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Sina, unsere neue Mitbewohnerin

Nachdem wir im Winter einige schöne Wochen mit Elsi, unserer Hunde-Oma, verbringen durften, wuchs bei Daniela nach und nach der Wunsch, wieder einen alten Hund aus dem Tierheim aufzunehmen.
Eigentlich wollten wir das nicht wieder so schnell tun, denn irgendwie hat man immer den Gedanken im Hinterkopf, dass Elsi nicht so einfach ersetzt werden kann und soll. Das ist aber eine Idee, die einfach nicht stimmen kann, denn wenn man die Zeit und den Platz hat, einen Hund aus dem Tierheim zu holen und ihm ein zu Hause zu geben, spricht nicht viel dagegen.

Wir recherchierten im Internet, welche Tiere aktuell zur Vermittlung stehen und zu uns passen könnten. Die Wahl fiel schließlich auf Sina, eine 11 Jahre alte Schäferhündin, aus einer Tierpension in Horst bei Elmshorn.
Sie wurde in jungen Jahren zur Zucht eingesetzt und dann abgegeben, als sie dafür nicht mehr gebraucht wurde. Das letzte Herrchen ist gestorben und die Erben haben sie ins Tierheim gebracht. Die Geschichte ist ähnlich traurig wie bei unserem letzten Hundeabenteuer. Hinzu kam, dass ihr letztes Herrchen sie nicht ausreichend Gassi führte und sie so ein extremes Übergewicht hatte, dass sie kaum alleine stehen konnte. Eine Reduzierung des Gewichts konnte also nur über eine strenge Diät stattfinden. Dies führte zwar dazu, dass sie wieder abnahm, aber gleichzeitig hat sie nun ständig Hunger und muss erstmal wieder Muskeln aufbauen. Sie schleicht also sehr langsam und wir können nur kleine Runden um den Block drehen. Aber wir sind zuversichtlich, dass sich dieser Zustand weiter verbessert.

Am Freitag, den 30.04., machten wir telefonisch ab, sie am Sonntag “testweise” mitzunehmen. Diese Idee wurde aber schnell geändert und wir beschlossen, sie bereits am Wochenende zu uns zu holen.
Als Daniela die Sachen vom Dachboden holte und die Hundedecke, Halsband, Leine, Napf und Co. auspackte, lief “Elsi`s Song” von Stanfour im Radio. Das war traurig aber auch irgendwie magisch und ich sah es eher als ein gutes denn als ein schlechtes Vorzeichen für unseren neuen Gast.
Wir fuhren nach Horst und holten sie ab. Astrid, die Tierpensions-Betreiberin, bat uns, ihr Sina wieder zu bringen, falls es doch nicht klappen sollte. Das wäre selbstverständlich.
Auf dem Heimweg sahen wir das erste Mal einen Regenbogen in Form eines geraden Strahls. Wie das geht, wissen wir immer noch nicht, aber es sah richtig schön aus und wir verstanden es in Anlehnung an die Regenbogenbrücke als einen Gruß von oben.

Abends besuchten wir Timmi, den Cocker, und seine Mitbewohnerin Jule, die Katze. Die konnte ihr “Glück” kaum fassen, als plötzlich eine riesige Schäferhündin in der Diele stand und mutierte zum Dromedar. Wie zusammengedrückt machte sie einen riesigen Buckel und schlich an der Wand entlang zur Fensterbank. Dort saß sie und beobachtete die Szene. Sina zeigte aber kein Interesse an ihr, denn auch in der Tierpension gab es frei laufende Katzen. Anschließend gingen wir mit beiden Hunden zum Maifeuer an den Strand von Kellenhusen und stellten Sina schon mal den ersten Bekannten vor. Alles lief reibungslos und bisher ist sie absolut pflegeleicht.

Beim Treppensteigen schnauft und grunzt sie, weil sie da offensichtlich Mühen hat. Wir gehen das ganz langsam an und vermeiden Stufen, wo es geht.
Auch Paul, der Dalmatiner, war hellauf begeistert und wollte gleich zur Polonaise ansetzen. Das gefiel Sina aber nicht und sie kläffte ihn weg.
Sonntag ging es dann erstmals an den Strand. Das war schön und wir werden uns dort sicher noch öfter aufhalten.
Sina bleibt bisher problemlos einige Stunden alleine und schläft dann. Perfekt.

Ich freue mich über unsere Entscheidung und auf die Spaziergänge mit meinen beiden Mädels. Und das Winterfell bekommen wir auch noch ausgebürstet…

Herzlich Willkommen Sina.

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