Schlagwort-Archive: Hamburg

On the Road again…

Nach einer längeren Trainings- und Laufpause geht die neue Saison so langsam wieder los. Da auch die Groupies ziemlich eingespannt sind, wurde das einmal als Geburtstagsgeschenk gestartete Fan-Projekt “Hotte`s Lauf-Groupies” wieder eingestellt. Wenn es passt, sind sie bestimmt auch mal wieder an der Strecke dabei, eingeplant werden sie aber nicht.

Am vergangenen Wochenende stand gleich ein Doppelstart auf dem Programm: der Firmen-Cup Schleswig-Holstein und der Hamburg Marathon.

Samstag fand der Firmen-Cup Schleswig-Holstein auf dem Nordmarksportfeld in Kiel statt. Während einige Kollegen beim Fußballturnier und andere beim Volleyballturnier antraten, ging ich zusammen mit Mario und Falko als avocis Laufgruppe auf die 5 Kilometer lange Hindernisstrecke. Dabei galt es auf dem 2,5 Km langen Rundkurs verschiedenste “Hürden” zu überwinden. Gleich zu Beginn mussten wir durch einen knietief mit Sand und Wasser gefüllten Container stapfen und hatten den Rest des Laufes ziemlich schwere Füße. Anschließend ging es eine Rutsche runter, die immer wieder mit Wasser und Spülmittel glatt gehalten wurde. Super, jetzt war auch die restliche Kleidung nass. Insgesamt gab es 14 Hindernisse, von denen einige an einen Millitär-Parcour erinnerten. Hervorzuheben ist hier vor allem die Norder-Wand – eine ca. 2m hohe Bretterwand. An der hing so mancher Teilnehmer wie ein nasser Sack…
Bei dem Wettbewerb stand der Team-Gedanke im Vordergrund und nicht die Zielzeit. Also, beschlossen wir, den gesamten Kurs als Gruppe zu absolvieren und auch zu beenden und gingen es ruhig an. Unsere Zeit von 53:20 Min. war absolut nebensächlich und hatte den Vorteil, dass Christiane jede Menge Fotos schießen konnte. Vielen Dank dafür.
Durch diesen Hindernislauf auf den Geschmack gekommen, haben wir drei uns für den Urbanathlon in Hamburg am 25.08. angemeldet. Das wird bestimmt der Hammer.

Am Sonntag durfte ich dann als Schlussläufer die mobilcom-debitel Staffel beim Hamburg-Marathon unterstützen. Eigentlich hatte ich mir nach meinem ersten und einzigen Marathonstart vor einigen Jahren vorgenommen, nie wieder über 42 Km an den Start zu gehen – aber eine Staffel ist etwas anderes.
Um ihre Firmenstaffel nicht ausfallen lassen zu müssen, rief Connie 10 Tage vor dem Lauf an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, in Hamburg mit zu laufen. Spontan sagte ich zu und es war klasse.
Früh morgens ging es nach Hamburg, wo auf dem Heiligengeistfeld schon richtig viel Trubel herrschte. Von den anderen drei Staffelläufern kannte ich nur noch Mike, unseren Startläufer. Mit Mounir und Matthias wurde die erwartete Wechselzeit vorher per E-Mail geklärt. Wir trafen uns mit weiteren Läufern der mobilcom-debitel um 8:00 Uhr und verteilten die Startunterlagen. Unsere Staffel hatte die Nummer 20216.
Der Staffelwettbewerb fand erstmalig statt und es gab gleich über 1000 Staffelanmeldungen. Die 4 Abschnitte waren unterschiedlich lang, sodass eigentlich jeder mitmachen kann: 14,8 Km + 10,6 Km + 5,3 Km + 11,5 Km. Als Staffelstab diente der Transponder, der am Fußgelenk befestigt und beim Wechsel übergeben werden musste.
Los ging`s um 9:00 Uhr. Das Wetter war toll zum Laufen – sonnig und leicht windig. Die Staffelläufer fuhren dann mit der U-Bahn zu ihren Startpunkten. Das war schon eigenartig: die Bahnen waren rappelvoll – nur mit Läufern und Fans. Während wir Staffelläufer warteten, konnten wir die schnellen Läufer anfeuern. Unglaublich, wie schnell die noch waren, denn ich stand immerhin bei Kilometer 31!
Matthias war 10 Minuten schneller als vorhergesagt und nun konnte auch ich  endlich die wahnsinnig tolle Stimmung auf der Strecke genießen. Gleich nach wenigen hundert Metern fiel einer Zuschauerin auf, dass ich ja noch ziemlich frisch aussah… Die Zuschauer waren überhaupt das Beste. Da wurde mit allem Lärm gemacht, was sich im Haushalt finden lässt und so manches Brunch an den Straßenrand verlegt. Herrlich. Wer auf den letzten Kilometern eine Aufmunterung oder etwas zu Trinken brauchte, hat es sofort bekommen. Außerdem machten sie jeden Spaß mit: Ein Läufer verlangte etwa bei Km 38 einen Schluck Sekt als Entschädigung dafür, dass bei den Fans am Straßenrand Brother Louie von Modern Talking lief. Und er bekam ihn umgehend.
Auch die Schilder und Transparente waren wieder super. Neben unzähligen Aufmunterungen wie “Papa/Mama/Schatz, Du schaffst das” und ähnlichen, blieb mir ein Spruch besonders in Erinnerung. Kurz vor dem Ziel humpelten zwei Läufer an einem Transparent mit dem wohl passendsten Spruch für den Marathon vorbei: Schmerz geht, Stolz bleibt. Was für ein Bild…
Etwa 300m vor dem Ziel warteten die übrigen Staffelläufer, damit das gesamte Team die Ziellinie überqueren konnte. Eine wirklich schöne Idee. Uns fehlte zwar ein Läufer, aber wir übrigen drei haben die letzten gemeinsamen Meter über den roten Teppich genossen und waren einfach nur glücklich, dabei gewesen zu sein. Am Ende stand eine Nettozeit von 4:00:37 h auf der Uhr und ich bin sicher, dass dies nicht meine letzte Teilnahme an einem Staffel-Marathon war.

