Mach`s gut, mein Sammy…

Am Sonntag, den 19.08.2012, ist Sam, der flauschigste und tollste Hund der Welt, über die Regenbogenbrücke gegangen.


Du hast gegen die Arthrose und einen Lebertumor verloren. Das ist ungerecht und einfach nur traurig. Ohne genau zu wissen, wie alt Du gewesen bist (Du kamst ja als Fundhund aus dem Tierheim zu uns), wissen wir doch, dass es zu früh war. Du hast jedem ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, denn Du selbst hast einfach immer gegrinst.Das Wesen der Samojeden kann ich nur als äußerst gutmütig beschreiben. Wussten wir vorher nicht genau, worauf wir uns einlassen (erster Rüde nach zwei Hundedamen), hast Du sofort den direkten Weg mitten in unser Herz gefunden. Und wenn Dir etwas nicht schnell genug ging, dann wurde es kurzerhand mit der Schnauze angestupst. Außerdem habe ich selten ein so entspanntes Bild gesehen wie Dich auf der kuscheligen Pfote liegend.

Und weil der Winter nun mal Deine Jahreszeit ist, ging es auch bei Kälte und Eis mitten in der Nacht vor die Tür. Herrlich, wie Du Dich im Schnee gewälzt hast. Da wurde einem ganz warm, nicht unbedingt an den Händen oder Beinen, sondern um`s Herz.
Nach einigen bangen Momenten zu Beginn, in denen Du Dich selbst von den fiesen Beulen auf der Haut “kuriertest”, schien es auch um Deine Gesundheit besser bestellt zu sein. Die Hüfte war zwar von Beginn an eine Baustelle – aber da gibt es ja verschiedene Pulver anstatt OP – und die Stellen auf der Haut wurden Dank der online-community verständlich erklärt und als weniger kritisch identifiziert. Einzig die Scheiße mit dem Panalog und der Besuch bei Dr. S. in Eutin tun mir immer noch Leid. Eigentlich hätte man dem Schlachter für seine “Behandlungsmethode” gleich vor Ort eine rein hauen müssen… Zum Glück schienst Du das aber einige Leckerchen später schon wieder vergessen zu haben. Und wenn Du bei der abendlichen Runde um den Block gebummelt hast, dann habe ich selbstverständlich gewartet, denn es war ja schließlich kein Wettrennen sondern Deine / unsere Runde. Und eine kleine Stufe zum besseren Einsteigen ins geliebte Auto war ja wohl Ehrensache.
Einfach magisch war der Moment, als wir beide auf Deiner Decke eingedöst sind und ich wach wurde mit Deinem Kopf auf meiner Brust. Der Inbegriff von Vertrautheit – beim Gedanken daran bekomme ich immer noch eine Gänsehaut… Danke dafür.
Ich habe jetzt ungefähr 1.200 Fotos durchgesehen und musste trotz aller Traurigkeit bei vielen Bildern lächeln, denn das hast Du ja auch immer getan.


Jedem, der einen Hund haben möchte, empfehle ich, zu allererst ins nächste Tierheim zu gehen (google hilft) und sich dort nach einem treuen Gefährten umzuschauen. Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer raten nach meiner Erfahrung alle ehrlich zu oder ab, wenn sie glauben, dass es passt oder nicht.
Ich gucke noch die übrigen Bilder an und schwelge in schönen Erinnerungen, weil ich weiß, dass Du jetzt an einem schönen Ort bist, denn den hast Du verdient.
In dem Wissen, dass die Erfahrungen mit Dir mein Leben bereichert haben und mich weiter begleiten, erhebe ich mein Glas, stupse mit Dir an und trinke auf Dich, mein Sammy…


