Monatsarchiv: September 2009

See and Run in Bordesholm

Heute fand der “See and Run”-Lauf in Bordesholm statt. Ich fuhr mit einigen Kollegen zusammen hin und startete über die 9 Km. Die Groupies hatten frei. Da ich dort noch nicht mitgelaufen bin, ließ ich mir den Streckenverlauf erklären. Dabei erwähnten alle, dass es etwa 3 Km vor dem Ziel eine echte „Hammer-Steigung“ gibt. OK, das habe ich im Griff: 6 Km flach, eine Steigung, der Rest ist wieder flach. Soweit die Theorie.

Los ging`s um 10:15 Uhr und nachdem wieder die meisten der teilnehmenden Kinder aus den ersten Startreihen überholt wurden, legte ich den ersten Km in 4:06 zurück. Die Beine sind locker – alles gut. Dann wurde die Strecke etwas hügeliger und ich benötigte schon 4:17 für den nächsten Kilometer. Das permanente Auf und Ab ging doch ziemlich an die Substanz. Den schnellsten Kilometer legte ich in 4:06, den langsamsten in 6:06 zurück. Die von den Kollegen beschriebene Steigung war dann auch nicht zu übersehen – ein Sandweg, der über mehrere hundert Meter recht kräftig anstieg. Die gefühlte Geschwindigkeit lag hier nahe am Stillstand. Danach war ich wieder mit 4:30er-Zeiten unterwegs. Kurz vorm Ziel wurde es dann noch einmal richtig crossig. Durch den Wald und einen Trampelpfad entlang, bis zum Sportplatz und noch eine halbe Stadionrunde. Geschafft.

Am Ende stand die Uhr bei 44:46, was immer noch den 36. Platz in der Gesamtwertung und den 6. in der AK bedeutete.

Eine Gewinnerin hatten wir auch dabei, denn Mirja gewann bei der 17 Km-Strecke die Hauptklasse der Frauen. Herzlichen Glückwunsch nochmal. Die Siegerehrung nahmen wir denn auch noch mit und wurden von ihr auf dem Podest mit der Bogenschützen-Pose meines Landsmannes Usain Bolt bedacht.

Ein Novum für mich waren übrigens die Duschen in Bordesholm. Da es kein warmes Wasser gab ( und nach Aussage der übrigen Läufer auch in den letzten Jahren nicht gab ! ), waren sie sogar kälter als das Bier. Wirklich. Trotzdem war es eine herrliche Erfrischung ( allerdings erst im Nachhinein ).

Unser nächster Lauf startet schon am kommenden Samstag auf dem Bungsberg. Da sind dann auch die Groupies wieder dabei und holen noch die eine oder andere Sekunde weniger aus mir heraus. Und schlimmer als in Bordesholm kann das Streckenprofil da auch nicht sein. Vielleicht treffen wir dort ja auch Hannes, nachdem wir uns bisher nur aus dem WWW kennen.

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Holtenau und Kiellauf 2009

Bereits am vorletzten Freitag fand der Holtenau-Lauf statt. Es standen die 5 und die 10 Km zur Auswahl. Ich startete diesmal über die kurze Distanz. Was das Gerede der Kollegen vom „Kinderlauf“ im Vorfeld sollte, wurde mir erst am Start bewusst. Die Startreihen 1 bis 3 waren fast komplett einen Kopf kleiner als ich. Lediglich einige ältere sehr ambitionierte Läufer standen in der ersten Reihe. Ich setzte auf meine Start-Qualitäten und hielt mich vornehm in der 4. oder 5. Reihe, als das Rennen gestartet wurde.

Die ersten 800m gab es kaum ein Vorbeikommen an den Knirpsen, da die Strecke nicht sehr breit war. Danach wurde dann ein kleiner Zwischenspurt eingelegt und ich fand etwa bei Km 2 mein Renntempo.

Die Groupies waren zu 50% vor Ort. Lediglich Rüdiger kam vorbei, denn Daniela hatte keine Zeit. Er wartete im Zielbereich, da wir die Streckenführung für den kurzen Lauf nicht genau kannten. Es war aber genau dieselbe, wie bei den 10 Km, nur dass sie die Strecke eben 2x liefen.

