Monatsarchiv: Juli 2010

22. Mitternachtslauf in Heiligenhafen

Gestern war es endlich wieder soweit: Um 23 Uhr fiel der Startschuss zum 22. Mitternachtslauf von Heiligenhafen. Zunächst ging es ca. 5 km durch die Stadt und anschließend um den Binnensee.

Die Groupies waren selbstverständlich auch wieder mit dabei.

Wir trafen uns ab 19 Uhr bei Groupie Daniela zur Pasta-Party. Mit dabei waren: Roadie-Groupie Rüdiger, mit Jessica, Tim, Mike und Gunther vier weitere Läufer aus dem Freundeskreis und „Die Kölner“ ( Andrea, Armin, Melanie, Florian, Daniel ), eine Gäste-Familie, die in der Ostsee-Pension in Kellenhusen ihren Urlaub verbringt und die Daniela vor einigen Jahren beim WM-PublicViewing besser kennen lernte.

Groupie Daniela versorgte uns wieder mit DER Läufernahrung: Spaghetti. Dazu gab es Bolognese, wahlweise auch vegetarisch. Die Mousse au Chocolat zum Nachtisch ließen die Läufer allerdings stehen. Nebenbei lief die Leichtathletik-EM aus Barcelona. Es ging richtig klasse los.

Das Wetter war perfekt zum Laufen. Es war trocken und die Hitze der letzten Tage hatte nachgelassen. Auch der tagsüber noch recht kräftige Wind hatte abgenommen. Den hätten wir auf dem langen Abschnitt der Promenade auch noch von vorn gehabt.

Meine Trainingsvorbereitung beschränkte sich auf eine lockere 45 Minuten-Runde am Dienstag vor dem Lauf. Insgesamt bin ich in diesem Jahr erst 3x zum Laufen gekommen, was mich Schlimmes für die Beine in den Tagen danach befürchten ließ. Daher bewegte sich die angestrebte Zielzeit auch irgendwo zwischen 50 und 55 Minuten.

Gegen 21:30 Uhr machten wir uns auf in Richtung Sportplatz. Diesmal wurde eine Phantasie der Groupies wahr, denn sie fuhren mit 2 Autos „im Convoi“ zum Anfeuern. Im Startbereich war schon ziemlich viel los und die Zeit bis zum Start verging entsprechend schnell.

Der Startschuss erfolgte pünktlich um 23 Uhr. Die erste halbe Sportplatz-Runde und der Abschnitt bis zum Marktplatz, der immer ziemlich verstopft ist, waren diesmal frei und gut zu laufen. Am Marktplatz standen dann auch schon das erste Mal die Groupies und feuerten uns an. Weiter ging`s bis zum Wilhelmsplatz und dann leicht bergan die Wendstraße hoch. Am Friedhof in der Kirchhofstraße wartete der erste kurze, aber richtige Berg auf uns. Zu Beginn des Wachtelbergs warteten erneut die Groupies, um mich hochzuscheuchen. Die Straßenbeleuchtung war aus und ich hörte kurz bevor ich die Groupies passierte wie Daniela in die dunkle Läufermasse mit dem Megaphon fragte: „Wo ist Hotte?“ Da war ich etwa 20 m entfernt und konnte zurückrufen: „Hier.“ Mehr Ansporn geht nicht. Als der Hafen in Sicht kam, wurden die Beine das erste Mal schwer. Die Groupies gingen hier in der Menge leider etwas unter. Es ging nun rüber zum Strand. Hinter dem Gillhus war es stockfinster, aber der Zufall wollte es, dass genau hier ein Mann mit Lampe neben mir lief. Alles bestens. Entlang der Promenade galt es, das Tempo zu halten. Fans gab es hier kaum an der Strecke. Im Ferienpark war dann wieder richtig viel Trubel. Die letzten 1,5 km wurden noch einmal eine echte Herausforderung, denn das fehlende Training machte sich bemerkbar. Da ich keine Uhr dabei hatte, galt das Motto „Hauptsache ankommen“. Ich schloss mich einer Gruppe von etwa sechs Läufern an und ließ mich zum Wildkoppelweg ziehen. Hier warteten Rüdiger und Armin und feuerten mich noch einmal an. Die kleine Deutschlandfahne, die sie mir für den Zieleinlauf in die Hand drücken wollten, lehnte ich aber ab, denn sie bedeutete ja zusätzliches Gewicht. Dann trennte sich letztmalig die läuferische Spreu vom Weizen, denn diese Steigung so kurz vor dem Ziel hat es wirklich in sich. Ist der Anstieg aber erst geschafft, sind es nur noch etwa 500 m bis ins Ziel. Die Sportplatzrunde wird man dann durch die Zuschauer und vor allem die Groupies getragen. Im Ziel stand eine 51:42 Minuten-Zeit – klasse. Mike ( 42:32 Min. ) war schon einige Minuten da und Gunther ( 52:01 Min. ) kam kurz nach mir rein. Tim und Jessica, die zusammen unterwegs waren, finishten nicht, nachdem sie den Lauf etwa bei Kilometer Acht unterbrechen mussten.