Dein Herrchen

Mitternachtslauf = Gewitternachtslauf

Gestern fand wieder mein eigentliches Heimrennen statt: der 24. Mitternachtslauf in Heiligenhafen. In diesem Jahr konnten aus Kiel nur Mike und Torben dabei sein.
Wie zu den vergangenen Läufen auch, gab es vorher Spaghetti Bolognese. Unsere Pasta-Party fand im Garten meiner Eltern statt. Obwohl ein Gewitter vorhergesagt war, konnten wir es uns in der Abendsonne gut gehen lassen. Anschließend machten wir noch einen Abstecher auf die neue Heiligenhafener Seebrücke – die ist wirklich toll geworden – ehe es gegen 21 Uhr zum Sportplatz ging.Wir 3 - vor dem Gewitter
Langsam zogen dunkle Wolken auf, aber das Wetter hielt. Es war warm und trocken. Wir schauten nicht nur dem Vorprogramm zu sondern auch immer wieder zum Himmel. Da zog leider nichts Gutes auf. Eine halbe Stunde vor dem Start fing es an zu regnen. Am Sportplatz war jeder überdachte Quadratzentimeter besetzt. Also gingen wir zum Auto, um nicht schon vor dem Start vollkommen durchnässt zu werden. Ein riesiges Gewitter zog über uns hinweg und die ersten Teilnehmer fuhren wieder ab.
Um 22:50 Uhr ließ der Regen nach und wir gingen wieder zum Sportplatz. Noch bevor wir dort ankamen, setzte ein Platzregen ein und nun waren wir doch nass. Das Gewitter hielt sich über Heiligenhafen und es blitzte und donnerte immer wieder. Der Start wurde zunächst um 10 Minuten verschoben, weil die Orga auf Besserung des Wetters hoffte und das Rennen bei Gewitter nicht freigeben konnte. Mit nassen Klamotten wurde uns schnell kalt. Und weil es immer noch regnete, machte auch das Aufwärmen keinen Sinn. Wir standen mit einigen anderen Läufern unter einer großen Hecke, die uns aber auch nicht wirklich schützte. Um 23:10 Uhr wurde der Start erneut um 10 Minuten verschoben, denn man hoffte immer noch auf Wetteränderung. Die Läufer kühlten weiter aus und die nächsten Gruppen zogen sich wieder um und verzichteten auf den Lauf. Um 23:20 Uhr kam die Durchsage, dass letztmalig 10 Minuten abgewartet werden soll. Dann wird entweder gestartet oder abgesagt. Bei Absage würde noch die Tassenausgabe stattfinden, denn einen Finisher-Becher sollten die Läufer wenigstens bekommen. Der Regen wurde weniger und wir trabten einige Meter zum Aufwärmen über den Platz. Plötzlich hörte der Regen ganz auf und weil auch das Gewitter über die Ostsee abzog, wurde das Rennen gestartet.
Wir standen am Ende des Feldes und überquerten genau eine Minute nach dem Startschuss die Startlinie. Auf dem ersten Kilometer ist ein Überholen kaum möglich, denn die Strecke führt durch enge Straßen. Selbst auf dem Marktplatz war kaum etwas los. Das Wetter hielt auch die Zuschauer ab, die gerade den Reiz dieses Laufes ausmachten. Schade, aber verständlich. Außerdem hatten wir auch noch die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London als Konkurrenz.
Der Lauf führte über die bekannte Strecke: Ab dem Wilhelmsplatz ging es die Wendstraße leicht bergan und am Friedhof wurde es etwas steiler. Dann folgte die Steigung am Wachtelberg und anschließend ging es weiter zum Hafen. Hier war die Hälfte geschafft und es musste nur noch der Binnensee umrundet werden. Unmittelbar vor der Kehre auf die Strandpromenade stand die Strecke knöcheltief unter Wasser. Und weil ausgerechnet dieses Stück nicht ausgeleuchtet war, liefen alle Teilnehmer mittendurch. OK, die zweite Hälfte wurde also mit frisch eingeweichten Schuhen in Angriff genommen.
Das Teilstück entlang der Promenade und durch den Ferienpark verging wie im Flug. Und ehe man sich versah, ging es auch schon den letzten Anstieg hoch in Richtung Schule. Es fing wieder leicht an zu regnen. Jetzt war es total egal und die letzten 400m liefen von ganz alleine, denn der Stadionsprecher und die Zuschauer waren schon zu hören und man hatte das Ziel “vor Augen”.
Nach 54:07 Min. kam ich immer noch völlig durchnässt aber glücklich ins Ziel. Angesichts des wenigen Trainings und der widrigen Umstände ist diese Zeit OK. Mike (49:31 Min.) hatte sich schon etwas zu trinken geholt und wir warteten gemeinsam im Regen auf Torben. Er lief mit der “Schnappszeit” von 01:01:01 h ins Ziel.
Von über 1200 gemeldeten Teilnehmern traten nur 674 an. Dadurch war wenigstens die Wartezeit an den Duschen kurz.
Um 2:15 Uhr war ich wieder in Kiel und kam genau rechtzeitig, um die Wiederholung der Eröffnungsfeier der Sommerspiele in London zu sehen. Eine einzigartige Sportnacht ging bei Sonnenaufgang zu Ende.

