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Der Flashmob und sein Nachspiel

Eigenlich wollte ja heute früh laufen. Nachdem wir gestern am Strand gegrillt haben, sollten die Leckereien wieder abtrainiert werden. Aber es regnet und da surfe ich lieber erstmal bei einer Tasse Kaffee durch`s WWW und warte auf besseres Wetter.

Bei den LN lese ich gleich auf der Startseite, dass das Nachspiel des Flashmobs auf Sylt in die nächste Runde geht. Jetzt werden einige Fragen rund um den Flashmob auch juristisch abgeklopft.

 

Aber der Reihe nach:

Was ist ein Flashmob überhaupt?

Übersetzt heißt es wohl in etwa soviel wie „Blitzauflauf“, also Menschen, die sich spontan treffen. Wie viele es sein müssen und was genau bei dem Treffen passiert, ist nicht näher definiert. Und wann ist etwas überhaupt spontan?

In Kiel wurde zum Flashmob meist ein Motto ausgerufen und das Treffen gefilmt und bei youtube eingestellt. So gab es eine große Polonäse, die plötzlich aus dem Nichts entstand, oder die Teilnehmer verharrten einige Minuten starr bei dem, was sie gerade taten in aller Öffentlichkeit ( sog. Freeze-Mob ). Angeblich gibt es sogar Sleep-Mobs…

Neuerdings werden auch Spontan-Parties als Flashmob deklariert. Nach unserer Übersetzung von oben ist das auch gar kein Problem. Durch die verschiedenen Plattformen im WWW erreicht man heutzutage auch noch wahnsinnig viele Leute. So manche Feier wurde dadurch schon größer als geplant.

Vor einigen Wochen rief nun der 26jährige Christoph S. zum Flashmob am Strand der Nordseeinsel Sylt. Es kamen etwa 5000 Leute und feierten spontan am Strand. So weit, so gut.

Die Veranstaltung verursachte aber auch Kosten von etwa 20.000 €, welche die Gemeinde ersetzt haben will. Diese stellte die Bürgermeisterin von Sylt dem vermeintlichen Veranstalter Christoph S. in Rechnung. Der wiederum bestreitet, irgend etwas veranstaltet oder gar organisiert zu haben und sieht sich nicht als richtiger Adressat für den Kostenbescheid. Vielmehr hätten sich viele Leute einfach im Internet verabredet, um gemeinsam zu feiern.

Die Frage, mit der sich die Gerichte in nächster Zeit wohl zu beschäftigen haben, lautet also: Wo fängt die Veranstaltung eines Flashmob eigentlich an bzw. trifft die juristische Definition eines Veranstalters auch hier zu?

Nach dem Versammlungsgesetz, ist Veranstalter, „wer zu einer öffentlichen Versammlung oder zu einem Aufzug öffentlich einlädt“ ( § 2 Absatz 1 VersammlG ). Das wirft dann die Frage auf, ob hier eine öffentliche Versammlung oder ein Aufzug vorliegt, zu dem öffentlich eingeladen wurde.

Als praktische Folge dieses Streits wurden bereits mehrere Flashmobs abgesagt, da die Initiatoren ( = Veranstalter ? ) ebenfalls befürchten, zur Kasse gebeten zu werden.

Beide Seiten haben nachvollziehbare Argumente. Ein Ende der Debatte ist nicht in Sicht.

Während die Ordnungsbehörde mit Vollstreckung droht, antwortet Christoph S. mit der Ausschöpfung des Rechtswegs. Da das eine Behörde aber nicht sonderlich beeindruckt, stellt er zusätzlich, einen weiteren Flashmob auf Sylt in Aussicht, der eine ganze Woche dauern soll und dann 150.000 Teilnehmer hat. Der Aufruf würde anonym im Internet erfolgen, sodass es keinen „Veranstalter“ gäbe – eine Überlegung, die für die These spricht, dass eine solche Veranstaltung auch ohne einen Veranstalter durchgeführt werden kann.

Hierzu sieht die Bürgermeisterin als letzte Konsequenz dann die Sperrung des Hindenburgdamms.

 

Und wer glaubt, er sei bei noch keinem Flashmob gewesen, der irrt. Jeder Lauf ist ja irgendwie auch einer. Und wenn ich starte und die beiden Groupies dabei sind, ist das eigentlich auch ein Flashmob? Oder flashmobben nur die Groupies, weil ich loslaufe?

 

Der nächste „offizielle Groupie-Mob“ findet übrigens am 31.07. in Heiligenhafen statt. Vielleicht groupiemobben wir aber auch schon zu den Hafenfesttagen in Heiligenhafen?

 

N3 hat in seiner Sendung „Extra3“ das Phänomen am Beispiel der Rentner betrachtet. Ein sehr lustiger Beitrag – unbedingt ansehen.

