Monatsarchiv: Mai 2007

Sun-Run 2007 in Grömitz – die ultimative Groupieaction

Am Sonntag, den 13.05. ( Muttertag ) ging ich über die 10 Km beim Sun-Run in Grömitz an den Start. Die Groupies waren wieder zu zweit als Unterstützung dabei und es sollte ein denkwürdiger Vormittag werden.
Am Abend vorher sahen wir noch die Schalker heulen, weil sie in Dortmund 2:0 verloren hatten und nun wohl nicht mal „Meister der Herzen“ werden. Außerdem taten Groupie Daniela und ich uns mit den neuen Nachbarn und alten Bekannten, Jessica und Michael, den Grand Prix Eurovision an. Das war ja wohl das letzte Mal. Einige Nummern waren nur erträglich, wenn man den Ton abgeschaltet hat. Wir gingen sogar noch etwas weiter und ließen den Zwerge-Song von Otto dazu laufen. Das war wesentlich unterhaltsamer…
Am Muttertag fuhren Daniela und ich morgens nach Grömitz. Groupie Rüdiger kam direkt dorthin und wir trafen uns bei bestem Wetter direkt am Strand. Die Moderation der Veranstaltung hatte Ulli Potofski übernommen. In gewohnt lässiger Art unterhielt er die Menge und bezog auch immer wieder Passanten mit ein.
Die Beine waren gut und die angestrebte Zeit sollte irgendwo zwischen 45 und 50 Minuten liegen. Um 10 Uhr ging es mit einem Kanonenschuss der Gilde auf die Strecke. Sie führte die Promenade und dann auf dem Deich entlang, um den Campingplatz herum, den Deich wieder zurück und dann noch eine Runde bis zum Yachthafen. Sie war sehr groupiefreundlich, denn Daniela und Rüdiger konnten teilweise direkt neben der Strecke herfahren. Etwa bei Km 7 fuhren sie auf der Straße, während ich auf dem Deich genau neben ihnen lief und feuerten mich aus dem Auto heraus an und filmten. Da musste ich ihnen natürlich etwas bieten und überspurtete kurzerhand die drei Läufer vor mir. Was tut man nicht alles für die Groupies…
Als sie dann weiterfuhren, war allerdings auch die Luft raus und die drei Kollegen zogen wieder vorbei. Als ich bei Km 8 gerade eine läuferische Schonungsrunde einlegen wollte, hörte ich sie schon wieder „Hüh Hotte Hüh“ – der Läufer, der mich beim ersten Mal noch fragte, ob ich die kennen würde, meinte nun, dass die ja überall stehen würden. Recht hat er und das war auch gut so, denn sonst hätte ich die Endzeit von 45:42 Min sicher nicht erreicht.
Parallel zur Promenade führte die Strecke bei Km 8,5 schon einmal am Zielbereich vorbei. Hier wurden alle ( !!! ) Läufer mit Namen über die Lautsprecheranlage nochmals motiviert. Da ich für die Groupies gemeldet war, fiel die „Vereinszugehörigkeit“ auch hier schon positiv auf. Die letzten 1500m vergingen wie im Flug. Und als ich in den Zielbereich lief konnte ich Daniela etwa 50 m vor der Ziellinie schon auf einer Mauer stehen sehen. Aber was war denn das? Sie guckte gar nicht auf die Strecke sondern tippte an ihrem Handy herum, um Rüdiger per SMS mitzuteilen, dass sie einen tollen Platz hätte. Also verpasste sie mich und erfuhr beim Zieleinlauf über die Lautsprecher, dass ich auch im Ziel war.
Während ich mir etwas zur Erfrischung holte und dabei noch mein Brüderchen mit seiner Freundin traf, kam das schlechte Gewissen in Form eines Groupies zu uns. Nachdem auch mein Bruder nach dem Video vom Zieleinlauf fragte, musste Daniela plötzlich weg.
Etwas später hörte ich Ulli Potofski über die Lautsprecher meinen Namen rufen. Er moderierte einfach „blind“ meinen Zieleinlauf nach, damit die Groupies auch diese Szene in den Kasten bekamen. Und als gerade kein Läufer im Zielbereich war, rief er mich doch tatsächlich zu sich, um den Einlauf nochmals komplett nachstellen zu können.
Die Zuschauer wurden animiert, mich auf meinen letzten 50 Metern des Sun-Run lautstark anzufeuern. Ich lief also die finalen 50 Meter erneut und wurde von den Massen quasi ins Ziel getragen. Ulli P. ließ sich auch nicht aufhalten, mich per Mikro weiter anzutreiben. Da ich die 10 Km schon in den Knochen hatte, wirkte der Zieleinlauf doch etwas erschöpft, was den Moderator darauf brachte, das ganze noch einmal zu wiederholen. Also trabte ich wieder bis etwa 50 Meter vor die Ziellinie und genoss den Jubel erneut. Was für ein Gefühl. Im Hintergrund wurden immer wieder die Groupies per Lautsprecher „geadelt“ und die Menge machte hervorragend mit. Ein geiles Gefühl. Dann kamen wieder Läufer ins Ziel und wir räumten den Zieleinlauf. Wow, was für eine Idee vom Groupie.
Während ich mir langsam die Ergebnisse anschaute, saßen die beiden Groupies noch auf einen Sonnenbrand am Strand und gönnten sich ein Eis. Dann der nächste Höhepunkt: In meiner Altersklasse war ich doch tatsächlich auf`s Treppchen gerannt und bin 3. geworden. Nun war die gesamte Tagesplanung in Gefahr, denn es war ja immer noch Muttertag und da hatten wir auch noch etwas vor. Nach einer kurzen Überlegung war ich mir aber sicher, dass das erst der Anfang meiner Podestkarriere sein sollte und wir diese Siegerehrung auslassen würden. Rüdiger fuhr nach einer weiteren Stunde wieder nach Kiel und Daniela und ich nach Kellenhusen zum Mittagessen. Das aber fiel kürzer aus als gedacht und so düsten wir um kurz vor 14 Uhr wieder nach Grömitz, um zu sehen, ob die Siegerehrung schon begonnen hatte.
Da im Auto etwa 40 Grad waren, hatten wir die Fenster unten und als wir am Zielbereich vorbeifuhren, hörten wir Ulli P. gerade die Geschichte von Hotte erzählen, wie sein Zieleinlauf nachgestellt wurde und er wahrscheinlich deshalb zu erschöpft ist, um dabei sein zu können. Das gibt`s doch nicht…
Auf der Bühne standen bereits die beiden Erstplatzierten meines Jahrgangs auf dem Treppchen. Sollte ich meine erste Siegerehrung etwa ganz knapp verpassen? Nicht solange Daniela dabei ist. Sie rief nur „Anhalten!“ und ich stellte das Auto einfach an den Straßenrand ( die Polizisten, die vorher die Strecke gesperrt hatten, guckten etwas irritiert ), lief in Richtung Bühne und kam gerade noch rechtzeitig, um mir die Urkunde, das Präsent und einen Extra-Applaus der Zuschauer und einen Spruch von Ulli Potofski abzuholen. Daniela, die wieder an der Kamera stand, wurde auch von dem einen oder anderen Zuschauer als das Groupie erkannt, welches den Zieleinlauf nachstellen ließ.
Das war der tollste Lauf, den ich bisher mitgemacht habe. Von der Strecke über die Durchführung bis hin zu meiner Zeit und natürlich dem unerreichten Ulli P. passte einfach alles.
Und die Groupies haben sich selbst übertroffen und den Maßstab für die nächsten Läufe sehr, sehr hoch gehängt.