Die nächste sportliche Herausforderung wartet am kommenden Sonntag. Dann geht es mal nicht auf die Straße sondern auf`s Wasser. Ich starte mit einigen Kollegen beim Stand Up Paddling (SUP) vor der Seebar in Düsternbrook. Diese Veranstaltung findet im Rahmen der Aktion Stand Up 4 Kids zu Gunsten krebskranker Kinder statt. Wer sich anmelden möchte, kann das noch die Woche über tun.

Ich wünsche Euch eine unterhaltsame Olympiade.

Mein erstes Mal… Sylt

Gestern hatte ich frei und auch noch Geburtstag. Das Wetter war fantastisch und passte so gar nicht zur Arbeit am Schreibtisch. Und weil dieses Jahr alles irgendwie anders und keine Feier geplant ist und ich noch nie auf Sylt war, kam mir dieser Anlass doch gerade recht. Sylt, ich komme…
Los ging`s morgens um 9:00 Uhr vom Bahnhof in Kiel. Bis Husum bestand der Zug nur aus zwei Waggons. Die waren restlos gefüllt, denn eine Gruppe Rentner hatte dieselbe Idee. Ich saß mit drei Landwirten aus der Gruppe zusammen. Das war echt lustig, denn immer wenn ein Trecker oder Mähdrescher zu sehen war, wurde er kommentiert. Nebenbei tauschten sie sich über Solaranlagen, Windräder, Bio-Gas-Anlagen und Bodenqualität aus. Ich wurde darüber aufgeklärt, dass der Landwirt heutzutage Energie anbaut und keine Nahrungsmittel. Die Zeit verging dank der netten Runde recht schnell und in Husum hatten wir direkt Anschluss nach Westerland. Gegen 11:30 Uhr waren wir da.
Mit einer Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel ausgestattet führte mein erster Weg nach Kampen. Da hat echt jedes Haus ein Reetdach und mindestens eine Luxus-Karosse davor.

Ich wanderte durch die riesigen Dünen mit den Villen darin (da stehen aber auch Hütten…) runter zum Watt. Es war Flut und der Strand sah aus wie jeder andere. Egal, es war schließlich das Watt und da spazierte ich 10 Minuten durch.
Dann war Mittagszeit und da musste ich einfach zur nördlichsten Fischbude Deutschlands: zu Gosch nach List.

Für 8,50€ gab es Backfisch mit Kartoffelsalat und ein Alster. Da saß ich nun an meinem Geburtstag bei strahlendem Sonnenschein im “Home of the Kieler Woche Gosch-Schiff”. Das war klasse, denn an das Gosch-Schiff habe ich nur tolle Erinnerungen mit den Groupies. Und weil ich die Groupies gerne dabei gehabt hätte, sie aber nicht da waren, wurde dieser Moment doch ein wenig getrübt. Die Gäste hier auf Sylt sind in etwa dieselben wie auf der Kieler Woche. Ein wenig small Talk mit den Tischnachbarn – schönen Tag noch – und weiter ging`s.

Wenn ich schon auf Sylt bin, dann soll es auch an den Strand gehen. Mir wurde der von Hörnum am anderen Ende der Insel empfohlen. Der Strand ist schön und man liegt zu Füßen eines Leuchtturms. “Das klingt gut”, dachte ich und stieg in den nächsten Bus. Der Strand war fast leer. Herrlich, ich legte mich mittenrein und gönnte mir ein Beck`s Gold. Genau so hatte ich mir das vorgestellt.

Nach etwa drei Stunden dösen in der Sonne stand das Highlight meiner Sylt-Tour an: die Sansibar. Über diesen Laden hatte ich schon viel gehört und es muss ja nicht immer gleich Bill Gates, Larry Page oder Mark Zuckerberg sein. Genauso gut ist die Geschichte von Herbert Seckler. Er fing mit einer Imbissbude in den Dünen von Sylt an und schuf ein kleines Sansibar-Imperium. Auf dem Parkplatz standen allerlei Porsche, Bentley und auch ein Maserari und ich befürchtete schon, underdressed zu sein. Aber was dann kam, ist wohl ziemlich einzigartig. Die Sansibar hat ein Restaurant und einen Außenbereich. Dieser Außenbereich besteht aus massiven Holzbänken und Tischen, die vor das Restaurant in den Sand der Dünen gestellt wurden. Drinnen waren alle Plätze reserviert, aber bei diesem super Wetter wollte ich eh lieber draußen sitzen. Ein Plätzchen für eine Person war fix gefunden. Da der Innenbereich noch leer war, mussten die Besitzer der Luxuswagen hier draußen sitzen. Erkennen konnte man sie nicht. Irgendwie sahen hier alle aus, als ob sie direkt vom Strand kommen würden. Da passte ich prima zu. Am Nachbartisch wurde ein runder Geburtstag gefeiert und der Kellner zeigte – wie von den älteren Damen gewünscht – seine Waden. Die Kellner sehen aus wie die Gäste und tragen keine einheitliche Kleidung. Ihre Rauchpausen machen sie auch schon mal bei den Gästen am Tisch. Herrlich ungezwungen das ganze. Preislich ist die Sansibar allerdings wenig erschwinglich. Nun gut, man hat ja nur einmal im Jahr Geburtstag. Da ich zu diesen Preisen keine Experimente beim Essen machen wollte, wurde es ein Wiener Schnitzel mit Pommes. Genauer gesagt bekommt man sogar zwei Wiener Schnitzel – satt wird man auf jeden Fall. Dazu ein leckerer Weißwein – das Leben kann so schön sein…

