Monatsarchiv: Juli 2009

Hafenfest, die Zweite

Gestern ging es wieder zum Hafenfest. Daniela hatte seit Donnerstag Besuch von Jule aus Hamburg und da musste man einfach zu LOTTO King Karl.

Da parallel auf drei weiteren Bühnen gespielt wurde, war bei LOTTO nicht so viel los. Er trat in der AUTOKRAFT-Halle auf und anstatt wie im letzten Jahr 30 Minuten am Eingang warten zu müssen, war dort alles frei. In der Halle allerdings ging gar nichts mehr. Bei dem Geschiebe und Gedrängel machte es keinen Spaß. Und warum auch gleich noch zwei Bierwagen reingestellt wurden, verstehen wir immer noch nicht. Nach 10 Minuten gingen wir auf das Gelände vor der Halle und hörten eben von dort zu. Das war wesentlich entspannter.

Beim parallel laufenden „Rock am Kirchberg“ waren wir diesmal nicht. Dort spielen jedes Jahr einheimische Bands, wie z.B. LEET, und die Stimmung erinnert an ein kleines Festival.

Das schöne am Hafenfest ist, dass viele alte Freunde genau zu diesem Fest nach Heiligenhafen kommen. Auch gestern traf ich wieder bekannte Gesichter, die man ziemlich genau ein Jahr lang nicht gesehen hat. Es war wieder ein gelungener Abend.

Heute ist der letzte Tag und es klingt mit einem Feuerwerk aus. Da freuen wir uns schon auf`s nächste Jahr.

Einige Bilder findet Ihr hier.

Am kommenden Freitag findet der Mitternachtslauf statt. Hoffe nicht, dass die Feierei der letzten Tage sich negativ auf die Zielzeit auswirkt.

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Niemals geht man so ganz

Pam mit DanielGestern gab Kollege Daniel seinen Abschied. Er geht nach über 6 Jahren von freenet in Kiel zu OTTO nach Hamburg.

Ich habe ihn erst vor 3 Monaten nach einem internen Wechsel richtig kennen und schätzen gelernt. Wir waren schnell auf einer Wellenlänge und hatten jede Menge Spaß. Überhaupt mögen ihn irgendwie alle gern.

Sein faible für Loriot ließ ihn die mails häufig mit Dr. Giesebrecht ( Dietmar ? ) unterschreiben.

Gestern starteten wir nun mit einigen Kollegen und Freunden um 20 Uhr im Hemingway und es gab Prosecco satt.

Wie erwartet wurde den ganzen Abend über viel gelacht und endlich weiß ich auch, wie Frauen in Thailand Kerzen „auspusten“ oder Ping Pong spielen.

Plötzlich war es halb 4. Nach Hause wollten wir noch nicht und so ging es weiter in die Bergstraße. Als wir dann los sind, war es taghell und schon 5:50 Uhr. Guten Tag.

Es war ein richtig gelungener und klasse Abend, mit dem allen der Abschied hoffentlich etwas leichter fällt.

Ich wünsche Dir viel, viel Spaß in Hamburg. Wir bleiben in Verbindung.

Mit einem musikalischen Gruß sage ich: Mach et juut, Dietmar.

Wie viel Krankenschwester braucht der Mensch?

Am vergangenen Sonntag fand anlässlich der 125 Jahr-Feier von Kellenhusen ein großer Festumzug aller Vereine, Firmen und Verbände statt.

Groupie Daniela nahm für das DRK als „Lernschwester Uschi“ teil. Dafür wurde ein Krankenschwesternkittel aus den 50er Jahren angezogen und eine weiße Haube mit großem roten Kreuz aufgesetzt. Zusammen mit den übrigen Schwestern startete sie um 16:00 Uhr beim Umzug – pünktlich zum großen Wolkenbruch. Innerhalb weniger Minuten waren alle klatschnass. Ab da war aber eigentlich auch alles egal.