Nachtrag:

Bei YOUTUBE sind Einträge von Michael Jackson Flashmobs von überall auf der Welt eingestellt. Das ist ja der Hammer!

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Geburtstagsfeier am Strand

Gestern stand meine Geburtstagsfeier an. Sie sollte in diesem Jahr direkt am Ostseestrand stattfinden. Da ich auf eine zutreffende Wetterprognose warten musste und mich höchstens auf die 5-Tage-Vorhersage verlasse, konnte ich die Gäste erst am Dienstag einladen. Da waren einige Absagen leider schon vorprogrammiert.

Als Ort wurde der Strand von Klostersee bei Cismar ausgesucht. Dort haben wir nachmittags gegrillt und nebenbei die Bundesliga-Konferenz auf NDR2 gehört. Es ist unglaublich, wie viel in einen kleinen Corsa passt. Jedenfalls bekamen wir alle Sachen in einer Tour mit. Die mitgebrachten Kinder spielten im Sand und das Wetter war super. Morgens lag der Himmel noch in verschiedenen Grautönen. Aber Daniela mit ihrer unerschütterlichen Zuversicht behielt Recht und er wurde schlagartig strahlend blau, als wir am Strand ankamen. Einzeln durchziehende Wolken machten da gar nichts. Die Getränke lagen in mitgebrachten Kühlboxen, die voll waren mit Eis; genau so habe ich mir das vorgestellt.

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an das Team der Fischhalle in Heiligenhafen. Sie sponsorten uns kurzerhand das Eis für die Kühlboxen. Daher hier ein kleiner Tipp für alle Gäste: Nicht nur zum Hafenfest ist es längst Kult, in der Fischhalle seinen Fisch direkt am Hafen zu essen. Sehr zu empfehlen. In diesem Jahr findet es übrigens vom 17. – 26. Juli 2009 statt.

Ebenfalls mitgefeiert haben wir den 60. Geburtstag unseres Grundgesetzes. Dafür hing eine kleine Deutschland-Fahne, die noch von der letzten Fußball-EM stammt, bei unseren Sachen. Dieser Feier-Anlass sorgte bei einigen Touristen zwar für Verwunderung, aber sie fanden die Idee sehr gut. Daniela konnte ihnen das auch erzählen, ohne dabei zu schmunzeln.

Die Stimmung war super und alle stimmten dafür, so etwas einmal mit einem kleinen Lagerfeuer und Openend zu wiederholen, denn gegen 18 Uhr mussten die meisten Gäste wieder los, da abends noch ein weiterer Geburtstag gefeiert werden wollte. Um 20 Uhr wurde es merklich kühler und auch „der harte Kern“ ( natürlich beide Groupies ) und ich brachen auf.

Zum Abschluss sorgte noch Rüdigers Definition einer „kleinen Spinne“, die auf Danielas Jacke kroch, für Verwirrung. Vorsichtshalber hatte Daniela ihre Jacke blitzschnell ausgezogen und weggeworfen, als eine etwa 2-Euro-Stück große Spinne unter der Jacke zum Vorschein kam. Wir wollten gar nicht ausmalen, wie Daniela reagiert hätte, wenn sie sie noch angehabt hätte, als das Vieh in ihr Blickfeld kam. Sie selbst vermutete einen schreienden Sprint in die Ostsee. Und ich möchte nie von Rüdiger vor einer „kleinen Schlange“ gewarnt werden!

Eine richtig gut gelungene Feier. Vielen Dank an die Unterstützer für die Hilfe und die Gäste für die tollen Geschenke.

Einige Fotos findet Ihr hier.

Groupie-Weihnachtsfeier 2008

Am Freitag, den 19.12.2008 fand die Weihnachtsfeier mit den Groupies statt.

Die angesetzte Startzeit, 16 Uhr, überschritt ich arbeitsbedingt um etwa 2 Stunden. Die nutzten die Groupies, um sich lustige Ohren zu kaufen ( Weihnachten meets Ostern ) und schon die eine oder andere Runde über den Weihnachtsmarkt zu drehen.

Als ich dazukam, war die Stimmung entsprechend. Wir gingen noch einmal gemeinsam über den Weihnachtsmarkt, konnten uns aber nicht zu einer Einheit Schlittschuhlaufen auf der künstlichen Eisbahn durchringen.

Anschließend gingen wir ins VAPIANO. Dort gab es neben dem Essen auch leckeren Wein karaffenweise. Um kurz nach 20 Uhr stieß Harald dazu und wir blieben solange, bis wir quasi „rausgefegt“ wurden.

Damit war der Abend aber noch nicht zu Ende. Wir zogen um über die Dächer von Kiel in die ASTOR-Bar. Dort war auch richtig ´was los und ehe wir uns versahen, war es 2 Uhr morgens. Die Zeit verging wie im Flug.

Das machen wir wieder. Versprochen.