Die Einstiegsfrage auf Sylt scheint immer zu lauten, wie lange im Jahr man denn da sei. Als Tagesgast stach ich da aus der Masse heraus, denn alle an meinem Tisch hatten eine Wohnung oder ein Haus auf der Insel. Es war ein sehr angenehmer Abend mit netten Leuten. Nach zweieinhalb Stunden in der Sansibar ging ich noch für eine Stunde an den angrenzenden Strand und genoss den Sonnenuntergang.
Um Mitternacht war ich zurück in Kiel.
Das Fazit des Tages lautet: Sylt, ich komme gerne wieder.

18. Ottendorfer Kanallauf

Heute fand der 18. Kanallauf von Ottendorf statt und geweckt wurde ich doch tatsächlich durch die Sonne. Das konnte ja nur gut werden. Auch wenn es morgens trotz Sonnenschein noch etwas kühl war und ein leichter Wind wehte, entschied ich mich für die kurzen Laufsachen.
In Ottendorf ist zum Kanallauf immer das gesamte Dorf auf den Beinen. Vor dem Start machte der Spielmannszug Musik und wer nicht als Streckenposten eingeteilt ist oder im Start-Ziel-Bereich aushilft, steht an der Strecke und feuert die Läufer an. Das ist toll.

Um 10 Uhr ging es gemeinsam mit Connie, Mike und Gunther auf die insgesamt 11,1 Km lange Strecke. Die ersten 3,5 Km führten durch die Felder. Der Raps beginnt erst so langsam zu blühen und so war die vorherrschende Farbe auf den Feldern noch grün. Anschließend kamen die 3 Kanal-Kilometer. Dieses Jahr gab es dabei leider nur ein Schiff zu sehen,  die Halland. Nach dem Kanal ging es wieder zurück in Richtung Ottendorf. Die Strecke ist echt schön zu laufen und zusammen mit dem Frühlingswetter macht es sogar doppelt Spaß.

Da die Batterie meiner Uhr in den letzten Tagen den Geist aufgegeben hat, lief ich nach Gefühl. Schnell schloss ich mich einer Gruppe mit angenehmem Tempo an. Und die Zielzeit von 54:04 Minuten liegt sogar unter dem angepeilten 5er Schnitt. Im nächsten Jahr bin ich sicher wieder dabei.
Der nächste Lauf in meinem Kalender ist der Fischhallen-Lauf in 14 Tagen.

On the Road again…

Nach einer längeren Trainings- und Laufpause geht die neue Saison so langsam wieder los. Da auch die Groupies ziemlich eingespannt sind, wurde das einmal als Geburtstagsgeschenk gestartete Fan-Projekt “Hotte`s Lauf-Groupies” wieder eingestellt. Wenn es passt, sind sie bestimmt auch mal wieder an der Strecke dabei, eingeplant werden sie aber nicht.

Am vergangenen Wochenende stand gleich ein Doppelstart auf dem Programm: der Firmen-Cup Schleswig-Holstein und der Hamburg Marathon.

