uns aufgefallen, dass er manchmal etwas eigenartig geht. Also ging es ab zur Hunde-Physiologin – was tut man nicht alles… Dort wurde festgestellt, dass seine Haut am Rücken mit der Wirbelsäule “verwachsen” ist. Er bekommt nun Massagen und Reizstrom. Das tut ihm richtig gut und er wird immer agiler.
Wir hatten ihn auch schon mit zum Strand und konnten feststellen, dass er selbst bei großer Wärme ein kühles Fell behält.
Zum Fischhallenlauf am 15.05. begleitete er die Groupies und steigerte deren Wiedererkennungswert noch weiter. Nun haben auch die Groupies ein Maskottchen.
Wir haben wieder einmal großes Glück mit unserer Schmusebacke gehabt und es geht mir immer wieder das Herz auf, wenn er ankommt und die Pfote gibt oder den Kopf auf die Beine legt. Achja…
Wir hoffen, dass er uns noch ganz, ganz lange erhalten bleibt.

Einige Bilder von Sam gibt`s hier.

Januar 2010

Was für ein Start ins neue Jahr.

Wir feierten am Strand von Kellenhusen und es war wieder einmal prima. Um 0:15 Uhr, wenn die Laute angestoßen und ihre Raketen abgeschossen haben, gibt es ein Feuerwerk von der Gemeinde – sehr schön. Da wir klare Sicht über die Lübecker Bucht hatten, konnten wir nebenbei die Feuerwerke an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern beobachten. Einmalig.

Und weil der Sand gefroren war, fielen einige Knaller-Batterien mit Leuchtkugeln um und flogen zwischen die Menschen. Das war nicht so witzig. Auch unser Platz wurde, nachdem wir etwa 10 Meter weitergegangen sind, von einer solchen Ladung getroffen. Gut, dass wir uns gerade eine Minute vorher umgestellt hatten. Wie schon in den letzten Jahren wurden auch einige Raketen zu tief in den Sand gesteckt und angezündet. Dann explodierten sie eben am Boden. Das ist gar nicht so ungefährlich, wenn Betrunkene Silvester feiern. Passiert ist aber zum Glück nichts weiter, außer so manchem Schrecken. Gegen 3 Uhr waren wir wieder zu Hause.

Der für Silvester angekündigte Schnee kam dann gestern Abend und wurde über Nacht immer mehr. Ein Wintermärchen oder auch ein „Traum in weiß“.

Nachdem das Auto regelrecht freigeschippt wurde, ging es auf fast leeren Straßen zum Einkaufen. Da war auch nichts los.

Unglaublich, wie schön das alles aussieht. Wir mussten erst mal massenhaft Fotos machen. Eine Auswahl steht hier.

Groupie Daniela machte gleich mal einen Schnee-Engel und sprang rückwärts in den Schnee. Darin versank sie dann aber und ich konnte erst filmen, als der Lachanfall vorbei war. Das Ergebnis seht Ihr hier – ist sogar ein Schnee-Engel erkennbar.

Ein Sommerreifen-Kandidat von nebenan fuhr von seiner geräumten Auffahrt und schon nach 5 Metern war Schluss. Die Räder drehten durch und er blockierte die Straße, weil er quer zur Fahrbahn stand. Offenbar wollte er mit dem Wagen allen Ernstes weiterfahren, wo es doch schon direkt vor der Tür nicht wirklich vorwärts ging…

Als ich meine kalten Hände ausgeschüttelte habe, ist es passiert: Mein goldener „Uschi-Ring“ ist abgeflogen und irgendwo in einer riesigen Schneewehe verschwunden. Ach nöö, ich nehme ihn doch eigentlich ab, wenn es kalt ist, weil meine Finger dann immer so dünn werden, nur diesmal nicht. Na toll, wir also erst mal grob den Pulverschnee durchsucht – nichts zu finden. Also hoch in die Wohnung und einen Eimer mit Schaufel geholt. Ich hätte die ganze Schneewehe abgetragen und in der Wanne schmelzen lassen. Brauchte ich aber gar nicht, denn schon in der ersten Ladung Schnee kam er zum Vorschein. Nun hängt der Ring wieder am Schlüsselbund. Und wenn es wärmer wird, passt er wieder wie angegossen.

Jetzt ist Daniela schon wieder vor der Tür und will den Welt-schönsten Schneemann bauen. Ich bin gespannt und darf erst gucken, wenn sie fertig ist.

Hotte

 PS   Da ist sie ja. Ein Traum von einer Schnee-Frau – im Karibik-Look mit Sektglas und Pumps.