Zieleinlauf der Staffel

Da wir im Büro gerade einen Laufkalender für 2012 entwickeln, stehen diesen Sommer auch Läufe in Berlin und Rostock auf dem Plan. Dort hat der avocis Konzern ebenfalls Standorte und die Läufer können sich so konzernweit kennen lernen und austauschen. Mal sehen, ob das klappt.

Mein nächster Start ist am kommenden Sonntag beim Ottendorfer Kanallauf. Bis dahin sind auch die Beine wieder frisch.

Advertisements

Weinmesse VinoRell

Gestern fand die VinoRell, eine Weinmesse, in Rindchen`s Weinkontor in Bönningstedt bei Hamburg statt. Groupie Daniela lud mich dazu ein. Ebenfalls dabei waren Groupie-Mutter Sigrid und Fast-Groupie Uwe. Ich hatte mich als Fahrer angeboten, damit die anderen drei sich einmal durch die Weine probieren konnten.
Bevor es losging schauten Daniela und ich noch einmal bei Choco, ihrem Pony aus der Reitbeteiligung vorbei. Obwohl, ein Pony ist es ja eigentlich nicht – eher schon ein richtiges Pferd. Jedenfalls ist es ziemlich hoch, wenn man drauf sitzt.
Pünktlich um 10:30 Uhr fuhren wir los. Das Fast-Groupie nahm als Navi auf dem Beifahrersitz platz und las vom ausgedruckten Routenplan ab. Auf den Meter genaue Angaben waren etwas übertrieben, aber er war mit vollem Einsatz dabei. Trotz einiger Widerworte, 2x Wenden, 1x Nach-dem-Weg-fragen und diversen “dann fahr doch alleine weiter…”, war es äußerst unterhaltsam mit dem “Uwe Uwe 1.0“ ( in Anlehnung an ein bekanntes Navigatins-Modell mit Doppelnamen ).
Als wir das Weinkontor erreichten, hatte es angefangen zu regnen, doch wir fanden noch einen Parkplatz direkt vor der Tür. Glück braucht das Groupie.
Drinnen war es ziemlich eng, auch wenn noch nicht alle Besucher da waren. Die Messe fand nämlich zum großen Teil zwischen den Hochregalen des Lagers statt. Das wunderlich, weil ein Teil der Halle frei und trotzdem abgesperrt war. Lediglich einige Partygarnituren waren dort abgestellt. Die ein oder andere Bank hätte ich auch gut gebrauchen können, denn Sitzgelegenheiten gab es keine.
Der für Daniela wichtige Südafrika-Stand war einer der wenigen, die sich nicht zwischen die Regale quetschen mussten sondern an der Stirnseite der Halle aufgebaut waren. Dadurch war dort etwas mehr Platz, was die meisten Besucher bemerkten und man doch wieder dicht an dicht stand.
Gegen Ende hätte Daniela fast noch einen gesamten Stand mit hochwertigen Bränden und Rumsorten umgerissen, als sie einen Zettel aufhob. Passiert ist aber nichts, außer dass der Aussteller einige Schrecksekunden zu überstehen hatte, als sein Stand ins Wanken geriet.
Um kurz vor 18 Uhr machten wir uns auf den Heimweg, den ich wesentlich besser kannte, weil wir den Weg am Hamburger Flughafen vorbei nahmen.
Ein wirklich lustiger Tag ging mit “Wetten Dass…?“ und einem Glas Rotwein zu Ende.

