Monatsarchiv: Juli 2007

Mitternachtslauf 2007

Am Freitag war es wieder einmal soweit – der Mitternachtslauf in Heiligenhafen stand auf dem Programm. In diesem Jahr nahmen auch einige Kollegen an dem Rennen teil. Mittags öffnete Petrus noch einmal die Schleusen und es ließ nichts Gutes für den Lauf erwarten. Aber was auch immer die Veranstalter getan haben ( Gruß an Frank – Deine Vorhersage war richtig ) , es hat funktioniert. Den ganzen Nachmittag und Abend über blieb es trocken und pünktlich zum Start ließ sogar der Wind nach. Und da es sich um mein Heimrennen handelt, waren die Kollegen zur vorherigen Pasta-Party bei Groupie Daniela eingeladen. Die Arbeit ließ es aber nur bei zwei Kollegen zu, dass sie in den Genuss der Spaghetti kamen; Sven und Mike, auch besser bekannt als Dieter B. – Olympiasieger und leidenschaftlicher Zahnputzfan. Selbstverständlich war auch das zweite Groupie mit dabei. Nach dem Essen radelten wir Läufer dann noch die Strecke ab. In der Zwischenzeit suchten die Groupies die besten Plätze, um mich möglichst häufig anfeuern zu können.
Dieses Jahr fand das erste Mal ein Mini-Rennen für die 5-11jährigen statt. Der Start war um 20:30 Uhr und da ich versprochen hatte, an der Strecke zu stehen, sahen wir uns die Lütten an. Außerdem hatte freenet für jeden der kleinen Läufer eine Kappe spendiert. Entsprechend war die Farbe grün auch noch bei unserem Start vertreten.
Gegen 22 Uhr kamen die restlichen „Grünen“ an. Thomas, der selbsternannte „Bergfloh“ ( *lach kaputt* ), nahm sich vor, das gepunktete Trikot zu gewinnen. Er betonte etwas zu häufig, dass er in Mexiko gewesen sei und nicht gedopt habe. Die Tatsache, dass er im Ziel nur knapp eine Minute hinter mir lag, lässt allerdings etwas anderes vermuten.
Um 23 Uhr ging es los. Der Lauf war ausgebucht und die Stimmung entlang der Strecke wieder einmal klasse. Am Marktplatz standen auch die Groupies das erste Mal. Während wir durch die Stadt rannten und die ersten Berge der 2.Kategorie absolvierten, fuhren die Groupies zum höchsten Punkt des Laufes. Sie glaubten, dass hier mein Lauftempo langsamer wäre und sie mich dadurch etwas länger anfeuern könnten. Aber weit gefehlt. Gerade am Berg drehte ich auf und flog förmlich an ihnen vorbei. Danach ging es wieder runter zum Hafen. Ein kurzes „Hallo“ bei den Eltern musste reichen. Ich lag auf Bestzeit-Niveau. Bei Kilometer 5 zeigte die Uhr etwas über 20 Minuten. Hui, was für ein Tempo. Das sollte sich rächen. Ab Kilometer 7 wurden die Beine immer schwerer. Und dass mich plötzlich nur noch Frauen, Kinder und wesentlich ältere Teilnehmer überholten, machte mich auch nicht unbedingt schneller. Die angepeilte 40er Zeit wurde im Ferienpark etwa bei Kilometer 8 ad acta gelegt. Auch wenn das Ziel langsam näher kam, war da immer noch der Anstieg am Wildkoppelweg. Also ging ich in den „Jetzt-nur-nicht-schlapp-machen“-Modus über und nahm dank einige aufmunternder Worte von Rüdiger auch diese letzte Hürde. Am Sportplatz erwartete mich schon das zweite Groupie und ich kam mit einer 47er Zeit ins Ziel. Dort gab es den obligatorischen Finisher-Becher – diesmal in blau. Völlig überraschend war auch Thomas schon kurz nach mir da und drohte, mich beim nächsten Mal mit einem lockeren Spruch zu überholen. Da träumt er ja wohl von. Der Super-Gau – in Heiligenhafen von Becks geschlagen… Welch ein Albtraum.
Auch Berit, die durch eine Erkältung nicht trainieren konnte, absolvierte den Lauf souverän. Und ihr persönlicher „Hase“ Harald, machte bis zum Ziel das Tempo. Beide wurden begeistert von den übrigen free-Netten am Ziel empfangen.
Alle waren zufrieden und einigen schmeckte direkt nach dem Zieleinlauf neben der Zigarette ( Gruß an Andreas ) auch schon die Bratwurst ( da hatte Klinge wohl echt Hunger ) und sogar ein Jägermeister ( siehe Zigarette ). Groupie Daniela war selbst hinter der Kamera echt beeindruckt. Schnellster Grüner war Dieter. Bei der Dopingprobe entschied er sich dann für die chinesische Variante und war plötzlich unauffindbar. Zu guter Letzt fuhr er direkt wieder zurück nach Kiel und machte auch vor einer „Entführung“ meiner Klamotten nicht halt. Das wäre ja gar nicht so schlimm, aber die Schlüssel und das Geld brauchte ich doch irgendwie. Glücklicherweise hat er nicht den besten Orientierungssinn ( Schulstr. 3 ist NICHT Gärtnerstr.3 – *istaberwirklichetwasmerkwürdigbeschildert* ) und kurvte nach 15 Minuten immer noch in Sportplatznähe herum. Ein kurzer Anruf vom „Bergfloh“ und 2 Minuten später hatte ich auch meine Sachen wieder.
Im nächsten Jahr sind wir sicher wieder dabei.
Wie immer gilt mein besonderer Dank den Groupies. Weiter so, dann schlägt Becks mich nie! Sehr glücklich
Hotte

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