Monatsarchiv: August 2008

Sundlauf 2008 – Der Pokal hat seine eigenen Gesetze

Am vergangenen Samstag überraschte Groupie Daniela mich mit einem leckeren Abendessen. Sie war gerade von einer Woche Schweden mit einer Freundin zurück und machte vegetarische Köttbullar mit Kartoffelmuß und Preiselbeeren. Dazu gab es Rotwein. Mjammy.
Es hatte den ganzen Tag sintflutartig geregnet und wir machten passiv jede Menge Sport von der Couch aus, indem wir die deutschen Hockey-Herren in ihrem Finale von Peking anfeuerten. Das alles passte aber nicht so 100 %ig in meine Vorbereitungen auf die nächsten Wettkämpfe und ich entschied, am nächsten Morgen zu laufen. In meinem Rennkalender war der Sundlauf über 10 Km vermerkt und ein kurzer Blick ins WWW verriet, dass man dort bis kurz vor dem Start noch nachmelden konnte. Na gut, wenn es nicht regnet, fahre ich nach Großenbrode. Da diese Trainingsmaßnahme sehr kurzfristig getroffen wurde und auch noch vom Wetter abhing, waren die Groupies freigestellt.
Um 7:15 Uhr ging`s los nach GB, einem Dorf mit etwa 2100 Einwohnern direkt an der Ostsee. Das Wetter war richtig gut zum Laufen: kaum Wind, kein Regen und blauer Himmel bei angenehmen Temperaturen. Vor Ort sorgte ein junges Pärchen gleich für gute Unterhaltung bei den Organisatoren, als es nach einem Rabatt für Studenten bei den Nachmeldungen fragte. Köstlich…
Um 9:15 erfolgte der Startschuss für den 10 Km-Küstenlauf. Zunächst ging es über die Promenade. Danach liefen wir einen großen Bogen durch die Felder und wieder zurück ins Dorf. Große Höhenunterschiede gab es nicht zu überwinden. Zum Glück, denn das Abendessen vom Vortag lag doch etwas schwer im Magen. Und so ganz ohne Groupies an der Strecke ist es irgendwie ungewohnt, zu laufen. Nach 46:13 Min. sah ich die Zielflagge und war wirklich ausgepowert. Geiles Gefühl. Nach einem kurzen Auslaufen fuhr ich wieder zurück nach Heiligenhafen, um zu duschen und mit dem Ober-Groupie zu frühstücken.
Zur Siegerehrung um 12 Uhr düsten wir wieder die 5 Km nach Großenbrode. Als Daniela einen Blick auf die Ergebnislisten warf, kam sie mir aufgeregt entgegen gehopst. Hatte ich doch tatsächlich die Altersklasse gewonnen. „Gibt’s`ja nich“, dachte ich – und ausgerechnet da waren die Groupies nicht an der Strecke.
Während der Siegerehrung wurden durch den Kommentator noch einige Mitfahrgelegenheiten in die umliegenden Gemeinden vermittelt – Klasse, das geht auch nur auf`m Dorf.
Der Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen, mir persönlich zu gratulieren. Netter Zug von ihm.
Nun steht er hier – der erste unter den Groupies gewonnene Pokal.
Road-Groupie Rüdiger glaubte zuerst an einen Scherz, als wir ihm davon berichteten, und forderte sogleich als Wiedergutmachung für die entgangenen Groupie-Freuden einen Gesamtsieg bei den nächsten Rennen. Schau`n wir mal.

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