Die Zuschauer waren beeindruckt, dass der Umzug nicht abgebrochen wurde, aber die Teilnehmer hatten ihren Spaß.

Das Feedback, dass Daniela als Krankenschwester bekam war so total entgegengesetzt zu dem, was sie als Lehrerin bekommt. Die Leute waren alle nett, wollten Fotos machen oder echte Hilfe bei kleineren Wehwehchen.

Direkt hinter dem DRK lief ein örtliches Sanitärunternehmen im Umzug. Die „Rohrverleger“ waren kaum zu halten angesichts der Schwestern vor ihnen. Sie klagten alle über „Probleme“ in den gleichen Zonen…

Anschließend gab es auf dem Brückenvorplatz am Strand für die Teilnehmer Freibier und Live-Musik und auch hier waren die Schwestern überall gern gesehen.

Die Frage, warum alle Leute Krankenschwestern mögen, ist schnell beantwortet: Sie helfen, heilen und kurieren. Geht`s mir schlecht, kommt eine blonde knackige Krankenschwester und es geht wieder gut. Dazu noch ein französischer oder schwedischer Akzent – heijeijei – Rüdiger versteht mich da sehr gut…

Auch musikalisch wurde dem Mythos Krankenschwester ein Denkmal gesetzt. Hört es Euch an.

Dahme-Trophy 2009

Heute fand die Dahme-Trophy statt. Und nachdem Papa mir schon davon vorgeschwärmt hatte, wollte ich mir die Veranstaltung selbst einmal anschauen. Groupie Daniela war bei der 125-Jahr-Feier von Kellenhusen für das DRK beim großen Dorf-Umzug eingebunden und konnte nicht mit. Da Schwager-in-spe, Andi, zu den Veranstaltungsleitern in Dahme gehört, hatten wir vorher verabredet, auch hinter die Kulissen schauen zu können. Das brauchten wir aber gar nicht.

Gegen 15 Uhr fuhr ich los. Geparkt wurde etwas abseits, denn der halbe Ort war gesperrt. Start und Ziel waren am Deich, sodass viele Menschen sich das Spektakel auf der Zielgeraden ansehen konnten. Leider fing es an zu regnen und die Zuschauerzahl nahm erheblich ab.

Direkt neben mir startete der Rettungshubschrauber, der nur eben den Arzt für die Dauer der Veranstaltung vorbeigebracht hatte. Ganz schön laut und windig so ein Vorgang.

Das Jedermann-Rennen lief aber weiter. Neben Halb-Profis stiegen immer wieder auch Profis mit ein, um den einen oder anderen im wahrsten Sinne des Wortes „anzuschieben“. Mannoman, die sind ganz schön schnell unterwegs.

Zwischendurch holten Papa und ich uns eine Bratwurst und trafen dort ganz unkompliziert auf einige Profifahrer und ihre Familien. Das nenne ich mal Fankontakt.

Es fand noch ein Kinderrennen statt, wobei die Lütten von den Profis unterstützt wurden. Hier setzte sich das Duell Bartko gegen Pollack in der nächsten Generation fort. Auch die Kleinen schenkten sich nichts und ließen „die Großen“ hinter sich. Die trugen es mit Fassung und bereiteten sich auf ihre Rennen vor.

Nach dem Jedermann-Rennen kauften wir Lose und gewannen direkt eine Überraschungstüte mit Kleinigkeiten und eine Fahrrad-Trinkflasche. Danach fuhren wir kurz nach Hause, um trocken auf`s Neue gespannt die Abschlussrennen mit Bartko, Pollack, Risi und Co. zu verfolgen. Nebenbei fanden weiter die Ausscheidungsrennen für den Abend statt.

Hinter dem Fahrerlager stand ein zur Schweizer Nationalflagge umgeschmückter Ferrari, der einiges für die Verabschiedung von Bruno Risi erahnen ließ. Auch ein R8 gehörte zum Fuhrpark der Promoter, wurde aber nicht ins Programm eingebaut.

