Monatsarchiv: Januar 2010

Budenzauber 2010 – Mit einer Hand am Pokal

Gestern war es soweit: Das Hallen-Masters der 8 besten Schleswig-Holsteinischen Mannschaften in der Kieler Sparkassen Arena ging über die Bühne. Und weil Freund und Kollege Frank “Metthäus” ( natürlich mit der Rückennummer “10” ) für den Eckernförder SV auflief, waren auch Rüdiger und ich dabei.

Die Vorberichterstattung in der Presse versprach ein volles Haus und eine einzigartige Show. Leider war die Halle nicht voll besetzt, was der Stimmung in unserem Block aber nicht schadete.
Die Karten besorgte Frank und wir landeten mitten im ESV Fanblock, auf der Geraden, direkt unterm Dach. Von hier aus hatten wir eine super Sicht über das Spielfeld und die besten Fans des Abends um uns herum. Neben Trikots trugen sie Fan-Schals und Mützen und hatten reichlich Fahnen und Transparente dabei. Vor allem die A-Jugend des ESV machte richtig Alarm und stimmte schon vor dem ersten Spiel immer wieder Fangesänge an.

Um 18:00 Uhr startete ein kleines Feuerwerk zu den Klängen von “Hells Bells” von AC/DC. Danach liefen die Teams durch ein Spalier aus Cheerleadern ein und sammelten sich auf dem Spielfeld. Das hatte tatsächlich ein klein wenig von der Eröffnung eines amerikanischen Football-Spiels.

Der ESV trat in Gruppe 2 an und hatte gegen den VfB Lübeck, den SV Eichede und Eider Büdelsdorf zu spielen.

In Gruppe 1 traten der VfR Neumünster, Holstein Kiel, Flensburg 08 und der SV Henstedt-Ulzburg gegeneinander an.

Gleich im ersten Spiel unterlag Holstein gegen Neumünster mit 2:1. Das ist ja schon mal eine echte Überraschung.
Der ESV musste als erstes gegen den VfB aus Lübeck ran und unterlag mit 0:2. Na das geht ja echt bescheiden los.
Das zweite Spiel gegen Eichede wurde mit 3:1 gewonnen. Beim ersten Tor für den ESV gab es auf der Tribüne kein Halten mehr. Was für eine Stimmung… Selbst das Gegentor wurde mit dem “Schei…egal”-Song aus dem ESV-Block kommentiert.

Rüdiger versorgte den Rest der Welt via twitter mit den aktuellen Highlights und Ergebnissen.

Das letzte Vorrundenspiel des ESV brachte die Entscheidung und es reichte ein 1:1 gegen Eichede für den Einzug ins Halbfinale. Das wurde den Spielern aber erst klar, als der Hallensprecher es durchsagte. Die Tribüne bebte und alle freuten sich auf die Begegnung mit dem besten Team der Vorrunde aus Neumünster.

Hier übertrafen sich die Kicker aus Eckernförde selbst und siegten mit 3:1. Wahnsinn. Als Turnier-Neuling und underdog gleich ins Finale, was für eine Geschichte. Das findet auch der Schleswig-Holsteinische Fußballverband eV in seinem Turnierbericht.

Der Endspielgegner wurde im 2. Halbfinale zwischen Holstein und Eichede ermittelt. Bereits nach 5 Minuten lagen die Kieler 4:0 in Front und siegten am Ende deutlich mit 8:1.

Ein wirklicher Klassenunterschied war dann im Finale nicht zu sehen. Beide Teams hatten ihre Möglichkeiten. Am Ende nutzte der Drittligist aus Kiel seine Möglichkeiten und siegte mit 3:0. Schade, aber allein schon der Finaleinzug war eine echte Sensation.

Den erstmalig ausgetragenen Wettbewerb “Fans, Fete, Fussballfieber”, bei dem es um die Unterstützung der eigenen Mannschaft und auch Fairplay geht, gewann natürlich der Anhang des laut Kieler Nachrichten “Meisters der Herzen” aus Eckernförde. Nochmals herzlichen Glückwunsch auch hierzu.

Fazit: Eine richtig klasse Veranstaltung, die ihresgleichen sucht. Es muss nicht immer der Profibereich sein, wenn man unterhaltsamen Fußball und erstklassige Stimmung erleben will.

Der heutige Sonntag steht ganz im Zeichen der Regeneration der Stimme, denn die ist gestern irgendwann zwischen der Vorrunde und dem Finale abhanden gekommen.

Die Ergebnisse im einzelnen:

Gruppe 1:
VfR Neumünster – Holstein Kiel   2:1
Flensburg 08 – SV Henstedt-Ulzburg   1:4
Holstein Kiel – Flensburg 08   3:2
SV Henstedt-Ulzburg – VfR Neumünster   0:2
Holstein Kiel – SV Henstedt-Ulzburg   2:0
VfR Neumünster – Flensburg 08   5:0

Gruppe 2:
Eckernförder SV – VfB Lübeck   0:2
Eider Büdelsdorf – SV Eichede   2:2
VfB Lübeck – Eider Büdelsdorf   1:1
SV Eichede – Eckernförder SV   1:3
VfB Lübeck – SV Eichede   0:2
Eckernförder SV – Eider Büdelsdorf   1:1

Halbfinale:
VfR Neumünster – Eckernförder SV   1:3
Holstein Kiel – SV Eichede   8:1

Finale:
Holstein Kiel – Eckernförder SV   3:0

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Disc-Golfer aus Kellenhusen im TV

Gestern bekam ich eine SMS vom Roadie-Groupie, dass der Discgolf-Club Kellenhusen im Schleswig-Holstein Magazin von N3 mit einem Beitrag bedacht wurde. Es war übrigens nicht das erste Mal, dass das Fernsehen etwas über die Bahn bringt.