Piraten kommen nicht in Deutschland vor Gericht

Die am Horn von Afrika aufgegriffenen Piraten kommen nun doch nicht in Hamburg vor Gericht. Die Hamburger Staatsanwaltschaft, die bei Einsätzen der deutschen Marine für Straftaten auf hoher See zuständig ist, verfolgt eine Überführung der 9 mutmaßlichen Piraten aus Somalia nicht weiter.

Ihnen wird wegen eines gemeinschaftlichen Angriffs auf den Seeverkehr in Kenia der Prozess gemacht.

Die Übereinkunft zwischen Kenia und der EU über die Auslieferung der im Rahmen der Mission „Atalanta“ gefangenen Piraten war erst nach der Festsetzung der Betroffenen in Kraft getreten.

Nach umfangreichen Recherchen verschiedener Ministerien ist das Abkommen auch auf diesen Fall anwendbar. In Kenia seien die „Mindeststandards bei der Durchführung eines Strafverfahrens“ gewährleistet und Piraterie ist auch dort strafbar. Ein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung besteht durch diese Lösung nicht mehr.

Die Fregatte „Rheinland-Pfalz“ liefert die gefangen gehaltenen Tatverdächtigen nun in der kenianischen Hafenstadt Mombasa an die dortigen Behörden aus.

Der Trip nach Hamburg zur Weinshow

Daniela hatte für Sonntag, den 08.10. zwei Karten für eine Messe mit südafrikanischen Weinen in Hamburg bekommen. Das gute war, dass bis 14:00 Uhr nur Händler und Aussteller Zutritt hatten – und wir. Danach konnte jeder für 10 € Eintritt Weine probieren, bis der Arzt kommt ( der kam übrigens wirklich, weil ein Opa 2x umkippte aber meinte, es gehe ihm gut… ).
Der Zug ging morgens um kurz nach 8. Wir erlebten auch gleich das freundliche Bahnpersonal, das in Form einer Frau in Uniform durch unseren Waggon kam und alle Fahrgäste als Schweine beschimpfte, weil ein Jugendlicher den Fuß auf dem Sitz hatte. Naja, ich hätte auch keinen Bock, Sonntag morgens zu arbeiten, aber so geht’s nicht. Ein Sekt zum Frühstück und noch einen im Zug gekauft und die Stimmung steigt. Kaum in HH angekommen, stellten wir gleich wieder fest, dass diese Stadt frühmorgens stinkt. Nicht so wie Kiel manchmal im Sommer, eher so wie Kiel im Sommer + Müllkippe. Großstadt eben. Als wir auf der Messe ankommen, sind dort etwa 55 Stände verschiedener Winzer aufgebaut. Das ist ja wie im Paradies. Wir bekommen unsere Akkreditierung und los geht’s.
Am Anfang noch etwas zaghaft, führen wir nach der x-ten Probe köstlichen Weines Gespräche über Weinanbau und Südafrika sogar auf englisch. Daniela hat einen Sommer auf einem Weingut gearbeitet und war schon mehrfach in Südafrika. Sie hat also immer ein Thema, über das sie sich unterhalten kann. Ich konzentriere mich da eher auf die Weine selbst. Und weil wir die Spuknäpfe meiden, bemerken wir gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Plötzlich ist es 18:00 Uhr und die Aussteller verschwinden, ohne ihren Wein mitzunehmen. Wir hatten vorher erfahren, dass die Show weiterzog nach London und die Weine dort schon vor Ort sind. Es wurden also die meisten Flaschen geöffnet und weggeschüttet, weil es sich um unverkäufliche Messemuster handelte. Das darf doch nicht wahr sein. All diese leckeren Weine. Auf Nachfrage erfuhren wir, dass wir einfach die Weine, die uns gefallen, mitnehmen sollten. Alles klar, nachdem Daniela noch ein aufrüttelndes und sehr sehenswertes Video abgedreht hat, nahmen wir einige Weine und machten uns auf den Heimweg. In der U-Bahn rappte sie noch ein wenig über Hamburg und irgendwann fielen wir zu Hause müde und erschöpft ins Bett. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei.