Monatsarchiv: Juni 2008

10 Meilen von Gettorf 2008

Am vergangenen Sonntag standen die 10 Meilen von Gettorf auf dem Programm. Nachdem ich vor zwei Wochen beim Fischhallenlauf nur von einem Groupie unterstützt werden konnte ( Daniela befand sich auf einer Groupie-Promo-Tour im Allgäu ), waren in Gettorf wieder beide Groupies an Bord.
Das Wetter war prima – die Sonne schien und es wehte nur ein leichter Wind. Groupie Daniela fuhr diesmal direkt im Betreuerwagen der freenetten mit und war frühzeitig mit uns vor Ort. Sie erkundete fachmännisch das Gelände und fand schnell die richtigen Plätze zum Anfeuern im Start-Ziel-Bereich. Groupie Rüdiger kam direkt zum Start.
Pünktlich um 9:30 Uhr ging es los. 10 Meilen – Was ist das schon…?
Die ersten Kilometer liefen sehr locker. Etwa bei Kilometer 5 wurde es dann doch ziemlich warm und Schatten gab es immer weniger. Zwischendurch hatte ich das Gefühl, durch einen riesigen Kuhstall zu rennen, weil die „gute Landluft“ nun ´mal zu einem Lauf auf dem Dorf dazugehört. Gepaart mit den steigenden Temperaturen drückte das allerdings auf die Motivation. Nach 10 Kilometern hatte ich immer noch kein Groupie an der Strecke gesehen. Das ließ mich vermuten, dass sie jederzeit am Straßenrand auftauchen. So kam es auch, dass ich bei Kilometer 12, als der Akku echt leer war, Elvis, der am Ende eines Tunnels im grellen Lichte stehend versuchte, mich mit 100 jungfräulichen Groupies zum Aufhören zu bewegen, absagen musste. Hatte ich doch die wahren Groupies mit ihrem ekstatischen „Hüh-Hotte-Hüh“-Geschrei noch nicht erlebt. Jedenfalls veranlasste mich diese Phantasie dazu, beim nächsten Versorgungsstand etwas gegen die drohende Dehydrierung zu tun. Zwei Becher Wasser kamen genau richtig. Zum Trinken wurde ich etwas langsamer und hatte danach leichte Probleme, die richtige Reisegeschwindigkeit wieder aufzunehmen. Außerdem wurden die Oberschenkel plötzlich so hart, wie das Leben an der Küste selbst. Aber jetzt aussteigen? Nee, ich wollte doch die gut gemeinten Unwahrheiten kurz vor dem Ziel nicht verpassen, wenn sie rufen:„Weiter so, sieht gut aus…“. Auf den letzten Kilometern hatte ich dann eine 1000er Zeit von etwa 5:30 Min. nach 4:30 zu Beginn des Rennens. Egal, Hauptsache ankommen – und zwar vor T.B. Die Gesamtzeit lag mit 1:21 h auch nur eine Minute über der angestrebten Zeit. Das ist OK. Die Groupies hatten sich im Zielbereich an zwei verschiedenen Stellen positioniert. Mike war schon wieder seit etwa einer Stunde im Ziel und fungierte auf den letzten 600 Metern als mein persönlicher Hase ( im läuferischen Sinne… ).
Geschafft.
Gefühlte zwei Stunden später, als ich schon die ersten Interviews vor der Groupie-Cam hinter mir hatte, trudelte auch T.B. ein ( tatsächlich waren es nur einige Minuten ). Da trank ich gerade den 10ten Liter Wasser…
Die Temperaturen machten nicht nur uns zu schaffen: Ein Läufer wurde auf der Stadionrunde von zwei Sanitätern mit Notfallkoffer ( und Defi? ) begleitet, weil er sich trotz offensichtlichem Schwächeanfall kurz vor dem Ziel energisch weigerte, aufzuhören.

Auch auf der 5 Km-Strecke war die Farbe grün vertreten. Hier wurde der firmeninterne Läufer-Nachwuchs angefixt.

Den läuferischen Teil des Sonntags haben wir bei einem Eis im „Edgar`s“ an der Hörn ausklingen lassen.

Vielen Dank wieder einmal an die Groupies. Mit Euch macht es doppelt Spaß.

Bis zum nächsten Rennen,
Hotte

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