Nachdem der Gettorf-Lauf abgesagt werden musste, war gestern wenigstens noch eine Trainingseinheit drin. und da bin ich bereits gemeldet. Außerdem verlangen die Groupies ständig Höchstleistungen und die kommen irgendwie nicht von alleine. Außerdem findet am 31.07. der diesjährige Mitternachtslauf statt ( bisher schon 657 Anmeldungen ) und da kann ich mal wieder einen Teil der originalen Strecke ablaufen.
Passend dazu habe ich bei StudiVZ die Gruppe „Mitternachtslauf Heiligenhafen“ ( mit dem Segen von Bernd ) gegründet und hoffe damit weitere Läufer für diesen tollen Lauf zu gewinnen.
Das Wetter war sehr angenehm, es schien die Sonne und gegen den leichten Wind reichte schon ein Lauftrikot. Groupie Daniela hatte Besuch und eine kleine Runde um den Binnensee passte sehr gut.
Zunächst ging es runter zum alten Bahnhof und dann am Hafen vorbei in Richtung Strandpromenade. Da fand gerade das Königsschießen der Heiligenhafener Bürgergilde statt und die Promenade war aus Sicherheitsgründen zum Teil gesperrt. Da ich dieses Fest kenne, wollte ich auf keinen Fall so verwegen sein wie eine Läuferin direkt vor mir und die Absperrung ignorieren. Ich kehrte also um und lief nun direkt am Gillhus vorbei. Zwischen den Frack- und Zylinderträgern fiel ich im knallgrünen Trikot auf und hörte auch schon gleich meinen Namen aus der Menge. Tatsächlich waren Richie und seine Schwester Annika extra aus Leer bzw. Frankfurt angereist, um am Gildefest teilzunehmen. Und weil man sich so selten sieht, hatten wir uns für dieses Wochenende verabredet. Aber es waren erst 8 Minuten Training absolviert und mein outfit passte auch nicht so ganz, um gleich „wichtige Nährstoffe“ am Flensburger-Stand einzunehmen. Wir plauderten also kurz und machten für später ein Treffen aus.
An der Promenade war nicht viel los. Nur ein Opa auf dem Rad fühlte sich verfolgt, als ich mehrere hundert Meter direkt hinter ihm lief. Aber wir beide konnten nicht schneller und wollten auch nicht langsamer. Bei der DLRG-Station bog er dann ab. Bis zum Ferienpark steigerte ich das Tempo etwas, fiel dann aber wieder in die alte Geschwindigkeit zurück, um eine Pause zu vermeiden.
Ein kleines Mädchen hängte mich mit seinem Stützrad-Fahrrad einige Meter ab und erzählte das gleich ganz stolz den Eltern. Aber Kommentare von Passanten blieben aus. Die nehme ich auch erst wahr, seit ich ohne Musik laufe. Die führt nämlich dazu, dass ich ganz automatisch das Tempo dem jeweiligen Stück anpasse und das macht man im Wettkampf ja auch nicht. Die Idee, dass nur schnelle Lieder zu neuen Bestzeiten führen, ist übrigens ein Trugschluss. Sie führen eher dazu, dass man völlig aus dem Laufrhythmus kommt.
Nach 35 Minuten war ich wieder zu Hause und fühlte mich echt gut. Das Wochenende kann kommen.
1 Antwort bis hierher ↓
Hannes // 6.Juni.2009 um 12:52
Der Mitternachtslauf in Heiligenhafen ist der genialste Lauf, den ich kenne. Dort bringt es wirklich verdammt viel Spaß. Nach den Teilnahmen in den letzten beiden Jahren hätte ich mich ohne Knieprobleme auch direkt am ersten Tag der eröffneten Anmeldung wieder angemeldet …