Monatsarchiv: Mai 2009

Billard-Wunderkind aus New York

Als leidenschaftlicher Pool-Billard-Spieler, der einmal pro Woche mit Groupie Rüdiger zum Spielen in die Billard-Galerie Kiel geht, verfolgte ich folgende Meldung sehr interessiert: Da gibt es in New York, genauer Johnstown, einen Knirps von 2 Jahren, der seinen Vater, einen begeisterten Billard-Spieler, schon am Tisch geschlagen hat. Wiz kid Keith O`Dell Jr. ist gleichzeitig das jüngste Mitglied der American Pool Association und tingelt derzeit von einer Talkshow zur nächsten. Um überhaupt an den Tisch zu kommen, benötigt er einen Stuhl. Angefangen hat alles mit einem Kinder-Billard-Tisch zu Weihnachten. Obwohl die Eltern nicht glaubten, dass er damit wirklich schon etwas anfangen kann, kauften sie ihn. Der Vater hoffte wohl auf spätere Begeisterung bei seinem Spross. Der legte aber gleich ´mal los und beeindruckte seine Eltern nachhaltig. Bekannt wurde er durch bei youtube eingestellte Filmchen, wie er die Kugeln versenkt. Dadurch wurden auch andere Medien auf ihn aufmerksam. Mittlerweile ist er auf die regulären Billard-Tische umgestiegen und lernt angeblich nur durch Beobachten und Nachahmen ( genau wie das Groupie – er kopiert meine schönsten Tricks mittlerweile ganz unverblümt und gibt sie auch noch als eigene Genie-Streiche aus… ). Ein schöner pädagogischer Nebeneffekt ist laut der Mutter, dass Keith auch noch die Farben und Zahlen ( jedenfalls bis 15 ) lernt. Mittlerweile hat das Billard-Wunderkind eine eigene website und Sponsoren. Angeblich arbeitet die Firma „McDermott Cues“ gerade an einer eigenen O´Dell-Serie von Billard-Queues. Und auch der geschenkte Brunswick-Billard-Tisch ist nicht zu verachten. Vielleicht bekomme ich auch einen, wenn Rüdiger sich als Anderthalbjähriger verkleidet und spielt wie immer ( den Schnuller spendiere ich ). Da muss ich mit dem eigenen Nachwuchs später wohl doch auf mainstream wie Fußball; Handball; Tennis oder Golf ausweichen, denn mit Laufen lässt sich nur schwer Geld verdienen ( selbst wenn die Gene 1A sind ) und die Billard-Idee ist jetzt verbraucht. Ich kann auch gerne an einem schlechten Tag gegen Rüdiger im 9-Ball verlieren ( kommt selten genug vor ) – aber niemals gegen einen 2jährigen. Dann würde ich Gabi ( mein Queue ) sofort verschrotten.

Advertisements

Geburtstagsfeier am Strand

Gestern stand meine Geburtstagsfeier an. Sie sollte in diesem Jahr direkt am Ostseestrand stattfinden. Da ich auf eine zutreffende Wetterprognose warten musste und mich höchstens auf die 5-Tage-Vorhersage verlasse, konnte ich die Gäste erst am Dienstag einladen. Da waren einige Absagen leider schon vorprogrammiert.

Als Ort wurde der Strand von Klostersee bei Cismar ausgesucht. Dort haben wir nachmittags gegrillt und nebenbei die Bundesliga-Konferenz auf NDR2 gehört. Es ist unglaublich, wie viel in einen kleinen Corsa passt. Jedenfalls bekamen wir alle Sachen in einer Tour mit. Die mitgebrachten Kinder spielten im Sand und das Wetter war super. Morgens lag der Himmel noch in verschiedenen Grautönen. Aber Daniela mit ihrer unerschütterlichen Zuversicht behielt Recht und er wurde schlagartig strahlend blau, als wir am Strand ankamen. Einzeln durchziehende Wolken machten da gar nichts. Die Getränke lagen in mitgebrachten Kühlboxen, die voll waren mit Eis; genau so habe ich mir das vorgestellt.