Nachdem alle Entscheidungen gefallen waren, wurde Bruno Risi vom aktiven Radsport in Dahme verabschiedet. Dafür musste er zunächst sein Rad „an den Nagel hängen“ und durch ein Fahrrad-Spalier seiner Kollegen gehen. Dann fuhr er auf der Haube des Ferrari die Strecke ab. Nicht schlecht, die Show.

Gegen 22 Uhr sollten Klaus&Klaus auftreten. Noch schnell ein Foto mit dem „großen Klaus“ gemacht und ab zur Bühne. Dort fanden schon die Siegerehrungen statt.

Danach war noch Zeit für ein Foto mit Bruno Risi. Sowohl er selbst als auch seine Frau sind echt sympathisch. @Bruno: Das Foto geht nach Nesslau in der Nordschweiz.

Das Sangesduo kam etwas später als vermutet an, sodass wir schon eine „Entführung“ befürchteten. Immer noch pünktlich brachten die BOBs vom Sicherheitsdienst sie in „Boxer-Manier mit Geleitschutz“ zur Bühne. Man kann es auch übertreiben.

Andi und ich überlegten noch, ob wir einen „Flash-BOB“ verursachen, wenn wir uns Klaus nähern würden und alle BOBs sich auf uns stürzten. Den praktischen Beweis blieben wir aber schuldig.

Die Stimmung war prächtig und eine Polonäse nach der anderen durchzog die Zuschauer. Gegen 23 Uhr machte ich mich auf den Heimweg, während Andi noch dienstlich zum Feuerwerk bleiben musste.

Eine wirklich gelungene Veranstaltung, die ich nur empfehlen kann. Im nächsten Jahr bin ich sicher wieder da.

Einige Bilder findet Ihr hier.

Hafenfest Heiligenhafen 2009 – die Erste

Gestern waren Groupie Daniela und ich das erste Mal in diesem Jahr auf dem Heiligenhafener Hafenfest. Und es war prima.Wir

Schon die Anreise aus Kiel war ein echtes Erlebnis. Bis Oldenburg lief alles wie immer. Dann musste ich am Bahnhof umsteigen und der Spaß fing an. Als Anschlussbus kam das „Seepferdchen“ angedüst. Ein kleiner Bus für etwa 30 Personen aus den späten 60ern. Entsprechend sehen die Sitze aus und riecht er auch. In diesen Bus sollten Massen von gerade mit dem ICE angekommenen Touristen einsteigen, die anfangs aber nicht an „ihren“ Bus glaubten. Ich hatte also leichtes Spiel und stieg als erster ein. Nach einigen Sätzen, wie: „Was is`n DAS?“ oder „Das kann doch nicht unser Bus sein…“ trauten sie sich aber doch. Mehr als einmal war auch der Spruch „Na, der Urlaub fängt ja gut an.“ zu hören. Als alle drin waren, roch es plötzlich nach Kneipe. Der eine oder andere hatte sich im Zug offenbar schon etwas gegönnt. Naja, ist ja Urlaub.

Wir fuhren bis kurz vor Gremersdorf und standen plötzlich im Stau. Stimmt ja, es war Anreisetag. Da waren es aber noch 5 Km bis Heiligenhafen und auf der A1 bewegte sich gar nichts. Ab hier bin ich ein echter Seepferdchen-Fan, denn der Bus fuhr auf dem Standstreifen am Stau vorbei und wich von der eigentlichen Fahrtroute ab. Er nahm die Nebenstrecke über die Dörfer und war damit fast pünktlich in Heiligenhafen. Ich war baff. Ab da ging es nicht weiter, denn nach Fehmarn gibt es nur eine Brücke – und da war Stau. Mir egal, ich war am Ziel.

