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Mein erstes Mal… Sylt

Gestern hatte ich frei und auch noch Geburtstag. Das Wetter war fantastisch und passte so gar nicht zur Arbeit am Schreibtisch. Und weil dieses Jahr alles irgendwie anders und keine Feier geplant ist und ich noch nie auf Sylt war, kam mir dieser Anlass doch gerade recht. Sylt, ich komme…
Los ging`s morgens um 9:00 Uhr vom Bahnhof in Kiel. Bis Husum bestand der Zug nur aus zwei Waggons. Die waren restlos gefüllt, denn eine Gruppe Rentner hatte dieselbe Idee. Ich saß mit drei Landwirten aus der Gruppe zusammen. Das war echt lustig, denn immer wenn ein Trecker oder Mähdrescher zu sehen war, wurde er kommentiert. Nebenbei tauschten sie sich über Solaranlagen, Windräder, Bio-Gas-Anlagen und Bodenqualität aus. Ich wurde darüber aufgeklärt, dass der Landwirt heutzutage Energie anbaut und keine Nahrungsmittel. Die Zeit verging dank der netten Runde recht schnell und in Husum hatten wir direkt Anschluss nach Westerland. Gegen 11:30 Uhr waren wir da.
Mit einer Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel ausgestattet führte mein erster Weg nach Kampen. Da hat echt jedes Haus ein Reetdach und mindestens eine Luxus-Karosse davor.

Ich wanderte durch die riesigen Dünen mit den Villen darin (da stehen aber auch Hütten…) runter zum Watt. Es war Flut und der Strand sah aus wie jeder andere. Egal, es war schließlich das Watt und da spazierte ich 10 Minuten durch.
Dann war Mittagszeit und da musste ich einfach zur nördlichsten Fischbude Deutschlands: zu Gosch nach List.

Für 8,50€ gab es Backfisch mit Kartoffelsalat und ein Alster. Da saß ich nun an meinem Geburtstag bei strahlendem Sonnenschein im “Home of the Kieler Woche Gosch-Schiff”. Das war klasse, denn an das Gosch-Schiff habe ich nur tolle Erinnerungen mit den Groupies. Und weil ich die Groupies gerne dabei gehabt hätte, sie aber nicht da waren, wurde dieser Moment doch ein wenig getrübt. Die Gäste hier auf Sylt sind in etwa dieselben wie auf der Kieler Woche. Ein wenig small Talk mit den Tischnachbarn – schönen Tag noch – und weiter ging`s.

Wenn ich schon auf Sylt bin, dann soll es auch an den Strand gehen. Mir wurde der von Hörnum am anderen Ende der Insel empfohlen. Der Strand ist schön und man liegt zu Füßen eines Leuchtturms. “Das klingt gut”, dachte ich und stieg in den nächsten Bus. Der Strand war fast leer. Herrlich, ich legte mich mittenrein und gönnte mir ein Beck`s Gold. Genau so hatte ich mir das vorgestellt.

Nach etwa drei Stunden dösen in der Sonne stand das Highlight meiner Sylt-Tour an: die Sansibar. Über diesen Laden hatte ich schon viel gehört und es muss ja nicht immer gleich Bill Gates, Larry Page oder Mark Zuckerberg sein. Genauso gut ist die Geschichte von Herbert Seckler. Er fing mit einer Imbissbude in den Dünen von Sylt an und schuf ein kleines Sansibar-Imperium. Auf dem Parkplatz standen allerlei Porsche, Bentley und auch ein Maserari und ich befürchtete schon, underdressed zu sein. Aber was dann kam, ist wohl ziemlich einzigartig. Die Sansibar hat ein Restaurant und einen Außenbereich. Dieser Außenbereich besteht aus massiven Holzbänken und Tischen, die vor das Restaurant in den Sand der Dünen gestellt wurden. Drinnen waren alle Plätze reserviert, aber bei diesem super Wetter wollte ich eh lieber draußen sitzen. Ein Plätzchen für eine Person war fix gefunden. Da der Innenbereich noch leer war, mussten die Besitzer der Luxuswagen hier draußen sitzen. Erkennen konnte man sie nicht. Irgendwie sahen hier alle aus, als ob sie direkt vom Strand kommen würden. Da passte ich prima zu. Am Nachbartisch wurde ein runder Geburtstag gefeiert und der Kellner zeigte – wie von den älteren Damen gewünscht – seine Waden. Die Kellner sehen aus wie die Gäste und tragen keine einheitliche Kleidung. Ihre Rauchpausen machen sie auch schon mal bei den Gästen am Tisch. Herrlich ungezwungen das ganze. Preislich ist die Sansibar allerdings wenig erschwinglich. Nun gut, man hat ja nur einmal im Jahr Geburtstag. Da ich zu diesen Preisen keine Experimente beim Essen machen wollte, wurde es ein Wiener Schnitzel mit Pommes. Genauer gesagt bekommt man sogar zwei Wiener Schnitzel – satt wird man auf jeden Fall. Dazu ein leckerer Weißwein – das Leben kann so schön sein…