Samstag fand der Firmen-Cup Schleswig-Holstein auf dem Nordmarksportfeld in Kiel statt. Während einige Kollegen beim Fußballturnier und andere beim Volleyballturnier antraten, ging ich zusammen mit Mario und Falko als avocis Laufgruppe auf die 5 Kilometer lange Hindernisstrecke. Dabei galt es auf dem 2,5 Km langen Rundkurs verschiedenste “Hürden” zu überwinden. Gleich zu Beginn mussten wir durch einen knietief mit Sand und Wasser gefüllten Container stapfen und hatten den Rest des Laufes ziemlich schwere Füße. Anschließend ging es eine Rutsche runter, die immer wieder mit Wasser und Spülmittel glatt gehalten wurde. Super, jetzt war auch die restliche Kleidung nass. Insgesamt gab es 14 Hindernisse, von denen einige an einen Millitär-Parcour erinnerten. Hervorzuheben ist hier vor allem die Norder-Wand – eine ca. 2m hohe Bretterwand. An der hing so mancher Teilnehmer wie ein nasser Sack…
Bei dem Wettbewerb stand der Team-Gedanke im Vordergrund und nicht die Zielzeit. Also, beschlossen wir, den gesamten Kurs als Gruppe zu absolvieren und auch zu beenden und gingen es ruhig an. Unsere Zeit von 53:20 Min. war absolut nebensächlich und hatte den Vorteil, dass Christiane jede Menge Fotos schießen konnte. Vielen Dank dafür.
Durch diesen Hindernislauf auf den Geschmack gekommen, haben wir drei uns für den Urbanathlon in Hamburg am 25.08. angemeldet. Das wird bestimmt der Hammer.

Am Sonntag durfte ich dann als Schlussläufer die mobilcom-debitel Staffel beim Hamburg-Marathon unterstützen. Eigentlich hatte ich mir nach meinem ersten und einzigen Marathonstart vor einigen Jahren vorgenommen, nie wieder über 42 Km an den Start zu gehen – aber eine Staffel ist etwas anderes.
Um ihre Firmenstaffel nicht ausfallen lassen zu müssen, rief Connie 10 Tage vor dem Lauf an und fragte, ob ich nicht Lust hätte, in Hamburg mit zu laufen. Spontan sagte ich zu und es war klasse.
Früh morgens ging es nach Hamburg, wo auf dem Heiligengeistfeld schon richtig viel Trubel herrschte. Von den anderen drei Staffelläufern kannte ich nur noch Mike, unseren Startläufer. Mit Mounir und Matthias wurde die erwartete Wechselzeit vorher per E-Mail geklärt. Wir trafen uns mit weiteren Läufern der mobilcom-debitel um 8:00 Uhr und verteilten die Startunterlagen. Unsere Staffel hatte die Nummer 20216.
Der Staffelwettbewerb fand erstmalig statt und es gab gleich über 1000 Staffelanmeldungen. Die 4 Abschnitte waren unterschiedlich lang, sodass eigentlich jeder mitmachen kann: 14,8 Km + 10,6 Km + 5,3 Km + 11,5 Km. Als Staffelstab diente der Transponder, der am Fußgelenk befestigt und beim Wechsel übergeben werden musste.
Los ging`s um 9:00 Uhr. Das Wetter war toll zum Laufen – sonnig und leicht windig. Die Staffelläufer fuhren dann mit der U-Bahn zu ihren Startpunkten. Das war schon eigenartig: die Bahnen waren rappelvoll – nur mit Läufern und Fans. Während wir Staffelläufer warteten, konnten wir die schnellen Läufer anfeuern. Unglaublich, wie schnell die noch waren, denn ich stand immerhin bei Kilometer 31!
Matthias war 10 Minuten schneller als vorhergesagt und nun konnte auch ich  endlich die wahnsinnig tolle Stimmung auf der Strecke genießen. Gleich nach wenigen hundert Metern fiel einer Zuschauerin auf, dass ich ja noch ziemlich frisch aussah… Die Zuschauer waren überhaupt das Beste. Da wurde mit allem Lärm gemacht, was sich im Haushalt finden lässt und so manches Brunch an den Straßenrand verlegt. Herrlich. Wer auf den letzten Kilometern eine Aufmunterung oder etwas zu Trinken brauchte, hat es sofort bekommen. Außerdem machten sie jeden Spaß mit: Ein Läufer verlangte etwa bei Km 38 einen Schluck Sekt als Entschädigung dafür, dass bei den Fans am Straßenrand Brother Louie von Modern Talking lief. Und er bekam ihn umgehend.
Auch die Schilder und Transparente waren wieder super. Neben unzähligen Aufmunterungen wie “Papa/Mama/Schatz, Du schaffst das” und ähnlichen, blieb mir ein Spruch besonders in Erinnerung. Kurz vor dem Ziel humpelten zwei Läufer an einem Transparent mit dem wohl passendsten Spruch für den Marathon vorbei: Schmerz geht, Stolz bleibt. Was für ein Bild…
Etwa 300m vor dem Ziel warteten die übrigen Staffelläufer, damit das gesamte Team die Ziellinie überqueren konnte. Eine wirklich schöne Idee. Uns fehlte zwar ein Läufer, aber wir übrigen drei haben die letzten gemeinsamen Meter über den roten Teppich genossen und waren einfach nur glücklich, dabei gewesen zu sein. Am Ende stand eine Nettozeit von 4:00:37 h auf der Uhr und ich bin sicher, dass dies nicht meine letzte Teilnahme an einem Staffel-Marathon war.