Ein besonderer Dank geht an dieser Stelle an das Team der Fischhalle in Heiligenhafen. Sie sponsorten uns kurzerhand das Eis für die Kühlboxen. Daher hier ein kleiner Tipp für alle Gäste: Nicht nur zum Hafenfest ist es längst Kult, in der Fischhalle seinen Fisch direkt am Hafen zu essen. Sehr zu empfehlen. In diesem Jahr findet es übrigens vom 17. – 26. Juli 2009 statt.

Ebenfalls mitgefeiert haben wir den 60. Geburtstag unseres Grundgesetzes. Dafür hing eine kleine Deutschland-Fahne, die noch von der letzten Fußball-EM stammt, bei unseren Sachen. Dieser Feier-Anlass sorgte bei einigen Touristen zwar für Verwunderung, aber sie fanden die Idee sehr gut. Daniela konnte ihnen das auch erzählen, ohne dabei zu schmunzeln.

Die Stimmung war super und alle stimmten dafür, so etwas einmal mit einem kleinen Lagerfeuer und Openend zu wiederholen, denn gegen 18 Uhr mussten die meisten Gäste wieder los, da abends noch ein weiterer Geburtstag gefeiert werden wollte. Um 20 Uhr wurde es merklich kühler und auch „der harte Kern“ ( natürlich beide Groupies ) und ich brachen auf.

Zum Abschluss sorgte noch Rüdigers Definition einer „kleinen Spinne“, die auf Danielas Jacke kroch, für Verwirrung. Vorsichtshalber hatte Daniela ihre Jacke blitzschnell ausgezogen und weggeworfen, als eine etwa 2-Euro-Stück große Spinne unter der Jacke zum Vorschein kam. Wir wollten gar nicht ausmalen, wie Daniela reagiert hätte, wenn sie sie noch angehabt hätte, als das Vieh in ihr Blickfeld kam. Sie selbst vermutete einen schreienden Sprint in die Ostsee. Und ich möchte nie von Rüdiger vor einer „kleinen Schlange“ gewarnt werden!

Eine richtig gut gelungene Feier. Vielen Dank an die Unterstützer für die Hilfe und die Gäste für die tollen Geschenke.

Einige Fotos findet Ihr hier.

Vatertagstour nach Grömitz

Am Donnerstag war Himmelfahrt und wie jedes Jahr machten wir uns mit Fahrrad, Bollerwagen und Musik auf nach Grömitz. Diesmal waren wir zu fünft und kamen relativ zeitig um etwa 11 Uhr los. Da die eigentliche Vatertags-Kassette ( ist wirklich noch eine echte alte Kassette ) seit 2 Jahren unauffindbar ist, hielt auch bei uns der Fortschritt Einzug und die Boxen wurden kleiner und mit einem iPod verbunden. Wir zogen also mit der gängigen Chart- statt der üblichen Party-Musik los. Man wird eben nicht jünger und irgendwie passte die auch perfekt zu diesem Tag.

Das Wetter war gut und wir radelten auf den Nebenstrecken durch die Rapsfelder. Immer wieder trafen wir andere Gruppen und einige Bekannte dabei. Die Stimmung war gut und konnte auch durch einen kurzen Schauer nicht getrübt werden. Gegen 15:30 Uhr kamen wir in Grömitz an und die Promenade war wieder richtig voll – genauso wie die meisten Vatertags-Gruppen. Auch hier trafen wir wieder etliche Bekannte. Nach einer kleinen Stärkung ( diesmal nichts Flüssiges ) machte ich mich wieder auf den Weg zurück, da das Fahrrad nur geliehen war und wieder abgegeben werden musste. Der grau aufziehende Himmel erleichterte die Entscheidung zurückzufahren. Die anderen blieben noch da.