Die Einstiegsfrage auf Sylt scheint immer zu lauten, wie lange im Jahr man denn da sei. Als Tagesgast stach ich da aus der Masse heraus, denn alle an meinem Tisch hatten eine Wohnung oder ein Haus auf der Insel. Es war ein sehr angenehmer Abend mit netten Leuten. Nach zweieinhalb Stunden in der Sansibar ging ich noch für eine Stunde an den angrenzenden Strand und genoss den Sonnenuntergang.
Um Mitternacht war ich zurück in Kiel.
Das Fazit des Tages lautet: Sylt, ich komme gerne wieder.

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Projekt „Lauf-Groupies“ ist eingestellt

Nach einer tollen gemeinsamen Zeit und vielen schönen Lauf- und Fan-Erlebnissen, wurde das Projekt „Groupies“ eingestellt.

Uschi und Digger ( aka „Das Model und der Roadie“ ) – ihr seid die besten Groupies, die man haben kann.

Kommentare wie „Er sieht noch ganz locker aus…“ oder „Schneller, den holst Du noch…“ waren ebenso motivierend wie Eure reine Anwesenheit an der Strecke, bei der ich mir einfach keine Blöße geben konnte/wollte und die mir Flügel verlieh.

Wir hatten wirklich viel Spaß zusammen. Daher bin ich auch echt traurig, dass wir unser Projekt „Lauf-Groupies“ aus privaten und zeitlichen Gründen einstellen müssen.

DANKE für all` die Unterstützung und Aufmunterung an und abseits der Laufstrecken des Nordens. Ich werde das „Oleee-Ole-Ole-Oleeeee…“ aus dem Megaphon ebenso vermissen wie Euren Schlachtruf „Lauf, Hotte, lauf…!!!“.

Der nächste Titel gehört Euch.

4ever Urs, Hotte

Happy New Year

Wir wünschen Euch allen einen Guten Rutsch in

ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2010.

Allen Lesern, Läufern und Lauf-Groupies ein frohes Weihnachtsfest!

So schnell ist wieder ein Jahr vorbei, dass man mit dem Schreiben von Weihnachtsgrüßen erst am Heiligenabend anfängt 😉

Auch vom Lauf-Roadie und einfach mal stellvertretend im Namen des hier bislang eher stumm gebliebenen Ober-Groupies (Erster fremdbestimmter Vorsatz für das neue Jahr steht schonmal! 😛 ) ein „Frohes Weihnachten“ an alle Leser und Lauf-Enthusiasten. Ich freue mich ganz persönlich, dass das Lauf-Groupie-Blog soviel Resonanz erfährt und beglückwünsche Hotte dafür, der hier nahtlos die Autorenschaft übernommen und mich damit enorm entlastet hat!

Die Lauf-Groupies waren wieder durchaus erfolgreich in diesem Jahr und haben Usain „Running Hot(te)“ Hielscher sogar auf das ein oder andere Treppchen getrieben – wie immer hat es an der Strecke enorm Spaß gemacht, unser Einsatz mit Megaphon auch von manch Hotte-Konkurrentem mit einem dankbaren Lächeln oder Winken honoriert.

Uns allen ein paar frohe Feiertage und einen guten, gesunden und erfolgreichen Rutsch ins neue Jahr!

R-Digger
Lauf-Roadie

Nikolauslauf und Weihnachtsfeier – der Jahresausklang 2009

Gestern fand der 26. Nikolauslauf in Klausdorf statt. Es ging auf 10,1 Km über Asphalt und durch den Wald. Herrlich, denn es hatte in den letzten Tagen immer mal wieder geregnet und dadurch wurde es ein 1. Klasse Cross-Lauf. Durch einige Unklarheiten bei der Sammelanmeldung für die neue Firma war ich quasi schon in der Winterpause und unterbrach sie für diesen Lauf.

