HOTTE´S LAUF-GROUPIES

Firmenlauf und Kieler Woche 2009

1.Juli.2009 · 4 Kommentare

Beim Firmenlauf 2009 in Kiel waren auch wir „Grünen“ mit einer Gruppe am Start.Firmenlauf

Das Motto in diesem Jahr lautete „All you can run“. Das bedeutete, dass es für jede absolvierte Runde ein Armband gab, die im Ziel als Nachweis abgegeben und zusammengezählt wurden. So ganz ausgereift war das System aber noch nicht, denn so mancher Teilnehmer fand sich in der Ergebnisliste mit einer falschen Rundenzahl geführt. Egal, bei mir stimmte es jedenfalls. Ich hatte mir vorgenommen, wie in den letzten Jahren auch 3 Runden zu absolvieren.

Dadurch konnten Daniela und ich noch rechtzeitig nach Kellenhusen, wo die 125-Jahr-Feier anstand und wir schon Besuch hatten. Hier fand abends auch ein Feuerwerk am Strand statt, dass wir uns nicht entgehen ließen.

In der letzten Woche war dann endlich wieder Kieler Woche. Am ersten Samstag starteten auch wir in die KiWo. Zunächst ging es zum Alten Markt, wo wir feststellten, dass die HSHNordbank-Bühne verschwunden war. Stattdessen gab es dort nun die Bühne am Rathausmarkt. Wahrscheinlich, so erzählte uns ein Ordner, wollte unser Landesvater nach all den Turbulenzen der letzten Monate rund um die ehemalige Landesbank nicht auf deren Bühne auch noch die Kieler Woche eröffnen. Die Eröffnung selbst wollten wir aber nicht mehr abwarten und zogen schon nachmittags weiter zum Bootshafen, wo BMW seine Bühne aufgebaut hatte.

Hier testeten Daniela und ich den SEGWAY. Nach kurzer Einweisung sind wir den Parcour mit kleiner Rampe und Wippe abgefahren. Das macht Spaß. Segway

Anschließend machten wir einige Fotos von Daniela vor dem neuen X6. Sie hatte extra für den späteren Besuch im Bayern-Zelt ein Dirndl an und zog die Blicke der vorbeigehenden Besucher auf sich. Wie sie sich da an dem Auto räkelte, war ich abgemeldet und fragte mich unwillkürlich, was der Wagen denn bloß hat, was ich habe… – auch ich bin sportlich, schnittig und schnell. ;-) BMW

Eine chauffierte Testfahrt nahmen wir auch noch mit.

Danach ging es weiter zur Hörn ins Bayern-Zelt. Hier wurde schon um 21 Uhr auf den Bänken getanzt und geschunkelt. Wahnsinn! Wir stürzten uns ins Getümmel und machten fleißig mit. Im Laufe des Abends kam auch noch unser Ministerpräsident vorbei und machte einige Bilder für die Presse. Auch Daniela ließ es sich nicht nehmen. Ihr Statement mit einem berühmten Finger wurde auf dem Foto aber leider „abgeschnitten“. Dadurch war das Bild quasi entstellt und für sie nicht mehr zu gebrauchen. Aufgrund eines „Missverständnisses“ fand der Tag ein unglückliches Ende. Irgendwie landeten wir alle 3 an Rüdigers Auto, um unsere Sachen rauszunehmen, als er los wollte. Unsere Plätze im Zelt waren weg und Daniela und ich verloren uns aus den Augen. Es begann zu regnen und das Zelt war voll. Nach über 20 Minuten SMSen im Regen wollten dann nur noch genervt nach Hause. Da ich an dieser Entwicklung mit Schuld war, tut mir das Ende des Abends ehrlich leid. Aber die Groupies verzeihen so etwas und am 2. KiWoWE waren wir wieder dabei.

