Mach`s gut, mein Sammy…

Am Sonntag, den 19.08.2012, ist Sam, der flauschigste und tollste Hund der Welt, über die Regenbogenbrücke gegangen.


Du hast gegen die Arthrose und einen Lebertumor verloren. Das ist ungerecht und einfach nur traurig. Ohne genau zu wissen, wie alt Du gewesen bist (Du kamst ja als Fundhund aus dem Tierheim zu uns), wissen wir doch, dass es zu früh war. Du hast jedem ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, denn Du selbst hast einfach immer gegrinst.Das Wesen der Samojeden kann ich nur als äußerst gutmütig beschreiben. Wussten wir vorher nicht genau, worauf wir uns einlassen (erster Rüde nach zwei Hundedamen), hast Du sofort den direkten Weg mitten in unser Herz gefunden. Und wenn Dir etwas nicht schnell genug ging, dann wurde es kurzerhand mit der Schnauze angestupst. Außerdem habe ich selten ein so entspanntes Bild gesehen wie Dich auf der kuscheligen Pfote liegend.

Und weil der Winter nun mal Deine Jahreszeit ist, ging es auch bei Kälte und Eis mitten in der Nacht vor die Tür. Herrlich, wie Du Dich im Schnee gewälzt hast. Da wurde einem ganz warm, nicht unbedingt an den Händen oder Beinen, sondern um`s Herz.
Nach einigen bangen Momenten zu Beginn, in denen Du Dich selbst von den fiesen Beulen auf der Haut “kuriertest”, schien es auch um Deine Gesundheit besser bestellt zu sein. Die Hüfte war zwar von Beginn an eine Baustelle – aber da gibt es ja verschiedene Pulver anstatt OP – und die Stellen auf der Haut wurden Dank der online-community verständlich erklärt und als weniger kritisch identifiziert. Einzig die Scheiße mit dem Panalog und der Besuch bei Dr. S. in Eutin tun mir immer noch Leid. Eigentlich hätte man dem Schlachter für seine “Behandlungsmethode” gleich vor Ort eine rein hauen müssen… Zum Glück schienst Du das aber einige Leckerchen später schon wieder vergessen zu haben. Und wenn Du bei der abendlichen Runde um den Block gebummelt hast, dann habe ich selbstverständlich gewartet, denn es war ja schließlich kein Wettrennen sondern Deine / unsere Runde. Und eine kleine Stufe zum besseren Einsteigen ins geliebte Auto war ja wohl Ehrensache.
Einfach magisch war der Moment, als wir beide auf Deiner Decke eingedöst sind und ich wach wurde mit Deinem Kopf auf meiner Brust. Der Inbegriff von Vertrautheit – beim Gedanken daran bekomme ich immer noch eine Gänsehaut… Danke dafür.
Ich habe jetzt ungefähr 1.200 Fotos durchgesehen und musste trotz aller Traurigkeit bei vielen Bildern lächeln, denn das hast Du ja auch immer getan.


Jedem, der einen Hund haben möchte, empfehle ich, zu allererst ins nächste Tierheim zu gehen (google hilft) und sich dort nach einem treuen Gefährten umzuschauen. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer raten nach meiner Erfahrung alle ehrlich zu oder ab, wenn sie glauben, dass es passt oder nicht.
Ich gucke noch die übrigen Bilder an und schwelge in schönen Erinnerungen, weil ich weiß, dass Du jetzt an einem schönen Ort bist, denn den hast Du verdient.
In dem Wissen, dass die Erfahrungen mit Dir mein Leben bereichert haben und mich weiter begleiten, erhebe ich mein Glas, stupse mit Dir an und trinke auf Dich, mein Sammy…


Dein Herrchen

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