Pünktlich um kurz vor 18 Uhr gab ich das Rad ab und konnte noch mit Groupie Daniela zur Live-Musik von Mad Murph Mahoon. Gute Stimmung und auch hier trafen wir wieder einige Bekannte. Um 24 Uhr feierten wir dort auch noch in meinen Geburtstag rein und waren nicht allzu spät zu Hause.

Fischhallen-Lauf 2009

Heute ging der Fischhallen-Lauf auf dem Kieler Ostufer über die Bühne. Nachdem in den letzten Tagen noch Regen angesagt war, hatten wir wieder einmal Glück. Es schien die Sonne und ein leichter Wind sollte für etwas Abkühlung unterwegs sorgen. Die Groupies waren wieder vollständig dabei. Als Vorbereitung sahen wir am gestern gemeinsam den Grand Prix de Eurovision bei Chips und Wein und waren uns einig, dass der deutsche Beitrag besser war als seine Platzierung. Während Rüdiger fast Recht hatte und auf Island setzte ( @Rüdiger: Ich glaube wirklich nicht, dass Yohanna unter der Woche als Krankenschwester arbeitet… ), lagen Daniela und ich mit Griechenland meilenweit daneben. Zwischendurch wurde der Plan zur Diskussion gestellt, Daniela beim Stiletto-Run in Berlin anzumelden. Leider ist sie von der Idee bisher nicht so richtig überzeugt. Der Start zum Fischhallen-Lauf für die 10 Km Distanz erfolgte um 10 Uhr. Die Groupies hatten sich an der ersten großen Kreuzung postiert und ich hörte schon von weitem das Megaphon. Nach dem schleppenden Start in Ottendorf reihte ich mich diesmal etwas weiter vorne ein und kam gut weg. Die Zwischenzeit bei Km 1 lag bei etwa 4 Minuten. Nicht schlecht, das sieht nach einer guten Zeit aus. Zunächst ging es bergab in Richtung des Marine-Arsenals. Dort liefen wir über das Gelände und passierten unter anderem direkt einen dieser Mega-Neubauten von Privatyacht, die bei HDW gefertigt werden. Das Schiff sieht ein wenig aus wie ein U-Boot. Es gibt fast keine Kanten, alles ist rund. Mann, ist das Ding riesig. Mann, ist das Ding riesig. Wenn es auf der Förde getestet wird, sieht es wesentlich kleiner aus. Kurz hinter dem Wendepunkt auf der Mole ist Halbzeit. Die Zwischenzeit hier liegt bei 23:20 Min. Das läuft ja gut. Kurz danach werden dann aber doch die Beine schwer und ich schalte einen gang ´runter. Zum Glück stehen beim Verlassen des Marinegeländes wieder die Groupies am Streckenrand und an eine „Pause“ ist nicht zu denken. Es geht durch die Fischhalle und wieder vorbei an den Groupies. Ach, wie gerne würde ich mit ihnen im Auto zurückfahren, aber dafür sind wir ja nicht hier. Die Strecke bis ins Ziel steht im Zeichen des „Ankommens“. Bei Km 8 standen 38:32 Min. auf der Uhr. Ein Schnitt von etwa 5 Min./Km ist OK. Das Tempo wurde nur unwesentlich langsamer, denn 1 Km vor dem Ziel lag ich bei 43:35 Min. Der letzte Anstieg hoch zum Ziel kostete dann noch einige Sekunden extra, die ohne die Unterstützung durch die Groupies sicher noch etwas mehr gewesen wären. Angeblich musste Daniela einen Polizisten becircen, damit sie bis an die Strecke vorfahren durften. Im Ziel stand dann eine Zeit von 48:54 Min., die angepeilten 50 Minuten wurde also deutlich unterboten. In der Altersklasse wurde ich 35. und im Gesamtklassement landete ich auf dem 254. Platz. Da nehme ich den zu erwartenden Muskelkater doch gerne in Kauf. Nach dem Lauf zog sich die kombinierte Siegerehrung/Tombola ziemlich in Länge. Aber fast alle Tombola-Teilnehmer hofften auf die Reise mit der Color-Line. Wir haben leider keinen Preis gewonnen. Christina aus der Perso zog eine Leistungsdiagnostik an Land und Mirja durfte sich das Geschehen vom Treppchen aus ansehen, denn sie wurde in ihrer Altersklasse 2. und natürlich auch mit einer Urkunde geehrt. Herzlichen Glückwunsch. Der nächste Lauf steht in 3 Wochen in Gettorf auf dem Plan. Dort geht es dann über 16 Km. Ich freue mich schon wieder auf die Groupies am Streckenrand. Vielen Dank noch mal für die heutige Unterstützung.