Bereits am Samstag fand die Groupie-Weihnachtsfeier im Vapiano in Kiel statt. Nachdem wir vorher im Kino waren und „G-Force“ in 3-D gesehen hatten, schlenderten wir noch eine Runde über den Weihnachtsmarkt und gönnten uns einen Glühwein, ehe es ins Vapiano ging. Obwohl es bis auf den letzten Platz gefüllt war, wurde genau dann ein Tisch frei, als wir suchend davor standen. Wie sagte Daniela so passend?: „Glück braucht das Groupie.“

Und genauso wie der Abend begann, ging er auch weiter. Es gab lecker Essen und etwas Rotwein dazu, wunderbar. Wir hatten viel Spaß, ließen das Läufer/Groupie-Jahr 2009 noch einmal Revue passieren ( erwähnt sei hier nur der Doppelerfolg mit Daniela beim Wald- und Wellenlauf in Kellenhusen ) und schmiedeten Pläne für die kommende Saison. Wer uns im Dezember eine Reise nach Las Vegas zum Santa-Run zahlen will, melde sich bitte.

Am Sonntagmorgen fiel das Aufstehen ziemlich schwer. Draußen war es nass und kalt und das Bett doch so kuschelig warm. Außerdem wirkte der Wein etwas nach. Wenigstens regnete es nicht, eigentlich war es sogar sehr gutes Laufweter… Aber wir hatten auch Nikolaus und der war fleißig über Nacht. Nach einigem Gequengel waren wir hoch und nach dem ersten Kaffee ging es schon viel besser. Der Lauf konnte kommen.

Ich startete erstmals für den neuen Arbeitgeber, die adm-group, unter dem Namen „ADM Laufteam“. Damit stand uns aber leider auch kein Firmenwagen mehr zur Verfügung. Und da meine Mitfahrgelegenheit kurzfristig absagte, mussten die Groupies schon früh mit nach Klausdorf und mich mitnehmen. Rüdiger fand wie immer einen perfekten Parkplatz direkt am Start. Unglaublich.

Es war schon ziemlich viel Betrieb bei der Nummernausgabe und ich erwischte die 593, für die bereits ein Stollen bei der Tombola ausgelost worden war. Na, das fängt ja prima an.

Daniela legte die Weihnachts-Hasenohren an und war damit in der Menge leicht zu finden. Selbst der Nikolaus wollte ein Foto mit ihr.

Um 11:10 Uhr ging es los. Ich startete aus der Menge und ging das Rennen gemütlich an. Training fand in den letzten Wochen aufgrund der vielen Arbeit ( und des schlechten Wetters ) eher selten statt und es sollte eine Zeit zwischen 50 – 55 Minuten werden – kein Stress also. Trotzdem war das Tempo dann doch zu langsam und ich trabte an einigen Mitläufern vorbei. Der Boden war durch den Regen der letzten Tage aufgeweicht und wir sahen schon nach den ersten Metern nach echten Cross-Läufern aus. Und wenn die Schuhe erstmal nass sind, ist es auch egal und man kann das Rennen genießen.

Unterwegs bekam ich sogar Groupie-Grüße aus dem Tierreich. Einige Schafe, die an der Strecke grasten, blökten mir einige aufmunternde “Hhhhhoooottääääähhhh” zu. Oder war ich etwa schon so sehr dehydriert? Nee, die Beine sind noch gut und die bunten Punkte vor den Augen sind die vom Veranstalter farblich markierten Wurzeln und Steine im Wald. Dann ist ja alles OK. Auch die Zwischenzeiten blieben mit etwa 5 Min/Km stabil – und das bei wechselndem Gelände.

Definitiv kein Groupie wird der Hügel bei Km 3,5, solange er nicht etwas abflacht. Alter Schwede, der hat echten Wiedererkennungswert. Obwohl der Untergrund nass und aufgeweicht war, hatte man erstaunlich guten Halt. Das wurde wirklich wichtig bei den Stellen, die bergab gingen und wo man einfach „laufen lassen konnte“.

Im Ziel stand eine 51:20 auf der Uhr und damit Platz 119 in der Gesamtwertung und der 27. in der AK. Damit hatte ich den Zielkorridor genau getroffen. Sehr schön.

Die Groupies hielten sich den gesamten Lauf über im Start/Ziel-Bereich auf und waren mittlerweile „Froupies“ ( frierende Groupies ) geworden. Das hielt sie aber nicht davon ab, mich auf den letzten Metern lautstark anzufeuern.
Als ich nach dem Zieleinlauf und kurzem Auslaufen am Auto stand und lange Sachen holte, entdeckte ich den Dusch-Geheimtipp direkt beim Start. Das passt ja super. Schnell die Tasche geschnappt und ab unter die Dusche. Es war tatsächlich ein Geheimtipp, denn das Wasser war warm und es gab viel Platz in der Umkleide. Danach gab es noch etwas heiße Erbsensuppe und Kaffee und wir genossen die Atmosphäre des ausklingenden Laufes.

