Monatsarchiv: Juni 2006

Kieler Woche 2006

Es war wieder soweit; was dem Kölner sein Karneval und dem Münchner das Oktoberfest, das ist dem Kieler die Kieler Woche. Da stehen überall Buden und Bühnen herum und man gibt ruckizucki ein kleines Vermögen aus, wenn man nicht aufpasst. Gerüchte besagen, es gebe auch einige Segler, die eine Regatta veranstalten, gesehen habe ich die aber noch nie.
In diesem Jahr waren Groupie Daniela und ich am ersten Samstag los. Wir haben uns einige Pina Colada für unterwegs gemischt und außerdem noch ein Fläschchen Sekt dabeigehabt. Zwischendurch standen immer wieder Leinwände, denn auch Kiel liegt im Bann der WM. Nachdem die Blutungen aus den Ohren nachgelassen hatten, die durch den Live-Auftritt einer völlig unbekannten und talentfreien „Sängerin“ verursacht wurden, zogen wir weiter in Richtung Internationalen Markt (eine riesige „Fressmeile“), und schließlich zur Kiellinie. Am Stand von BMW gab es neben der America`s Cup Yacht auch den Rennwagen von Nich Heidfeld und einige andere Traumwagen zu sehen. Auf mein Anraten hin setzte Daniela sich auch in den ausgestellten Tourenwagen und fuhr vor ihrem geistigen Auge bei der DTM mit. Leider musste sie wieder aussteigen, weil schon das Berühren verboten war. Oooops. Egal, schließlich haben wir Kieler Woche. Schnell nochmal lasziv auf die Haube eines X3 gelegt und ein, zwei Fotos geschossen und weiter ging`s. Pünktlich zum Ablegen der STENA und der AIDAblu waren wir an der Förde, ein toller Anblick. Plötzlich meinte Daniela, eine riesige fliegende Jägermeisterflasche zu sehen und mein erster Gedanke war: „Jetzt schon? Soviel hat sie doch gar nicht getrunken…“ Tatsächlich schwebte aber ein Heißluftballon in Form einer solchen Flasche über die Förde. Na dann ist ja alles in Ordnung.
Wir bummelten weiter zum Riesenrad, um noch einige Runden zu drehen und schon war Sperrstunde und alle machten zu. Der Nachmittag und Abend vergingen wie im Flug und ich habe mich mehrmals und erfolgreich dagegen gewehrt, mit einem großen Lebkuchenherz mit der Aufschrift „Hasenbärchen“ rumlaufen zu müssen.
Am zweiten Samstag waren die Groupies alleine mit einigen Freunden (Grüße an Bremse & Heiko) unterwegs – ich hatte keine Zeit. Erst guckten sie das 2:0 von Deutschland gegen Schweden (Schade, die schönen schwedischen Faninnen sind wieder zu Hause…) und dann landeten sie in Kiels größtem WM-Party-Zelt und sahen Argentinien gegen Mexiko. Nebenbei versuchte Daniela den mechanischen Bullen zu bezwingen, war am Ende aber froh, sich nichts gebrochen zu haben. Ausgeklungen ist der Abend dann mit Rüdigers Phantasie, König von Schleswig-Holstein zu sein, sorry, Ministerpräsident natürlich, und Danielas Plan, Bildungsministerin zu werden. Mal sehen, was da noch kommt…
Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr.

Anmerkung Rüdiger:

Psssstttt… du Hornochse… kannst doch nicht unsere Machtergreifungspläne hier so ausposaunen!!!!! Heide Simonis haben wir schließlich schon das Zepter der Macht entrissen… ähm…. Ich muss weg! *fg*

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Fußball-WM und Laufen – Passt das zusammen???

Was uns als erstes aufgefallen ist bei der Durchsicht der verschiedenen Laufkalender: Es gibt ein Sommerloch, das in diesem Jahr größer ist als sonst. Da die Groupies und ich aber auch ganz gerne Fußi gucken, finden wir das nicht so schlimm.
Die Überlegung aber, dass während der Spiele kaum jemand unterwegs ist und man in Ruhe laufen kann, ist falsch. Im Selbstversuch wurde bewiesen: Offenbar gibt es mehr WM-Verweigerer als gedacht, denn die klassischen Laufstrecken im Werftpark oder an der Schwentine sind nicht viel leerer als sonst. Wahrscheinlich denken sich vor allem die Hundebesitzer genau dasselbe…
Da die lieben Wauwaus bisher aber alle nur mit Schnüffeln beschäftigt waren, scheint die Theorie vom Hund als natürlichem Feind des Joggers nur auf solche Exemplare (die Hunde) zuzutreffen, die kleiner sind als Kniehöhe. Was auch immer die für Probleme haben, wenn jemand an ihnen vorbeiläuft… – die größeren Tiere haben sie nicht. Und den Vorwurf, ich laufe so langsam, dass die großen Hunde mich gar nicht als „flüchtende Beute“ oder „Spielpartner“ wahrnehmen sondern eher Mitleid haben, weil mein Laufstil in ihren Augen etwas Unterwürfiges hat, weise ich hier entschieden zurück. Vielmehr stimme ich dem Vergleich mit einem „Schweizer Uhrwerk“ oder auch ganz allgemein mit einem „D-Zug“ zu.