Also sah ich mir eben die Wiederholung an und bekam „die harten Kerle von der Küste“ MacMicha, MacBarnes, MacHollie und MacKessie beim Training auf einer herrlich verschneiten Bahn zu sehen. Den einen oder anderen Tipp hatten sie auch noch parat. Nebenbei stellte der NDR die einzige Disc Golf Bahn, die direkt an der Ostsee liegt,  vor und machte Werbung für den Sport und den Discgolf Club Kellenhusen.

Der Club und die Gemeinde präsentieren sich auch im Winter. Das ist prima und lässt auf noch mehr Zulauf im Sommer hoffen.

Spaß macht das Spiel aber auch bei diesen winterlichen Temperaturen und viel Schnee.

Der Beitrag ist in der Mediathek des NDR abrufbar. Einfach oben rechts nach „disc golf“ suchen und den Beitrag aus dem Schleswig-Holstein Magazin vom 06.01.2010 auswählen.

MacHotte

PS   Wenn ihr so weitermacht mit der Fernsehpräsenz, sehe ich große TV- und Kino-Produktionen vor meinem geistigen Auge. Im Vorabendprogramm läuft die Serie „Gegen den Korb“ und ein großer Weihnachtsmehrteiler wie „Die Dornenscheiben“ oder „Fackeln beim Korb“ ist auch noch drin. Für die Kinoversion „Moonlight – Abwurf um Mitternacht“ können wir vielleicht MacPitt oder MacClooney gewinnen. Und als Krönung gibt es dann Weihnachten 2011 die Episode „Discgolf am Ostseestrand“ beim Traumschiff – hui, mir wird ganz schwindelig bei dieser Vorstellung…

Januar 2010

Was für ein Start ins neue Jahr.

Wir feierten am Strand von Kellenhusen und es war wieder einmal prima. Um 0:15 Uhr, wenn die Laute angestoßen und ihre Raketen abgeschossen haben, gibt es ein Feuerwerk von der Gemeinde – sehr schön. Da wir klare Sicht über die Lübecker Bucht hatten, konnten wir nebenbei die Feuerwerke an der Küste von Mecklenburg-Vorpommern beobachten. Einmalig.

Und weil der Sand gefroren war, fielen einige Knaller-Batterien mit Leuchtkugeln um und flogen zwischen die Menschen. Das war nicht so witzig. Auch unser Platz wurde, nachdem wir etwa 10 Meter weitergegangen sind, von einer solchen Ladung getroffen. Gut, dass wir uns gerade eine Minute vorher umgestellt hatten. Wie schon in den letzten Jahren wurden auch einige Raketen zu tief in den Sand gesteckt und angezündet. Dann explodierten sie eben am Boden. Das ist gar nicht so ungefährlich, wenn Betrunkene Silvester feiern. Passiert ist aber zum Glück nichts weiter, außer so manchem Schrecken. Gegen 3 Uhr waren wir wieder zu Hause.

Der für Silvester angekündigte Schnee kam dann gestern Abend und wurde über Nacht immer mehr. Ein Wintermärchen oder auch ein „Traum in weiß“.

Nachdem das Auto regelrecht freigeschippt wurde, ging es auf fast leeren Straßen zum Einkaufen. Da war auch nichts los.

Unglaublich, wie schön das alles aussieht. Wir mussten erst mal massenhaft Fotos machen. Eine Auswahl steht hier.

Groupie Daniela machte gleich mal einen Schnee-Engel und sprang rückwärts in den Schnee. Darin versank sie dann aber und ich konnte erst filmen, als der Lachanfall vorbei war. Das Ergebnis seht Ihr hier – ist sogar ein Schnee-Engel erkennbar.

Ein Sommerreifen-Kandidat von nebenan fuhr von seiner geräumten Auffahrt und schon nach 5 Metern war Schluss. Die Räder drehten durch und er blockierte die Straße, weil er quer zur Fahrbahn stand. Offenbar wollte er mit dem Wagen allen Ernstes weiterfahren, wo es doch schon direkt vor der Tür nicht wirklich vorwärts ging…

Als ich meine kalten Hände ausgeschüttelte habe, ist es passiert: Mein goldener „Uschi-Ring“ ist abgeflogen und irgendwo in einer riesigen Schneewehe verschwunden. Ach nöö, ich nehme ihn doch eigentlich ab, wenn es kalt ist, weil meine Finger dann immer so dünn werden, nur diesmal nicht. Na toll, wir also erst mal grob den Pulverschnee durchsucht – nichts zu finden. Also hoch in die Wohnung und einen Eimer mit Schaufel geholt. Ich hätte die ganze Schneewehe abgetragen und in der Wanne schmelzen lassen. Brauchte ich aber gar nicht, denn schon in der ersten Ladung Schnee kam er zum Vorschein. Nun hängt der Ring wieder am Schlüsselbund. Und wenn es wärmer wird, passt er wieder wie angegossen.

Jetzt ist Daniela schon wieder vor der Tür und will den Welt-schönsten Schneemann bauen. Ich bin gespannt und darf erst gucken, wenn sie fertig ist.

Hotte

 PS   Da ist sie ja. Ein Traum von einer Schnee-Frau – im Karibik-Look mit Sektglas und Pumps.