Zieleinlauf der Staffel

Da wir im Büro gerade einen Laufkalender für 2012 entwickeln, stehen diesen Sommer auch Läufe in Berlin und Rostock auf dem Plan. Dort hat der avocis Konzern ebenfalls Standorte und die Läufer können sich so konzernweit kennen lernen und austauschen. Mal sehen, ob das klappt.

Mein nächster Start ist am kommenden Sonntag beim Ottendorfer Kanallauf. Bis dahin sind auch die Beine wieder frisch.

Projekt „Lauf-Groupies“ ist eingestellt

Nach einer tollen gemeinsamen Zeit und vielen schönen Lauf- und Fan-Erlebnissen, wurde das Projekt „Groupies“ eingestellt.

Uschi und Digger ( aka „Das Model und der Roadie“ ) – ihr seid die besten Groupies, die man haben kann.

Kommentare wie „Er sieht noch ganz locker aus…“ oder „Schneller, den holst Du noch…“ waren ebenso motivierend wie Eure reine Anwesenheit an der Strecke, bei der ich mir einfach keine Blöße geben konnte/wollte und die mir Flügel verlieh.

Wir hatten wirklich viel Spaß zusammen. Daher bin ich auch echt traurig, dass wir unser Projekt „Lauf-Groupies“ aus privaten und zeitlichen Gründen einstellen müssen.

DANKE für all` die Unterstützung und Aufmunterung an und abseits der Laufstrecken des Nordens. Ich werde das „Oleee-Ole-Ole-Oleeeee…“ aus dem Megaphon ebenso vermissen wie Euren Schlachtruf „Lauf, Hotte, lauf…!!!“.

Der nächste Titel gehört Euch.

4ever Urs, Hotte

Ein Groupie mit Groupies

Am vergangenen Mittwoch, den 03.08., fand in Kellenhusen die Modenschau von Lorenzen Moden statt und Daniela war dabei. Genau gesagt war sie sogar mittendrin – und zwar auf dem Laufsteg. Aber der Reihe nach.
Die Modenschau wurde von Volker, einem Bekannten, veranstaltet. Daniela fragte einfach mal nach, “ob er noch Verwendung für ihre 1,61m auf dem Laufsteg hat…” – und tatsächlich nahm Volker das Angebot gerne an.
Am Abend vorher haben Groupie Rüdiger und ich spontan beschlossen, Daniela bei ihrem Debüt auf dem Catwalk als Zuschauer zu überraschen. Wir waren rechtzeitig vor Ort und bekamen einen Sitzplatz in der 2. Reihe. Der Laufsteg war in Kellenhusen auf dem Brückenvorplatz aufgebaut. Das Wetter blieb trocken und es war nicht so warm, dass die Gäste lange am Strand bleiben konnten. Daher war der Platz zum Start um 20:00 Uhr auch richtig gut gefüllt. 6 weibliche und 2 männliche Modells führten in 7 Durchläufen die Herbst-/Winter-Kollektion der verschiedenen Hersteller aus Volker`s Laden vor. Daniela musste immer als erste raus und sie machte ihre Sache richtig gut. Die Aufregung, die vorher fast unerträglich war, wurde zunächst mit Sekt bekämpft und war nach dem ersten Durchgang verflogen. Ab da machte es allen nur noch Spaß. Und das sah man ihnen auch an. Volker moderierte die Show und seine Modells reagierten sofort, wenn ein Teil besonders hervorgehoben wurde.
Nach der Show ging es mit allen Modells  und Volker noch auf ein Getränk in ein Café am Strand, wo wir bis zum Schluss zusammen gesessen haben.
Volker und seine Modells hatten mindestens so viel Spaß wie die Zuschauer und alle waren sich einig, dass es unbedingt eine Fortsetzung geben muss. Wir sind ebenfalls wieder dabei, denn Rüdiger und ich sind jetzt die Groupies von Modell-Groupie Daniela.🙂