Ottendorfer Kanallauf 2009

Heute startete die eigentliche Laufsaison 2009 für die Groupies und mich. Der Kiel-Marathon im Februar ist ja eher ein „Vorgeplänkel“. Es ging beim 15. Ottendorfer Kanallauf über die 11,1 Km.

Geweckt wurde ich von der Sonne und den ATARIS mit „Boys of Summer“ – Was für ein Start in den Tag!!! Die Groupies waren nur zu 50% vor Ort. Daniela hatte zum Muttertag ihre Mutter und ihre Oma geladen. Rüdiger machte seine Sache wieder ausgezeichnet, fuhr lässig im Auto neben den Läufern her und drehte nebenbei einen ( wahrscheinlich künstlerisch wertvollen ) Film mit seinem Handy. [Update R-Digger: Nein tat er nicht, nur Fotos, die ich hier noch nachträglich reinschmuggele 😉 ]

Er läuft und läuft und läuft....

Er läuft und läuft und läuft....

Die „Grünen“ waren mit 14 Teilnehmern auf der langen und 3 Kollegen auf der kurzen Strecke vertreten. Um 10 Uhr ging es los. Die angestrebte Endzeit sollte irgendwo bei 55 Minuten liegen. Das ist ein Schnitt von etwa 5 Min./Km und meiner Vorbereitung durchaus angemessen. Neben etwas Training hatte ich vor einigen Tagen auch noch die Ernährung etwas umgestellt. Plötzlich findet sich sogar Bio-Müsli in meiner Küche.

Da der Start sehr beengt war, sah ich die Startlinie erst nach etwa 30 Sekunden. Und weil wieder einmal ziemlich viele langsame Läufer in den ersten Reihen starteten, dauerte es fast bis Kilometer 2, ehe die angestrebte Geschwindigkeit problemlos gelaufen werden konnte. Zunächst ging es durch Rapsfelder bis hinunter zum Nord-Ostsee-Kanal. Hier wehte ein kühlendes Lüftchen und es war nur ein einziges Schiff während dieses Abschnitts zu sehen. Die Krise hinterlässt auch hier ihre Spuren.

Olaf, mit dem ich zusammen gestartet bin, hatte sich etwas abgesetzt und von Rüdiger erfuhr ich bei Kilometer 7, dass auch Thomas bereits einigen Vorsprung hatte. Ab nun ging es stetig leicht bergauf und der erfrischende Wind war auch weg. Die Temperatur stieg ziemlich an. Da Rüdiger aber immer wieder in seinem Auto neben mir auftauchte, hatte ich keine Gelegenheit, das Tempo zu drosseln. So lief ich nach 54:26 Min. ins Ziel. Thomas und Olaf waren bereits da und auch das Roadie-Groupie feuerte mich auf den letzten Metern noch einmal an.

Im Ziel erhielt jeder Finisher eine Bananen-Dose ( sowas gibt`s wirklich ). Unser nächster Start ist schon am kommenden Sonntag der Fischhallen-Lauf. Dann sind auch die Groupies wieder in voller Besetzung dabei.