Die Stadt platzte förmlich aus allen Nähten. Unglaublich, wie viele Menschen unterwegs waren.

Gegen 18 Uhr machten wir uns auch auf den Weg, um in der Fischhalle etwas zu essen. Während des Hafenfestes wird aus der Halle, die eigentlich zum Verladen des Fischfanges dient, ein riesiges „Restaurant“. Das ist dann DER Anziehungspunkt am Hafen. Und günstig ist es auch. Seelachs mit Pommes kostet nur 3,50 € und frischer als hier geht es nicht. Sehr zu empfehlen. Die Frau vor mir wollte Dorsch haben, fand aber nur Backfisch und es gab folgende Unterhaltung:

Frau: „Ich möchte gerne Dorsch essen. Was ist denn eigentlich der Backfisch?“

Bedienung: „Das ist Seelachs. Dorsch haben wir hier nicht.“

Frau: „Nein, ich meinte, was ist das für ein Fisch, der Backfisch?“

Bedienung: „Das ist Seelachs.“

Frau: „Ist das Dorsch?“

Bedienung: „Nein, das ist Seelachs.“

Frau: „Nee, dann nehme ich lieber Dorsch.“

Bedienung: „Dorsch haben wir hier nicht, da müssen Sie nach nebenan ins Bistro gehen.“

Die Frau murmelte etwas und ging. Ich musste die ganze Zeit grinsen und die Bedienung war kurz vor`m verzweifeln. Herrlich.

Nach unserem Imbiss und dem ersten Bierchen, fuhren wir mit dem 50 Meter hohen !!! Riesenrad.

RiesenradDie Aussicht war einfach toll. Die Fehmarnsund-Brücke war gut zu sehen und dass unser Yachthafen so groß ist, hätte ich nicht gedacht.

Anschließend schlenderten wir durch den Hafen und Daniela sah das erste Mal seit geschätzten 30 Jahren wieder Seesterne im Wasser.

Wir trafen auch den berühmt-berüchtigten einheimischen Musiker Friedhelm R., der wieder versuchte, seine CD`s an den Mann zu bringen. Sein Song „Tor Tor Tor wird hoffentlich der WM-Song 2010. 😉

Nach unserem Spaziergang setzten wir uns auf das Feuerschiff „Fehmarnbelt“. Das liegt genau vor der Fischhalle zwischen dem Minenjagdboot „Bad Bevensen“ und der „MS-Seho“ und ist eine Kombination aus Museumsschiff und Kneipe.Hafen

Die Seho veranstaltet während der Hafenfesttage Stundenfahrten und zum Abend hin eine Lampion-Fahrt.

Wir saßen ganz vorne und beobachteten, wie die Möwen den Touris die Pommes aus der Hand nahmen und der Trubel an uns vorbeizog. Plötzlich machte es „Platsch“ und wir dachten, jemand hat etwas ins Wasser geworfen. Als wir über Bord guckten, schwamm da ein etwa 50jähriger Mann in voller Montur im Hafenbecken. Das gibt`s doch nicht. Da ist der Besoffene ins Hafenbecken geflogen. Die Passanten auf der Pier lotsten ihn zur Leiter, wo er wieder rauskletterte und sich gleich auf den Weg in Richtung nächsten Bierpilz machte. Anhand der Wasserspur konnte man ihm gut folgen und deutlich erkennen, dass er ziemlich betrunken war – bei diesem Zick-Zack-Muster. Die Leute, die er an Land traf guckten ihn etwas ungläubig an und wir konnten uns kaum halten vor Lachen.

Später am Abend gingen wir rüber auf die „Bad Bevensen“. Das ist ein Marineschiff, dass zum Hafenfest ein Open Ship veranstaltet ( inklu. Bar auf dem „Sonnendeck“ ). Die Matrosen machen als „Bürger in Uniform“ fleißig mit und schenken nicht nur aus sondern sich auch ein. Es ist immer wieder ein Spaß an Bord.