Unter der Woche besuchte ich mit einem Kollegen das Konzert von Foreigner. Mann, war das voll. Selbst eine Gruppe Hells Angels war da und ich bestaunte zunächst deren Motorräder und nach dem Konzert eine Kommando-mäßige Verkehrskontrolle der Polizei, weil sie auf dem Hinweg zur Bühne angeblich eine rote Ampel im Konvoi überfahren hatten. Plötzlich wurde die Straße vor und hinter ihnen mit Polizeiwagen versperrt ( eine Art „Kieler Kessel“ ) und ein mobiler Flutlichtmast aufgebaut. Die Gruppe zeigte bereitwillig ihre Papiere und das ganze hatte eher den Charakter eines Happenings, denn einer Verkehrskontrolle. Nach 30 Minuten war alles vorbei. Rüdiger konnte den Vorfall Dank meines Anrufs auch noch als erster twittern. Das Konzert selbst war OK. Die Akustik hätte besser sein können – die Instrumente überstimmten den Sänger doch sehr deutlich. Aber dafür waren, wie wir später erfuhren, die Azubis des NDR am Start und das Konzert ja auch umsonst.

Am zweiten Wochenende ging es freitags zu Right Said Fred. Daniela war schon einige Tage ziemlich aufgekratzt, weil der Sänger Richard eine ähnlich erotische Stimme und einen nahezu identischen Körperbau haben soll, wie ich. Der Abend wurde klasse. Nicht nur, dass Daniela nach dem Konzert 30 Euro fand, nein, sie sorgte auch für den verspäteten Beginn des nachfolgenden Konzertes der Beach Boys Cover Band. Wie konnte das geschehen? Zunächst hatte sie die Idee, das erste Mal in ihrem Leben einen BH auf die Bühne zu werfen. Ich war dagegen und auch ihre Mutter verweigerte telefonisch die Zustimmung. Aber sie sei alt genug und plötzlich hatte sie ihn ausgezogen. Das funktionierte irgendwie wie der Zaubertrick eines Entfesselungskünstlers… bei der Zugabe drängelte sie nach vorn zur Bühne und wurde von den umherstehenden Frauen gefeiert, als der BH flog. Richard hob ihn sogleich auf und hielt ihn sich vor den entblößten Oberkörper. Alles gut zu sehen auf den riesigen Leinwänden. Anschließend kam sie ziemlich aufgedreht zu uns zurück.

Nach dem Konzert schlugen wir vor, dass sie fragen sollte, ob sie backstage für ein Foto darf und sich auf den BH-Wurf berufen solle. Sie gab auch alles, aber die Ordner verstanden das so, als wolle sie ihren BH wiederhaben. Der lag noch immer auf der Bühne und mittlerweile stand das Schlagzeug der nachfolgenden Band darauf. Ralf Huber, der Moderator des Abends vom NDR musste also wieder auf die Bühne und erklärte der wartenden Menge, dass erst der BH wiedergeholt werden müsse. Dadurch verzögerte sich der Beginn der nächsten band um etwa 10 Minuten. Am Ende hatte Groupie Daniela ihren BH wieder anstatt eines Fotos mit RSF. Ein zweiter Versuch bei anderen Ordnern endete damit, dass diese Ralf Huber riefen, der etwas mit ihr plauderte und mitteilte, dass RSF nun schon wieder los seien. Schade, dass das i-Tüpfelchen nicht klappte, aber auch so war das eine denkwürdige und rundum gelungene Veranstaltung.

Am Samstag begannen Daniela und ich gegen Mittag damit, erneut bei BMW vorbei zu schauen. Vor dem M3-Simulator warteten nur 4 Leute und ich meldete mich für eine „Testfahrt“ an. Gut, dass es nur ein Simulator war. Irgendwie kam ich nicht mit ihm zurecht und hätte ihn im Ernstfall mehrmals geschrottet. Nach meiner Vorstellung war der Wagen wohl auch etwas mitgenommen, denn das System musste neu gestartet werden. Sowas.