Ergebnis:
Wer also während der WM zum Joggen geht, findet dieselben Bedingungen vor, wie sonst auch. Es sind die gleichen blöden Sprüche zu hören und dieselben kleinen giftigen Hunde unterwegs. Nur das Wetter ist irgendwie besser.

Und einen letzten kleinen Tipp habe ich auch noch:
Um spontan die Passanten für sich einzunehmen, empfiehlt es sich in diesen Tagen im Deutschland-Trikot durch die Gegend zu rennen. Dann wird einem nicht mehr „Schneller!“ oder ähnliches hinterhergerufen, sondern der Name des Spielers, dessen Trikot man trägt oder einfach „Deutschland!“

Die Lern- und Prüfungszeit – leider kaum Training ;-((

So, da bin ich wieder online. Nee, nee, was sich der große Bitmaster, der über alle PC`s dieser Welt wacht, da überlegt hat, geht so gaaar nicht. Aber eins nach dem anderen. In der letzten Zeit musste ich für einige Prüfungen lernen und eine Hausarbeit schreiben. So weit, so gut. Mein treuer Begleiter am Schreibtisch war natürlich der Computer. Und der Alptraum eines jeden, der eine Haus- oder Seminararbeit schreiben muss, ist, dass der Rechner kurz vor dem Abgabetermin den Geist aufgibt. Ganz so dramatisch wird es nicht, aber auch nicht ganz untypisch. Drei Tage vor der ersten Klausur sitze ich wieder ´mal so vor dem PC, als plötzlich der Bildschirm dunkel wird, weil der PC aus ist. „Aha, Stromausfall! Oder bin ich gegen ein Kabel gekommen? Hm, der Monitor hat noch Strom… Sch…“ Fachmännisch schnell die paar Knöpfe gedrückt, die dran sind und erst mal Green Day aufgedreht und ´nen Kaffee geholt. Sofort fällt mir Regel 1 aus dem 1.Semester wieder ein: „RUHE BEWAHREN !!!“ Die wichtigen Aufzeichnungen habe ich auch in diversen Ordnern abgeheftet. Und bis zur Hausarbeit ist alles wieder gut. Anruf bei Michael, dem fast neuen Groupie. Der baut immer an den Rechnern ´rum. „Ja, das könnte das Netzteil sein – wenn Du Glück hast…!“ Glück? – meine Definition dazu ist eine andere – ein LOTTO-Gewinn zum Beispiel. Egal, muss also zu Michael nach Heiligenhafen. Solange nehme ich den alten Computer aus dem Keller wieder. Leider ist der so betagt, dass er ein „H“ auf dem Nummernschild bekäme, wenn er denn eines hätte. Keine Inetrnetanschlüsse, nix USB und WORD in 6.0. Bis zum Beginn der Hausarbeit war der PC dann auch in Heiligenhafen angekommen und gegen Ende hatte ich ihn – heile / DANKE Micha – wieder. Während der Bearbeitungszeit hing ich also vor dem dem PC sen. Und wenn ich etwas aus dem www brauchte, setzte ich mich ins Internetcafe, das praktischerweise direkt unten in unserem Haus aufgemacht hat (allerdings können die morgens um 10 noch nicht auf 50 € rausgeben). Am Abgabetag war ich dann auch pünktich um 17:59 Uhr auf der Post, um die Arbeit wegzuschicken. Hat also alles irgendwie doch noch gepasst. Und gelernt haben wir daraus, dass das Netzteil nicht unwichtig ist… Neben diversen sozialen Kontakten und einigen virtuellen blieb auch das Training während dieser Zeit auf der Strecke. Aber egal, alles wird gut.