Gegen 23 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. Als wir vor der Bühne entlanggingen, sang die Band plötzlich den „Polonäse-Song“. Wir konnten nicht anders und starteten mit der kleinsten Polonäse der Welt. Der erste versuch, sich bei jemandem anzuhängen, scheiterte, weil sie nicht wollte. Beim zweiten versuch drehte sie sich um und begrüßte uns mit einem herzlichen „Hallo Frau Kessner“. Da greift Daniela sich aus ca. 1.000 Leuten die Mutter einer Schülerin für die Polonäse. Die wollte aber auch nicht richtig mitmachen und wir zogen weiter nach Hause.

Am nächsten Wochenende findet der „Rock am Kirchberg“ statt und danach spielt Lotto King Karl in der Autokrafthalle. Mal sehen, ob dieser Start getoppt werden kann.

 Einige Bilder dazu findet Ihr hier.

Andi`s Geburtstag und die Stadtwette

Am vergangenen Samstag hatte Groupie Daniela`s Bruder Geburtstag. Er feierte mit einem BBQ am Strand von Kellenhusen rein. Den ganzen Freitag über hatte es geregnet und wir ( na gut, ich ) fürchteten schon, uns in der Werbung „Norddeutsche grillen härter“ wiederzufinden. Aber alles war OK. Petrus ist ein Andi-Freund.

Der Abend lief gut. Vom Südstrand, wo die Hobie-Cats der Flensburger Sail Station machten, hörten wir die Musik und konnten sogar einige Raketen von „Ostsee in Flammen“ in Grömitz sehen. Es wurde viel gelacht, selbst über die allerflachsten Sprüche.

Um 0:05 Uhr zündete Daniela nach dem Schleswig-Holstein-Lied auf RSH und der Glückwunschrunde 3 mitgebrachte Silvester-Raketen als Salut. Im nächsten Jahr wird Andi 30 und das am selben Tag, wie wir Fußball-Weltmeister in Südafrika. Na, das wird ja ein Wochenende… Noch 360 Tage ab heute.

Gegen 1 Uhr löste sich die Feier langsam auf. Am Samstag stand zunächst der Geburtstagskaffee mit der Familie auf dem Programm.

Gegen Abend ging es wieder nach Heiligenhafen, wo die NDR-Sommertour mit der Stadtwette zu Gast war. Die Heiligenhafener hatten gewettet, eine Strecke vom Hafen zum Marktplatz ( 488m ) mit einer Domino-Reihe aus Fischkisten zu schaffen. Als Einsatz brachte der Bürgermeister ein Bad in einer Eiswanne ein. Selbstverständlich gewannen wir die Wette und der NDR-Moderator durfte mit Gummi-Ente und Cocktail ( und Neopren-Anzug !!! ) ins Eiswasser. Die Wette selbst sahen wir uns noch zu Hause live im Schleswig-Holstein-Magazin an. Anschließend machten wir uns auf die Socken, denn als main-act trat die Gruppe MARQUESS auf. Ich glaube, nur ein Lied von denen zu kennen. Da sich die spanischen Urlaubshits aber sehr ähnlich anhören, kann ich mich auch irren. Jedenfalls war es ziemlich voll und die Stimmung gut. Wir trafen auch meinen Bruder, der mit dem ASB vor Ort war. Außerdem zeigte die Freiwillige Feuerwehr auf dem Marktplatz, dass sie „den längsten hat“, nämlich den Leiterwagen.

Ebenfalls „beeindruckend“ war die kleine Blondine im Bierwagen, die erst mal nachrechnen musste, was 2 Bier ( je 2,50 € ) plus 2x 50 Ct. Pfand kosten. Sowas!!! Das machte sie doch gleich „interessant“ – unendlich viel Bier und so hilflos. Da will man doch nur helfen… Meine These, dass das bestimmt meine Wirkung auf Frauen sei, wollte Daniela aber nicht unterschreiben. Gegen 23 Uhr wurde es merklich leerer und auch wir machten uns auf den Heimweg.