Was soll ich schreiben…? Im Ziel fehlten 4 Sekunden zum Podestplatz in der Alterswertung. Aber der Läufer, den ich noch im Zielbereich kassieren wollte, dachte sich wohl, dass er niemanden mehr vorbei lässt. Und tatsächlich gehörte er auch noch zur selben Altersklasse. Sei`s drum – mehr ging nicht. Die glatt 22 Minuten Zielzeit wurden wirklich hart erlaufen. Beim Kiellauf sollte es besser werden.

Zur Vorbereitung gingen Groupie Daniela und ich gemütlich im Vapiano essen und anschließend ins Kino. „Maria, ihm schmeckt`s nicht“ ist wirklich lustig und empfehlenswert.

Beim Kiellauf wurde in diesem Jahr das erste Mal eine Netto-Zeit gemessen. Dafür gab es einen Einmal-Chip, der mit der Messung auch erst begann, wenn die Startlinie überquert wurde. Eine gute Idee, denn da mussten sich die langsameren Läufer nicht in die ersten Reihen stellen und das Rennen verschleppen.

Ich reihte mich also noch recht entspannt bei einer Zielzeit von etwa 50 Minuten im Starterfeld ein. Bis ca. 3.000 Läufer unterwegs sind, vergeht schon einige Zeit. Meine Differenz von Startschuss zum Passieren der Startlinie betrug über 2 Minuten.

Auf den ersten 2,5 Km kam ich mir vor wie ein Mercedes in der Formel1, der aus der letzten Reihe startet. Ich überholte einige hundert Läufer, aber das kostete auch Zeit. Erst ab dem Aquarium konnte ich frei laufen. Kurz hinter dem Landtag hallte erstmals das Megaphon. Aja, die Groupies sind wieder vollzählig an der Strecke und ich bin mitten im Überholvorgang. Das passt und macht einen Super-Eindruck.

Bis zur Abzweigung in die Hügel von Düsternbrook hatte ich meine Leistungsgruppe erreicht. In Düsternbrook hörte ich das nächste Mal das Megaphon der Groupies, die mich wieder einmal antrieben. Ab der Holtenauer ging es, bis auf eine kurze Steigung, nur noch bergab. Zum Glück. Ich war echt platt.

Im Ziel stand eine 50:35 Min. Das hatten wir auch schon mal schneller gesehen. War aber immer noch OK. Und für die Groupies war es sogar zu schnell. Etwa 800m vor dem Ziel hörte ich das Megaphon – hinter mir!!! Das gibt`s doch nicht – ich hatte die Groupies abgehängt. Hinterher versuchten sie es mit Absperrungen usw. zu erklären. Ja, nee, ist klar… Tatsache ist: Ich war einfach zu schnell…

Im Zielbereich erfuhren wir auch die Zeiten der Twitter-Kontakte. Getroffen haben wir leider keinen mehr.

Dafür wurde durch Rüdiger ein Neu-Groupie zwangs-rekrutiert. Die sehr unterhaltsame Blog-Kollegin Anna meinte, dass ihr niemand Bescheid gesagt hätte. Dabei wurde sie zur aktiven Teilnahme quasi-genötigt, ersatzweise zum Anfeuern angefordert. Naja, nach dem Motto: „Belohnung muss sein“ wurde sie durch Rüdiger direkt als 3. Groupie vertwittert. Ich bin gespannt. Einen „Biber“ hat sicher niemand an der Strecke stehen – and who the fu.. ist the „Tour-Teufel“? Das verstärkt den Wiedererkennungswert ungemein und langsam sind die nun 3 Groupies reif für einen TV-Beitrag.

Wir ließen die Veranstaltung in einem Strandkorb in der Campus-Suite am Bootshafen ausklingen.

Im Hintergrund läuft gerade der Film „Into the Blue“ mit Jessica Alba – die hat den Groupie-Test auch bestanden, sowohl im Badeanzug als auch im Bikini.

Morgen geht es nach Bordesholm zum „See & Run“. Ich starte über die 9 Km und bin auf mich allein gestellt, denn die Groupies haben frei und schonen sich für den Bungsberg-Lauf eine Woche später.

Als Highlight im nächsten Jahr habe ich ihnen eine Teilnahme am „Marathon de Medoc“ in Aussicht gestellt. Das ist ein Marathon in Frankreich, bei dem man von einem Weingut zum nächsten rennt und unterwegs auch mit Wein versorgt wird. Ich befürchte allerdings, dass die Groupies spätestens am 2. Verpflegungspunkt schlapp machen würden. Mal sehen, was sich ergibt.