Es war einfach wieder toll.

Ein besonderer Dank für das gesamte Jahr 2009 geht wieder an die Groupies, die unerschütterlich an den Strecke der Region standen und mich unterstützten.

Ich freue mich riesig auf ein schönes und erfolgreiches Jahr 2010 mit Euch.

Holtenau und Kiellauf 2009

Bereits am vorletzten Freitag fand der Holtenau-Lauf statt. Es standen die 5 und die 10 Km zur Auswahl. Ich startete diesmal über die kurze Distanz. Was das Gerede der Kollegen vom „Kinderlauf“ im Vorfeld sollte, wurde mir erst am Start bewusst. Die Startreihen 1 bis 3 waren fast komplett einen Kopf kleiner als ich. Lediglich einige ältere sehr ambitionierte Läufer standen in der ersten Reihe. Ich setzte auf meine Start-Qualitäten und hielt mich vornehm in der 4. oder 5. Reihe, als das Rennen gestartet wurde.

Die ersten 800m gab es kaum ein Vorbeikommen an den Knirpsen, da die Strecke nicht sehr breit war. Danach wurde dann ein kleiner Zwischenspurt eingelegt und ich fand etwa bei Km 2 mein Renntempo.

Die Groupies waren zu 50% vor Ort. Lediglich Rüdiger kam vorbei, denn Daniela hatte keine Zeit. Er wartete im Zielbereich, da wir die Streckenführung für den kurzen Lauf nicht genau kannten. Es war aber genau dieselbe, wie bei den 10 Km, nur dass sie die Strecke eben 2x liefen.

Was soll ich schreiben…? Im Ziel fehlten 4 Sekunden zum Podestplatz in der Alterswertung. Aber der Läufer, den ich noch im Zielbereich kassieren wollte, dachte sich wohl, dass er niemanden mehr vorbei lässt. Und tatsächlich gehörte er auch noch zur selben Altersklasse. Sei`s drum – mehr ging nicht. Die glatt 22 Minuten Zielzeit wurden wirklich hart erlaufen. Beim Kiellauf sollte es besser werden.

Zur Vorbereitung gingen Groupie Daniela und ich gemütlich im Vapiano essen und anschließend ins Kino. „Maria, ihm schmeckt`s nicht“ ist wirklich lustig und empfehlenswert.

Beim Kiellauf wurde in diesem Jahr das erste Mal eine Netto-Zeit gemessen. Dafür gab es einen Einmal-Chip, der mit der Messung auch erst begann, wenn die Startlinie überquert wurde. Eine gute Idee, denn da mussten sich die langsameren Läufer nicht in die ersten Reihen stellen und das Rennen verschleppen.

Ich reihte mich also noch recht entspannt bei einer Zielzeit von etwa 50 Minuten im Starterfeld ein. Bis ca. 3.000 Läufer unterwegs sind, vergeht schon einige Zeit. Meine Differenz von Startschuss zum Passieren der Startlinie betrug über 2 Minuten.

Auf den ersten 2,5 Km kam ich mir vor wie ein Mercedes in der Formel1, der aus der letzten Reihe startet. Ich überholte einige hundert Läufer, aber das kostete auch Zeit. Erst ab dem Aquarium konnte ich frei laufen. Kurz hinter dem Landtag hallte erstmals das Megaphon. Aja, die Groupies sind wieder vollzählig an der Strecke und ich bin mitten im Überholvorgang. Das passt und macht einen Super-Eindruck.

Bis zur Abzweigung in die Hügel von Düsternbrook hatte ich meine Leistungsgruppe erreicht. In Düsternbrook hörte ich das nächste Mal das Megaphon der Groupies, die mich wieder einmal antrieben. Ab der Holtenauer ging es, bis auf eine kurze Steigung, nur noch bergab. Zum Glück. Ich war echt platt.