Happy New Year

Wir wünschen Euch allen einen Guten Rutsch in

ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2010.

August 2009 – Sauna statt Strand

Hm, dieses Wochenende verlief doch etwas anders als geplant.

Los ging es bereits am Donnerstag, als ich nach der Arbeit noch laufen wollte. Mein Zeitplan war bereits am Nachmittag dahin und ich ging erst zum Blut spenden und verschob das Laufen auf Freitag früh.

Am Freitag ging es dann tatsächlich um 6 Uhr raus für einige Runden durch den Park. Die Zeiten waren nicht berauschend, aber wer erwartet das zu dieser frühen Stunde schon? Das Trainingspensum wird gerade etwas umgestellt. Die Einheiten werden kürzer, dafür schneller – jedenfalls in der Theorie. Freitag früh wurde nur der erste Teil umgesetzt.

Abends waren Daniela und ich zum Grillen eingeladen. Das war richtig lecker und ein wirklich netter Abend. Danke noch mal nach Grube an Sandra und Marco.

Samstags sollte es dann den ganzen Tag an den Strand gehen. Ein morgendlicher Blick aus dem Fenster ließ uns diesen Plan aber auf den Nachmittag verschieben. Dunkle Wolken, Wind und im näheren Umfeld schon Gewitter. Das kam dann gegen Mittag auch zu uns und wir mussten einen neuen Plan schmieden. Unsere Wahl fiel auf die Sauna. Ende August und Sauna? Ein äußerst gewöhnungsbedürftiger Gedanke, aber nicht ohne Reiz.

Wir fuhren im Laufe des Nachmittags hin und es war ziemlich voll. Nach einigen Sitzungen in der 65, 85 und 95 Grad-Sauna sowie dem Dampfbad und einigen Runden im Eisbecken und Schwimmbad, die nur durch ausgiebige Pausen im Ruheraum unterbrochen wurden, waren wir nach fast 5 Stunden wieder zurück. Herrlich.

Zum anschließenden Besuch der Kult(o)urnacht in Heiligenhafen, waren wir viel zu entspannt. Also ging es nur noch für Pizza und DVD auf die Couch.

Gelaufen wird dann heute Abend wieder eine kurze aber schnelle Runde.

Mitternachtslauf in Heiligenhafen 2009

Am Freitag war es wieder soweit – der Heiligenhafener Mitternachtslauf fand zum 21. Mal statt.

Natürlich waren die Groupies und ich auch wieder dabei. Vorher kamen noch einige Kollegen und Jessica, eine Freundin aus Dithmarschen, zur „Pasta-Party“ vorbei, um bei hervorragendem Laufwetter gestärkt auf die 10 Kilometer lange Strecke zu gehen.

 

Die Strecke

Diese führte vom Start auf dem Sportplatz über den Markt und ehemaligen Bahnhof zurück in Richtung Sportplatz. Hierbei war die erste langgezogene leichte Steigung zu absolvieren.

Bei Km 2 ( Zwischenzeit: 8:45 – trotz „Stau“ am Start ) ging es etwas kürzer, dafür steiler, hoch zur Feuerwehr und die Feldstraße entlang zum Wachtelberg. Etwa bei Km 3 ( das weiß ich, weil einige Kinder nicht müde wurden, zu rufen, dass „schon 3 Kilometer geschafft sind“ ) begann der Aufstieg zum höchsten Punkt der Strecke. Aber wer irgendwo rauf rennt, muss bei einem Rundkurs auch wieder runter. Also ging es nun stetig bergab. Bei Km 4 hatte ich Heimspiel beim Heimrennen, denn es ging direkt durch meine alte Nachbarschaft und am Elternhaus vorbei. Und da ich extra das eigens für diese Stelle gedruckte Shirt anhatte, war ich leicht zu erkennen und hätte bei soviel Zurufen fast noch auf ein Schwätzchen mit Familie und Nachbarn angehalten. Aber die gute Startzeit sollte ausgenutzt werden und die Seitenstiche gehen hoffentlich gleich wieder weg.

Ab hier verlief die Strecke fast auf normal null und es ging weiter in Richtung Hafen. Hier ist immer richtig viel los. Hinter dem Gill Hus bogen wir dann auf die Strandpromenade ein und liefen diese bis zum Ferienpark. Nachdem wir den passiert hatten, ging es noch einige 100 Meter am Binnensee weiter und dann rechts den Wildkoppelweg hoch. Der verlangte einem noch einmal die Reserven ab. Nach etwa 200 Metern bogen wir wieder auf den Sportplatz für die letzte Stadionrunde ein und waren im Ziel. Geschafft!

Die Becher in diesem Jahr sind orange mit roter Schrift und kamen sehr gut an.

 

Die Groupies

Die Groupies waren diesmal mit Leuchtweste, rotem Blinklicht und dem Megaphon unterwegs. Daniela hatte irgendwie etwas von einer professionellen Schülerlotsin.

Das erste Mal ertönte das Megaphon mit dem typischen „Ole Ole Ole“ am Marktplatz. Hier war noch alles locker. Als nächstes standen sie am Ende des Wachtelberg-Anstiegs. Sie lieferten sich ein akustisches Duell mit einer Fanfare, die aber deutlich leiser war als das Megaphon. Hier taten die Anfeuerungsrufe schon richtig gut. Ein kurzes Lächeln aufgesetzt und weiter geht`s. Um auch alle freenet-Läufer unterstützen zu können, ließen sie den Hafen als weiteren support-point ausfallen und teilten sich zum Ende des Rennens auf. Während Daniela im Zielbereich anfeuerte, scheuchte Rüdiger uns den Wildkoppelweg hoch.

Ohne die Groupies an der Strecke hätte ich vielleicht zwischendurch ein Päuschen gemacht, denn nach dem hohen Starttempo gingen die Seitenstiche einfach nicht weg. Ein großes DANKESCHÖN geht also wieder einmal an die besten Fans der Welt. Die Idee, das Seitenstechen verursachende Zwerchfell einfach rausnehmen zu lassen, ist aber ziemlich schwierig umzusetzen. Dann muss ich eben besser auf die Atmung achten.

Nach dem Rennen saßen wir alle noch auf ein Getränk zusammen.

Mein besonderer Dank gilt Groupie Daniela, die das Essen gemacht hat. Es war sehr lecker und wer weiß, welche Endzeit ich ohne die Nudeln erreicht hätte.

 

Die Zuschauer

Ziemlich einzigartig ist die Beteiligung der Zuschauer bei diesem Lauf. Man hat den Eindruck, die ganze Stadt ist auf den Beinen. Überall ( vor allem an einigen sehr dunklen Ecken ) wird die Weihnachtsbeleuchtung rausgekramt und an der Strecke angebracht. Viele Anwohner grillen vorher und stehen dann pünktlich an der Strecke, um Getränke anzubieten oder einfach nur die Läufer anzufeuern. Kinder dürfen endlich mal nachts Krach machen, da gehen auch einige Kochtopfdeckel als Schellen. Und immer wieder wird einfach die Stereoanlage aufgedreht und Musik gehört. Vor allem am Hafen und im Ferienpark stehen sie dicht gedrängt. Und wenn ein Läufer sie auffordert, für ihn zu jubeln, wird das auch gleich umgesetzt. Einfach toll.

 

Die Kollegen

Gruppe

Wir - nur Harald fehlt noch

Aus Kiel kamen 6 Kollegen um kurz nach 19 Uhr an. Nur Harald hatte erst später Zeit und kam nach. Dabei nahm er die „Abkürzung“ über Pönitz und war gerade noch pünktlich zum Start da. Außerdem besuchte uns Jessica aus Nordhastedt über das Wochenende und ging ebenfalls mit an den Start.

Die Spaghetti waren lecker und kamen gut an. Der „Streckenrekord“ einer Teilnehmerin lag definitiv nicht an den Spaghetti. Eher an der ungewohnten Mahlzeit vor dem Rennen.

Die Zeiten waren bei allen OK und im Rahmen der Erwartungen. Durch die Verzögerungen der Zeitnahme beim Start sind sie auch nur bedingt vergleichbar.

Gerne könnt Ihr wiederkommen.

 

Der Tag danach

Nachdem wir gegen 3 Uhr zu Bett gingen, standen wir auch erst um 11 Uhr am Samstag auf. Die Beine zwickten etwas, aber das war in Ordnung. Einigkeit herrschte über ein ruhiges Tagesprogramm – Regeneration war angesagt.

Wir buchten uns also auf der Alten Liebe“ für eine Schiffstour von etwa einer Stunde ein. Herrlich. Wir fuhren bis kurz vor die Fehmarn-Sund-Brücke und wieder zurück.

Anschließend gingen die Mädels noch an den Strand, während ich auf Familienbesuch im elterlichen Garten weilte. Abends gab es immer noch Spaghetti – diesmal als Auflauf – und dazu ein Gläschen Wein. So macht das Laufen Spaß.

Schade, dass es jetzt wieder 1 Jahr bis zum nächsten Mal dauert.

Einige Bilder gibt es hier.