Wir gingen weiter zur Kiellinie und deckten uns am Stand des Bundestages mit allerlei give-aways ein. Wofür zahlen wir schließlich Steuern? Nebenan bei der IG-Metall machten wir die Umfrage mit und Daniela ließ ein Foto von sich machen, dass ihr als 6 Postkarten geschenkt wurde. Dafür wurde ihre Adresse notiert und aus der „Gärtnerstraße“ machte der für die Datenerfassung zuständige Promoter die „Gerdnerstraße“. Sie brauchte einige Zeit, um sich von diesem ganz persönlichen PISA-Schock zu erholen. Immerhin unterrichtet sie ja auch deutsch.

Wir schlenderten über die Bio-Meile und in Richtung GOSCH-Schiff, wo wir in den letzten Jahren immer wieder nette Leute getroffen haben und die gefundenen 30 Euro vom Vortag in Wein umgesetzt werden sollten. Dort trafen wir auch das zweite Groupie und stellten die Vollzähligkeit her. Ein Platz an Bord war schnell gefunden und prompt trafen wir wieder auf interessante Menschen. Diesmal gesellten sich ein Paar aus Regensburg samt Schwägerin aus Rendsburg zu uns. Sie warteten auf die Abfahrt eines Kreuzfahrtschiffes am nächsten Tag und wir fanden schnell ins Gespräch. Die Zeit verging wie im Flug und wir gönnten uns anschließend eine Fahrt im Riesenrad. Was für eine Aussicht – traumhaft. Gegen 21 Uhr zogen wir um an die Hörn. Dort fand Daniela gleich wieder 5 Euro. Wir tranken ein Gläschen Sekt zum Sonnenuntergang und machten uns anschließend auf den Weg nach Hause, denn am Sonntag musste Daniela zeitig los.

Also genossen Rüdiger und ich das Feuerwerk abends von meiner Wohnung aus, weil es uns an der Kiellinie eindeutig zu voll war.

Ein prima Wochenende ging zu  Ende. Einige Bilder dazu findet Ihr hier.

 

Achja, gelaufen bin ich auch während der Kieler Woche – immerhin zwei kurze Einheiten von 30 und 45 Minuten. Und bis zum nächsten Termin, dem Mitternachtslauf in Heiligenhafen, ist es ja noch etwas hin…

Kategorien: Groupie-Kram · Lauf-Events
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4 Antworten bis hierher ↓

  • Hannes // 1.Juli.2009 um 11:54

    Ein schöner Bericht von der Kieler Woche. Die war scheinbar deutlich, deutlich besser als der Firmenlauf – wundert mich nicht ;)

  • R-Digger // 3.Juli.2009 um 11:45

    Tja, der Firmenlauf war dank des neuen Konzepts irgendwie vertane Groupie-Zeit… quasi-wettbewerbsbefreit stellte sich da keine richtige Spannung ein. Zuviele Läufer und Zuschauer haben das vorher schon gemerkt und sind gleich zu Hause geblieben… Fail!

    Die KiWo war dagegen sehr witzig – sieht man mal vom Regen ab… Unser Obergroupie hätte das Meet&Greet mit RSF verdient gehabt – dämliche WelleNord!
    Wo bleiben die restlichen Fotos???

  • Hotte // 5.Juli.2009 um 2:48

    @ Hannes Danke. Es stimmt, die KiWo war klasse, der Firmenlauf war nicht so doll in diesem Jahr.

    @ R-Digger Du hast Recht. Habe nun einen link zum Kieler Woche 2009 – Foto-Album am Ende des Artikels eingefügt.

  • R-Digger // 6.Juli.2009 um 9:31

    Außer die Bilder, auf denen ich drauf bin, sind alle Fotos klasse geworden!!! Vor allem dein Blick beim Ausstieg aus dem M3…. *looooooooooool*

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