Im Ziel stand eine 50:35 Min. Das hatten wir auch schon mal schneller gesehen. War aber immer noch OK. Und für die Groupies war es sogar zu schnell. Etwa 800m vor dem Ziel hörte ich das Megaphon – hinter mir!!! Das gibt`s doch nicht – ich hatte die Groupies abgehängt. Hinterher versuchten sie es mit Absperrungen usw. zu erklären. Ja, nee, ist klar… Tatsache ist: Ich war einfach zu schnell…

Im Zielbereich erfuhren wir auch die Zeiten der Twitter-Kontakte. Getroffen haben wir leider keinen mehr.

Dafür wurde durch Rüdiger ein Neu-Groupie zwangs-rekrutiert. Die sehr unterhaltsame Blog-Kollegin Anna meinte, dass ihr niemand Bescheid gesagt hätte. Dabei wurde sie zur aktiven Teilnahme quasi-genötigt, ersatzweise zum Anfeuern angefordert. Naja, nach dem Motto: „Belohnung muss sein“ wurde sie durch Rüdiger direkt als 3. Groupie vertwittert. Ich bin gespannt. Einen „Biber“ hat sicher niemand an der Strecke stehen – and who the fu.. ist the „Tour-Teufel“? Das verstärkt den Wiedererkennungswert ungemein und langsam sind die nun 3 Groupies reif für einen TV-Beitrag.

Wir ließen die Veranstaltung in einem Strandkorb in der Campus-Suite am Bootshafen ausklingen.

Im Hintergrund läuft gerade der Film „Into the Blue“ mit Jessica Alba – die hat den Groupie-Test auch bestanden, sowohl im Badeanzug als auch im Bikini.

Morgen geht es nach Bordesholm zum „See & Run“. Ich starte über die 9 Km und bin auf mich allein gestellt, denn die Groupies haben frei und schonen sich für den Bungsberg-Lauf eine Woche später.

Als Highlight im nächsten Jahr habe ich ihnen eine Teilnahme am „Marathon de Medoc“ in Aussicht gestellt. Das ist ein Marathon in Frankreich, bei dem man von einem Weingut zum nächsten rennt und unterwegs auch mit Wein versorgt wird. Ich befürchte allerdings, dass die Groupies spätestens am 2. Verpflegungspunkt schlapp machen würden. Mal sehen, was sich ergibt.

Mitternachtslauf in Heiligenhafen 2009

Am Freitag war es wieder soweit – der Heiligenhafener Mitternachtslauf fand zum 21. Mal statt.

Natürlich waren die Groupies und ich auch wieder dabei. Vorher kamen noch einige Kollegen und Jessica, eine Freundin aus Dithmarschen, zur „Pasta-Party“ vorbei, um bei hervorragendem Laufwetter gestärkt auf die 10 Kilometer lange Strecke zu gehen.

 

Die Strecke

Diese führte vom Start auf dem Sportplatz über den Markt und ehemaligen Bahnhof zurück in Richtung Sportplatz. Hierbei war die erste langgezogene leichte Steigung zu absolvieren.

Bei Km 2 ( Zwischenzeit: 8:45 – trotz „Stau“ am Start ) ging es etwas kürzer, dafür steiler, hoch zur Feuerwehr und die Feldstraße entlang zum Wachtelberg. Etwa bei Km 3 ( das weiß ich, weil einige Kinder nicht müde wurden, zu rufen, dass „schon 3 Kilometer geschafft sind“ ) begann der Aufstieg zum höchsten Punkt der Strecke. Aber wer irgendwo rauf rennt, muss bei einem Rundkurs auch wieder runter. Also ging es nun stetig bergab. Bei Km 4 hatte ich Heimspiel beim Heimrennen, denn es ging direkt durch meine alte Nachbarschaft und am Elternhaus vorbei. Und da ich extra das eigens für diese Stelle gedruckte Shirt anhatte, war ich leicht zu erkennen und hätte bei soviel Zurufen fast noch auf ein Schwätzchen mit Familie und Nachbarn angehalten. Aber die gute Startzeit sollte ausgenutzt werden und die Seitenstiche gehen hoffentlich gleich wieder weg.

Ab hier verlief die Strecke fast auf normal null und es ging weiter in Richtung Hafen. Hier ist immer richtig viel los. Hinter dem Gill Hus bogen wir dann auf die Strandpromenade ein und liefen diese bis zum Ferienpark. Nachdem wir den passiert hatten, ging es noch einige 100 Meter am Binnensee weiter und dann rechts den Wildkoppelweg hoch. Der verlangte einem noch einmal die Reserven ab. Nach etwa 200 Metern bogen wir wieder auf den Sportplatz für die letzte Stadionrunde ein und waren im Ziel. Geschafft!

Die Becher in diesem Jahr sind orange mit roter Schrift und kamen sehr gut an.