Die obligatorischen Becher sind in diesem Jahr weiß mit lila Schrift.

Als wir im Zielbereich standen und die Flüssigkeitsreserven langsam wieder aufgefüllt wurden, entdeckte Rüdiger einen Reporter, der auf der Suche nach einer Story über den Sportplatz streifte. Daniela sprach ihn an und wir gaben ein Interview zu den Groupies. Als sie auf die Frage nach dem Ort der Unterstützung erklärte, dass sie umherfahren und an 4 Stellen während des Laufes angefeuert haben, fragte er doch ernsthaft: „Wollt ihr mich verarsch…?“. Rüdiger erklärte noch einmal das Prinzip, dass zwei Groupies eben mobil sein müssen, um ausreichend zu unterstützen und er machte weiter seine Notizen. Ich vermute aber, dass er uns nicht geglaubt hat. Während Jessica, Tim und Rüdiger schon wieder in die Wohnung fuhren, entdeckten wir Friedhelm R., einen in Heiligenhafen recht bekannt „Musiker“, der versuchte, seine CD`s zu verkaufen. Wir beobachteten ihn und versuchten den Kölnern zu beschreiben, welche Art von Musik er macht. Das war aber ziemlich schwer und wir beschlossen, seine Werke zu Hause im Internet vorzuführen.

Um kurz nach eins waren wir alle wieder in der Wohnung und es folgte Reste-Essen, Teil 1, denn Nudeln, Soße und Nachtisch hatten wir massig über. Gegen 3 Uhr hatten sich alle verabschiedet und wir fielen zufrieden und völlig platt ins Bett.

Im nächsten Jahr findet der Lauf bereits Mitte Juli statt. Wir sind auf jeden Fall wieder dabei.

Ein besonderer Dank geht an Groupie Daniela, die nicht nur mich an der Strecke unterstützt, sondern uns auch wieder hervorragend und sehr lecker versorgt hat.

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Mitternachtslauf 2010 – ich bin gespannt

Am kommenden Freitag, den 30.07., findet in Heiligenhafen der 22. Mitternachtslauf über 10 km statt. Ich bin heute erst zum 3. Mal in diesem Jahr gelaufen und hoffe auf eine Zeit zwischen 50 und 55 Minuten und das ganze ohne viel Muskelkater. Die Groupies werden wieder vollzählig am Start sein und diesmal durch „Die Kölner“ unterstützt. Vorher treffen wir uns alle zum Pasta-Essen mit Jessica und Tim sowie Mike und Gunter, die alle vier auch mitlaufen.

Ich freue mich auf einen schönen Abend und die Super-Stimmung an der Strecke.