Der Kiel-Lauf 2006

Am 10. September war es wieder soweit; der KielLauf fand statt und da konnten wir natürlich nicht „nein“ sagen. Schließlich war der Kiellauf im letzten Jahr die „Mutter aller Läufe“ für die Grünen, denn wir starteten das erste Mal mit einer Firmenmannschaft.
Nachdem wir im letzten Jahr 2. in der Firmenwertung waren, stand das Gruppenziel in diesem Jahr von vorne herein fest – Platz 1 sollte es sein.
Intern wieder einmal nicht zu schlagen war Frank, „Der weiße Kenianer“, der gazellengleich durch das Feld rannte. Insgesamt haben sich fast alle im Vergleich zu 2005 verbessert. Und natürlich verbesserte sich auch die Mannschaft selbst, denn sie gewann die Firmenwertung. Hierfür wurden die 5 schnellsten Teilnehmer einer Firma gewertet. Als großer Sportsmann, der ich mit 1,73m nun mal bin, wurde ich intern 6.
Am Start fühlte ich mich gut. Nur Thomas B. im Auge behalten. Der trainierte für den Berlin-Marathon ( und er hat ihn mittlerweile absolviert ) und machte einen fitten Eindruck. Zudem hatte er sich seinen persönlichen Pacemaker mitgebracht. Die ersten Kilometer führen an der Kieler Förde entlang. Taktisch klug hielt ich mich an T.B. und wir überholten bei Kilometer 1 Toby, den Chef. Bei Kilometer 1,5 standen die Groupies – Hauptsache hier wirke ich noch frisch. Schließlich waren sie zu viert. Ab Kilometer 2 zog Thomas das Tempo etwas an und lief einen kleinen Vorsprung heraus. Nach 5 Kilometern beginnt eine leichte aber längere Steigung, der im letzten Jahr getaufte „Boulevard of broken dreams“. Thomas noch im Blick, überholt mich bei Kilometer 6 Toby, nun also „el Cheffe schnelle“, mit dem Spruch: „Was ist los…? Nicht schlapp machen!“ Während ich antwortete: „Geht gleich los…“ und dachte: „Lauf nur! Ich kassiere Dich kurz vorm Ziel.“ pfiff meine Lunge schon ziemlich. Und als ich gerade etwas Tempo rausnehmen wollte, sehe ich am Straßenrand schon wieder die Groupies. „Oh Gott, ich bin dehydriert“ war mein erster Gedanke. Aber sie waren es wirklich. Jetzt nur keine Blöße geben. Kopf hoch und frisch aussehen – so gut es eben geht. Kurz gewunken und weiter geht’s auf die letzten 3 Kilometer. T.B. war schon nicht mehr zu sehen. Dafür rückte Andreas ( auch ein Chef ) in mein Visier. In einem packenden Schlussspurt kamen wir zeitgleich nach 49:00 Min. über die Ziellinie.
Hui, ohne viel Training ( ich schrieb gerade Hausarbeit ) die Zeit verbessert. Damit hatte ich den Spruch der großen asiatischen Eisenlunge Konfutius widerlegt, der behauptete: „Ohne Tlaining keine Bestzeit.“ – oder so ähnlich.
Thomas B. war übrigens genauso vor mir, wie Toby. Für das nächste Jahr muss ich mir also eine neue Taktik überlegen. Vielleicht gilt ja die These: „Je mehr Groupies da sind, desto besser wir die Zeit.“ Wir werden es testen.
Ein großer DANK geht an Daniela, Jessica, Rüdiger und Michael – die 4 Groupies vor Ort.

Unsere nächsten Läufe – Sommer 2006

Die nächsten Läufe, an denen wir teilnehmen, sind:

– der Mitternachtslauf in Heiligenhafen am 28.07. über 10 km und
– der den SparkasseKielLauf am 10.09. über 10,5 km.

Nachdem Daniela ursprünglich selbst am Mitternachtslauf teilnehmen wollte, hat sie sich nun doch für das Jubeln und Anfeuern entschieden. Diesmal wird es eine Familienveranstaltung, denn ich gehe zusammen mit Papa, der eigentlich ja eher ein Radfahrer ist, auf die Strecke.
Und die Groupies freuen sich schon darauf, ihn genauso zu unterstützen wie mich.

Im Sommer veranstalten die Kollegen noch ein firmeninternes Fußballturnier, bei dem der fußballerisch nicht ganz unbegabte Hotte (es gab schon Vergleiche mit dem Steven Gerrard von 2005) ebenfalls aufläuft.
Beim letzten Hallen-Weihnachtsturnier habe ich unter dem Pseudonym „Festnetzer“ mitgemacht und war so defensiv eingestellt, dass ich als einziges Teammitglied der Mannschaft „ASTrein“ keinen Treffer erzielt habe. Durch diese hervorragende Defensivarbeit sind wir aber ungefährdet ins Finale eingezogen und haben hier die „Concordia Coaches“ mit 7:0 vom Platz gefegt. Einen ähnlichen Siegeszug peilen wir auch im Sommer an.

Aber keine Sorge – der Schwerpunkt meiner sportlichen Aktivitäten liegt weiterhin auf dem Laufen.
Vielleicht sehen wir uns ja auf der Strecke…