Am Sonntag wollte ich eigentlich früh morgens laufen, wachte aber erst gegen 10 Uhr auf. Und weil ein kleiner Umzug von Daniela`s Sachen in der Schule anstand, verschob ich das erst mal auf abends. Während des Umzugs stellten wir fest, dass der Corsa ein echtes Platzwunder ist, der auch vor IKEA-Regalen nicht kapituliert. Und weil es am Abend wie aus Eimern schüttete, wurde das Training nochmals verschoben.

Auch bei der Tour de France gibt es aus meiner Sastre-Sicht nichts Neues. Schade eigentlich. Hoffen wir mal auf die Alpen. Die Twitter-Einträge von Armstrong sind immer wieder klasse: „Da kommt Robin Williams am Tourbus vorbei und will etwas quatschen…“ Das Video dazu steht auch immer gleich einige Minuten später online. Twitter kann ich jedem nur ans Herz legen. Und bei 1 Mrd. anvisierten Nutzern in den nächsten 4 Jahren, sind wir dann ziemlich viele.

Am kommenden Wochenende starten die Heiligenhafener Hafenfesttage. Die dauern 10 Tage und sind immer klasse. Sehr empfehlenswert am zweiten Samstag der „Rock am Kirchberg“, wo einheimische Bands hinter der Stadtkirche auftreten. Da kommt echte Festival-Stimmung auf. Am selben Abend spielt auch noch Lotto King Karl nur wenige Meter weiter in der AUTOKRAFT-Halle. Aber auch der Klassiker „Fischhalle“ ist die gesamte Zeit über ein echtes Highlight. Und der Fisch dort ist nicht nur lecker sondern auch günstig.

Tour de France meets Twitter

Endlich ist es wieder soweit: Die Tour de France läuft und verkürzt nicht nur die Wartezeit bis zum Start der Fußball-Bundesliga. Um den persönlichen Anreiz zu erhöhen und noch intensiver mitzufiebern, haben Becks und ich vor dem Start je 2,50 € auf Carlos Sastre gesetzt. Er ist zwar nicht der Top-Favorit, hat aber neben einer interessanten Quote auch eine reele Chance, um den Sieg mitzufahren. Unsere Idee, war, dass Contador, Klöden und Armstrong sich vielleicht „uneinig“ werden und der Rest des Feldes den lachenden Dritten stellt. Bereits am dritten Tag ließ Armstrong seinen Kapitän im Hauptfeld stehen, während er selbst mit zwei Helfern im Verfolgerfeld der Spitzengruppe für Tempo sorgte und 40 Sekunden Vorsprung herausfuhr. Das war schon eine deutliche Aussage zu seiner Situation bei ASTANA.

Kurz vor der Tour habe ich meinen Twitter-Account, der irgendwann mal reserviert wurde, eingerichtet und einige Stars der Radfahr-Szene als Kontakt markiert. Und wie ich noch ungläubig auf den Bildschirm gucke und sehe, wie Lance Armstrong ins Ziel fährt und in den Tourbus steigt, bekomme ich bei Twitter die Nachricht, dass neue Nachrichten ( Tweets ) für mich da sind. Keine 2 Minuten nachdem Armstrong in den Bus gestiegen ist, schreibt er bei Twitter, dass er jetzt im Bus sitzt und den Tag analysiert. DAS nenne ich mal interaktiv.

Die übrigen Fahrer twittern spätestens am Abend, wie der Tag aus ihrer Sicht gelaufen ist und was für den nächsten Tag ansteht. Auch Sastre twittert, aber leider häufig auf spanisch. Und bei aktuell 2:44 Minuten Rückstand auf die Spitze, soll er sich lieber schonen und nicht soviel online gehen. 😉