 

Die Groupies

Die Groupies waren diesmal mit Leuchtweste, rotem Blinklicht und dem Megaphon unterwegs. Daniela hatte irgendwie etwas von einer professionellen Schülerlotsin.

Das erste Mal ertönte das Megaphon mit dem typischen „Ole Ole Ole“ am Marktplatz. Hier war noch alles locker. Als nächstes standen sie am Ende des Wachtelberg-Anstiegs. Sie lieferten sich ein akustisches Duell mit einer Fanfare, die aber deutlich leiser war als das Megaphon. Hier taten die Anfeuerungsrufe schon richtig gut. Ein kurzes Lächeln aufgesetzt und weiter geht`s. Um auch alle freenet-Läufer unterstützen zu können, ließen sie den Hafen als weiteren support-point ausfallen und teilten sich zum Ende des Rennens auf. Während Daniela im Zielbereich anfeuerte, scheuchte Rüdiger uns den Wildkoppelweg hoch.

Ohne die Groupies an der Strecke hätte ich vielleicht zwischendurch ein Päuschen gemacht, denn nach dem hohen Starttempo gingen die Seitenstiche einfach nicht weg. Ein großes DANKESCHÖN geht also wieder einmal an die besten Fans der Welt. Die Idee, das Seitenstechen verursachende Zwerchfell einfach rausnehmen zu lassen, ist aber ziemlich schwierig umzusetzen. Dann muss ich eben besser auf die Atmung achten.

Nach dem Rennen saßen wir alle noch auf ein Getränk zusammen.

Mein besonderer Dank gilt Groupie Daniela, die das Essen gemacht hat. Es war sehr lecker und wer weiß, welche Endzeit ich ohne die Nudeln erreicht hätte.

 

Die Zuschauer

Ziemlich einzigartig ist die Beteiligung der Zuschauer bei diesem Lauf. Man hat den Eindruck, die ganze Stadt ist auf den Beinen. Überall ( vor allem an einigen sehr dunklen Ecken ) wird die Weihnachtsbeleuchtung rausgekramt und an der Strecke angebracht. Viele Anwohner grillen vorher und stehen dann pünktlich an der Strecke, um Getränke anzubieten oder einfach nur die Läufer anzufeuern. Kinder dürfen endlich mal nachts Krach machen, da gehen auch einige Kochtopfdeckel als Schellen. Und immer wieder wird einfach die Stereoanlage aufgedreht und Musik gehört. Vor allem am Hafen und im Ferienpark stehen sie dicht gedrängt. Und wenn ein Läufer sie auffordert, für ihn zu jubeln, wird das auch gleich umgesetzt. Einfach toll.

 

Die Kollegen

Gruppe

Wir - nur Harald fehlt noch

Aus Kiel kamen 6 Kollegen um kurz nach 19 Uhr an. Nur Harald hatte erst später Zeit und kam nach. Dabei nahm er die „Abkürzung“ über Pönitz und war gerade noch pünktlich zum Start da. Außerdem besuchte uns Jessica aus Nordhastedt über das Wochenende und ging ebenfalls mit an den Start.

Die Spaghetti waren lecker und kamen gut an. Der „Streckenrekord“ einer Teilnehmerin lag definitiv nicht an den Spaghetti. Eher an der ungewohnten Mahlzeit vor dem Rennen.

Die Zeiten waren bei allen OK und im Rahmen der Erwartungen. Durch die Verzögerungen der Zeitnahme beim Start sind sie auch nur bedingt vergleichbar.

Gerne könnt Ihr wiederkommen.

 

Der Tag danach

Nachdem wir gegen 3 Uhr zu Bett gingen, standen wir auch erst um 11 Uhr am Samstag auf. Die Beine zwickten etwas, aber das war in Ordnung. Einigkeit herrschte über ein ruhiges Tagesprogramm – Regeneration war angesagt.

Wir buchten uns also auf der Alten Liebe“ für eine Schiffstour von etwa einer Stunde ein. Herrlich. Wir fuhren bis kurz vor die Fehmarn-Sund-Brücke und wieder zurück.

Anschließend gingen die Mädels noch an den Strand, während ich auf Familienbesuch im elterlichen Garten weilte. Abends gab es immer noch Spaghetti – diesmal als Auflauf – und dazu ein Gläschen Wein. So macht das Laufen Spaß.

Schade, dass es jetzt wieder 1 Jahr bis zum nächsten Mal dauert.

Einige Bilder gibt es hier.