DAAAAANKE an die Groupies, die Zuschauer und natürlich an Ulli Potofski, der nach einstimmigem Beschluss kurzerhand zum Groupie h.c. ernannt wurde.

Hotte

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Kanallauf 2007

Am Sonntag, den 06.05., war es wieder einmal soweit. Wir fuhren bei bestem Wetter nach Ottendorf, um die 11,1 km lange Strecke des Kanallaufes zu absolvieren. Die Groupies waren diesmal nur durch Rüdiger vertreten. Das Famous-Groupie hatte keine Zeit. Der letzte Lauf lag ja schon einige Monate zurück, da Groupie Daniela während des Hochbrückenlaufes umzog und ich im Zuge des Geschleppes ein spezielles Treppen- und Trage-Training absolvierte.
Meinen persönlichen Hasen für diesen Lauf sollte MC O.L.A.F. feat. da runningERNST geben. Der hatte eine Woche zuvor nach seinem ersten Marathon in Hamburg ( hervorragende 4:16 h ) direkt im Ziel vor versammelter Weltpresse seinen sofortigen Rücktritt vom aktiven Marathongeschäft erklärt. Leider hat er das mit dem Hase-sein nicht so richtig verstanden, denn im Ziel lag er immer noch knapp vor mir…
Die Laufstrecke war wieder klasse. Es ging durch blühende Rapsfelder und am Nord-Ostsee-Kanal entlang. Diesmal wurde ich auch von einer Melodie verschont, die mir sonst manchmal während des Laufes ständig durch den Kopf geistert. Das Schlimmste war im letzten Jahr das Schnappi-Lied, das ich bei einem der Läufe über 10 km im Kopf hatte. Dafür fielen mir unterwegs die merkwürdigsten Dinge auf. Bei Kilometer 3 überholte ich z.B. eine Läuferin, deren Beine so weiß waren, wie gebleichte Zähne. Da spiegelte sich fast die Sonne wieder.
Die Vorbereitung für diesen Lauf verlief auch etwas anders als üblich: Erst fuhr ich mit dem blonden Groupie für einen Kurztrip nach Oslo und dann legte ich mir einen Bier- und Grill-Spoiler am Bauch zu. Der brachte zeitlich allerdings gar nichts und kommt wieder weg – hoffe ich jedenfalls.
Die Zeit von 52:20 Min traf ziemlich genau meine Erwartungen und ist auch noch ausbaufähig. Allerdings war ich im Ziel doch ziemlich platt und hätte das Groupie an der Zielgerade fast verpasst. Die Tatsache, dass nur ein Groupie vor Ort war, beflügelte aber vor allem im Zielbereich genauso, als wenn sie vollzählig anwesend gewesen wären.
Die Ankündigung von Thomas, mich beim nächsten Lauf schlagen zu werden, konnte ich nur als dehydriertes Wunschdenken abtun. Wie kommt er nur auf diese Idee???

Jeder liebt die Groupies

Wir haben es immer geahnt, aber nun ist es amtlich…
In der Ausgabe der Lübecker Nachrichten vom 22.04.2007 wurde Daniela, das Obergroupie, zu einer der beliebtesten LehrerInnen in Schleswig-Holstein gewählt.
Und wie sie gewählt wurde… – mit großem Foto auf der Titelseite. Da würde ich nicht einmal landen, wenn ich Europarekord über die 10.000m rennen würde.
Mir fallen aber auch keine LehrerInnen ein, die diese Auszeichnung mehr verdient hätten.
Da bisher immer nur Jahresverträge ( die eigentlich nur 11 Monate liefen ) vergeben wurden, konnten Highlights, wie eine Lesenacht, noch gar nicht berücksichtigt werden.
Habe ich es doch schon immer gewusst, „Groupies are the best!“
Herzlichen Glückwunsch !!!